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Wildau lohnt sich

Mit dem Wohnensemble Am Rosenanger will die BAUWERT AG gutverdienende Berliner nach Wildau am Schönefelder Kreuz locken.

Mit dem Wohnensemble Am Rosenanger will die BAUWERT AG gutverdienende
Berliner nach Wildau am Schönefelder Kreuz locken
Von Fabian Frauendorf, 26.02.2018

Warum sich eine der erfahrensten Immobilienentwicklungsgesellschaften Berlins erstmals mit einem Wohnungsbauvorhaben in eine Umlandgemeinde traut, hat gute Gründe. Die BAUWERT AG, die sich bisher etwa als Bauherrin mit dem markanten TRIAS Bürocenter oder dem Charlotten Palais in Berlin-Mitte einen Namen gemacht hat, legte Ende August 2017 den Grundstein für ein Areal mit 112 Miet- und 59 Eigentumswohnungen sowie 14 Townhouses in Wildau am südöstlichen Stadtrand.

Henning Hausmann, Leiter Investment bei BAUWERT, begründet den Schritt mit der steigenden Attraktivität der Wohnlage: „Vor allem in der Umgebung der S- und Regionalbahnstationen sehen wir Potenzial für den Bau von Wohnhäusern, weil man hier bei günstigeren Preisen und schneller Erreichbarkeit des Stadtzentrums eine hohe Lebensqualität vorfindet.“ Die Nachfrage an Wohnraum in der erst 2013 mit dem Stadtrecht versehenen Kommune sei zudem mit ihrer idyllischen Lage an den Dahme-Seen, der starken wirtschaftlichen Entwicklung im Umfeld der Technischen Hochschule Wildau sowie dem stetigen Bevölkerungswachstum begründet.

Die Statistiken unterstützen die Sichtweise der Projektentwickler. Denn für die 10.000-Einwohner-Gemeinde wird in den nächsten zehn bis 15 Jahren laut dem Landkreis mit einem Bevölkerungszuwachs von etwa 2.500 Bürgern gerechnet. Das bedeutet, dass in Wildau ungefähr 1.200 neue Wohnungen benötigt werden, wovon die Stadtverordnetenversammlung bereits 365 in drei verschiedenen Wohnquartieren genehmigt hat.

Siedlung in märkischer Bautradition

Die Bebauung des 10.000 Quadratmeter großen Grundstücks zwischen Am Rosenbogen und Blumenkorso beendet einen 15-jährigen städtebaulichen Stillstand in diesem Ortsteil. Nach Entwürfen des Büros Nöfer Architekten entsteht hier nun bis Ende 2019 eine Blockbebauung mit Mieteinheiten in abwechselnd vier- und fünf geschossigen Häusern, wobei die Fünfgeschosser mit geneigten, roten Ziegeldächern, die Viergeschosser mit Dachgärten ausgestattet sind. Die Gebäude bilden eine U-Form um einen Gemeinschaftshof, der zur vierten Seite hin von einem Riegel mit Eigentumswohnungen abgegrenzt wird.

Eine weitere Zeile mit 14 Stadthäusern inklusive eigenen Gärten bildet die Südseite der Anlage. Die Fassaden nehmen mit einer Mischung aus Klinkerlisenen und cremeweißem Putz Bezug auf Wildaus bedeutendste und inzwischen denkmalgeschützte Wohnanlage: die zu Beginn des 19. Jahrhunderts entstandene Schwartzkopff-Siedlung. Schon damals mit dem Ziel, Berliner Angestellte nach Wildau zu locken, errichtete die Berliner Maschinenbau AG (vormals L. Schwartzkopff) auf der „grünen Wiese“ eine Arbeiterkolonie, die den Vorzügen der Großstadt in nichts nachstehen, jedoch gesündere Wohnbedingungen bieten sollte.

Barrierefrei und mit Aufzug erschlossen

Die zum Verkauf stehenden Zwei- bis Vier-Zimmer-Wohnungen sind in allen Geschossen mit Aufzügen barrierefrei erschlossen und bieten zwischen 60 und 112 Quadratmeter Wohnfläche. Alle Wohneinheiten verfügen entweder über einen Balkon oder eine Terrasse. Bodentiefe Fenster, Parkettboden und eine Badausstattung mit Markenfabrikaten sollen gehobenen Wohnansprüchen gerecht werden. Eine Tiefgarage mit 149 PKW-Stellplätzen, weiteren 171 Fahrradstellplätzen sowie 171 Kellerabteilen verbindet die Geschosswohnungsbauten, Kinderwagenräume sind im Erdgeschoss vorgesehen.

Die dreigeschossigen Eigenheime, vier Eckhäuser sowie zehn Mittelhäuser, offerieren 140 bis knapp 175 Quadratmeter Wohnfläche. Die Ausstattung setzt standardmäßig auf Fußbodenheizung, Eingangstüren und Fenster aus Holz sowie außen liegenden Sonnenschutz auf der Südseite. Zudem können die raumhohen Fenster im Erdgeschoss durch Fensterläden verschattet werden. Zu jedem Domizil gehört ein an der Südseite gelegener Privatgarten mit Terrasse und Gartenhäuschen. Die Parzellengrößen liegen hier zwischen 70 und 180 Quadratmetern. Im Außenbereich stehen je Reihenhaus zwei PKW-Stellplätze zur Verfügung.

Grüne Oase bleibt grün – auch durch Privatgärten

Etwa 40 Prozent des Grundstücks werden als Baufläche durch die drei Wohngebäude versiegelt, die übrigen 60 Prozent als Grün- und Gartenanlage angelegt. Die Gestaltung von Innenhof, Vorgärten und Privatgärten beruht auf dem Konzept des Berliner Landschaftsarchitekten Frank von Bargen, der mit einer variantenreichen Rosenbepflanzung dem Quartier und der namensgebenden Straße seine Referenz erweist. Die Gartenanlage folgt jedoch nicht allein ästhetischen Ansprüchen, sondern berücksichtigt mit einem Spielplatz, Sitzgelegenheiten und Liegewiesen außerdem das Bedürfnis nach einem erholsamen Wohnumfeld. Damit kommt der Neubau auch dem Ziel der Stadt entgegen, Wildau als lebenswerte, grüne Oase vor den Toren Berlins zu bewahren.

Das Wohneigentum wird von der ZIEGERT – Bank- und Immobilienconsulting GmbH vermarktet. „Mit Preisen zwischen 3.700 und 4.350 Euro je Quadratmeter bieten wir bei diesem Wohnprojekt ein Preisniveau, das sich in Berlin aufgrund der gestiegenen Baulandkosten nur noch schwer realisieren lässt“, sagt Geschäftsführer Nikolaus Ziegert. Dabei sei anders als bei stadtzergliedernden Eigenheimsiedlungen in urbanen Randzonen im Ortsgebiet von Wildau mit steigenden Immobilienwerten zu rechnen. Auch Henning Hausmann schaut optimistisch in die Zukunft und verweist auf den bereits erfolgreich an einen Investor veräußerten Mietkomplex, für den Miethöhen von 11,50 bis 12,50 Euro pro Quadratmeter anberaumt werden.

 

Quelle Visualisierung: ZIEGERT

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