Aktuelles aus der Immobilienbranche Mitteldeutschland 2026 – April

Aktuelles aus der Immobilienbranche Mitteldeutschland 2026 – April

Aktuelles aus der Immobilienbranche Mitteldeutschland 2026 – April
In der Leipziger Johannisallee baut die LWB insgesamt 202 Wohnungen. Quelle: LWB

Dresden: Simmel Holding soll Fernbusterminal am Hauptbahnhof übernehmen +++ Leipzig/Magdeburg: Seil Real Estate erhält Mandat für 21 Wohnobjekte +++ Dresden: 2,25 Millionen Euro Bundesförderung für die Margon Arena +++ Dresden: 150.000 Euro Spenden für das Römische Bad gesammelt +++ Freiberg: TU Bergakademie saniert historischen Clemens-Winkler-Bau für 43 Millionen Euro +++ Pirna: Mehr als elf Millionen Euro Fördermittel für Schulstandort Sonnenstein +++ Roßla: Land Sachsen-Anhalt startet Sanierung der L151 für 2,5 Millionen Euro +++ Bad Düben: Spatenstich für Ortsumgehung Wellaune +++ Halle (Saale): Bau von Pflegezentrum in Neustadt gestoppt +++ Leipzig: LWB feiert Richtfest für 202 Wohnungen in der Johannisallee +++ Altenburg: Best Western eröffnet Hotel mit 144 Zimmern +++ Leipzig: COMFORT vermittelt 1.900 Quadratmeter an Coolblue +++ Chemnitz: TU erhält Forschungsneubau für Materialanalysen im Nanobereich +++ Magdeburg: Richtfest für IGS „Willy Brandt“ nach zehn Monaten Bauzeit +++ Halle (Saale): Rückbau für Campus Halle-Neustadt gestartet +++ Leipzig: BImA startet Bau von 31 Wohnungen in der Nordvorstadt +++ Leipzig: Instone startet Vertrieb für Wohnprojekt „Stadtlicht“ im Zentrum-Südost +++ Leipzig: Investmentmarkt startet mit 209 Millionen Euro stark ins Jahr 2026 +++ Halle (Saale): Bautätigkeit 2025 weiter rückläufig +++ Leipzig: Büromarkt startet verhalten ins Jahr 2026 +++ Halle (Saale): Fördermittel für Saline-Projekt SALTSA bewilligt +++ Jena: LoRaWAN-Netz nahezu flächendeckend ausgebaut +++ Hochkirch: Spatenstich für neuen Umsteigeplatz +++ Dresden: Nippon Express eröffnet neue Niederlassung +++ Halle (Saale): Baupreise steigen um mehr als vier Prozent +++ Leipzig: Ritterstraße 42 wird zum Games-Hub +++ Chemnitz: Polizeiliche Beratungsstelle im Behördenkomplex neu eingerichtet +++ Jena: Stadtrat beschließt Leitlinien zur Umsetzung des „Bauturbo-Gesetzes“ +++ Dresden: Überarbeiteter Wärmeplan geht in den Stadtrat +++ Reesen: Sanierung der B 1 startet +++ Dresden: Sachsen verteilt 2,83 Milliarden Euro aus Bundes-Sondervermögen an Kommunen +++ Altmark: Land investiert 3,15 Millionen Euro in Sanierung der L 2 +++ Görlitz: Spatenstich für grenzüberschreitendes Fernwärmeprojekt „United Heat“ +++ Dresden: Sachsen regelt Verteilung von Milliardenmitteln für kommunale Infrastruktur +++ Halle (Saale): Insolvenzanträge in Sachsen-Anhalt steigen 2025 deutlich +++ Halle (Saale): Stadt verweist auf Investitionen in Südstadt und Silberhöhe +++ Halle (Saale): Stadt reagiert auf angekündigte Saturn-Schließung +++ Dresden: Planung für Elberadweg zwischen Carolabrücke und Blauem Wunder wird neu aufgesetzt +++ Halle (Saale): Verbraucherpreise steigen im März um 1,3 Prozent zum Vormonat

Agentur

Dresden: Simmel Holding soll Fernbusterminal am Hauptbahnhof übernehmen

Das Projekt „Network-Hub“ am Wiener Platz in Dresden steht vor einem Eigentümerwechsel. Die Simmel Holding befindet sich in finalen Gesprächen zur Übernahme des Vorhabens von der S&G Development GmbH. Für das Projekt liegt bereits Baurecht vor. Geplant ist ein Gebäudekomplex mit Fernbusterminal, Fahrradparkhaus und Büroflächen direkt am Hauptbahnhof. Vorgesehen sind zehn Bussteige, rund 800 Fahrradstellplätze sowie ergänzende Nutzungen wie Gastronomie und Boardinghouse. Die Investitionskosten werden auf etwa 100 Millionen Euro geschätzt. Baubürgermeister Stephan Kühn bewertet die mögliche Übernahme als wichtigen Schritt für die Realisierung. Die Stadt plant zudem, den Zuschuss für das Fahrradparkhaus von 1,5 auf 2,5 Millionen Euro zu erhöhen, um das Projekt trotz gestiegener Baukosten abzusichern. Mit dem Vorhaben soll das bisherige Provisorium für Fernbusse ersetzt und das Umfeld des Hauptbahnhofs städtebaulich aufgewertet werden.


Leipzig/Magdeburg: Seil Real Estate erhält Mandat für 21 Wohnobjekte

Seil Real Estate hat ein Exklusivmandat zur Vermarktung von 21 Bestandsimmobilien in Leipzig und Magdeburg erhalten. Auftraggeber ist eine ostdeutsche Unternehmensgruppe, die Teile ihres Wohnportfolios im Einzelverkauf veräußern will. Das Portfolio umfasst rund 25.500 Quadratmeter Mietfläche mit etwa 350 Einheiten. Die Jahresmiete liegt bei rund 1,52 Millionen Euro, der Leerstand bei etwa 26 Prozent. Vermarktet werden die Objekte einzeln oder in kleineren Paketen, mit Ticketgrößen zwischen 1 und 7 Millionen Euro. Im Fokus stehen Bestandsobjekte mit Entwicklungspotenzial, unter anderem durch Neuvermietung, Repositionierung und Nachverdichtung. Die Investorenansprache soll am 1. Mai 2026 starten.


Dresden: 2,25 Millionen Euro Bundesförderung für die Margon Arena

Die Dresden erhält 2,25 Millionen Euro aus dem Bundesprogramm „Sanierung kommunaler Sportstätten“ für die Modernisierung der Margon Arena. Der Haushaltsausschuss des Deutschen Bundestages hat die Förderung am 22. April 2026 beschlossen. Mit den Mitteln sollen dringend notwendige Sanierungsmaßnahmen an der Arena umgesetzt werden. Die Halle ist ein zentraler Standort sowohl für den Spitzen- als auch den Breitensport in der Landeshauptstadt. Oberbürgermeister Dirk Hilbert bezeichnet die Förderzusage als wichtigen Schritt: Die Finanzierung ermögliche es, die Modernisierung nun konkret anzugehen und damit die langfristige Nutzung der Arena zu sichern. Die Margon Arena ist unter anderem Heimspielstätte des Dresdner SC und spielt damit eine zentrale Rolle im Dresdner Sportgeschehen. Die Förderentscheidung gilt entsprechend nicht nur als infrastrukturelle Maßnahme, sondern auch als Signal für die Weiterentwicklung des Sports am Standort.


Dresden: 150.000 Euro Spenden für das Römische Bad gesammelt

Die Sanierung des Römisches Bad Dresden kommt voran – und wird zunehmend von bürgerschaftlichem Engagement getragen. Seit Beginn der Spendenkampagne sind rund 150.000 Euro zusammengekommen. Die Mittel sollen insbesondere in die Wiederherstellung der Brunnentechnik fließen, damit die historische Fontäne künftig wieder in Betrieb gehen kann. Parallel dazu laufen die Bauarbeiten planmäßig weiter. Seit dem Start im Mai 2025 wurden zentrale Sicherungsmaßnahmen umgesetzt, darunter die Abdichtung der Kolonnaden zur Vermeidung weiterer Wasserschäden sowie Rohbauarbeiten in den Treppenbereichen. Auch die statische Sicherung einzelner Bauteile und erste Restaurierungsarbeiten an Natursteinflächen sind erfolgt. Aktuell stehen vor allem die Kolonnaden, der westliche Portikus und die Treppenanlage im Fokus. Die nächsten Bauabschnitte sind jedoch eng an naturschutzrechtliche Vorgaben gebunden. Das Römische Bad dient als bedeutendes Quartier für Fledermäuse. Erst nach deren Auszug im Frühjahr konnten die Arbeiten an den Kolonnaden wieder aufgenommen werden. Bis Mitte August laufen nun Restaurierungsarbeiten an Balustraden, Sandsteinelementen und Putzflächen, bevor erneut eine Schutzphase beginnt. Ab 2027 verlagert sich der Schwerpunkt auf das Wasserbecken. Die bestehende Anlage aus DDR-Zeiten wird zurückgebaut und durch ein neues Becken nach historischem Vorbild ersetzt. Ziel bleibt die vollständige Wiederherstellung der Anlage – einschließlich der Fontäne als zentrales Gestaltungselement. Die Finanzierung ist jedoch noch nicht gesichert. Neben der technischen Erneuerung stehen auch die Wiederherstellung angrenzender Parkbereiche, historischer Wege und Pflanzungen aus. Die Stadt setzt daher weiterhin auf Spenden sowie begleitende Formate wie Führungen, Benefizveranstaltungen und Baustellenaktionen, um zusätzliche Mittel einzuwerben.


Freiberg: TU Bergakademie saniert historischen Clemens-Winkler-Bau für 43 Millionen Euro

Unter Leitung des Sächsisches Immobilien- und Baumanagement wird der denkmalgeschützte Clemens-Winkler-Bau der Technische Universität Bergakademie Freiberg umfassend saniert. Ziel ist die nachhaltige Modernisierung des über 70 Jahre alten Institutsgebäudes für Lehre und Forschung. Nach Abschluss einer umfangreichen Schadstoffsanierung seit Mitte 2025 laufen derzeit die Arbeiten zur Abdichtung des Sockelgeschosses gegen drückendes Wasser und Radon. Ab Juni beginnt die strukturelle Ertüchtigung des rund 140 Meter langen Gebäuderiegels. Dabei sind tiefgreifende Eingriffe in die Bausubstanz erforderlich, die unter denkmalpflegerischen Vorgaben umgesetzt werden. Im weiteren Bauverlauf steht zunächst der Rückbau im Inneren an, bevor 2027 die Gebäudehülle in den Fokus rückt. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf dem Hörsaalanbau aus dem Jahr 1954. Prägende Elemente, darunter das historische Gestühl, sollen erhalten und denkmalgerecht aufgearbeitet werden. Die Sanierung umfasst neben statischen und brandschutztechnischen Maßnahmen auch eine energetische Ertüchtigung. Geplant ist unter anderem die Integration einer Photovoltaikanlage. Die Gesamtbaukosten belaufen sich auf rund 43 Millionen Euro und werden aus Landesmitteln sowie Fördergeldern der Europäischen Union (EFRE) finanziert. Mit der Fertigstellung im Jahr 2029 soll das Gebäude funktional und energetisch auf aktuelle Standards gebracht werden und zugleich seinen historischen Charakter bewahren.


Pirna: Mehr als elf Millionen Euro Fördermittel für Schulstandort Sonnenstein

Der Schulstandort Sonnenstein in Pirna erhält umfangreiche Fördermittel für Modernisierung und Ausbau. Insgesamt stellen der Freistaat Sachsen und die Europäische Union mehr als 11 Millionen Euro bereit. Die Mittel fließen in die energetische Sanierung der Grundschule, den Neubau zur Erweiterung sowie die bauliche Anbindung des Hortes. Darüber hinaus wird das soziokulturelle Zentrum am Standort ausgebaut. Drei Förderbescheide über rund 6,2 Millionen Euro, 2,2 Millionen Euro und 3 Millionen Euro wurden an die Stadt übergeben. Das Projekt umfasst neben der Sanierung des Bestandsgebäudes auch einen Erweiterungsbau. Künftig sollen Schule, Hort und soziale Angebote unter einem Dach gebündelt werden. Geplant sind unter anderem Räume für Vereine, eine Bibliothek sowie ein Veranstaltungsbereich. Die Bauarbeiten laufen seit dem Schuljahr 2025/2026 im laufenden Betrieb mit Ausweichstandort. Die Fertigstellung ist für Ende 2027 vorgesehen.


Roßla: Land Sachsen-Anhalt startet Sanierung der L151 für 2,5 Millionen Euro

Im Ortsteil Roßla haben die Bauarbeiten zur umfassenden Sanierung der Landesstraße 151 begonnen. Das Land Sachsen-Anhalt investiert rund 2,5 Millionen Euro in die Erneuerung des etwa 2,6 Kilometer langen Abschnitts zwischen der Bundesstraße 85 und dem Ortseingang. Die Arbeiten umfassen das Abfräsen der bestehenden Fahrbahn sowie den mehrschichtigen Neuaufbau von bis zu 34 Zentimetern Asphalt. Zur Verbesserung der Verkehrssicherheit werden zudem neue Schutzplanken installiert und eine nicht mehr benötigte Ampelanlage zurückgebaut. Die Bauarbeiten sollen im August 2026 abgeschlossen sein.


Bad Düben: Spatenstich für Ortsumgehung Wellaune

Mit dem Baustart für die Ortsumgehung Wellaune beginnt ein Infrastrukturprojekt zur Entlastung des Durchgangsverkehrs im Ortsteil von Bad Düben. Die rund drei Kilometer lange Neubaustrecke der Bundesstraße B 2 soll künftig den Verkehr östlich am Ort vorbeiführen und den Ortskern deutlich entlasten. Täglich passieren derzeit etwa 11.000 Fahrzeuge Wellaune, darunter ein hoher Anteil an Lkw. Die Fertigstellung ist für Dezember 2027 vorgesehen. Bund und Freistaat Sachsen investieren rund 14 Millionen Euro in das Projekt. Ziel ist es, die Verkehrssicherheit zu erhöhen, Lärm und Emissionen im Ort zu reduzieren und den Verkehrsfluss auf der B 2 zu verbessern. Die Planung gilt als anspruchsvoll: Neben Anforderungen an den Hochwasserschutz mussten auch archäologische Funde berücksichtigt werden. Bereits seit 2024 laufen vorbereitende Maßnahmen wie Baugrunduntersuchungen und Grunderwerb.


Halle (Saale): Bau von Pflegezentrum in Neustadt gestoppt

Im Ortsteil Neustadt von Halle (Saale) sind die Bauarbeiten an einem Pflegezentrum vorerst eingestellt worden. Das berichtet die Mitteldeutsche Zeitung. Am Standort Zollrain 1 war ein Projekt mit 122 Pflegeplätzen, 54 Servicewohnungen sowie ergänzenden Angeboten geplant. Nach Angaben der beteiligten Unternehmen hat sich ein Investor zurückgezogen. Als Gründe werden steigende Baukosten, hohe Energiepreise und schwierige Rahmenbedingungen genannt. Das Gebäude befindet sich im Rohbau, Baugeräte werden abgezogen. Die Stadt bestätigt einen Bauherrenwechsel im März 2026, ein neuer Projektverantwortlicher steht im Austausch mit den Behörden. Das genehmigte Vorhaben darf laut Bauordnung maximal zwei Jahre ruhen, bevor die Baugenehmigung erlischt.


Leipzig: LWB feiert Richtfest für 202 Wohnungen in der Johannisallee

Die kommunale Leipziger Wohnungs- und Baugesellschaft mbH hat in Leipzig Richtfest für ihr derzeit größtes Neubauprojekt gefeiert. In der Johannisallee entstehen insgesamt 202 Wohnungen. Mehr als die Hälfte der Einheiten ist gefördert und wird zu vergünstigten Mieten angeboten. Die Fertigstellung ist teilweise bereits für Mitte 2027 vorgesehen. Neben Wohnungen sind auch Gewerbeflächen und Räume für die Quartiersarbeit geplant. Das Projekt umfasst neun Mehrfamilienhäuser mit bis zu acht Geschossen. Ergänzt wird die Anlage durch begrünte Außenflächen, Spiel- und Aufenthaltsbereiche sowie Photovoltaikanlagen auf den Dächern. Mit dem Vorhaben setzt die LWB ihr Neubauprogramm fort und plant weitere Projekte im Stadtgebiet.


Altenburg: Best Western eröffnet Hotel mit 144 Zimmern

Die Hotelgruppe BWH Hotels Central Europe erweitert ihr Portfolio um ein weiteres Haus in Thüringen. In Altenburg ist das Best Western Hotel Altenburger Land in Betrieb gegangen. Das generalsanierte Hotel verfügt über 144 Zimmer sowie acht Tagungsräume und richtet sich an Geschäftsreisende, Tagungsgäste und Privatreisende. Ergänzt wird das Angebot durch Fitness- und Saunabereich sowie Freizeitflächen. Betrieben wird das Haus von der Habitels Hospitality Management & Service GmbH. Das Konzept greift gestalterisch die lokale Spielkarten- und Skat-Tradition der Stadt auf. Mittelfristig ist zudem die Erweiterung um ein Restaurant vorgesehen.


Leipzig: COMFORT vermittelt 1.900 Quadratmeter an Coolblue

Der Einzelhandelsspezialist COMFORT hat in Leipzig eine Retailfläche an Coolblue vermittelt. Die Fläche in der Grimmaischen Straße umfasst rund 1.900 Quadratmeter über drei Ebenen. Der neue Mieter übernimmt die zuvor vom Modeanbieter ESPRIT genutzte Fläche und plant die Eröffnung eines Stores im zweiten Quartal 2026. COMFORT beriet den Vermieter, ein Family Office, während Recondo den Mieter begleitete. Mit dem Standort baut Coolblue seine Präsenz in deutschen Innenstädten weiter aus.


Chemnitz: TU erhält Forschungsneubau für Materialanalysen im Nanobereich

Die Technische Universität Chemnitz hat einen neuen Forschungsbau für Materialwissenschaften in Betrieb genommen. Am Standort Erfenschlager Straße entsteht ein spezialisiertes Zentrum für Transmissionselektronenmikroskopie, das im Sommer 2026 den Betrieb aufnehmen soll. Der eingeschossige Neubau mit rund 600 Quadratmetern Fläche wurde gezielt um hochsensible Großgeräte herum konzipiert. Im Zentrum stehen zwei Transmissionselektronenmikroskope sowie eine Ionenfeinstrahlanlage, die Analysen bis auf atomarer Ebene ermöglichen. Labore, Büros und technische Infrastruktur sind ringförmig um diese abgeschirmten Messräume angeordnet. Errichtet wurde das Gebäude durch den Staatsbetrieb Sächsisches Immobilien- und Baumanagement. Die Baukosten belaufen sich auf rund 13 Millionen Euro, hinzu kommen etwa 7 Millionen Euro für die wissenschaftlichen Geräte. Ein Großteil der Finanzierung erfolgt über Mittel der Europäischen Union und des Freistaats Sachsen. Das Zentrum bündelt die Forschung mehrerer Fakultäten und soll insbesondere die Materialforschung sowie interdisziplinäre Projekte stärken.


Magdeburg: Richtfest für IGS „Willy Brandt“ nach zehn Monaten Bauzeit

In Magdeburg ist der Rohbau für den Neubau der Integrierten Gesamtschule „Willy Brandt“ weitgehend abgeschlossen. Nach rund zehn Monaten Bauzeit wurde nun Richtfest gefeiert, die Fertigstellung ist für den Sommer 2027 vorgesehen. Die Landeshauptstadt investiert mehr als 70 Millionen Euro in das Schulprojekt, das ohne Fördermittel realisiert wird. Der Neubau entsteht in zentraler Lage nahe dem Universitätsplatz und umfasst neben Unterrichtsräumen auch eine Mensa, einen Hortbereich sowie eine Dreifeld-Sporthalle. Auf rund 22.700 Quadratmetern Bruttogeschossfläche entstehen 62 Klassenräume und 27 Fachkabinette. Das Konzept setzt auf eine kompakte, vertikale Bauweise mit gestapelten Nutzungen, darunter eine Sporthalle über der Mensa sowie Dachflächen mit Aufenthalts- und Bewegungsangeboten. Mit der Umsetzung ist Goldbeck als Totalunternehmer beauftragt. Das Schulgelände wird zudem mit Sportfreiflächen, begrünten Innenhöfen sowie umfangreichen Fahrradstellplätzen ausgestattet.


Halle (Saale): Rückbau für Campus Halle-Neustadt gestartet

Die Stadt Halle (Saale) hat mit dem Rückbau eines Hochhauses an der Richard-Paulick-Straße begonnen. Das Gebäude weicht dem geplanten „Campus Halle-Neustadt“, einem Bildungsstandort für Kinder und Jugendliche. Der Rückbau startet mit Arbeiten im Inneren sowie am Dach. Dieses soll bis Ende April entfernt werden, der vollständige Abbruch ist bis August 2026 vorgesehen. Verzögerungen gegenüber der ursprünglichen Planung ergeben sich durch umfangreiche Schadstoffsanierungen, unter anderem aufgrund asbesthaltiger Bauteile. Auf dem Areal entsteht ein Bildungs- und Freizeitkomplex mit Werkstätten, Laboren, einem Schülerforschungszentrum sowie Räumen für Beratung und Gruppenarbeit. Das sogenannte Campushaus bildet den zentralen Baustein des Projekts. Die Gesamtkosten belaufen sich auf rund 14,7 Millionen Euro. Ein Großteil der Finanzierung erfolgt über Fördermittel des Landes Sachsen-Anhalt und der Europäischen Union. Die Fertigstellung des Campus ist für Juni 2028 geplant.


Leipzig: BImA startet Bau von 31 Wohnungen in der Nordvorstadt

Die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben hat in Leipzig mit dem Bau eines weiteren Wohnprojekts begonnen. In der Nordvorstadt entsteht an der Nordstraße ein Mehrfamilienhaus mit 31 Wohnungen. Die Fertigstellung ist für das erste Halbjahr 2028 vorgesehen. Geplant sind Zwei- bis Vier-Zimmer-Wohnungen auf fünf Vollgeschossen sowie einem Staffelgeschoss. Das Gebäude umfasst zudem eine Tiefgarage und ergänzt eine bestehende Baulücke im Quartier. Alle Wohnungen erhalten Balkone oder Dachterrassen. Das Projekt ist Teil der Wohnungsbauoffensive des Bundes und das zweite laufende Vorhaben der BImA in Leipzig. Bereits seit Oktober 2025 entstehen an der Ludwig-Erhard-Straße 17 weitere Wohnungen, deren Fertigstellung für das zweite Halbjahr 2027 geplant ist. Die Vermietung erfolgt zunächst im Rahmen der Wohnungsfürsorge an Bundesbedienstete. Nicht belegte Einheiten sollen anschließend zu bezahlbaren Konditionen am freien Markt angeboten werden.


Leipzig: Instone startet Vertrieb für Wohnprojekt „Stadtlicht“ im Zentrum-Südost

Instone Real Estate hat den Vertrieb für das Wohnprojekt „Stadtlicht“ in Leipzig gestartet. In der Semmelweisstraße im Stadtteil Zentrum-Südost entstehen in einem ersten Schritt 143 Eigentumswohnungen. Die Baugenehmigung liegt vor, der Baustart ist für November 2026 vorgesehen. Das Projekt umfasst zwei Gebäude mit Wohnungen für Eigennutzer und Kapitalanleger. Die Grundrisse reichen von Ein- und Zweizimmerwohnungen bis hin zu größeren Einheiten für Familien. Alle Wohnungen verfügen über Balkone, Loggien oder Terrassen. Ergänzt wird das Ensemble durch eine Tiefgarage sowie ein integriertes Energie- und Mobilitätskonzept. Die Gebäude sollen im Effizienzhaus-40-Standard errichtet werden und die Anforderungen für das Qualitätssiegel Nachhaltiges Gebäude QNG-Plus sowie das NaWoh-Zertifikat erfüllen. Geplant ist ein Energiekonzept mit Photovoltaik, Luft-Wasser-Wärmepumpen und Fernwärme zur Abdeckung von Spitzenlasten. Ergänzend sind Retentionsflächen zur Regenwasserbewirtschaftung vorgesehen. Städtebaulich setzt das Projekt auf eine freiraumorientierte Struktur mit begrünten Innenhöfen und einer verkehrsberuhigten Quartiersmitte. Spiel- und Aufenthaltsflächen sowie Fahrrad- und E-Mobilitätsangebote sollen das Wohnumfeld ergänzen. Der Standort im Leipziger Zentrum-Südost profitiert von der Nähe zu Universität, Forschungseinrichtungen und innerstädtischen Grünräumen. Instone reagiert mit dem Projekt auf die anhaltend hohe Nachfrage nach innerstädtischem Wohnraum in Leipzig.


Leipzig: Investmentmarkt startet mit 209 Millionen Euro stark ins Jahr 2026

Der Leipziger Investmentmarkt hat im ersten Quartal 2026 ein Volumen von 209 Millionen Euro erreicht und damit bereits nach drei Monaten das Gesamtjahresergebnis 2025 übertroffen. Laut BNP Paribas Real Estate handelt es sich um den stärksten Jahresauftakt seit 2021 und um das vierthöchste Ergebnis der vergangenen zehn Jahre. Maßgeblich geprägt wurde das Quartal durch den Verkauf von 90,9 Prozent der Höfe am Brühl an den Investika Real Estate Fund. Darüber hinaus zeigt sich auch im kleineren und mittleren Segment eine steigende Abschlussdynamik. Der Markt wird zu Jahresbeginn klar vom Einzelhandel dominiert. Rund 79,5 Prozent des Investmentvolumens entfallen auf Retail-Transaktionen, während die übrigen 20,5 Prozent auf sonstige Nutzungen wie Entwicklungsgrundstücke oder Pflegeimmobilien entfallen. Abschlüsse in den Assetklassen Büro, Logistik und Hotel wurden bislang nicht registriert, befinden sich jedoch in Vorbereitung. Die räumliche Verteilung konzentriert sich stark auf die Innenstadt. Etwa 76 Prozent des Volumens wurden in zentralen Lagen investiert, während die Peripherie auf 24 Prozent kommt. Für die kommenden Monate wird eine breitere Streuung erwartet, da auch außerhalb der City entsprechende Investmentmöglichkeiten vorhanden sind. Bei den Renditen zeigt sich ein differenziertes Bild. Für Geschäftshäuser ist ein leichter Anstieg auf 5,00 Prozent zu beobachten, Logistikimmobilien liegen bei 4,70 Prozent, während die Spitzenrendite für Büroimmobilien stabil bei 5,30 Prozent bleibt. Trotz eines belebten Jahresstarts bleibt das Marktumfeld anspruchsvoll. Konjunkturelle Unsicherheiten und geopolitische Risiken beeinflussen die Transaktionsprozesse. Gleichzeitig deutet die gut gefüllte Pipeline darauf hin, dass sich die Marktaktivität im Jahresverlauf fortsetzen dürfte. Ein Investmentvolumen in Richtung 400 Millionen Euro erscheint aus heutiger Sicht erreichbar.


Halle (Saale): Bautätigkeit 2025 weiter rückläufig

Die Bautätigkeit in Sachsen-Anhalt ist im Jahr 2025 erneut gesunken, wenn auch mit abgeschwächter Dynamik. Wie das Statistische Landesamt mitteilt, wurden rund 2.600 Baugenehmigungen im Hochbau erteilt und damit 6,7 Prozent weniger als im Vorjahr. Im vierten Quartal zeigte sich mit 684 Genehmigungen erstmals wieder ein leichter Anstieg gegenüber dem Vergleichszeitraum 2024, der die vorherigen Rückgänge jedoch nicht ausgleichen konnte. Im Wohnungsbau wurden 1.805 Vorhaben genehmigt. Geplant sind insgesamt 2.662 neue Wohnungen. Das entspricht einem Rückgang um 9,4 Prozent bei den Vorhaben und um 14,8 Prozent bei den geplanten Wohneinheiten. Private Haushalte stellten mit rund 82 Prozent den überwiegenden Anteil der Bauherren. Stabiler entwickelte sich der Nichtwohnungsbau. Hier wurden 795 Vorhaben genehmigt. Besonders auffällig ist der deutliche Anstieg der genehmigten Nutzfläche um 26,8 Prozent auf rund 824.000 Quadratmeter. Unternehmen dominierten dieses Segment mit etwa der Hälfte aller Bauherren. Innerhalb des Nichtwohnungsbaus entfiel der größte Anteil auf nichtlandwirtschaftliche Betriebsgebäude wie Fabriken, Handelsimmobilien sowie Hotel- und Gastronomiebauten. Büro- und Verwaltungsgebäude sowie Anstaltsgebäude spielten dagegen eine untergeordnete Rolle. Die Zahlen unterstreichen eine weiterhin zurückhaltende Bautätigkeit im Wohnungsbau, während im gewerblichen Segment einzelne Impulse über größere Flächenentwicklungen sichtbar werden.


Leipzig: Büromarkt startet verhalten ins Jahr 2026

Der Leipziger Büromarkt verzeichnete im ersten Quartal 2026 einen Flächenumsatz von rund 15.000 Quadratmetern und blieb damit unter dem langjährigen Durchschnitt von 22.000 Quadratmetern. Laut einer Analyse von BNP Paribas Real Estate entspricht das Ergebnis in etwa dem Vorjahresniveau, zeigt jedoch eine deutlich geringere Dynamik. Auffällig ist insbesondere die fehlende Aktivität im mittleren Flächensegment: Verträge zwischen 1.000 und 5.000 Quadratmetern wurden bis Ende März nicht registriert. Stattdessen wird das Marktgeschehen von kleinteiligen Abschlüssen geprägt. Rund 61 Prozent des Flächenumsatzes entfallen auf Verträge bis 500 Quadratmeter, bei der Anzahl der Deals liegt ihr Anteil sogar bei 93 Prozent. Ein wesentlicher Impuls ging von einem Einzelabschluss der öffentlichen Hand über 5.200 Quadratmeter in Leipzig-West aus. Insgesamt dominiert diese Nutzergruppe das Marktgeschehen mit einem Anteil von 63 Prozent, während Dienstleistungsunternehmen weitere 31 Prozent beitragen. Die Spitzenmiete bleibt stabil bei 21 Euro pro Quadratmeter, die Durchschnittsmiete liegt unverändert bei 13,50 Euro. Gleichzeitig ist der Leerstand im Jahresvergleich um 24 Prozent auf 235.000 Quadratmeter gestiegen. Die Leerstandsquote erreicht 5,8 Prozent und liegt damit leicht über der üblichen Fluktuationsreserve. Nur 46 Prozent der verfügbaren Flächen entsprechen modernen Ausstattungsstandards, in diesem Segment ist das Angebot sogar rückläufig. Das Neubauvolumen hat sich innerhalb eines Jahres deutlich reduziert und liegt aktuell bei rund 51.000 Quadratmetern. Auch die kurzfristig verfügbaren Flächen im Bau sind gesunken, was die schnelle Aufnahme moderner Flächen durch den Markt unterstreicht. Für den weiteren Jahresverlauf bleibt das Umfeld angespannt. Konjunkturelle Schwäche und geopolitische Unsicherheiten bremsen die Nachfrage, insbesondere bei größeren Flächen. Gleichzeitig deutet die bestehende Nachfrage im Markt darauf hin, dass bei einer wirtschaftlichen Stabilisierung ein moderater Anstieg des Flächenumsatzes möglich ist.


Halle (Saale): Fördermittel für Saline-Projekt SALTSA bewilligt

Für das Entwicklungsprojekt SALTSA zur Zukunft der Saline in Halle (Saale) sind Fördermittel in Höhe von insgesamt rund 934.000 Euro bewilligt worden. Laut Stadt Halle entfallen 540.000 Euro auf die Kommune und 394.000 Euro auf den Projektpartner science2public. Ziel des Vorhabens ist die Erarbeitung eines kooperativen Entwicklungs- und Nutzungskonzepts für das historische Saline-Areal. Im Fokus stehen bislang ungenutzte Bereiche, die künftig als offener Bildungs-, Erlebnis- und Kulturort weiterentwickelt werden sollen. Die Stadt übernimmt unter anderem bauliche Bestandsanalysen und untersucht Nutzungsmöglichkeiten, während science2public gemeinsam mit Akteuren aus Zivilgesellschaft und Wissenschaft Beteiligungsformate organisiert. Geplant sind unter anderem Workshops, Veranstaltungsformate und mediale Begleitung. Der öffentliche Beteiligungsprozess startet am 30. April mit einer Auftaktveranstaltung im Salinemuseum. Das Projekt orientiert sich an den Leitgedanken des Neuen Europäischen Bauhauses und setzt auf Nachhaltigkeit, Ästhetik, Inklusion und Partizipation. Im Mittelpunkt stehen die Verbindung von Industriekultur mit Bildung, Kultur und Wissenschaft sowie die Entwicklung langfristiger, tragfähiger Nutzungsperspektiven.


Jena: LoRaWAN-Netz nahezu flächendeckend ausgebaut

Die Stadt Jena hat ihr digitales Funknetz weiter ausgebaut und erreicht mit neuen Anlagen auf dem JenTower eine nahezu flächendeckende LoRaWAN-Versorgung im Stadtgebiet. Insgesamt sind nun 15 Gateways im Einsatz, teilt die Stadt mit. Das Netz dient als Grundlage für verschiedene Smart-City-Anwendungen, insbesondere für Sensorik ohne feste Stromversorgung. Einsatzfelder sind unter anderem die Messung von Bodenfeuchte, Wetterdaten oder Füllständen. Bereits umgesetzt ist die sensorgestützte Steuerung der Stadtgrünbewässerung. Weitere Anwendungen wie Müllmanagement, Umweltmessungen oder Frequenzanalysen in der Innenstadt sind in Vorbereitung. Die Datenerhebung erfolgt laut Stadt ausschließlich anonymisiert und ohne Personenbezug. Mit dem Ausbau schafft Jena die technische Basis, um städtische Prozesse datenbasiert zu steuern und Ressourcen effizienter einzusetzen.


Hochkirch: Spatenstich für neuen Umsteigeplatz

In Hochkirch hat der Ausbau des August-Bebel-Platzes zu einem multifunktionalen Umsteigeplatz begonnen. Für das Projekt stehen 1,2 Millionen Euro aus dem Investitionsgesetz Kohleregionen zur Verfügung. Geplant ist ein moderner Mobilitätsknoten mit zwei barrierefreien Bushaltestellen, rund 20 Stellplätzen, Pendlerparkflächen sowie Ladeinfrastruktur für Elektrofahrzeuge. Ergänzt wird der Standort durch Aufenthaltsbereiche, Grünflächen und neue Beleuchtung. Künftig soll der Platz auch für Veranstaltungen genutzt werden. Parallel dazu wird die Ortsdurchfahrt der Bundesstraße 6 auf rund 800 Metern erneuert, einschließlich Gehwegen und Regenwasserkanal. Das Gesamtprojekt ist in zwei Bauabschnitte gegliedert und umfasst ein Investitionsvolumen von rund 4,3 Millionen Euro, getragen von Bund und Gemeinde.


Dresden: Nippon Express eröffnet neue Niederlassung

Die Nippon Express (Deutschland) GmbH & Co. KG hat Anfang April eine neue Niederlassung in Dresden eröffnet. Das Unternehmen der NIPPON EXPRESS HOLDINGS stärkt damit seine Logistikaktivitäten in Sachsen mit einem Schwerpunkt auf Luft- und Seefracht. Der Standort richtet sich insbesondere an Kunden aus der Halbleiterindustrie sowie aus Hightech, Maschinenbau, Automobil und Handel. Hintergrund ist die wachsende Bedeutung Dresdens als europäisches Zentrum für Mikroelektronik und technologieorientierte Industrien. Die neue Niederlassung übernimmt vor allem internationale Transporte und bindet die Region enger an globale Lieferketten in Europa, Asien, Nordamerika, dem Nahen Osten und Indien an. Ziel ist es, Logistiklösungen näher am Kunden bereitzustellen und die steigende Nachfrage in technologiegetriebenen Branchen zu bedienen.


Halle (Saale): Baupreise steigen um mehr als vier Prozent

Die Preise für den Neubau konventionell gefertigter Wohngebäude sind in Sachsen-Anhalt im Februar 2026 um 4,1 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat gestiegen. Das teilt das Statistische Landesamt Sachsen-Anhalt mit. Gegenüber November 2025 ergibt sich ein Anstieg um 1,9 Prozent. Preistreiber sind sowohl Rohbau- als auch Ausbauarbeiten. Während sich Rohbauleistungen im Jahresvergleich um 3,7 Prozent verteuerten, legten Ausbauarbeiten um 4,5 Prozent zu. Besonders deutlich stiegen die Preise für Zimmer- und Holzarbeiten mit 7,5 Prozent sowie für Dämm- und Brandschutzarbeiten an technischen Anlagen mit 9,3 Prozent. Auch Erdarbeiten, Gerüstarbeiten und Entwässerungskanalarbeiten verzeichneten überdurchschnittliche Zuwächse. Dagegen blieben einzelne Gewerke wie Beschlagarbeiten stabil oder entwickelten sich rückläufig, etwa Parkett- und Holzpflasterarbeiten. Den stärksten Anstieg zeigen Schönheitsreparaturen mit einem Plus von 6,1 Prozent. Verantwortlich dafür sind vor allem höhere Kosten bei Tapezierarbeiten. Als zentrale Ursachen nennen die befragten Unternehmen gestiegene Löhne infolge der Mindestlohnerhöhung sowie weiterhin hohe Materialkosten.


Leipzig: Ritterstraße 42 wird zum Games-Hub

In der Leipziger Innenstadt nimmt die Ritterstraße 42 nach umfassender denkmalgerechter Sanierung eine neue Funktion als Standort für die Games- und Medienbranche ein. Laut CG Group ist das Objekt vollständig vermietet und mit einem neuen Nutzungskonzept in Betrieb gegangen. Das um 1910 errichtete Geschäftshaus in unmittelbarer Nähe zum Marktplatz wurde grundlegend überarbeitet. Die historische Fassade sowie das Treppenhaus mit Aufzug blieben erhalten und prägen weiterhin das Erscheinungsbild. Im Inneren entsteht mit dem R42 Games Hub auf sieben Etagen ein Nutzungsmix aus Gaming, Gastronomie, Events, Contentproduktion, Arbeitsflächen und Apartments. Generalmieter ist Gecko Two. Das Unternehmen etabliert mit dem R42 ein Umfeld für Start-ups, Unternehmen und Nutzer der Games-Branche, ergänzt um ein Accelerator-Programm, Eventflächen und öffentlich zugängliche Bereiche. Das Projekt soll die Games- und Medienbranche in Mitteldeutschland stärken und zeigt, wie sich innerstädtische Bestandsimmobilien mit neuen Nutzungskonzepten aktivieren lassen.


Chemnitz: Polizeiliche Beratungsstelle im Behördenkomplex neu eingerichtet

Im Behördenkomplex an der Brückenstraße in Chemnitz ist eine neue polizeiliche Beratungsstelle fertiggestellt worden. Dafür wurde eine ehemalige Gewerbeeinheit umfassend umgebaut und saniert. Die Umsetzung erfolgte unter Leitung des Staatsbetriebes Sächsisches Immobilien- und Baumanagement, Niederlassung Chemnitz. Im Zuge der Maßnahme wurden unter anderem der Brandschutz ertüchtigt sowie die technische Gebäudeausrüstung vollständig erneuert. Dazu zählen Heizung, Lüftung, Sanitär- und Elektrotechnik. Die Baukosten belaufen sich auf rund 1,4 Millionen Euro, finanziert aus Mitteln des Freistaates Sachsen. Die Beratungsstelle befindet sich nun im Erdgeschoss und ist separat von außen zugänglich. Durch die neue Lage mit großer Fensterfront ist sie für Bürger deutlich sichtbarer. Gleichzeitig wurde der Grundriss an die Anforderungen der Nutzung angepasst und barrierefrei gestaltet. Zuvor waren die Mitarbeitenden dezentral im Gebäude untergebracht. Mit der Neuordnung entstehen zentrale Anlaufstellen sowie verbesserte Arbeitsbedingungen.


Jena: Stadtrat beschließt Leitlinien zur Umsetzung des „Bauturbo-Gesetzes“

Der Stadtrat der Stadt Jena hat Leitlinien zur Anwendung des sogenannten „Bauturbo-Gesetzes“ beschlossen. Ziel ist es, den Wohnungsbau zu beschleunigen und zugleich eine geordnete Stadtentwicklung sicherzustellen. Die Leitlinien definieren, unter welchen Voraussetzungen Bauvorhaben im Rahmen der neuen bundesrechtlichen Regelungen auf Zustimmung der Stadt treffen können. Grundlage ist der neu eingeführte § 36a Baugesetzbuch, der für entsprechende Vorhaben ein kommunales Zustimmungsverfahren vorsieht. In bereits bebauten Innenbereichen sollen begrenzte Abweichungen vom bestehenden Baurecht ermöglicht werden, sofern sie den städtebaulichen Zielen der Stadt nicht widersprechen und die Erschließung gesichert ist. In Gewerbe- und Industriegebieten wird zusätzlicher Wohnungsbau hingegen nicht unterstützt, um bestehende Nutzungen nicht zu beeinträchtigen. Für größere Vorhaben im Außenbereich bleiben reguläre Planverfahren erforderlich. Die Stadt setzt zudem auf eine frühzeitige Abstimmung mit Bauwilligen, um Anwendungsfälle zu klären und Verfahren zu beschleunigen. Ab einer bestimmten Größenordnung sollen weiterhin politische Gremien über die Zustimmung entscheiden. Mit den Leitlinien reagiert Jena auf die neuen bundesrechtlichen Möglichkeiten zur Beschleunigung von Genehmigungsverfahren. Eine Evaluation ist nach einem Jahr vorgesehen, um Umfang und Wirkung der Regelungen zu überprüfen.


Dresden: Überarbeiteter Wärmeplan geht in den Stadtrat

Die Landeshauptstadt Dresden bringt ihren überarbeiteten kommunalen Wärmeplan in den Stadtrat ein. Die neue Fassung wird ab April 2026 beraten, nachdem sie bereits im Herbst 2025 öffentlich ausgelegt und auf Stadtteil- und Ortsebene diskutiert wurde. Zentraler Ansatz der Planung ist der Ausbau von Wärmenetzen. Hintergrund ist, dass derzeit rund 93 Prozent der Wärme in Dresden auf Erdgas basieren. Künftig sollen Wärmenetze etwa zwei Drittel des Wärmebedarfs abdecken und unterschiedliche Energiequellen miteinander verbinden. Ergänzend setzt die Stadt in Gebieten ohne Netzanschluss auf dezentrale Lösungen wie Wärmepumpen, Biomasseanlagen oder kleinere Nahwärmesysteme. Parallel wird die Rolle des bestehenden Gasnetzes neu bewertet und ein entsprechender Entwicklungsplan erarbeitet. Bis 2028 stehen vor allem konkrete Prüf- und Umsetzungsmaßnahmen im Fokus. Dazu gehört die Analyse von 16 Gebieten hinsichtlich ihrer Eignung für Wärmeverbünde sowie der Ausbau der Fernwärme durch Großwärmespeicher und Großwärmepumpen. Zudem wird das digitale Informationsangebot für Bürger weiterentwickelt. Die überarbeitete Fassung berücksichtigt zahlreiche Hinweise aus der öffentlichen Beteiligung, unter anderem zur Zukunft des Gasnetzes, zur Rolle von Wasserstoff und zur Bedeutung energetischer Sanierungen. Die kommunale Wärmeplanung dient als strategische Grundlage für die künftige Wärmeversorgung, ist jedoch rechtlich unverbindlich.


Reesen: Sanierung der B 1 startet

Im Landkreis Jerichower Land beginnen am 7. April die Sanierungsarbeiten an der Bundesstraße 1 zwischen Reesen und Hohenseeden. Auf einer Strecke von knapp 5,5 Kilometern wird die Fahrbahn grundhaft erneuert. Dabei werden die bestehenden Asphaltschichten mehr als 20 Zentimeter tief abgefräst und anschließend neu aufgebaut. Ergänzend erfolgen Anpassungen an Zufahrten und Banketten sowie die Instandsetzung oder Erneuerung von sieben Grabendurchlässen. Für das Vorhaben werden rund drei Millionen Euro investiert. Während der Bauzeit bis voraussichtlich Anfang September wird die Strecke voll gesperrt. Zusätzlich ist die Instandsetzung der Brücke in Parchen vorgesehen, die bereits für den Lkw-Verkehr gesperrt ist. Diese Arbeiten sollen in den Sommerferien umgesetzt werden und erfordern eine weitere Vollsperrung mit großräumiger Umleitung über Genthin, Ziesar und Burg.


Dresden: Sachsen verteilt 2,83 Milliarden Euro aus Bundes-Sondervermögen an Kommunen

Der Freistaat Sachsen hat die Verteilung von rund 2,83 Milliarden Euro aus dem Bundes-Sondervermögen „Infrastruktur und Klimaneutralität“ an Städte, Gemeinden und Landkreise konkret geregelt. Grundlage ist eine vom Kabinett beschlossene Rechtsverordnung zur Stärkung der kommunalen Investitionskraft. Von den insgesamt 4,83 Milliarden Euro, die Sachsen bis 2036 vom Bund erhält, entfällt der kommunale Anteil auf mehrere Investitionsbereiche. Rund 1,1 Milliarden Euro fließen in Förderprogramme für den Straßenbau mit etwa 490 Millionen Euro, den Schulhausbau mit ebenfalls rund 490 Millionen Euro sowie den Krankenhausbau mit etwa 109 Millionen Euro. Für den kommunalen Straßenbau wird ein Budgetierungsverfahren eingeführt. 40 Prozent der Mittel gehen an die kreisfreien Städte, 60 Prozent an die Landkreise. Innerhalb der Städte werden die Mittel im Verhältnis 40:40:20 auf Dresden, Leipzig und Chemnitz verteilt. Die Vergabe erfolgt künftig auf Basis von Prioritätenlisten und darauf aufbauenden Förderanträgen. Weitere rund 1,7 Milliarden Euro werden als pauschale Investitionsbudgets an die Kommunen vergeben. Die Verteilung orientiert sich an der Einwohnerzahl und erfolgt in drei Tranchen bis 2036. Die Mittel können flexibel für eigene Investitionsschwerpunkte eingesetzt werden. Die Abwicklung der Förderverfahren erfolgt digital über das Förderportal des Freistaates Sachsen, die Finanzierung wird zunächst durch das Land vorgezogen und anschließend mit dem Bund abgerechnet.


Altmark: Land investiert 3,15 Millionen Euro in Sanierung der L 2

In der Altmark beginnt Anfang April die umfassende Sanierung der Landesstraße 2 zwischen Wendemark und Werben (Elbe). Das Land Sachsen-Anhalt investiert rund 3,15 Millionen Euro aus dem Sondervermögen „Infrastruktur“ in die Erneuerung des knapp drei Kilometer langen Abschnitts. Die Bauarbeiten starten am 7. April und sollen bis Ende November 2026 abgeschlossen sein. Während dieser Zeit wird die Strecke voll gesperrt, der Verkehr wird großräumig umgeleitet. Geplant ist eine grundhafte Erneuerung der Ortsdurchfahrt Wendemark in Asphaltbauweise. Auf der freien Strecke wird die Fahrbahn im sogenannten Hocheinbau verstärkt und auf 6,50 Meter verbreitert. Zusätzlich werden Entwässerungssysteme, Durchlässe und Bushaltestellen modernisiert. Parallel erneuert der Wasserverband Stendal-Osterburg Trinkwasserleitungen und Hausanschlüsse. Die Umsetzung erfolgt in drei Bauabschnitten, um die Erreichbarkeit der Anlieger möglichst aufrechtzuerhalten und Einschränkungen im öffentlichen Nahverkehr zu begrenzen.


Görlitz: Spatenstich für grenzüberschreitendes Fernwärmeprojekt „United Heat“

In Görlitz hat der Bau des grenzüberschreitenden Fernwärmeprojekts „United Heat“ begonnen. Mit dem Spatenstich startete die Umsetzungsphase eines Vorhabens, das die Wärmesysteme von Görlitz und dem polnischen Zgorzelec verbinden und bis 2030 weitgehend auf erneuerbare Energien umstellen soll. Im Zentrum des Projekts steht die Transformation der bislang getrennten Fernwärmenetze. In Görlitz wird die Wärme derzeit überwiegend über erdgasbasierte Kraft-Wärme-Kopplung erzeugt, während auf polnischer Seite vor allem Kohle und Erdgas dominieren. Künftig sollen Wärmepumpen, Biomasse und Solarthermie rund 98 Prozent der Versorgung abdecken. Ergänzt wird das System durch Power-to-Heat, Abwärmenutzung und Wärmespeicher. Durch die neue Infrastruktur können bis zu 15 Megawatt Wärme flexibel zwischen beiden Städten ausgetauscht werden. Geplant ist unter anderem eine 3,8 Kilometer lange Verbindungsleitung zwischen Görlitz und Zgorzelec sowie der Ausbau des Netzes auf deutscher Seite um rund zwölf Kilometer. Das Projekt soll jährlich rund 50.000 Tonnen CO? einsparen und gilt als eines der größten grenzüberschreitenden Fernwärmevorhaben in Europa. Initiatoren sind die Stadtwerke Görlitz, Teil der Veolia-Gruppe, sowie der polnische Versorger SEC Zgorzelec, ein Unternehmen des E.ON-Konzerns. Die Finanzierung erfolgt unter anderem über Programme der Europäischen Union. Drees & Sommer übernimmt als Project Management Consultant die Steuerung des Projekts und koordiniert Planung, Umsetzung und Inbetriebnahme.


Dresden: Sachsen regelt Verteilung von Milliardenmitteln für kommunale Infrastruktur

Der Freistaat Sachsen hat die Verteilung der Mittel aus dem Bundes-Sondervermögen „Infrastruktur und Klimaneutralität“ für die Kommunen konkretisiert. Grundlage ist die Kommunalinvestitionskraftstärkungsverordnung, mit der nun festgelegt wird, wie Städte, Gemeinden und Landkreise die Mittel einsetzen können. Insgesamt stehen der kommunalen Ebene rund 2,83 Milliarden Euro zur Verfügung. Davon sind etwa 489,8 Millionen Euro für den kommunalen Straßenbau einschließlich Ingenieurbauwerke vorgesehen. Die Mittel werden nach festen Schlüsseln verteilt: Jeweils 16 Prozent entfallen auf Dresden und Leipzig, acht Prozent auf Chemnitz und 60 Prozent auf die Landkreise samt ihrer kreisangehörigen Gemeinden. Innerhalb der Landkreise erfolgt die Verteilung anhand von Prioritätenlisten, die in Abstimmung mit den Kreisverbänden des Sächsischen Städte- und Gemeindetages erstellt werden. Maßgeblich sind unter anderem die Netzlängen der Straßen. Ziel ist eine regional ausgewogene Mittelvergabe. Die Bewilligung der Fördermittel übernimmt das Landesamt für Straßenbau und Verkehr. Nachträgliche Aufstockungen oder Nachbewilligungen sind ausgeschlossen, um Planungssicherheit zu gewährleisten und eine Konzentration der Mittel auf einzelne Großprojekte zu vermeiden. Neben dem Straßen- und Brückenbau umfasst die Verordnung auch Mittel für Schul- und Krankenhausbau sowie pauschale Kommunalinvestitionsbudgets, die in mehreren Tranchen ausgezahlt werden und den Kommunen eigene Schwerpunktsetzungen ermöglichen.


Halle (Saale): Insolvenzanträge in Sachsen-Anhalt steigen 2025 deutlich

Die Zahl der Insolvenzanträge in Sachsen-Anhalt ist im Jahr 2025 deutlich gestiegen. Insgesamt registrierten die Amtsgerichte 3.477 Anträge und damit 8,0 Prozent mehr als im Vorjahr, wie das Statistische Landesamt Sachsen-Anhalt mitteilt. Damit liegt das Niveau auch über dem Vergleichswert aus dem Jahr 2019 mit 3.392 Verfahren. Besonders stark fiel der Anstieg bei den Unternehmensinsolvenzen aus. Deren Zahl erhöhte sich um 23,9 Prozent auf 436 Fälle, lag damit jedoch weiterhin 4,6 Prozent unter dem Niveau von 2019. Die meisten Verfahren entfielen auf das Baugewerbe mit 81 Anträgen, was einem Zuwachs von rund einem Fünftel entspricht. Auch das Gastgewerbe sowie der Bereich Handel, Instandhaltung und Reparatur von Kraftfahrzeugen verzeichneten mit 58 beziehungsweise 56 Fällen deutliche Anstiege. Rückläufig entwickelte sich hingegen der Bereich sonstiger Dienstleistungen, in dem sich die Zahl der Insolvenzanträge auf 14 mehr als halbierte. Bei den privaten Haushalten wurden 2.468 Verbraucherinsolvenzen registriert, ein Plus von 6,2 Prozent gegenüber 2024. Auch bei ehemals selbstständig Tätigen nahm die Zahl der Verfahren zu und stieg um 3,6 Prozent auf 518 Anträge.


Halle (Saale): Stadt verweist auf Investitionen in Südstadt und Silberhöhe

Die Stadt Halle (Saale) hat die Entwicklung der Stadtteile Südstadt und Silberhöhe mit umfangreichen Investitionen unterlegt. Seit dem Jahr 2000 sind rund 35,7 Millionen Euro an Städtebaufördermitteln in beide Quartiere geflossen, weitere 5,6 Millionen Euro sind bereits bewilligt. Zusätzlich wurden im Rahmen des Stadtbahnprogramms rund 80 Millionen Euro investiert, weitere Maßnahmen mit einem Volumen von etwa 111 Millionen Euro sind geplant. Ergänzt wird dies durch Investitionen in soziale Infrastruktur, Freiräume sowie Wohnungsbau. Oberbürgermeister Dr. Alexander Vogt wies vor diesem Hintergrund Kritik zurück, der Süden der Stadt sei vernachlässigt worden. Gleichzeitig betonte er, die Sorgen der Bewohner ernst zu nehmen. Im Zuge der Diskussion um das geschlossene Südstadt-Center führte er dazu Gespräche mit Anwohnern vor Ort.


Halle (Saale): Stadt reagiert auf angekündigte Saturn-Schließung

Die angekündigte Schließung des Saturn-Markts in der Leipziger Straße im Sommer 2026 stößt in Halle (Saale) auf politische Reaktionen. Oberbürgermeister Dr. Alexander Vogt kündigte an, kurzfristig Gespräche mit Eigentümer und Unternehmen aufzunehmen, um mögliche Nachnutzungen oder Übergangslösungen zu prüfen. Die Entscheidung der MediaMarktSaturn Retail Group sei zwar unternehmerisch zu akzeptieren, stelle jedoch einen Rückschlag für die Innenstadtentwicklung dar. Zugleich verwies Alexander Vogt auf erfolgreiche Beispiele wie die Revitalisierung der ehemaligen Kaufhof-Immobilie am Marktplatz. Mit Blick auf den Strukturwandel der Innenstädte betonte der Oberbürgermeister, dass es keine pauschalen Lösungen für Leerstände gebe. Vielmehr seien individuelle Konzepte gefragt, bei denen insbesondere Eigentümer eine zentrale Rolle spielten. Die Stadt wolle diesen Prozess aktiv begleiten. Die Leipziger Straße bleibe ein attraktiver Standort, auch vor dem Hintergrund geplanter Entwicklungen wie einer künftigen Hotelnutzung im Objekt Leipziger Straße 63.


Halle (Saale): Intersport eröffnet ersten „Superstore“ in Deutschland

Intersport hat am Marktplatz in Halle (Saale) erstmals sein neues Store-Konzept „Superstore“ umgesetzt. Auf rund 2.000 Quadratmetern Verkaufsfläche und zwei Etagen richtet sich das Format an ein breites Publikum und soll zusätzliche Zielgruppen erschließen. Das Konzept setzt auf ein erlebnisorientiertes Einkaufserlebnis mit offenen Flächen, klar strukturierten Sportwelten und integrierten Testmöglichkeiten. Ergänzt wird dies durch Erlebniszonen, eine große Kinderabteilung sowie einen dauerhaft angelegten Aktionsbereich. Das Sortiment umfasst unter anderem Urban Sports, Outdoor, Running, Fitness sowie Team- und Wintersport. Neben Markenprodukten werden auch Eigenmarken angeboten, insbesondere im Preiseinstiegssegment. Omnichannel-Services und das Loyalty-Programm „Intersport Club“ sind Bestandteil des Konzepts. Mit dem Standort in zentraler Innenstadtlage soll der Store zugleich als Frequenzbringer wirken. Intersport verfolgt im Rahmen seiner Strategie eine weitere Expansion und plant bis 2030 insgesamt 100 neue Standorte.


Dresden: Planung für Elberadweg zwischen Carolabrücke und Blauem Wunder wird neu aufgesetzt

Die Planung für den Ausbau des Elberadwegs zwischen Carolabrücke und Blauem Wunder wird fortgeführt und in ein neues Genehmigungsverfahren überführt. Ziel ist es, schneller zu einer genehmigungsfähigen Lösung zu kommen und gleichzeitig den Planungsumfang zu erweitern. Grund für den Neustart ist vor allem die lange Verfahrensdauer seit der ursprünglichen Einreichung im Jahr 2011. Eine Fortführung des alten Planfeststellungsverfahrens hätte umfangreiche Aktualisierungen bei Umweltgutachten sowie zusätzliche rechtliche Risiken bedeutet. Stattdessen werden die notwendigen Umweltprüfungen nun bereits in der Vorplanung berücksichtigt. Künftig soll nicht nur der Abschnitt östlich der Johannstädter Fähre, sondern der gesamte Bereich zwischen Carolabrücke und Blauem Wunder einschließlich wichtiger Querwege betrachtet werden. Damit erweitert die Stadt den Planungsansatz deutlich und schafft mehr Spielraum für eine umweltverträgliche Trassenführung. Der Abschluss der Vorplanung ist für Ende 2026 vorgesehen.


Halle (Saale): Verbraucherpreise steigen im März um 1,3 Prozent zum Vormonat

Die Verbraucherpreise in Sachsen-Anhalt sind im März 2026 im Vergleich zum Vormonat um 1,3 Prozent gestiegen. Damit liegt der Anstieg erstmals seit September 2022 wieder über der Marke von einem Prozent. Im Jahresvergleich ergibt sich eine Inflationsrate von 2,6 Prozent bei einem Indexstand von 126,1, so das Statistische Landesamt Sachsen-Anhalt. Preistreiber war insbesondere der Bereich Verkehr mit einem Plus von 6,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Deutlich teurer wurden Kraftstoffe mit 15,1 Prozent sowie der Luftverkehr mit 17,1 Prozent. Auch Bildung mit 6,0 Prozent sowie andere Waren und Dienstleistungen mit jeweils 4,9 Prozent trugen zur Entwicklung bei. Im Monatsvergleich zeigt sich ein differenziertes Bild. Bekleidung und Schuhe verteuerten sich saisonbedingt um 5,7 Prozent, während Preise für Möbel und Haushaltszubehör leicht um 0,4 Prozent zurückgingen. Die Preise für Nahrungsmittel und alkoholfreie Getränke stagnierten insgesamt.