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Landebahn für Investoren

Die Firma PISA Immobilienmanagement setzt auf eine Symbiose aus Wirtschaft und Wissenschaft und damit auf Research und Consulting. Das hilft Mietern und Investoren – vor allem in Leipzig, aber auch darüber hinaus.

PISA Immobilienmanagement setzt auf eine Symbiose aus Wirtschaft
und Wissenschaft
Von Ivette Wagner, 11.04.2018

Nicht nur der Markt in Leipzig drehte sich: Von mehr als 15 Prozent Leerstand, vielen Objekten, die nach Eigentümern suchten, hin zu sehr geringem Leerstand und einem Mangel an Bauland. „Damit hat sich auch das Aufgabenprofil eines Maklers geändert“, sagt Timo Pinder, Geschäftsführer der PISA Immobilienmanagement GmbH & Co. KG.

In Gohlis-Süd, im Waldstraßen- oder im Musikviertel bedürfe es keiner Vermittlung mehr, denn die Nachfrage sei enorm. „Zudem wird die Branche immer digitaler. Eigentümer können sehr leicht ihre Angebote auf einem kauffreundlichen Markt platzieren und Abschlüsse erzielen.“ Kurzum: Der Beratungsbedarf ist viel geringer, Halbwissen reicht auf einem sehr transparenten Markt vollkommen aus.

Neue Zielgruppe

Timo Pinder.
Foto: PISA

Timo Pinder und sein Team haben sich sehr früh und bereits vor Jahren an die neuen Gegebenheiten angepasst und eine andere Zielgruppe in den Fokus genommen. Dazu gehören Family Offices, institutionelle Anleger, Projektentwickler. „Hier ist allerdings eine andere Beratungskompetenz erforderlich. Die Zeiten, in denen Wohnungen auf- und zugeschlossen wurden, sind vorbei.“ PISA sieht sich dabei als Researcher sowie als Berater. Ankauf-, Planungs- und Bauphase begleitet das Unternehmen PISA, mit Beendigung der Rohbaufertigstellung kümmert sich das Team um das Marketing, richtet eine Musterwohnung ein, geht in die Vermietung beziehungsweise den Verkauf.

Wissen trifft Wirtschaft

„Es ist wichtig, dass wir sehr frühzeitig involviert werden, damit wir unser Wissen weitergeben können.“ Wissen heißt in diesem Fall: Wissen trifft Wirtschaft. Möchte jemand in den Immobilienmarkt Leipzigs eintauchen, braucht er für eine erfolgreiche und nachhaltige Tätigkeit Faktoren wie die Entwicklung der Infrastruktur, der Bevölkerung, der Einkommen, Informationen zum Wanderungssaldo. „Zum einen geht es um die Analyse der Mikro-Lage innerhalb des gesamten Stadtbildes, zum anderen um eine klare Markt- und Zielgruppeneinschätzung. Der Investor kommt also hier an und bekommt für sein Vorhaben von uns eine komplette Landebahn.“

Jährlicher Marktbericht

Ein Baustein dieser Landebahn ist der Marktbericht Leipzig, den PISA Immobilien einmal jährlich in Kooperation mit der Berufsakademie Sachsen Staatliche Studienakademie Leipzig und damit einem wissenschaftlichen Part hinsichtlich der Immobilienwirtschaft herausgibt. Ein Lückenschluss, der eine möglichst flächendeckende Transparenz des Wohnimmobilienmarktes bringt. „Eine Evaluierung und Einschätzung der vorhandenen Daten ist sehr wichtig, zumal Leipzig nicht den langen Ruf eines Investmentstandortes hat“, sagt Timo Pinder. Es reiche nicht, dem Investor die Information zu geben, dass die Preise steigen. „Ihn interessiert es doch viel mehr, warum sie steigen und wie die Prognose aussieht.“

Seit Jahren hat PISA mit dem Marktbericht Leipzig einen wertvollen Baustein für die Marktbetrachtung mit der Berufsakademie Sachsen Staatliche Studienakademie Leipzig geschaffen, weitere gemeinsame Projekte sind in Planung. In Halle (Saale) soll es, so kündigt Timo Pinder an, ebenfalls demnächst einen Marktbericht geben.

Bei Altbau-Projekten ist das Prozedere ein wenig anders, hier sieht sich Timo Pinder als Optimierer und Berater. „Meist geht es dabei um den Leerstandsabbau, eine Besserung der Betriebskosten und Mieteinnahmen“, so der Experte. „Prinzipiell ist es in diesem Bereich so, dass mehr weiche Faktoren zählen.“ So stelle sich beispielsweise verstärkt die Frage, ob man einem Ensemble einen Namen geben soll, um es auch marketingspezifisch bearbeiten zu können.

Für den Vertrieb wird sehr oft noch an einer anderen Schraube gedreht. „Die Grundrisse gibt es ja schon, da kann man meist nicht mehr viel machen. Aber wir können hinsichtlich des Marketings bestimmte Dinge umstellen.“ So lautet ein oft gesuchtes Gut: Vier-Raum-Wohnung, 100 Quadratmeter für je zehn Euro. Nach der Sanierung sind aber entweder 99 oder 101 Quadratmeter im Angebot. Wie entscheidet man sich? „Es gilt dann mehrere Dinge zu beachten“, so Timo Pinder. „Das Suchverhalten des Mieters in den gängigen Immobilienportalen sollte die Grundlage sein. Dazu müssen wir belastbare Zahlen haben, was der potentielle Mieter als erstes eingibt, welche Priorität er setzt.“ Wenn alle Faktoren einfließen, erhöhe man die Sichtbarkeit des Objektes.

Prinzipiell gilt für Neu- und Altbau: „Es muss eine Kopplung aller Belange geben“, sagt Timo Pinder. „Dazu gehören die des Entwicklers, des Endkunden, der Mieter und der aktuellen sowie kurz- und mittelfristigen Entwicklungen auf dem Immobilienmarkt.“

 

Titelfoto: shutterstock.com / frank_peters

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