Leipzig: Stadt investiert 1,3 Millionen Euro in Gehwegsanierung +++ Dresden: Bauphase für Gewerbehof FairWerk Nordpark gestartet +++ Leipzig: Bebauungsplan für Neue Messe wird angepasst +++ Dresden: Umfeld des Kristallpalasts soll grüner werden +++ Halle (Saale): Gewerbesteuereinnahmen in Sachsen-Anhalt steigen um 7,1 Prozent +++ Chemnitz: FUCHS realisiert Baustoffzentrum für wego vti +++ Leipzig: Stadt zählt zu attraktivsten Standorten für Wohninvestments +++ Leipzig: Immobilienmarkt erreicht 2,4 Milliarden Euro Umsatz +++ Dresden: Neuer Demografiemonitor zeigt Bevölkerungsentwicklung der Stadtteile +++ Dresden: Rund 3,2 Millionen Euro für sieben Denkmale in Sachsen +++ Bad Schandau: Baubeginn für Behelfsbrücke über Bahngleise ab Mai geplant +++ Dresden: Umbau der Skate-Anlage an der Lingnerallee beginnt +++ Boxberg: Fördermittel für Ausbau der Strandpromenade am Bärwalder See +++ Halle (Saale): Ausbaugewerbe in Sachsen-Anhalt steigert Umsatz um 8,6 Prozent +++ Schönebeck (Elbe): Kaufland verlängert Mietvertrag über 6.400 Quadratmeter im Fachmarktzentrum +++ Dresden: Bund fördert Dachsanierung von Schloss Albrechtsberg +++ Leipzig: Logistikmarkt bleibt ansiedlungsfreundlich, Renditen steigen +++ Leipzig: Logistikmarkt bleibt ansiedlungsfreundlich, Renditen steigen +++ Dessau-Roßlau: TAG saniert Werkssiedlung Biethe und setzt auf Neustart +++ Bodenrode-Westhausen: Quadoro und EB-SIM investieren in Solarpark mit 10 Megawattpeak +++ Dresden: Papenbreer eröffnet Modehaus +++ Halle (Saale): Zahl der Baugenehmigungen im vierten Quartal 2025 gestiegen +++ Dresden: Digitaler Zwilling simuliert Starkregen und mögliche Schäden +++ Magdeburg: 13 Landeshauptstädte fordern vom Bund strukturelle Entlastung der Kommunen +++ Halle (Saale): Denkmalgeschützte Bürovilla im Mühlwegviertel verkauft +++ Leipzig: Caverion erhält Auftrag über 13,6 Millionen Euro für Zentralbau II des Klinikums St. Georg +++ Erfurt: Pegasus finanziert Revitalisierung des MalzQuartiers mit Mezzanine-Kapital +++ Dresden: GHND fordert Finanzierungsprüfung für neue Carolabrücke +++ Dresden / Leipzig: SEIL Group vermarktet 13 Mehrfamilienhäuser im Einzelverkauf
Leipzig: Stadt investiert 1,3 Millionen Euro in Gehwegsanierung
Die Stadt Leipzig hat im Jahr 2025 mehr als 1,3 Millionen Euro in die Sanierung von Gehwegen investiert. Insgesamt wurden rund 30 größere Abschnitte mit einer Fläche von etwa 8.500 Quadratmetern erneuert, hinzu kamen zahlreiche kleinere Reparaturen im gesamten Stadtgebiet. Schwerpunkte lagen auf der Verkehrssicherheit und der Verbesserung der Barrierefreiheit. So wurden unter anderem Gehwege an Schulstandorten und Haltestellen ausgebaut sowie zahlreiche Bordsteine abgesenkt, etwa in der Max-Liebermann-Straße und der Lausicker Straße. Zusätzlich flossen rund 178.000 Euro in kleinere Maßnahmen des Lückenschlussprogramms. Viele der Arbeiten gehen auf Hinweise aus der Bürgerbeteiligung zum Fußverkehrsentwicklungsplan zurück. Leipzig verfügt über ein Gehwegenetz von rund 1.992 Kilometern sowie 289 Kilometern eigenständiger Fußwege. Ziel der Stadt ist es, sichere und barrierefreie Wege zu schaffen und den Fußverkehr weiter zu stärken.
Dresden: Bauphase für Gewerbehof FairWerk Nordpark gestartet
Im Dresdner Nordpark hat die Bauphase für den Gewerbehof „FairWerk“ begonnen. Auf einer zuvor belasteten Industriefläche entstehen fünf Hallen mit rund 4.900 Quadratmetern Mietfläche. Die Fertigstellung des ersten Bauabschnitts ist bereits für das dritte Quartal 2026 vorgesehen. Geplant sind 20 Mieteinheiten zwischen 122 und 377 Quadratmetern, die sich insbesondere an Start-ups sowie kleine und mittelständische Unternehmen richten. Die Gebäude werden in modularer Holzbauweise errichtet. Insgesamt kommen rund 550 Tonnen Holz zum Einsatz, was eine kurze Bauzeit ermöglicht. Ein erster Mieter steht bereits fest: Die Dresdner ANYBRID GmbH wird eine Einheit mit 377 Quadratmetern beziehen. Das Unternehmen entwickelt Technologien für die industrielle Fertigung hybrider Leichtbaukomponenten. Das Projekt entsteht auf einer zuvor kontaminierten Fläche, die mit Unterstützung von EU- und Landesmitteln saniert wurde. Insgesamt fließen rund zwölf Millionen Euro in die Entwicklung. Bürgermeister Jan Pratzka sieht darin einen wichtigen Impuls für den Dresdner Norden, insbesondere für Handwerk und junge Unternehmen. Entwickelt wird der Standort von der Family Value Management GmbH.
Leipzig: Bebauungsplan für Neue Messe wird angepasst
Die Stadt Leipzig will den Bebauungsplan für das Gelände der Neuen Messe überarbeiten. Ziel ist es, künftig neben Messen und Kongressen auch Open-Air-Veranstaltungen, Events und Konzerte zu ermöglichen. Ein entsprechender Vorentwurf wurde nun auf den Weg gebracht und soll öffentlich ausgelegt werden. Im Fokus steht unter anderem die sogenannte Messemulde zwischen den Parkflächen P1 und P2, die künftig für Veranstaltungen genutzt werden könnte. Die Eignung, etwa mit Blick auf Schallemissionen, wird im weiteren Verfahren geprüft. Darüber hinaus sind nördlich des Congress Center Leipzig zusätzliche Gebäude vorgesehen, unter anderem für Lagerflächen, Kongresskapazitäten und Betriebseinrichtungen. Perspektivisch sollen zudem Flächen flexibler genutzt werden, etwa für Parken, Grün oder Energieerzeugung. Geplant sind unter anderem Photovoltaik- und mögliche Geothermieanlagen. Der bestehende Bebauungsplan stammt aus dem Jahr 1993 und wird nun gemeinsam mit dem Büro gmp fortgeschrieben. Eine Beteiligung der Öffentlichkeit ist vorgesehen.
Dresden: Umfeld des Kristallpalasts soll grüner werden
Der stark versiegelte Bereich rund um den Kristallpalast an der St.-Petersburger-Straße in Dresden soll in den kommenden Jahren umgestaltet und stärker begrünt werden. Geplant sind unter anderem 21 neue Bäume, schattige Sitzmöglichkeiten, Spielgeräte sowie ein Trinkbrunnen. Ziel ist es, das Stadtklima zu verbessern und die Aufenthaltsqualität im Stadtzentrum zu erhöhen. Die ersten Bauarbeiten sind ab 2028 vorgesehen. Baubürgermeister Stephan Kühn erklärt: „Die Umgestaltung des Umfelds des Kristallpalasts ist ein wichtiger Schritt in Vorbereitung auf die Bundesgartenschau, die 2033 in Dresden stattfinden soll. Wir können dafür umfangreich Mittel der Städtebauförderung nutzen und so langfristig mehr Aufenthaltsqualität und Grün ins Stadtzentrum bringen.“ Bereits Ende 2026 soll als erster Schritt der Umbau der Haltestelle Walpurgisstraße beginnen. Künftig können dort zwei 45 Meter lange Straßenbahnen hintereinander halten. Entlang der Haltestelle sind zudem zwölf neue Bäume geplant. Die Umgestaltung des Umfelds kostet rund 2,6 Millionen Euro, etwa zwei Drittel davon stammen aus der Städtebauförderung. Für den Umbau der Haltestelle sind zusätzlich rund 540.000 Euro veranschlagt. Der Stadtrat entscheidet nach der Beratung in den politischen Gremien über die Umsetzung.
Halle (Saale): Gewerbesteuereinnahmen in Sachsen-Anhalt steigen um 7,1 Prozent
Die Gemeinden in Sachsen-Anhalt haben 2025 insgesamt 1,296 Milliarden Euro Gewerbesteuer eingenommen. Das sind nach Angaben des Statistischen Landesamtes Sachsen-Anhalt 86 Millionen Euro mehr als im Jahr zuvor. Gegenüber 2024 entspricht das einem Anstieg um 7,1 Prozent. In 55,5 Prozent der Gemeinden lagen die Einzahlungen über dem Vorjahresniveau. Dort summierten sich die Mehreinnahmen auf 176,4 Millionen Euro. In 44,5 Prozent der Kommunen wurden die Werte von 2024 dagegen nicht erreicht. Hier lagen die Mindereinnahmen bei 90,8 Millionen Euro. Die höchsten Gewerbesteuereinnahmen verzeichnete die Landeshauptstadt Magdeburg mit 170,1 Millionen Euro. Es folgen Halle (Saale) mit 104,2 Millionen Euro sowie die Stadt Leuna mit 75,8 Millionen Euro. Dessau Roßlau kam auf 69,7 Millionen Euro. Dort stiegen die Einnahmen um 84,7 Prozent, was vor allem auf Nachzahlungen aus Vorjahren zurückgeführt wird. Insgesamt erhöhten sich die Gewerbesteuereinnahmen pro Einwohner in den kreisfreien Städten um 19,0 Prozent auf 631,50 Euro. In den kreisangehörigen Gemeinden lagen sie mit 601,98 Euro etwas darunter. Unter den Landkreisen verzeichnete Stendal mit einem Plus von 16,5 Prozent den größten Zuwachs, gefolgt vom Burgenlandkreis mit 12,0 Prozent. Dagegen sanken die Einnahmen im Landkreis Börde um 8,0 Prozent. Besonders stark stiegen die Einnahmen in der Gemeinde Karsdorf im Burgenlandkreis. Dort erhöhte sich die Gewerbesteuer von 0,2 Millionen Euro im Jahr 2024 auf 11,0 Millionen Euro im Jahr 2025. Ursache waren Nachberechnungen für Vorjahre und neue Veranlagungen.
Chemnitz: FUCHS realisiert Baustoffzentrum für wego vti
Der Projektentwickler FUCHS hat für den Systembaustoffhändler wego vti einen neuen Standort in Chemnitz realisiert. Auf einem rund 17.700 Quadratmeter großen Grundstück an der Kalkstraße entstanden ein Baustoffzentrum mit etwa 3.750 Quadratmetern Fläche sowie ein Bürogebäude mit rund 370 Quadratmetern. Der Standort nahm zu Jahresbeginn den Betrieb auf. Der Neubau umfasst ein Baustoffzentrum mit Drive In Bereich und Lagerflächen sowie ein direkt angrenzendes Bürogebäude. Ziel der Planung war eine auf den Baustoffhandel zugeschnittene Logistik mit kurzen Wegen zwischen Lager, Verkauf und Verwaltung. Die Lage nahe der Autobahn A72 ermöglicht eine schnelle Erreichbarkeit für Lieferverkehre und Kunden. Damit soll der tägliche Warenumschlag effizient organisiert werden. Der Standort in Chemnitz ist Teil einer Reihe von Projekten, die FUCHS in den vergangenen Jahren für wego vti an verschiedenen Standorten umgesetzt hat.
Leipzig: Stadt zählt zu attraktivsten Standorten für Wohninvestments
Leipzig gehört nach einer aktuellen Analyse der Lübke Kelber AG zu den attraktivsten Städten für wohnwirtschaftliche Investments in Deutschland. Im Rendite-Risiko-Ranking 2026 belegt die Stadt gemeinsam mit Potsdam und Berlin Spitzenplätze unter insgesamt 135 untersuchten Wohnimmobilienmärkten. Grundlage der Bewertung sind Kriterien wie Bevölkerungsentwicklung, sozioökonomische Rahmenbedingungen, Situation am Wohnungsmarkt, Miet- und Kaufpreise sowie die Lebensqualität. Laut Studie profitieren Wohninvestments weiterhin von einer hohen Nachfrage und vergleichsweise gut planbaren Einnahmen. „Die überdurchschnittliche Planbarkeit von Cashflows und die strukturell hohe Mietnachfrage machen den deutschen Wohnimmobilienmarkt auch 2026 zu einem attraktiven Investmentziel“, erläutert Marc Sahling, Vorstandsvorsitzender der Lübke Kelber AG. Auch die Mietentwicklung stützt die Attraktivität der Märkte. Bundesweit stiegen die Angebotsmieten im Bestand 2025 im Durchschnitt um 4,6 Prozent, im Neubau um 5,1 Prozent. Gleichzeitig zeigen sich erste Anzeichen einer Preisbelebung bei Wohnimmobilien. Die Kapitalwerte für Mehrfamilienhäuser legten im Schnitt um 5,5 Prozent zu. Die Studie geht davon aus, dass die Nachfrage nach Wohnraum weiterhin hoch bleibt. Kurzfristig sei trotz steigender Baugenehmigungen nicht mit einer deutlichen Entspannung auf den Wohnungsmärkten zu rechnen. Für Investoren rücken deshalb insbesondere Märkte mit stabiler Nachfrage und nachhaltigem Mietwachstum in den Fokus. Leipzig zählt nach Einschätzung der Autoren zu den Städten, in denen diese Voraussetzungen besonders ausgeprägt sind.
Leipzig: Immobilienmarkt erreicht 2,4 Milliarden Euro Umsatz
Der Immobilienmarkt in Leipzig hat sich im Jahr 2025 bei den Transaktionen deutlich belebt. Mit mehr als 6.300 Kauffällen lag die Zahl der Verkäufe rund 20 Prozent über dem Vorjahr und deutlich über dem Tiefstand von etwa 3.750 Transaktionen im Jahr 2023. Der Geldumsatz blieb mit rund 2,4 Milliarden Euro jedoch auf Vorjahresniveau. Grund für die stagnierende Umsatzentwicklung ist laut Grundstücksmarktbericht der Stadt Leipzig vor allem der Rückgang großer Transaktionen. 2025 wurden lediglich vier Verkäufe mit einem Volumen von jeweils mehr als 25 Millionen Euro registriert, zusammen rund 124 Millionen Euro. Im Jahr zuvor waren es noch elf Transaktionen mit einem Gesamtvolumen von rund 510 Millionen Euro. Bei unbebauten Grundstücken blieb das Preisniveau weitgehend stabil. Für Einfamilienhausgrundstücke wurden durchschnittlich 316 Euro pro Quadratmeter gezahlt und damit nahezu unverändert gegenüber 2024. Im Geschosswohnungsbau stieg der durchschnittliche Bodenwert von 858 auf 892 Euro pro Quadratmeter. Im Segment der bebauten Grundstücke wurden rund neun Prozent mehr Verkäufe registriert als im Vorjahr. Die Preise für sanierte Mehrfamilienhäuser erhöhten sich im Durchschnitt auf etwa 1.800 Euro pro Quadratmeter Wohnfläche. Eigentumswohnungen dominieren weiterhin den Leipziger Immobilienmarkt. Ihr Anteil lag 2025 bei mehr als 80 Prozent aller Transaktionen und machte beim Geldumsatz rund 53 Prozent aus.
Dresden: Neuer Demografiemonitor zeigt Bevölkerungsentwicklung der Stadtteile
Die Landeshauptstadt Dresden hat einen digitalen Demografiemonitor veröffentlicht. Die interaktive Online-Anwendung ermöglicht es, die Bevölkerungsstruktur und deren Entwicklung in den einzelnen Stadtteilen detailliert auszuwerten. Das Angebot der Kommunalen Statistikstelle richtet sich an Fachleute aus Stadtplanung, Wissenschaft und Verwaltung ebenso wie an interessierte Bürger. Über Karten, Diagramme und Stadtteilübersichten lassen sich verschiedene Kennzahlen zur Bevölkerungsentwicklung abrufen und vergleichen. Zum 31. Dezember 2025 lebten nach Angaben der Stadt 571.510 Menschen in Dresden. Im Jahr 2000 lag die Einwohnerzahl noch bei 472.350. Der Jugendquotient beträgt aktuell 31,1, der Frauenanteil 50,2 Prozent. Das Durchschnittsalter liegt bei 43,8 Jahren, der Anteil der über 85-Jährigen bei 4,6 Prozent. Die Anwendung erlaubt sowohl thematische Auswertungen etwa zur Altersstruktur oder Geschlechterverteilung als auch den direkten Vergleich einzelner Stadtteile mit dem gesamten Stadtgebiet. Die Ergebnisse werden dabei grafisch aufbereitet und in Karten dargestellt.
Dresden: Rund 3,2 Millionen Euro für sieben Denkmale in Sachsen
Bund und Freistaat Sachsen stellen rund 3,2 Millionen Euro für die Sanierung von sieben Kulturdenkmalen im Freistaat bereit. Der Haushaltsausschuss des Deutschen Bundestages hat die Projekte im vierzehnten Denkmalschutz-Sonderprogramm beschlossen. Davon entfallen etwa 1,9 Millionen Euro auf Bundesmittel, weitere rund 1,3 Millionen Euro steuert der Freistaat Sachsen bei. Gefördert werden unter anderem das Schloss Albrechtsberg in Dresden, das Bruno-Plache-Stadion und der Kohlrabizirkus in Leipzig sowie die ehemalige Spinnerei und Weberei in Ebersbach/Neugersdorf. Weitere Mittel fließen in das Schwesternhaus im Bautzener Ortsteil Kleinwelka, das Gebäude „Alte Übernachtung“ im Bahnbetriebswerk Chemnitz-Hilbersdorf sowie ein Textilwerk in Mülsen.
Bad Schandau: Baubeginn für Behelfsbrücke über Bahngleise ab Mai geplant
In Bad Schandau soll ab Mai 2026 mit dem Bau einer Behelfsbrücke über die Bahngleise begonnen werden. Das Vergabeverfahren für die Bauleistungen startet am 6. März. Die Bauzeit für die Behelfsbrücke ist vom dritten Quartal 2026 bis zum ersten Quartal 2027 vorgesehen. Das Bauwerk soll rund 630 Tonnen Konstruktionsstahl umfassen. Die Kosten werden mit etwa 10 Millionen Euro veranschlagt. Vor dem eigentlichen Brückenbau sind umfangreiche Vorarbeiten erforderlich. Dazu gehört eine Hangsicherung entlang der Bundesstraße 172, die von April bis Juli 2026 umgesetzt werden soll. Während der Bauarbeiten wird der Verkehr überwiegend halbseitig geführt, zeitweise sind jedoch auch Vollsperrungen notwendig. Parallel läuft die Planung für den Ersatzneubau der Brücke über die Bahngleise. Voraussetzung für weitere Schritte sind unter anderem abgestimmte Sperrpausen mit der Deutschen Bahn. Die bestehende Elbebrücke befindet sich nach Angaben der Behörden weiterhin in einem sicheren Zustand und wird derzeit dauerhaft überwacht.
Dresden: Umbau der Skate-Anlage an der Lingnerallee beginnt
In der Dresdner Innenstadt beginnt am 9. März 2026 der Umbau der Skate-Anlage an der Lingnerallee. Die Anlage wird nach rund 20 Jahren Nutzung grundlegend modernisiert und kann während der Bauarbeiten bis voraussichtlich Herbst 2026 nicht genutzt werden. Grund für den Umbau sind unter anderem Verschleißerscheinungen an der Betonfläche, abgesenkte Bereiche sowie Risse und beschädigte Fugen. Gleichzeitig soll die Anlage funktional neu gestaltet werden. Geplant ist eine neue Anlage mit unterschiedlichen Skate-Elementen aus Ortbeton, darunter Rampen, Quarters, Rails, Ledges und Curbs. Damit sollen künftig mehrere Fahrwege mit unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden entstehen, die von Skateboardern, Inlineskatern, BMX- und Scooter-Fahrern genutzt werden können. Die Umgestaltung kostet insgesamt rund 800.000 Euro. Etwa 70 Prozent der Summe werden über Fördermittel aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung im Programm „Nachhaltige integrierte Stadtentwicklung“ finanziert.
Boxberg: Fördermittel für Ausbau der Strandpromenade am Bärwalder See
Die Gemeinde Boxberg/Oberlausitz erhält 271.680 Euro Fördermittel für die Verbreiterung der Strandpromenade am Bärwalder See. Die Mittel stammen aus der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“. Insgesamt belaufen sich die Projektkosten auf 339.600 Euro. Die Bauarbeiten sollen in den Jahren 2026 und 2027 außerhalb der Tourismussaison erfolgen. Geplant ist die Verbreiterung eines rund 645 Meter langen Abschnitts zwischen dem Campingplatz Sternencamp und dem östlichen Ende des Boxberger Badestrandes. Der Weg soll von drei auf vier Meter ausgebaut werden, um Konflikte zwischen Radfahrern, Skatern und Fußgängern zu reduzieren. Nach Angaben der Landesdirektion Sachsen wird das Vorhaben zu 80 Prozent gefördert. Bürgermeister Hendryk Balko verweist auf die wachsende Nutzung des 22 Kilometer langen Rundwegs um den Bärwalder See, der über die Strandpromenade führt. Mit dem Ausbau sollen Sicherheit und Aufenthaltsqualität für Besucher und Einwohner verbessert werden.
Halle (Saale): Ausbaugewerbe in Sachsen-Anhalt steigert Umsatz um 8,6 Prozent
Die Betriebe des Ausbaugewerbes in Sachsen-Anhalt haben im Jahr 2025 einen Umsatz von 1,91 Milliarden Euro erzielt. Das entspricht einem Anstieg von 8,6 Prozent beziehungsweise 151,8 Millionen Euro gegenüber dem Vorjahr. Das teilt das Statistische Landesamt Sachsen-Anhalt mit. In die Erhebung flossen im Jahresdurchschnitt 293 Betriebe mit 20 und mehr Beschäftigten ein. Der durchschnittliche Umsatz je Betrieb stieg um 3,1 Prozent auf 6,5 Millionen Euro. Den größten Anteil am Umsatz hatten weiterhin die Bauinstallationen. Vor allem die Elektroinstallation legte mit einem Plus von 13,8 Prozent deutlich zu. Auch die Klempnerei sowie Gas-, Wasser-, Heizungs- und Lüftungsinstallationen wuchsen um 3,1 Prozent. Insgesamt entfielen rund 71,2 Prozent der Umsätze im Ausbaugewerbe auf diese Bereiche. Im sonstigen Ausbau stiegen die Umsätze um 5,1 Prozent. Zum Jahresende 2025 waren in den ausbaugewerblichen Betrieben 12.261 Personen beschäftigt, das sind 4,4 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Die Beschäftigten leisteten insgesamt 15,7 Millionen Arbeitsstunden und erhielten Entgelte in Höhe von 499,4 Millionen Euro. Regional entfiel der größte Umsatzanteil auf die Landeshauptstadt Magdeburg mit 344,2 Millionen Euro beziehungsweise 18,0 Prozent, gefolgt von Halle (Saale) mit 296,8 Millionen Euro beziehungsweise 15,5 Prozent.
Schönebeck (Elbe): Kaufland verlängert Mietvertrag über 6.400 Quadratmeter im Fachmarktzentrum
Der Einzelhändler Kaufland bleibt langfristig Ankermieter im Fachmarktzentrum an der Calbeschen Straße in Schönebeck (Elbe). Eigentümerin Aroundtown SA hat den Mietvertrag über rund 6.400 Quadratmeter Verkaufsfläche verlängert. Mit der Vertragsverlängerung sind Revitalisierungsmaßnahmen am Standort verbunden. Geplant sind unter anderem die Installation einer Photovoltaikanlage sowie der Aufbau von Elektroladesäulen. Ziel ist eine energetische Modernisierung des Fachmarktzentrums. „Die langfristige Perspektive am Standort schafft Planungssicherheit und ermöglicht uns weitere Investitionen in eine attraktive sowie nachhaltige und energieeffiziente Filiale. Damit stellen wir auch künftig eine verlässliche Versorgung der Kundinnen und Kunden vor Ort sicher“, erklärt Daniela Rauschenbach, Senior Projektleiterin Immobilienentwicklung Bestand bei Kaufland. Das Fachmarktzentrum liegt an der Calbeschen Straße 31 und ist über die Bundesautobahn A14 erreichbar. Zum Standort gehört ein großflächiger Kundenparkplatz.
Dresden: Bund fördert Dachsanierung von Schloss Albrechtsberg
Für die Sanierung des Daches von Schloss Albrechtsberg stellt der Bund 247.500 Euro bereit. Der Haushaltsausschuss des Deutschen Bundestages beschloss die Förderung im Rahmen des Denkmalschutz-Sonderprogramms. Das Dach des historischen Gebäudes ist stark verschlissen und weist zahlreiche Risse auf. Immer wieder dringt Wasser in das Bauwerk ein. Teilweise wurden bereits provisorisch Gefäße auf dem Dachboden aufgestellt, um eindringenden Regen aufzufangen. Dennoch sind denkmalgeschützte Innenräume bereits beschädigt. Die Dachsanierung soll 2027 beginnen. Geplant sind die Erneuerung der Dachdeckung, Reparaturen an den Schornsteinen sowie eine Überprüfung des Dachtragwerks. Die Arbeiten erfolgen in Abstimmung mit dem Denkmalschutz. Die Gesamtkosten werden mit rund 500.000 Euro veranschlagt. In einem zweiten Bauabschnitt ist eine Fassadeninstandsetzung vorgesehen.
Leipzig: Logistikmarkt bleibt ansiedlungsfreundlich, Renditen steigen
Der Leipziger Logistikmarkt bleibt im bundesweiten Vergleich ein kostenattraktiver Standort. Das geht aus der Jahresbilanz 2025 von DIP – Deutsche Immobilien-Partner hervor. Bundesweit stieg der Logistikflächenumsatz 2025 um 13 Prozent auf rund 5,9 Millionen Quadratmeter. Das Transaktionsvolumen bei Logistikinvestments sank dagegen um 17 Prozent auf rund 6,1 Milliarden Euro. Damit fiel das Segment vom ersten auf den dritten Platz am Gewerbeinvestmentmarkt zurück. Für Leipzig weist DIP weiterhin ein moderates Mietniveau aus. Die Spitzenmiete für moderne Logistikflächen liegt bei 5,70 Euro pro Quadratmeter und damit deutlich unter den Werten der großen Metropolen. In München werden bis zu 14,00 Euro pro Quadratmeter erzielt, in Frankfurt 8,70 Euro. Auch bei den Grundstückspreisen zählt Leipzig zu den günstigeren Standorten. Der mittlere Gewerbebaulandpreis liegt bei rund 90 Euro pro Quadratmeter. Zum Vergleich: In München werden im Mittel 860 Euro aufgerufen, in Stuttgart 590 Euro. Die Spitzenrenditen für Logistikobjekte sind in den 16 analysierten DIP-Standorten 2025 weiter gestiegen und erreichen im Durchschnitt 5,0 Prozent pro Jahr. 2021 hatten sie mit 4,3 Prozent ihren Tiefststand erreicht. Für die teuersten Märkte wie Frankfurt werden 4,0 Prozent genannt, in anderen Standorten bewegt sich die Spanne zwischen 5,1 und 6,0 Prozent. Bundesweit wurden 2025 rund 4,0 Millionen Quadratmeter neue Logistikfläche fertiggestellt, neun Prozent weniger als im Vorjahr. Für 2026 erwartet DIP einen weiteren Rückgang des Neubauvolumens, da spekulative Projekte weitgehend ausgesetzt wurden und überwiegend nutzergebundene Entwicklungen realisiert werden. Strukturelle Treiber bleiben der Onlinehandel, der 2025 laut Handelsverband Deutschland um rund 4,5 Prozent auf 92,4 Milliarden Euro zulegte, sowie veränderte Lieferketten. Themen wie Last-Mile-Logistik, City-Hubs und höhere Anforderungen an Nachhaltigkeit prägen den Markt. Für Leipzig ergibt sich daraus weiterhin Potenzial als vergleichsweise kostengünstiger Logistikstandort mit guten Ansiedlungsbedingungen.
Dessau-Roßlau: TAG saniert Werkssiedlung Biethe und setzt auf Neustart
In Dessau-Roßlau will die TAG Immobilien AG der Werkssiedlung Biethe neues Leben einhauchen. Wie die Immobilien Zeitung berichtet, investiert das Unternehmen seit 2019 schrittweise in die in großen Teilen leerstehenden Bestände am Rand von Roßlau. Die Siedlung entstand nach dem Zweiten Weltkrieg als Wohnort für Werftarbeiter. Von den insgesamt 365 Wohnungen ist derzeit nur etwa die Hälfte vermietet. Der Leerstand in Roßlau liegt bei rund 12 Prozent. Ein Teil der Wohnungen steht im Zuge der Sanierung leer, Mieter wurden in einzelnen Häusern umgesiedelt. Im ersten Bauabschnitt wurden 27 Wohnungen für rund vier Millionen Euro modernisiert, im zweiten folgen 20 weitere Einheiten für etwa zwei Millionen Euro. Neben energetischen Maßnahmen, die aufgrund des Denkmalschutzes überwiegend von innen erfolgen, setzt TAG auf neue Grundrisse, Balkone und barrierearme Zugänge. Mehr als 20 Prozent der Bewohner sind über 80 Jahre alt. Die Wohnungen reichen künftig von 39 bis 130 Quadratmetern. Die Angebotsmiete liegt laut Bericht bei rund 6,50 Euro pro Quadratmeter. Nach Angaben des Unternehmens ist die Nachfrage nach den modernisierten Einheiten deutlich gestiegen, auch Interessenten aus Berlin und Potsdam hätten sich gemeldet. Der ICE-Anschluss nach Berlin beträgt rund eine Stunde Fahrzeit. Die Sanierungsarbeiten sollen im Sommer abgeschlossen sein.
Bodenrode-Westhausen: Quadoro und EB-SIM investieren in Solarpark mit 10 Megawattpeak
Die Quadoro Investment GmbH hat gemeinsam mit der EB – Sustainable Investment Management GmbH einen Solarpark in Thüringen in das Portfolio des Fonds „Quadoro Erneuerbare Energien Europa“ integriert. Es handelt sich um die baureife Projektentwicklung „Solarpark Bodenrode“ in der Gemeinde Bodenrode-Westhausen im Landkreis Eichsfeld. Auf einer Fläche von rund 7,4 Hektar entsteht ein Freiflächen-Photovoltaikpark mit einer geplanten Leistung von etwa 10 Megawattpeak. Die Baugenehmigung liegt vor, der Baustart erfolgte am 23. Februar 2026. Die Inbetriebnahme ist für den Sommer 2026 vorgesehen. Der erwartete Jahresertrag beträgt rund 10,7 Millionen Kilowattstunden. Das Projekt hat an der EEG-Ausschreibung im Dezember teilgenommen und einen Zuschlag erhalten. Die Errichtung übernimmt die TEAG Solar GmbH. Die Projektentwicklung wurde von der Aracari Solar GmbH realisiert.
Dresden: Papenbreer eröffnet Modehaus
Der Modehändler Papenbreer hat ein neues Modehaus in der Dresdner Altstadt eröffnet. Der Store befindet sich an der Schlossstraße und umfasst rund 1.800 Quadratmeter Verkaufsfläche auf zwei Etagen. Nach Angaben des Unternehmens wurden rund sechs Millionen Euro investiert. Das Team vor Ort besteht aus etwa 30 Mitarbeitenden. Mit dem Standort in Dresden erweitert das familiengeführte Unternehmen sein stationäres Filialnetz und setzt nach eigenen Angaben bewusst auf den innerstädtischen Handel. Das Interieur wurde gemeinsam mit dem Mailänder Architekturbüro Storage Milano entwickelt. Vorgesehen ist ein zurückhaltendes Gestaltungskonzept mit Materialien wie Holz, Marmor und Leder sowie einer reduzierten Lichtführung. Das Sortiment umfasst internationale Designerlabels, darunter Saint Laurent, Balenciaga, Valentino, Givenchy und Tom Ford. Ergänzend bietet das Modehaus persönliche Beratung, Private Shopping sowie Maß- und Änderungsservice an. Der stationäre Store ist mit dem unternehmenseigenen Onlineshop verknüpft.
Halle (Saale): Zahl der Baugenehmigungen im vierten Quartal 2025 gestiegen
In Sachsen-Anhalt sind im vierten Quartal 2025 insgesamt 684 Baugenehmigungen für Wohn- und Nichtwohngebäude erteilt worden. Das teilte das Statistisches Landesamt Sachsen-Anhalt mit. Davon entfielen 453 Genehmigungen auf Wohngebäude. Das entspricht einem Anstieg von 4,1 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal. Für Nichtwohngebäude wurden 231 Genehmigungen erteilt, ein Plus von 16,7 Prozent. Nach einer längeren Phase rückläufiger Zahlen deutet sich damit eine leichte Belebung an. Die Zahl der genehmigten Wohnungen lag jedoch deutlich unter dem Vorjahresniveau. Im Berichtszeitraum wurden 633 Wohnungen zum Bau freigegeben. Das entspricht 63,6 Prozent des Wertes aus dem vierten Quartal 2024. Die Bautätigkeit im Wohnungsneubau und -umbau bleibt damit auf niedrigem Niveau. Schwerpunkte im Hochbau lagen zuletzt im Nichtwohngebäudebereich. Hier summierten sich die veranschlagten Baukosten auf 297,5 Millionen Euro. Für Wohngebäude wurden Baukosten in Höhe von 149,4 Millionen Euro gemeldet. Erfasst sind sowohl reguläre Baugenehmigungen als auch Vorhaben im Genehmigungsfreistellungsverfahren.
Dresden: Digitaler Zwilling simuliert Starkregen und mögliche Schäden
Die Landeshauptstadt Dresden und die Technische Universität Dresden haben einen Prototyp für einen digitalen Starkregenzwilling vorgestellt. Die 3D-Anwendung ist Teil des Modellprojekts Smart City und ab sofort öffentlich zugänglich. Der digitale Zwilling bildet ein virtuelles Abbild des Dresdner Stadtgebiets ab und simuliert Starkregenereignisse von rund 30 bis 50 Litern pro Quadratmeter und Stunde. Dargestellt werden mögliche Überflutungen und Schäden an Wohngebäuden. Ergänzend sind Messdaten zu Niederschlägen, Wasserständen und Lufttemperaturen abrufbar. Ziel ist es, Risiken besser einzuschätzen und Grundlagen für Stadtplanung und Vorsorge zu schaffen. Entwickelt wird das System am Institut für Wasserbau und Technische Hydromechanik der Technischen Universität Dresden. Beteiligt sind zudem das Umweltamt der Landeshauptstadt, die Hochschule für Technik und Wirtschaft Dresden, das Amt für Geodaten und Kataster sowie die Stadtentwässerung Dresden. Künftig soll das Modell um ein Frühwarnsystem und zusätzliche Sensorik erweitert werden, unter anderem zur Erfassung von Überflutungen in Bahnunterführungen. Das Modellprojekt Smart City Dresden ist ein gemeinsames Förderprojekt von Stadt und Technischer Universität Dresden. Es wird im Rahmen des Bundesprogramms Modellprojekte Smart Cities vom Bundesministerium für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen über die Kreditanstalt für Wiederaufbau finanziert.
Magdeburg: 13 Landeshauptstädte fordern vom Bund strukturelle Entlastung der Kommunen
Die Oberbürgermeisterinnen und Oberbürgermeister der 13 Landeshauptstädte der Flächenländer haben sich in einem gemeinsamen Offenen Brief an Bundeskanzler Friedrich Merz gewandt. Sie fordern eine kurzfristige und strukturelle finanzielle Entlastung der Kommunen sowie einen zeitnahen Gesprächstermin in Berlin. Mitinitiatorin ist Magdeburgs Oberbürgermeisterin Simone Borris. Bereits im Herbst vergangenen Jahres hatten sich die Städte mit einem gemeinsamen Schreiben an die Bundesregierung gewandt. Ein Gespräch im Bundeskanzleramt folgte, konkrete strukturelle Maßnahmen zur finanziellen Entlastung blieben bislang jedoch aus. In dem aktuellen Schreiben verweisen die Unterzeichnenden auf die weiter verschärfte Haushaltslage vieler Städte. Steigende Sozialausgaben, Investitionsstaus und zunehmende Haushaltssperren schränkten den kommunalen Handlungsspielraum erheblich ein. Auch neue Liquiditätskredite belasteten mit ihren Zinsen künftige Generationen. Die 13 Landeshauptstädte begrüßen zwar Initiativen wie die Arbeit der Sozialstaatskommission und Gespräche zu einzelnen Sozialgesetzen, sehen darin jedoch lediglich mittelfristige und im Umfang nicht ausreichende Entlastungen. Aus ihrer Sicht drohen ohne zusätzliche Maßnahmen ausbleibende Investitionen vor Ort. Bezug genommen wird zudem auf die sogenannten Dresdner Impulse des Deutscher Städtetag vom 22. Januar 2026. Darin wird betont, dass der gesellschaftliche Zusammenhalt maßgeblich davon abhänge, welcher finanzielle Gestaltungsspielraum den Städten verbleibe. Die Oberbürgermeisterinnen und Oberbürgermeister erklären ihre Bereitschaft, an Reformen konstruktiv mitzuwirken, erwarten jedoch nun konkrete Entscheidungen von Bund und Ländern. Das Schreiben ging auch an Bundesfinanzminister Lars Klingbeil.
Halle (Saale): Denkmalgeschützte Bürovilla im Mühlwegviertel verkauft
Eine Bürovilla im Mühlwegviertel in der nördlichen Innenstadt von Halle (Saale) hat den Eigentümer gewechselt. Verkäufer war ein Unternehmen aus der Gesundheitsbranche, das die Immobilie im Zuge von Standortoptimierungen veräußerte. Erwerber ist ein in Halle ansässiger Unternehmensdienstleister, der das denkmalgeschützte Gebäude mit rund 750 Quadratmetern Bürofläche künftig selbst nutzen möchte. Die Villa befindet sich in einer der repräsentativsten Bürolagen der Stadt. Das Mühlwegviertel gilt als Top-Adresse für Unternehmensdienstleister, hier wird das Spitzenmietniveau im Hallenser Bürosegment erzielt. Vermittelnd tätig war die Aengevelt Immobilien GmbH & Co. KG über ihre Niederlassung in Magdeburg.
Leipzig: Caverion erhält Auftrag über 13,6 Millionen Euro für Zentralbau II des Klinikums St. Georg
Die Caverion Deutschland GmbH übernimmt im Neubau Zentralbau II des Klinikum St. Georg gGmbH in Leipzig die technischen Gewerke Raumluft, Heizung und Kälte. Der Vertragswert beläuft sich auf rund 13,6 Millionen Euro. Mit dem Zentralbau II entsteht auf einer Bruttogeschossfläche von 39.000 Quadratmetern ein sechsgeschossiger Klinikneubau. Geplant sind ein integriertes Notfallzentrum für Kinder und Erwachsene mit direkter Anbindung an Intensiv- und Überwachungsstationen, Labore für Herzeingriffe und die Schlaganfallversorgung sowie variabel nutzbare Pflegestationen in den oberen Etagen. Caverion installiert unter anderem elf raumlufttechnische Anlagen mit einer Gesamtleistung von 100.000 Kubikmetern pro Stunde sowie 76 Umluftkühlgeräte. Zudem verantwortet das Unternehmen die komplette Heizungs- und Kälteverteilung im Gebäude. Nach Angaben des Klinikums stellt der Neubau hohe Anforderungen an Qualität, Energieeffizienz und Zukunftsfähigkeit der technischen Gebäudeausrüstung. Die Arbeiten von Caverion sollen bis Ende 2028 abgeschlossen sein.
Erfurt: Pegasus finanziert Revitalisierung des MalzQuartiers mit Mezzanine-Kapital
Die Pegasus Capital Partners beteiligt sich an der Finanzierung der Revitalisierung des MalzQuartiers in Erfurt. Das Unternehmen stellt für zwei Bauabschnitte Mezzanine-Kapital in niedriger zweistelliger Millionenhöhe bereit. Projektentwickler ist ein Joint Venture aus RB Entwicklung, Goldmann Group und Profi Partner. Vorgesehen ist die Umwandlung einer ehemaligen Mälzerei in ein Wohn- und Gewerbequartier. Geplant sind insgesamt 306 Wohnungen, 16 Gewerbeeinheiten sowie 122 Stellplätze in zwei Bauabschnitten. Der erste Bauabschnitt ist bereits fertiggestellt und an die Eigentümer übergeben. Der zweite Abschnitt befindet sich im Bau. Nach Angaben der Beteiligten sind die Wohneinheiten nahezu vollständig verkauft. Das Quartier liegt in der Erfurter Krämpfervorstadt. Über die Fuß- und Radfahrerbrücke „Promenadendeck“ ist die Innenstadt direkt angebunden, der Hauptbahnhof ist in etwa zehn Gehminuten erreichbar. Das Umfeld ist geprägt von gründerzeitlicher Bebauung.
Dresden: GHND fordert Finanzierungsprüfung für neue Carolabrücke
Die Gesellschaft Historischer Neumarkt Dresden e. V. fordert angesichts der angespannten Haushaltslage von Bund, Freistaat Sachsen und der Landeshauptstadt Dresden eine umfassende Prüfung aller Varianten für den Neubau der Carolabrücke unter strikter Berücksichtigung der finanziellen Spielräume der Stadt. Hintergrund ist eine Stellungnahme der Stadt, wonach die Kosten für den Bau der neuen Elbquerung „kein entscheidendes Kriterium“ sein sollen. Aus Sicht der GHND wirft diese Einschätzung Fragen auf. Zunächst müsse eine realistische Kostenschätzung für die verschiedenen Varianten vorliegen. Darauf aufbauend seien sämtliche Fördermöglichkeiten, etwa Bundeszuschüsse im Fall einer reinen ÖPNV-Brücke, sowie alternative Finanzierungsquellen zu prüfen. Als mögliche Ansätze nennt die GHND unter anderem Grundstücksverkäufe am Neustädter Ufer und im Bereich Terrassenufer Ost, die Umwidmung von Verkehrsflächen zu Bauland sowie maßvolle Verdichtungen in der Kernstadt. Auch Modelle der Drittfinanzierung einschließlich eines Betriebs bis zur vollständigen Refinanzierung sollten in die Prüfung einbezogen werden. Darüber hinaus verweist der Verein auf das Risiko möglicher Klageverfahren, etwa im Zusammenhang mit einer breiteren Brücke oder einer veränderten Spurenanzahl. Eine Entscheidung über den Neubau dürfe erst nach Abwägung aller finanziellen und rechtlichen Risiken getroffen werden. Dies könne im Ergebnis auch einen zeitweisen oder vollständigen Verzicht auf das Projekt bedeuten. Die GHND appelliert an Politik und Verwaltung, die finanziellen Folgen transparent zu benennen und Prioritäten klar zu setzen, um langfristige Belastungen für die Stadt und ihre Bürger zu vermeiden.
Dresden / Leipzig: SEIL Group vermarktet 13 Mehrfamilienhäuser im Einzelverkauf
Die SEIL Group ist exklusiv mit dem Einzelverkauf von 13 Mehrfamilienhäusern in Ostdeutschland beauftragt worden. Auftraggeber ist ein deutscher Immobilienkonzern. Das Mandat umfasst insgesamt 270 Wohneinheiten mit Objektgrößen zwischen 9 und 40 Einheiten sowie Wohnflächen von rund 600 bis 3.000 Quadratmetern je Liegenschaft. Die Immobilien liegen im erweiterten Einzugsgebiet der Metropolregionen Dresden und Leipzig in einer Entfernung von etwa 50 bis 100 Kilometern. Die Standorte zeichnen sich nach Angaben des Vermarkters durch stabile regionale Strukturen, moderate Einstiegspreise und eine wachsende Nachfrage nach bezahlbarem Wohnraum im Umland der Wachstumszentren aus. Die Gebäude stammen überwiegend aus den 1960er- bis 1980er-Jahren. Der bauliche Zustand ist unterschiedlich; bei einzelnen Objekten besteht Instandhaltungs- und Modernisierungsbedarf. Die angebotenen Anfangsrenditen bewegen sich je nach Objekt zwischen 6,5 und 10,5 Prozent. Die Vermarktung erfolgt im Rahmen eines Exklusivmandats nach einer Einzelverkaufsstrategie. Ziel ist es, die Liegenschaften separat zu platzieren und damit unterschiedliche Käufergruppen aus dem privaten, semi-professionellen und regionalen Investorenumfeld anzusprechen. Der Vertriebsstart ist für April 2026 geplant, die Transaktionen sollen gestaffelt umgesetzt werden.


