Jena: Rohbau für Wohn- und Gewerbeprojekt „Saaltor“ abgeschlossen +++ Jena: Stadt stellt „Innenstadtvision 2035“ vor +++ Halle (Saale): Schloss Burgkemnitz in Sachsen-Anhalt verkauft +++ Halle (Saale): Zahl der Baugenehmigungen steigt wieder deutlich +++ Naunhof: Sanierung der ehemaligen Sachsenpelz-Fläche läuft an +++ Dresden: HIH Invest verkauft Bürohaus im Waldschlösschenviertel +++ Gera: Smart Property Management übernimmt Mandat für Nuveen-Wohnportfolio +++ Dresden: WiD plant Neubauprojekt mit 45 Wohnungen am Sternplatz +++ Dresden: Stauffenbergallee nach Sanierung kurz vor Fertigstellung +++ Wernigerode: Baustart für neue Radwegeverbindung nach Minsleben +++ Meißen: Sachsen fördert Glasfaserausbau mit 57,8 Millionen Euro +++ Halle (Saale): Umsatzrückgänge im Bauhauptgewerbe trotz deutlich steigender Auftragseingänge +++ Dresden: Lübke Kelber vermittelt rund 1.400 Wohneinheiten +++ Dresden: Vollsperrung auf der Pillnitzer Landstraße in Loschwitz ab Juli +++ Erfurt/Magdeburg: Thüringen und Sachsen-Anhalt bei Grunderwerbsteuer bundesweit am günstigsten +++ Erfurt: Mehrfamilienhaus in der Krämpfervorstadt zum 19-Fachen verkauft +++ Magdeburg: Oberzentren fordern mehr Geld vom Land +++ Dresden: Mix Markt mietet 2.000 Quadratmeter im Gorbitz-Hof +++ Dresden: LIMA Sports mietet 850 Quadratmeter im Hohenbusch Center +++ Dresden: Wohn- und Gewerbekomplex am TU-Campus gestartet +++ Borsdorf: Baurecht für Wohnquartier auf ehemaligem Fabrikareal +++ Jena: Stadtrat beschließt Maßnahmenpaket gegen Graffiti +++ Jena: Großteil der Maßnahmen im Klima-Aktionsplan angestoßen +++ Köthen (Anhalt): Ortsdurchfahrt im Zuge der L73 nach sechs Jahren Bauzeit freigegeben +++ Leipzig: Aroundtown verlängert Mietverträge über 7.000 Quadratmeter in Office Cubes +++ Dresden: SIB legt Tätigkeitsbericht 2025 mit 1.997 Bauprojekten vor +++ Dresden: Zwölf Neuansiedlungen stärken Hightech-Standort +++ Magdeburg: Land stellt über eine Million Euro für Sicherheit am Alten Markt bereit +++ Dresden: Stadt sichert Belegungsrechte für 10.000 Wohnungen bis 2036 +++ Dresden: Stadtrat beschließt Start der Sanierung der Margon Arena +++ Halle (Saale): Energieversorger investieren über eine Milliarde Euro +++ Dresden: Sachsen bündelt Wirtschafts- und Innovationsstrukturen im SMWA +++ Dresden: Grundstein für Feuerwehrneubau in Langebrück gelegt +++ Dresden: Rohbau für Lehmann-Zentrum der TU Dresden gestartet +++ Dresden: Optima-Aegidius erweitert Büroportfolio in Innenstadtlage
Jena: Rohbau für Wohn- und Gewerbeprojekt „Saaltor“ abgeschlossen
Beim Projekt „Saaltor“ in der Saalstraße 6 bis 8 in Jena ist der Rohbau abgeschlossen. Das Wohnungsunternehmen Jenawohnen errichtet dort 24 Wohnungen sowie fünf Gewerbeeinheiten. Für das Vorhaben sind Investitionen von rund 19 Millionen Euro vorgesehen. Nach Angaben der Ostthüringer Zeitung verschiebt sich die Fertigstellung gegenüber der ursprünglichen Planung um etwa vier Wochen. Der Einzug soll ab Februar 2027 erfolgen. Zum Projekt gehören neben dem Hauptgebäude auch fünf dreigeschossige Townhäuser im hinteren Bereich des Areals. Der Innenhof soll vor dem Bezug begrünt werden. Das Richtfest fand gemeinsam mit Vertretern aus Politik, Bauwirtschaft und Planung statt. Generalunternehmer ist Wolf & Müller, die Planung stammt vom Architekturbüro Patzschke Schwebel.
Jena: Stadt stellt „Innenstadtvision 2035“ vor
Die Stadt Jena hat ihre „Innenstadtvision 2035“ vorgestellt. Das Konzept beschreibt Leitlinien für die Entwicklung der Innenstadt in den kommenden Jahren und setzt auf mehr Aufenthaltsqualität, vielfältigere Nutzungen sowie eine stärkere Vernetzung von Handel, Kultur und öffentlichem Raum. Das Gutachten wurde Anfang 2024 gemeinsam mit der Wirtschaftsförderung Jena angestoßen und von den Büros „Stadt + Handel“ sowie „Die Zukunftsoptimisten“ erarbeitet. Mehr als 40 Akteure aus Verwaltung, Politik, Wirtschaft und Kultur waren an Workshops und Interviews beteiligt. Zusätzlich flossen Ergebnisse aus Bevölkerungsbefragungen ein. Das Leitbild beschreibt die Innenstadt künftig als „jung, dynamisch und weltoffen“. Vorgesehen sind unter anderem mehr Grünflächen, konsumfreie Aufenthaltsorte sowie flexiblere Nutzungen von Erdgeschosszonen für Pop-up-Stores, Kulturprojekte oder soziale Angebote. Das Gutachten bescheinigt Jena bereits heute gute Voraussetzungen durch die kompakte Innenstadt, engagierte Akteure und etablierte Formate. Gleichzeitig empfiehlt es eine stärkere Koordination gemeinsamer Projekte und eine Weiterentwicklung des Citymanagements.
Halle (Saale): Schloss Burgkemnitz in Sachsen-Anhalt verkauft
Das denkmalgeschützte Schloss Burgkemnitz im Landkreis Anhalt-Bitterfeld hat einen neuen Eigentümer. Ein gewerblicher Investor aus Sachsen erwarb das teilsanierte Anwesen in der Gemeinde Muldestausee für 1,2 Millionen Euro. Vermittelt wurde die Transaktion von Engel & Völkers Halle Commercial. Die Nutzfläche des Schlosses beträgt rund 3.500 Quadratmeter, das Grundstück umfasst etwa 2,4 Hektar. Die Anlage mit Landschaftspark und großem Teich liegt nordöstlich von Halle (Saale). Das Schloss wurde ursprünglich im 17. Jahrhundert angelegt und ab 1868 im Stil der Neorenaissance neu errichtet. Dabei wurden ältere Bauteile integriert. Das dreigeschossige Gebäude verfügt laut Angaben über zahlreiche originale Elemente und historisches Inventar.
Halle (Saale): Zahl der Baugenehmigungen steigt wieder deutlich
In Sachsen-Anhalt ist die Zahl der Baugenehmigungen im ersten Quartal 2026 erstmals nach längerer rückläufiger Entwicklung wieder gestiegen. Nach Angaben des Statistischen Landesamtes wurden 679 Genehmigungen für Wohn- und Nichtwohngebäude erteilt, ein Plus von 16,1 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Davon entfielen 459 Genehmigungen auf Wohngebäude, was einem Anstieg von 6,7 Prozent entspricht. Besonders deutlich legten die Nichtwohngebäude zu: Hier stieg die Zahl der Genehmigungen um 41,9 Prozent auf 220 Fälle. Das genehmigte Bauvolumen konzentriert sich weiterhin vor allem auf gewerbliche Projekte. Für Nichtwohngebäude wurden Baukosten von rund 303,3 Millionen Euro veranschlagt, für Wohngebäude rund 129,3 Millionen Euro. Trotz des Anstiegs bei den Genehmigungen ging die Zahl der geplanten Wohnungen weiter zurück. Im ersten Quartal 2026 wurden 718 Wohnungen genehmigt, ein Minus von 4,1 Prozent gegenüber dem Vorjahr.
Naunhof: Sanierung der ehemaligen Sachsenpelz-Fläche läuft an
In Naunhof wird die ehemalige Sachsenpelz-Fläche in der Alten Beuchaer Straße für eine gewerbliche Nutzung vorbereitet. Das rund 1,6 Hektar große Areal soll zu einem Gewerbestandort entwickelt werden. Für die Maßnahme erhielt die Stadt bereits vor drei Jahren Fördermittel in Höhe von 9,1 Millionen Euro. Auf dem Gelände wurden bislang knapp 30 Gebäude abgerissen und rund 20.000 Tonnen Abbruchmaterial entsorgt. Im kommenden Monat beginnt der Rückbau der Altkanäle, im Herbst folgen vorbereitende Arbeiten zur Bodensanierung. Nach Angaben des Landratsamtes des Landkreises Leipzig sind Boden und Grundwasser mit leichtflüchtigen halogenierten Kohlenwasserstoffen sowie Schwermetallen belastet. Die eigentliche Dekontaminierung soll Anfang 2027 starten. Vorgesehen ist ein thermisches In-situ-Verfahren mit elektrisch beheizten Bohrungen, Bodenluftabsaugung und Abluftbehandlung. Der Abschluss der Gesamtmaßnahme ist für Herbst 2027 vorgesehen. Maßnahmen wie Staubschutzplanen, Wassernebel und schallgedämmte Container sollen die Belastungen während der Arbeiten reduzieren.
Dresden: HIH Invest verkauft Bürohaus im Waldschlösschenviertel
Die HIH Invest hat ein Bürogebäude im Dresdner Waldschlösschenviertel an die SK-Gruppe verkauft. Die Immobilie mit den Adressen Am Waldschlösschen 2 und 4 sowie Am Brauhaus 5 gehörte seit 2020 zu einem von der HIH Invest gemanagten Fonds. Die Transaktion erfolgte im Rahmen eines Asset Deals. Das 1996 errichtete Multi-Tenant-Objekt verfügt über rund 12.800 Quadratmeter Mietfläche und 252 Tiefgaragenstellplätze. Die Büroflächen sind nahezu vollständig vermietet. Das fünfgeschossige Gebäudeensemble mit drei begrünten Innenhöfen befindet sich in der Radeberger Vorstadt unweit der Dresdner Neustadt. Die rechtliche und steuerliche Beratung auf Verkäuferseite übernahm Ashurst LLP.
Gera: Smart Property Management übernimmt Mandat für Nuveen-Wohnportfolio
Die Smart Property Management GmbH (SPM) übernimmt das Property Management für ein Wohnimmobilienportfolio des institutionellen Investors Nuveen. Zum Start umfasst das Mandat zwei Wohnobjekte in Baden-Württemberg mit insgesamt 52 Wohnungen. Die Partnerschaft ist auf weiteres Wachstum ausgelegt, ein weiteres Objekt in Nürnberg soll bis August 2026 hinzukommen. Die verwalteten Projekte befinden sich in Neckarsulm und Mühlacker und wurden gemeinsam mit der Hoffnungsträger Stiftung entwickelt. In Neckarsulm umfasst das Objekt 32 Wohnungen, davon 31 öffentlich gefördert. In Mühlacker übernimmt SPM das Management für 20 Wohnungen, von denen 18 gefördert sind. Beide Projekte verfolgen ein ESG-Konzept und sind Teil eines Artikel-9-Fonds nach SFDR. SPM verwaltet nach eigenen Angaben rund 80.000 Einheiten an neun Standorten in Deutschland. Das Unternehmen betreut Wohn-, Büro- und Handelsimmobilien mit einem verwalteten Vermögen von über sechs Milliarden Euro.
Dresden: WiD plant Neubauprojekt mit 45 Wohnungen am Sternplatz
Die städtische Wohnen in Dresden (WiD) plant ein neues Wohn- und Geschäftsgebäude am Sternplatz in der Dresdner Altstadt. Nach Informationen der Dresdner Morgenpost soll auf der Baulücke ein sechsgeschossiger Neubau mit 45 Wohnungen sowie einem Lebensmittel-Discounter entstehen. Der Baustart ist für das erste Quartal 2027 vorgesehen. Voraussetzung dafür ist laut Bericht die Freigabe von zwei Millionen Euro Eigenmitteln durch den Dresdner Stadtrat. Parallel setzt die WiD weitere Neubauprojekte in Dresden um. Seit Mai ist ein Wohngebäude an der Schönaer Straße in Großzschachwitz mit 28 Wohnungen bezugsfertig. In Löbtau entsteht an der Braunsdorfer Straße ein weiteres Gebäude mit 26 Wohnungen, das ab Oktober bezogen werden soll. Darüber hinaus liegen Genehmigungen für Projekte an der Stauffenbergallee, am Käthe-Kollwitz-Ufer und an der Bundschuhstraße vor. Das Vorhaben in der Johannstadt soll 2027 starten. Wie die Dresdner Morgenpost weiter berichtet, modernisiert die WiD derzeit rund 1.200 Wohnungen in Reick und der Radeberger Vorstadt, die Ende 2023 von Vonovia übernommen wurden. Aktuell werden mehr als 200 Wohnungen im bewohnten Zustand saniert. Für 661 Wohnungen fehlt nach Angaben der Stadt derzeit die Finanzierung, nachdem der Freistaat Sachsen die Förderquote gesenkt hatte. Dadurch entstehe ein zusätzlicher Eigenmittelbedarf von fünf Millionen Euro.
Dresden: Stauffenbergallee nach Sanierung kurz vor Fertigstellung
Die Sanierung des westlichen Abschnitts der Stauffenbergallee in der Dresdner Leipziger Vorstadt steht kurz vor dem Abschluss. Seit Mai 2024 erneuert die Landeshauptstadt Dresden den rund 1,5 Kilometer langen Abschnitt zwischen Rudolf-Leonhard-Straße und Hammerweg. Ende Juni 2026 soll die Straße wieder vollständig freigegeben werden. Im Zuge der Arbeiten wurde das bisherige Granitpflaster durch einen Asphaltbelag ersetzt. Dadurch sollen Fahrkomfort und Verkehrssicherheit verbessert sowie die Lärmbelastung für Anwohner deutlich reduziert werden. Zudem entstanden neue Gehwege, ein gemeinsamer Geh- und Radweg auf der Südseite sowie ein Radfahrschutzstreifen entlang der nördlichen Fahrbahn. Bis Ende Juni werden außerdem drei neue Querungshilfen mit Beleuchtung eingerichtet. Bereits fertiggestellt ist eine Querungsstelle am Hammerweg. Insgesamt wurden entlang der Strecke 27 Spitzahorn-Bäume gepflanzt. Parallel zu den Straßenbauarbeiten erfolgten umfangreiche Tiefbauarbeiten an Trinkwasser-, Fernwärme- und Entwässerungsleitungen. Die Straßenbeleuchtung wurde vollständig auf LED-Technik umgestellt. Die Baukosten steigen nach Angaben der Stadt von ursprünglich 2,9 Millionen auf rund 4,5 Millionen Euro. Ursache seien zusätzliche Arbeiten, unerwartete Herausforderungen im Leitungsbestand sowie allgemeine Kostensteigerungen. Die Bauzeit verlängerte sich um sieben Monate. Das Landesamt für Straßenbau und Verkehr förderte die Radverkehrsanlagen mit rund einer Million Euro.
Wernigerode: Baustart für neue Radwegeverbindung nach Minsleben
Im Wernigeröder Ortsteil Minsleben haben die Arbeiten für einen neuen straßenbegleitenden Radweg entlang der Kreisstraße 1329 begonnen. Die rund 1,35 Kilometer lange Strecke soll künftig eine direkte Verbindung zwischen Minsleben und dem Stadtzentrum von Wernigerode schaffen. Das Vorhaben wird mit Mitteln aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) sowie Landesmitteln finanziert. Die Gesamtkosten für den Radweg belaufen sich auf knapp 755.000 Euro. Davon übernimmt die EU rund 453.000 Euro, das Land Sachsen-Anhalt beteiligt sich mit etwa 226.000 Euro. Der Eigenanteil des Landkreises Harz liegt bei rund 75.000 Euro. Parallel zum Radwegebau wird auch die Fahrbahn der Kreisstraße 1329 erneuert. Dafür sind weitere rund 1,3 Millionen Euro vorgesehen. Die Freigabe von Straße und Radweg ist für Ende des Jahres geplant. Sachsen-Anhalts Infrastrukturstaatssekretär Sven Haller bezeichnete das Projekt als Beispiel für den Ausbau verschiedener Mobilitätsangebote im Land. Landrat Thomas Balcerowski verwies insbesondere auf die Bedeutung eines ausgebauten Radwegenetzes für Lebensqualität und Tourismus im ländlichen Raum.
Meißen: Sachsen fördert Glasfaserausbau mit 57,8 Millionen Euro
Die Landesdirektion Sachsen hat Fördermittel in Höhe von rund 57,8 Millionen Euro für den Glasfaserausbau im Landkreis Meißen bewilligt. Gemeinsam mit Bundesmitteln in gleicher Höhe beläuft sich das Gesamtvolumen des Vorhabens auf rund 115,6 Millionen Euro. Der Ausbau soll spätestens 2028 abgeschlossen sein. Von dem Projekt profitieren künftig 7.907 Adresspunkte, darunter 6.996 Haushalte sowie 911 Einrichtungen wie Unternehmen, Schulen, Behörden und medizinische Versorgungseinrichtungen. Im Ausbaugebiet sollen Bandbreiten von mindestens einem Gigabit pro Sekunde erreicht werden. Geplant sind rund 687 Kilometer Tiefbauarbeiten, 4.067 Kilometer neue Glasfaserkabel sowie 1.467 Kilometer Leerrohre. Zum Einsatz kommt die Glasfasertechnologie „Fiber to the Building“ (FTTB), bei der die Leitungen direkt bis in die Gebäude verlegt werden. LDS-Präsident Béla Bélafi bezeichnete schnelles Internet als unverzichtbare Infrastruktur für Arbeiten, Lernen und Leben. Landrat Ralf Hänsel erklärte, der weitere Netzausbau stärke den Landkreis Meißen als Wirtschafts- und Bildungsstandort. Grundlage der Förderung ist die Richtlinie „Digitale Offensive Sachsen 2022“. Unterstützt werden vor allem sogenannte „Graue Flecken“, in denen derzeit weniger als 100 Mbit/s verfügbar sind und kein eigenwirtschaftlicher Ausbau angekündigt wurde.
Halle (Saale): Umsatzrückgänge im Bauhauptgewerbe trotz deutlich steigender Auftragseingänge
Das Bauhauptgewerbe in Sachsen-Anhalt hat im ersten Quartal 2026 einen nominalen Umsatzrückgang verzeichnet. Nach Angaben des Statistischen Landesamtes erwirtschafteten die 293 größeren Betriebe des Landes zwischen Januar und März baugewerbliche Umsätze in Höhe von 489,4 Millionen Euro. Das entspricht einem Minus von 3,5 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Besonders betroffen war der Hochbau. Dort gingen die Umsätze insgesamt um 9,0 Prozent zurück. Die stärksten Einbußen verzeichnete der öffentliche Hochbau mit einem Rückgang von 22,9 Prozent. Wachstum gab es dagegen im Straßenbau. Hier stiegen die Umsätze um 10,5 Prozent. Trotz der rückläufigen Umsätze entwickelte sich die Auftragslage deutlich positiv. Die Auftragseingänge legten im ersten Quartal nominal um 31,4 Prozent auf 770,5 Millionen Euro zu. Vor allem der Tiefbau profitierte von Großaufträgen. Dort erhöhte sich das Ordervolumen um 37,5 Prozent. Auch der Wohnungsbau verzeichnete mit einem Plus von 24,7 Prozent einen deutlichen Anstieg der Bestellungen. Die Zahl der Beschäftigten im Bauhauptgewerbe sank leicht. Ende März waren in Sachsen-Anhalt 16.842 Personen in der Branche tätig, rund 1,2 Prozent weniger als ein Jahr zuvor. Die Entgelte gingen um 2,7 Prozent auf 161,2 Millionen Euro zurück. Die meisten Beschäftigten arbeiteten weiterhin im Straßenbau.
Dresden: Lübke Kelber vermittelt rund 1.400 Wohneinheiten
Lübke Kelber hat in Dresden zwei Wohntransaktionen mit insgesamt rund 1.400 Wohneinheiten begleitet. Zum vermarkteten Portfolio gehörten mehrere Wohnobjekte, darunter zwei größere Objektcluster sowie ein Mehrfamilienhaus. Die Transaktionen wurden im Rahmen klassischer Vermarktungsprozesse umgesetzt. Angaben zu Käufern, Verkäufern und Kaufpreisen machten die Beteiligten nicht. André Heinrich, Executive Director von Lübke Kelber in Dresden, verweist auf das weiterhin hohe Interesse institutioneller Investoren am Dresdner Wohnungsmarkt. Als Gründe nennt das Unternehmen unter anderem die wirtschaftliche Entwicklung der Stadt, insbesondere im Umfeld der Halbleiterindustrie, sowie die stabile Nachfrage nach Wohnraum durch Bevölkerungswachstum und den Universitätsstandort. Nach Angaben von Lübke Kelber war die Nachfrage nach den angebotenen Objekten entsprechend hoch. Das Unternehmen begleitete die Transaktionsprozesse für Verkäufer und Investoren in allen Vermarktungsphasen.
Dresden: Vollsperrung auf der Pillnitzer Landstraße in Loschwitz ab Juli
Mit Beginn der Sommerferien am 6. Juli 2026 startet die Sanierung eines Abschnitts der Pillnitzer Landstraße in Dresden-Loschwitz. Bis Mitte August wird die Fahrbahn zwischen Altwachwitz 1 und der Pillnitzer Landstraße 158 aufgrund ihres schlechten Zustands vollständig gesperrt. Die rund 270 Meter lange Strecke erhält einen neuen Fahrbahnbelag sowie eine erneuerte Entwässerungsanlage. Geplant sind unter anderem die Sanierung von 19 Entwässerungsschächten und elf Straßenabläufen sowie die Erneuerung von Gas- und Wasserkappen. Die Arbeiten werden gemeinsam mit der Stadtentwässerung Dresden umgesetzt. Ausführendes Unternehmen ist Eurovia VB GmbH aus Dresden. Die Kosten liegen bei rund 200.000 Euro. Parallel nutzt die Stadt den sogenannten „Sperrschatten“, um weitere Asphaltflächen zwischen Winzerstraße und Staffelsteinstraße instand zu setzen. Dort erfolgen halbseitige Sperrungen mit Baustellenampeln. Neben Fahrbahnrissen werden auch Gas- und Wasserkappen sowie 130 Schachtabdeckungen erneuert. Für diese Arbeiten sind weitere rund 110.000 Euro eingeplant.
Erfurt/Magdeburg: Thüringen und Sachsen-Anhalt bei Grunderwerbsteuer bundesweit am günstigsten
Kaufinteressenten in Thüringen und Sachsen-Anhalt müssen im bundesweiten Vergleich besonders wenig Zeit aufbringen, um die Grunderwerbsteuer zu finanzieren. Das geht aus einer aktuellen Analyse von ImmoScout24 hervor, die Kaufpreise, Steuersätze und Durchschnittseinkommen in den Bundesländern gegenüberstellt. Demnach fällt die Belastung beim Wohnungskauf in beiden Ländern am niedrigsten aus. Für eine durchschnittliche 70-Quadratmeter-Wohnung werden jeweils etwas mehr als 5.000 Euro Grunderwerbsteuer fällig. Käufer benötigen dafür im Schnitt rund vier Monatsgehälter. Der Steuersatz liegt in Thüringen und Sachsen-Anhalt bei jeweils 5,0 Prozent. Auch beim Hauskauf schneiden beide Länder vergleichsweise günstig ab. Während Käufer in Berlin oder Hamburg laut Analyse fast zweieinhalb Jahre allein für die Grunderwerbsteuer arbeiten müssen, liegt der Zeitraum in Thüringen und Sachsen-Anhalt bei rund zwölf Monaten. Damit zählen beide Länder gemeinsam mit Bayern zu den günstigsten Standorten beim Erwerb von Wohneigentum. ImmoScout24 verweist darauf, dass insbesondere in ostdeutschen Flächenländern die Kombination aus moderaten Immobilienpreisen und vergleichsweise niedriger Steuerbelastung den Eigentumserwerb erleichtere. In den Stadtstaaten Berlin und Hamburg hingegen führten hohe Kaufpreise und hohe Nebenkosten dazu, dass die Grunderwerbsteuer für viele Haushalte zu einer erheblichen Einstiegshürde werde. Dr. Gesa Crockford, Geschäftsführerin von ImmoScout24, erklärt: „Menschen mit mittleren Einkommen müssen jahrelang arbeiten, um allein die Grunderwerbsteuer zu begleichen.“ Bayern zeige dagegen, dass ein niedriger Steuersatz den Eigentumserwerb trotz hoher Immobilienpreise erleichtern könne.
Erfurt: Mehrfamilienhaus in der Krämpfervorstadt zum 19-Fachen verkauft
In der Erfurter Krämpfervorstadt ist ein Mehrfamilienhaus mit zehn Wohneinheiten an einen privaten Kapitalanleger aus dem Rheinland verkauft worden. Die Immobilie wechselte zum 19-Fachen der Jahresnettokaltmiete den Eigentümer. Das um 1930 errichtete Gebäude verfügt über rund 700 Quadratmeter Wohnfläche inklusive ausgebautem Dachgeschoss. Sämtliche Wohnungen sind mit Balkonen ausgestattet. Das Objekt wurde im Jahr 2000 umfassend saniert und befindet sich laut Angaben der Beteiligten in einem gepflegten Zustand. Verkäufer war ein institutioneller Investor aus Süddeutschland. Die Transaktion wurde von Engel & Völkers Erfurt Commercial begleitet. Über den Kaufpreis wurde Stillschweigen vereinbart.
Magdeburg: Oberzentren fordern mehr Geld vom Land
Die drei kreisfreien Städte Sachsen-Anhalts erhöhen den Druck auf das Land: Beim parlamentarischen Abend des „Netzwerks Oberzentren Sachsen-Anhalt“ in Magdeburg haben die Oberbürgermeister von Magdeburg, Halle (Saale) und Dessau-Roßlau eine bessere Finanzausstattung gefordert. Im Mittelpunkt standen die anstehende Revision des Finanzausgleichsgesetzes sowie die besonderen Belastungen der Oberzentren. Magdeburgs Oberbürgermeisterin Simone Borris, Halles Oberbürgermeister Dr. Alexander Vogt und Dessau-Roßlaus Oberbürgermeister Dr. Robert Reck verwiesen darauf, dass die drei Städte zentrale Aufgaben für Bildung, Wissenschaft, Kultur, Wirtschaft und Infrastruktur übernehmen und Leistungen weit über die eigenen Stadtgrenzen hinaus erbringen. Gleichzeitig sei die finanzielle Lage der kreisfreien Städte besonders angespannt. Ein konkretes Beispiel ist die Finanzierung sogenannter Gastschulbeiträge. Die Oberzentren tragen Sachkosten für Schülerinnen und Schüler aus dem Umland, die nach Angaben der Städte bislang nicht vollständig gedeckt werden. Allein in Magdeburg liege die Deckungslücke nach aktuellen Berechnungen bei rund 1,3 Millionen Euro. Dessau-Roßlaus Oberbürgermeister Dr. Robert Reck sprach sich dafür aus, die bisherige Systematik des Finanzausgleichsgesetzes für kreisfreie Städte beizubehalten. Zudem fordert Dessau-Roßlau Entlastungen bei Sozialausgaben sowie höhere Investitionsmittel. Die Stadt Halle sieht darüber hinaus Handlungsbedarf bei kommunalen Steuerungsmöglichkeiten im öffentlichen Raum. Halles Oberbürgermeister Dr. Alexander Vogt fordert unter anderem mehr kommunale Kompetenzen bei Bewohnerparkausweisen sowie bei der Verkehrsüberwachung in Fußgängerzonen. Als Beispiele nannte er Städte wie Köln und Frankfurt, in denen kommunale Ordnungsdienste bereits umfassender eingesetzt werden.
Dresden: Mix Markt mietet 2.000 Quadratmeter im Gorbitz-Hof
Die Mix Markt Einzelhandelsgruppe eröffnet zum 01. Juni 2026 einen neuen Standort im Einkaufszentrum Gorbitz-Hof in Dresden. Angemietet wurden rund 2.000 Quadratmeter Verkaufsfläche am Amalie-Dietrich-Platz 3. Der Mietvertrag läuft über mindestens fünf Jahre. Vermieter der Flächen ist die Areal Group Wealth Management GmbH. Vermittelt wurde das Mietverhältnis durch die Beate Protze Immobilien GmbH. Mix Markt betreibt europaweit 479 Filialen und ist auf osteuropäische Lebensmittel spezialisiert. Zum Sortiment zählen unter anderem slawische, polnische und rumänische Produkte sowie Haushalts- und Drogeriewaren.
Dresden: LIMA Sports mietet 850 Quadratmeter im Hohenbusch Center
Die LIMA Sports GmbH hat rund 850 Quadratmeter Fläche im Hohenbusch Center in Dresden-Weixdorf angemietet. Das Unternehmen bezieht ab Mitte 2026 bislang nicht ausgebaute Flächen im ersten Obergeschoss des Objekts am Hohenbusch-Markt 1. Die Laufzeit des Mietvertrags beträgt elf Jahre. Vermittelt wurde die Anmietung zwischen der Hohenbusch-Markt GmbH als Vermieter und der LIMA Sports GmbH durch die Beate Protze Immobilien GmbH. Mit dem Einzug des Fitness- und Gesundheitsdienstleisters erweitert das Center sein Angebot im Gesundheitsbereich. Bereits am Standort vertreten sind unter anderem Praxen für Physiotherapie, Logopädie und Ergotherapie.
Dresden: Wohn- und Gewerbekomplex am TU-Campus gestartet
Am TU-Campus in Dresden entsteht an der Münchner Straße ein sechsgeschossiger Wohn- und Gewerbekomplex. Für das erste Gebäude des Projektentwicklers Basis-d-GmbH wurde der Grundstein gelegt, berichtet die Sächsische Zeitung. Geplant sind 51 Eigentumswohnungen mit ein bis fünf Zimmern und Wohnflächen zwischen 42 und 116 Quadratmetern. Ergänzend entsteht im Erdgeschoss eine rund 351 Quadratmeter große Gewerbeeinheit. Vorgesehen sind zudem 23 Tiefgaragenstellplätze, teilweise mit Vorrüstung für Elektromobilität, sowie Fahrradstellplätze. Die Fertigstellung ist für Ende 2027 vorgesehen. Die Baukosten für den ersten Abschnitt liegen bei rund 26,5 Millionen Euro. Die Verkaufspreise bewegen sich laut Bericht bei etwa 6.500 Euro pro Quadratmeter. Das Projekt schließt eine Kriegsbaulücke am Nürnberger Platz und orientiert sich an der historischen Blockrandstruktur. Die Planung stammt von Kilian Architekten. Insgesamt umfasst die Entwicklung drei Gebäudekomplexe, von denen zwei durch Basis-d realisiert werden. Für den zweiten Bauabschnitt am Kopf des Nürnberger Platzes mit weiteren Gewerbeeinheiten sind Investitionen von rund 35 Millionen Euro vorgesehen.
Borsdorf: Baurecht für Wohnquartier auf ehemaligem Fabrikareal
Der Gemeinderat Borsdorf hat den Bebauungsplan für das Areal der ehemaligen Kunstleder- und Wachstuchfabrik beschlossen. Mit dem Satzungsbeschluss ist Baurecht für die Entwicklung eines neuen Wohnquartiers auf dem rund zwölf Hektar großen Gelände an der Leipziger Straße geschaffen. Die SRM Holding hatte das Areal seit 2018 von einer gewerblichen Nutzung hin zu einem Wohnstandort entwickelt. Geplant sind rund 300 Wohneinheiten. Ein Schwerpunkt liegt auf der Umnutzung des denkmalgeschützten Bestands mit etwa 14.000 Quadratmetern Fläche, in dem 165 Wohnungen entstehen sollen. Ergänzend sind Reihen- und Einfamilienhäuser vorgesehen. Darüber hinaus umfasst das Konzept betreutes Wohnen, eine Kindertagesstätte mit bis zu 170 Plätzen sowie Grün- und Freiflächen. Nach dem Satzungsbeschluss startet die Erschließungsplanung. Die Umsetzung soll in fünf Bauabschnitten erfolgen. Mehrheitsgesellschafter der Projektgesellschaft ist die österreichische ZIMA Holding AG mit 66 Prozent, die SRM Holding bleibt beteiligt.
Jena: Stadtrat beschließt Maßnahmenpaket gegen Graffiti
Der Stadtrat der Stadt Jena hat ein Maßnahmenkonzept zum Umgang mit Graffiti beschlossen. Ziel ist es, illegale Schmierereien im Stadtgebiet zu reduzieren und gleichzeitig legale Formen von Street Art zu stärken. Das Konzept umfasst ein Modell mit sechs Handlungsfeldern, darunter Prävention, Repression, Bereinigung und Monitoring. Die Umsetzung erfolgt schrittweise durch die Stadtverwaltung. Zu den Maßnahmen gehören unter anderem der Ausbau legaler Graffiti-Flächen, eine engere Zusammenarbeit mit Polizei und Justiz sowie ein strukturierter Meldeprozess über den städtischen Mängelmelder. Dort können Hinweise auf Graffiti ab sofort zentral erfasst werden.
Jena: Großteil der Maßnahmen im Klima-Aktionsplan angestoßen
Die Stadt Jena hat ein erstes Monitoring zur Umsetzung ihres Klima-Aktionsplans vorgelegt. Der Bericht gibt einen Überblick über 73 Maßnahmen in sieben Themenfeldern. Demnach sind sechs Maßnahmen abgeschlossen, sieben verstetigt. 36 Maßnahmen befinden sich in der Umsetzung, 16 in Vorbereitung, acht wurden bislang noch nicht begonnen. Auch bei den priorisierten Sofortmaßnahmen zeigt sich Fortschritt. Von 17 Maßnahmen sind zwei abgeschlossen, elf in Umsetzung und drei in Vorbereitung. Eine Maßnahme konnte bislang nicht gestartet werden. Zu den laufenden Vorhaben gehören unter anderem Projekte zur energetischen Sanierung von Gebäuden und zum Ausbau von Photovoltaik sowie Maßnahmen zur Weiterentwicklung des öffentlichen Verkehrs, etwa die Erweiterung des Car-Sharing-Angebots und die Elektrifizierung der Busflotte.
Köthen (Anhalt): Ortsdurchfahrt im Zuge der L73 nach sechs Jahren Bauzeit freigegeben
Nach rund sechs Jahren Bauzeit ist die Ortsdurchfahrt Köthen (Anhalt) im Zuge der Landesstraße 73 wieder für den Verkehr freigegeben worden. Das Gesamtprojekt zählt zu den größten Verkehrsvorhaben in Sachsen-Anhalt. Insgesamt wurden rund 30 Millionen Euro investiert. Der Bund beteiligte sich mit etwa 2,3 Millionen Euro, das Land mit rund 15,5 Millionen Euro, die Stadt mit rund 3,7 Millionen Euro und die Deutsche Bahn mit etwa 9,2 Millionen Euro. Zentrales Element der Maßnahme ist der Ersatzneubau der Prosigker Brücke, die die L73 mit der Bundesstraße 185 verbindet. Allein dieser Abschnitt verursachte Kosten von rund 14,5 Millionen Euro. Im Zuge der Arbeiten wurden zudem der Knotenpunkt B185/L73 sowie Teile der Lohmannstraße umgebaut und neue Lichtsignalanlagen installiert.
Leipzig: Aroundtown verlängert Mietverträge über 7.000 Quadratmeter in Office Cubes
Aroundtown hat im Büroensemble Office Cubes Leipzig Mietverträge über insgesamt rund 7.000 Quadratmeter verlängert. Betroffen sind mehrere Bestandsmieter am Standort Walter-Köhn-Straße im Norden der Stadt. Zu den Verlängerungen zählen unter anderem Veolia Wasser Deutschland mit rund 3.600 Quadratmetern sowie Bosch Sicherheitssysteme mit etwa 1.300 Quadratmetern. Weitere Flächen nutzen Cortex Biophysik und I.K. Hofmann. Das Objekt liegt im Sachsenpark Leipzig und umfasst vier Bürogebäude.
Dresden: SIB legt Tätigkeitsbericht 2025 mit 1.997 Bauprojekten vor
Der Staatsbetrieb Sächsisches Immobilien- und Baumanagement hat seinen Tätigkeitsbericht für das Jahr 2025 veröffentlicht. Demnach wurden im Bereich Planungs- und Baumanagement insgesamt 1.997 Baumaßnahmen mit einem Bauvolumen von rund 550 Millionen Euro umgesetzt. Der SIB betreut ein Immobilienportfolio mit rund 5,6 Millionen Quadratmetern Nettoraumfläche in etwa 3.000 Gebäuden. Im zentralen Flächenmanagement wurden zudem rund 35.500 Flurstücke mit einer Gesamtfläche von etwa 33.000 Hektar verwaltet. Im Jahr 2025 wurden mehr als 250 Verkaufsfälle mit einem Vertragsvolumen von rund 5,4 Millionen Euro realisiert. Zudem bearbeitete der Staatsbetrieb über 1.400 Fiskalerbschaften.
Dresden: Zwölf Neuansiedlungen stärken Hightech-Standort
Die Landeshauptstadt Dresden hat im Jahr 2025 insgesamt zwölf Unternehmensansiedlungen begleitet. Das geht aus Angaben des Amtes für Wirtschaftsförderung hervor. Zu den Neuansiedlungen zählen Unternehmen aus dem Hochtechnologiebereich, Start-ups sowie Existenzgründungen. Treiber der Entwicklung ist insbesondere die Halbleiterindustrie. Im Umfeld der im Bau befindlichen Fabrik des Gemeinschaftsunternehmens ESMC siedeln sich zunehmend internationale Zulieferer an. Anfragen kommen unter anderem aus Taiwan, Japan und Singapur. Zu den Unternehmen zählt unter anderem der japanische Messtechnikhersteller Mitutoyo, der ein Kompetenzzentrum im TechnologieZentrum Dresden-Süd eröffnet hat. Zudem haben sich mit Marketech International Corp. aus Taiwan und Elemental Scientific Inc. aus den USA weitere Zulieferer für die Halbleiterfertigung angesiedelt. Die Neuansiedlungen stärken bestehende Wertschöpfungsketten im Mikroelektronik-Cluster Silicon Saxony. Parallel wurde mit Pfaffelhuber Recycling ein Unternehmen aus dem Bereich Kreislaufwirtschaft angesiedelt.
Magdeburg: Land stellt über eine Million Euro für Sicherheit am Alten Markt bereit
Das Land Sachsen-Anhalt stellt mehr als eine Million Euro aus dem Sondervermögen „Infrastruktur“ für Sicherungsmaßnahmen am Alten Markt in Magdeburg bereit. Der entsprechende Förderbescheid wurde an die Stadt übergeben. Die Mittel sollen in Maßnahmen zur Verhinderung sogenannter Überfahrtaten fließen. Betroffen ist neben dem Marktplatz auch das umliegende Umfeld, darunter die Ernst-Reuter-Allee, die Jakobstraße, die Julius-Bremer-Straße sowie der Breite Weg. Geplant sind unter anderem Pollersysteme und Zufahrtssicherungen, die unkontrollierte Fahrzeugzufahrten erschweren sollen. Ergänzend sind Elemente vorgesehen, die neben der Sicherheitsfunktion auch die Aufenthaltsqualität stärken, etwa Sitzgelegenheiten, Pflanzkübel, Beleuchtung oder Fahrradabstellanlagen.
Dresden: Stadt sichert Belegungsrechte für 10.000 Wohnungen bis 2036
Die Landeshauptstadt Dresden hat ihre Belegungsrechte für rund 10.000 Wohnungen um weitere zehn Jahre verlängert. Damit bleibt der Zugriff auf den belegungsgebundenen Bestand bis April 2036 gesichert. Ohne den fristgerechten Nachweis des Bedarfs wären die Wohnungen aus der Bindung gefallen. Der Bestand hätte sich dann auf nur noch 963 Einheiten reduziert. Die Wohnungen gehen auf die Privatisierung der WOBA im Jahr 2006 zurück. Die Stadt erhält weiterhin das Recht, Mieter zu benennen. Die Mieten sollen im günstigen Segment bleiben, Luxussanierungen sind ausgeschlossen. Ein Großteil der Wohnungen befindet sich im Bestand von Vonovia SE, weitere Einheiten liegen bei mehreren anderen Eigentümern. Voraussetzung für den Bezug ist ein Wohnberechtigungsschein. 2025 stellte die Stadt insgesamt 4.916 entsprechende Nachweise aus.
Dresden: Stadtrat beschließt Start der Sanierung der Margon Arena
Der Stadtrat in Dresden hat den Start der technischen Sanierung der Margon Arena beschlossen. Die Arbeiten sollen noch im Mai 2026 beginnen und die Betriebssicherheit der Halle langfristig sichern. Für das laufende Jahr sind Investitionen von rund zwei Millionen Euro vorgesehen, das Gesamtvolumen liegt bei etwa fünf Millionen Euro. Im Fokus stehen zunächst brandschutz- und sicherheitstechnische Maßnahmen sowie Instandsetzungen. Der zweite Bauabschnitt folgt 2027. Geplant sind unter anderem die Erneuerung des Sportbodens, die Umstellung der Beleuchtung auf LED-Technologie sowie energetische Maßnahmen. Ergänzend sollen 2,25 Millionen Euro aus Bundesfördermitteln für strukturelle Verbesserungen eingesetzt werden. Eine Schließung der Arena ist nicht vorgesehen. Die Arbeiten sollen überwiegend außerhalb des Spielbetriebs erfolgen, sodass sowohl der Dresdner SC als auch die Dresden Titans die Halle weiter nutzen können.
Halle (Saale): Energieversorger investieren über eine Milliarde Euro
Die Energieversorger in Sachsen-Anhalt haben ihre Investitionen 2024 deutlich ausgeweitet. Nach Angaben des Statistisches Landesamt Sachsen-Anhalt flossen insgesamt 1,08 Milliarden Euro in den Sektor – ein Anstieg um 54,2 Prozent gegenüber dem Vorjahr mit 698 Millionen Euro. Besonders stark legten die Investitionen in der Elektrizitätsversorgung zu. Hier wurden 856,7 Millionen Euro in Sachanlagen investiert, was einem Plus von 62,7 Prozent entspricht. Auch die Wärme- und Kälteversorgung verzeichnete mit 140 Millionen Euro ein deutliches Wachstum von 79,0 Prozent. Rückläufig entwickelte sich hingegen die Gasversorgung: Die Investitionen sanken um 14,2 Prozent auf 80 Millionen Euro. Der Schwerpunkt der Ausgaben lag weiterhin auf technischen Anlagen und Maschinen. Mit 1,04 Milliarden Euro entfielen rund 96,8 Prozent der Gesamtinvestitionen auf diesen Bereich. Seit 2019 haben sich die Investitionen in der Energieversorgung in Sachsen-Anhalt nahezu verdreifacht.
Dresden: Sachsen bündelt Wirtschafts- und Innovationsstrukturen im SMWA
Das Sächsisches Staatsministerium für Wirtschaft, Arbeit, Energie und Klimaschutz (SMWA) wird im Zuge einer Kabinettsklausur strukturell neu ausgerichtet. Ziel ist laut Wirtschaftsminister Dirk Panter eine „schlagkräftigere, direktere und effizientere“ Verwaltung. Kern der Reform ist die Bündelung bislang eigenständiger Organisationen. Die Digitalagentur Sachsen wird aufgelöst und in das Ministerium integriert. Aufgaben wie Breitbandausbau, Künstliche Intelligenz und Cybersicherheit sollen künftig zentral gesteuert werden. Auch das Zentrum für Fachkräftesicherung und gute Arbeit wird neu organisiert. Teile der Aufgaben werden ins Ministerium zurückgeführt, während die Fachkräftezuwanderung als Außenstelle in Chemnitz bestehen bleibt. Das Oberbergamt in Freiberg wird mit geologischen Funktionen zusammengeführt und zu einer integrierten Genehmigungs- und Fachbehörde ausgebaut. Hintergrund ist die wachsende Bedeutung heimischer Rohstoffgewinnung. Zentraler Baustein ist zudem die Neuaufstellung der Wirtschaftsförderung: Die Wirtschaftsförderung Sachsen wird mit der Sächsische Energieagentur und dem Startup-Netzwerk FutureSAX zu einer neuen „Zukunftsagentur“ zusammengeführt. Ziel sind gebündelte Beratungsangebote für Unternehmen sowie effizientere Strukturen. Die Umsetzung der Reformen soll in den kommenden Monaten erfolgen.
Dresden: Grundstein für Feuerwehrneubau in Langebrück gelegt
In Dresden hat die Stadt den Grundstein für den Neubau der Stadtteilfeuerwehr im Ortsteil Langebrück gelegt. Für das Projekt sind Investitionen von rund elf Millionen Euro vorgesehen, der Freistaat Sachsen beteiligt sich mit 150.000 Euro. Am Standort Lessingstraße entsteht ein modernes Gerätehaus mit rund 1.000 Quadratmetern Nutzfläche auf zwei Etagen. Geplant sind vier Stellplätze für Einsatzfahrzeuge sowie Flächen für Ausbildung, Werkstätten und Lager. Auch energetische Maßnahmen wie Photovoltaik, Gründach und Fassadenbegrünung sind vorgesehen. Die Bauarbeiten laufen seit Anfang 2026, die Inbetriebnahme ist für November 2027 geplant. Die Gesamtfertigstellung inklusive Außenanlagen soll 2028 erfolgen.
Dresden: Rohbau für Lehmann-Zentrum der TU Dresden gestartet
An der Technische Universität Dresden haben die Rohbauarbeiten für das neue Lehmann-Zentrum südlich der Nöthnitzer Straße begonnen. Der fünfgeschossige Neubau entsteht in unmittelbarer Nähe zum Hochleistungsrechner und soll bis Ende 2029 fertiggestellt werden. Geplant sind rund 11.000 Quadratmeter Nutzfläche mit Büro-, Seminar- und Meetingräumen sowie Laboren und Werkstätten. Ein zentraler Hörsaal über zwei Etagen bildet den Schwerpunkt des Gebäudes, ergänzt durch Foyerflächen, die auch für Veranstaltungen und Ausstellungen genutzt werden können. Die Gesamtinvestition liegt bei rund 101 Millionen Euro. Die Finanzierung erfolgt unter anderem über Mittel des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung sowie aus dem Haushalt des Freistaats Sachsen.
Dresden: Optima-Aegidius erweitert Büroportfolio in Innenstadtlage
Die Optima-Aegidius-Firmengruppe hat ihr Engagement in Dresden ausgebaut und ein Büro- und Verwaltungsgebäude in der Devrientstraße erworben. Verkäufer war die MEAG. Das rund 12.000 Quadratmeter große Objekt aus den 1990er Jahren ist nahezu vollvermietet. Zu den Ankermietern zählen unter anderem die Commerzbank, der Freistaat Sachsen sowie GERL. Dental. Die Transaktion wurde von CBRE vermittelt, die Finanzierung erfolgte über DZ HYP. Mit dem Ankauf erhöht die Unternehmensgruppe ihr Gesamtengagement in Dresden auf über 175 Millionen Euro und setzt weiterhin auf Büroimmobilien in zentralen Lagen mit stabilen Mietern.


