Wiesbaden: Auftragseingang im Bauhauptgewerbe im Oktober gegenüber Vorjahr gestiegen +++ Düsseldorf: Zwei Gewerbeimmobilien in Willich veräußert +++ Frankfurt am Main: Zweiter Bauabschnitt von PARKTRIO STADTPLATZ übergeben +++ München: Viertel rund um den Hauptbahnhof erhält neuen Namen +++ Stralsund: Deutsche Zinshaus Gruppe erwirbt Wohnportfolio mit 651 Einheiten aus Insolvenz +++ Berlin: Jahresbericht 2024 zur Kooperationsvereinbarung mit Landeseigenen veröffentlicht +++ Hofheim am Taunus: Instone verkauft an kommunale Wohnungsbaugesellschaft +++ Berlin: Wohn- und Geschäftshaus in Schöneberg veräußert +++ Bonn: ALPINA Parking übernimmt Betrieb der Tiefgarage im Lindeblock Bad Godesberg +++ Wiesbaden: Baugenehmigungen für Wohnungen im Oktober 2025 gestiegen +++ Frankfurt am Main: Savills Investment Management erwirbt zwei Supermärkte in Portugal +++ Berlin: MB Advisors erwirbt für BlueRock Group drei Wohnimmobilien +++ Hamburg: HIH Invest erwirbt Solarpark mit 38,5 Megawattpeak im Havelland +++ Mainz: Fassadensanierung des Brückenturms am Rathausensemble abgeschlossen +++ Bürstadt: Dietz AG vermietet 35.300 Quadratmeter +++ Ludwigsburg: Aroundtown vermietet Büroflächen vollständig neu +++ Berlin: Real Blue erwirbt Seniorenwohnprojekt in Pankow +++ Bonn: PANDION startet Wohnquartier PRINZZ in Bad Godesberg +++ Berlin: storemore entwickelt neuen Self-Storage-Standort in Spandau +++ Berlin: GdW sieht EH55-Förderstart kritisch +++ Hamburg: Alnatura eröffnet neuen Markt in Barmbek +++ Aschendorf: Cureus schließt Anbau der DOREAFAMILIE Aschendorf ab +++ Hamburg: GARBE Industrial vereinbart Joint Venture für Logistik in Saudi-Arabien +++ Rosenheim: Richtfest für 15 neue BImA-Wohnungen in modularer Holzbauweise +++ Hannover: Preise für Bestandsimmobilien in Niedersachsen steigen moderat +++ Hamburg: INTREAL Solutions richtet Organisation neu aus +++ Hamburg: Covivio schafft 6.700 Quadratmeter Bildungsfläche für IU Internationale Hochschule +++ Berlin: BFW kritisiert geplantes Vergesellschaftungsrahmengesetz +++ Berlin: Valor und QuadReal investieren 91 Millionen Euro +++ Mannheim: Immobiliengruppe Rhein-Neckar bündelt sieben Gesellschaften in neuem Firmensitz +++ Mainz: HAVN am Rhein erreicht letzte Bauetappe +++ Berlin: Neues Regelwerk zur Straßenraumgestaltung in der Berliner Mitte veröffentlicht +++ Frankfurt am Main: SEIL Real Estate übernimmt Abverkauf Portfolio in NRW +++ Berlin: Richtfest für neue Holz-Compartmentschule in Marzahn-Hellersdorf +++ Berlin: UBM Development startet letztes Wohnhaus im Quartier Immergrün +++ Duisburg: Premier Inn eröffnet erstes Hotel in der Ruhrmetropole +++ Lübeck: Richtfest für den Panattoni Park Lübeck Süd +++ Berlin: Neubau der Freiwilligen Feuerwehr Tegelort fertiggestellt +++ München: Limehome erweitert europäische Präsenz und sichert 75-Millionen-Euro-Investition +++ München: Pininfarina verlängert Mietvertrag im Connex um sechs Jahre +++ Berlin: Panattoni verkauft vollständig vermieteten Multi-Tenant-Campus an DWS +++ Berlin: Zweiter Realisierungswettbewerb für die Bebauung des Molkenmarkts gestartet +++ Berlin: Micro-Living-Segment bleibt trotz Kostenanstieg stabil +++ Hamburg: Cureus verkauft weiteres Pflegeobjekt an PATRIZIA-Fondsgesellschaft +++ Berlin: Europace Hauspreisindex zeigt weiteren Anstieg bei neuen Einfamilienhäusern +++ Böblingen: HIH Invest erwirbt vollvermietete Wohnanlage mit 121 Einheiten +++ Hamburg: Subway eröffnet neuen Standort am Bahnhof Dammtor +++ Frankfurt (Oder): Goldbeck errichtet Logistikzentrum für Coral Club +++ München: Vorbescheid für Makerspace- und Gewerbeprojekt am Frankfurter Ring erteilt +++ Berlin: Start für 440 geförderte Wohnungen im Segelflieger Quartier +++ Lambsheim: Panattoni entwickelt Produktionsstandort für Backwaren +++ Ulm: 20.000 Quadratmeter Produktions- und Bürofläche vermietet +++ Wedel: Aroundtown erweitert Mietfläche für VINCORION +++ Göttingen: Catella erwirbt zwei Projektentwicklungen im Liesel Quartier +++ Berlin: a&o übernimmt Schulz Hotels +++ Essen: Instone übergibt 236 Wohnungen im Literatur Quartier +++ Gelsenkirchen: Erster Mieter für den MLP Business Park Schalke +++ Kassel: Sanierung des Salzmann-Areals gestartet +++ Berlin: Realisierungswettbewerb für den Luisenblock Ost gestartet +++ Frankfurt am Main: Fitnesskette ELEMENTS verlängert Mietvertrag im TurmCarrée +++ Garching: BMW M verlängert langfristig rund 5.000 Quadratmeter Bürofläche +++ Nürnberg: Einzelhändler eröffnen im revitalisierten Quelle-Gebäude +++ München: LabCampus eröffnet neue Gastro-Konzepte forty8 und nosh +++ Fürstenfeldbruck: Catella Investment Management kauft Wohnensemble +++ Hamburg: INTREAL überschreitet 70-Milliarden-Euro-Marke bei AuA +++ Wolfsburg: Aldi eröffnet erste Filiale nach gemeinsamem Baustandard +++ Paderborn: CLAAS Industrietechnik bezieht neue Fläche für Erweiterung +++ Alzey: HIH Invest kauft Logistikneubau für Spezialfonds +++ Mannheim: Emerald Advisory übernimmt Kreditmanagement für den Marshall Bridge Fund +++ Bremen: B&L PM übernimmt weiteres Büroobjekt im Office Center Übersee +++ Köln: IFH-Studie zeigt strukturellen Druck im Handel +++ Stuttgart: Stimmung der Immobilienfinanzierer bleibt schwach +++ Berlin: Sanierung des Polizeigebäudes Rudolstädter Straße abgeschlossen +++ Düsseldorf: NYOO sichert sich Entwicklungsareal +++ Eschborn: BWH Hotels und ipartment starten Partnerschaft für Longstay-Marke +++ Hamburg: Valora eröffnet ersten norddeutschen Avec-Store +++ München: Brax eröffnet Flagship-Store am Viktualienmarkt +++ Braunschweig: REALOGIS vermittelt 8.000 Quadratmeter Gewerbefläche an SCT-Gruppe +++ Frankfurt am Main: Cushman & Wakefield sieht deutschen Investmentmarkt in Erholungsphase +++ Hamburg: Captiva kauft nachhaltiges Nahversorgungsportfolio +++ München: Wohnanlage aus dem Jahr 2016 wechselt im Secret-Sale den Eigentümer +++ Berlin: ICG startet Ausschreibung für neuen NextGen-Beirat +++ München: Ypsilon Group integriert RDT vollständig in den Bereich Alternative Investments +++ München: Weitere Vermietungserfolge im Büroneubau „Fabrik Office“ +++ Hamburg: Büro- und Geschäftshaus Georgsplatz vollvermietet +++ Berlin: Koalition einigt sich auf Eckpunkte zur Novelle des Baugesetzbuchs +++ Berlin: Bund unterzeichnet Verwaltungsvereinbarungen +++ Berlin: Sonderpreis für nachhaltiges Quartier Rondorf Nord-West +++ Berlin: Bauträger melden BFW steigende Fertigstellungen +++ Berlin: ICG verleiht Real Estate Social Impact Investing Award 2025 +++ Hamburg: OTTO WULFF richtet neuen Geschäftsbereich für Bauen im Bestand ein +++ Darmstadt: BImA verkauft Teilfläche des ehemaligen Julius-Kühn-Instituts +++ Hersbruck: Neues E-Center eröffnet +++ Hamburg: Studie zeigt moderate Mieten und stark gestiegene Nebenkosten +++ Berlin: Feldberg Capital startet Neugestaltung der ehemaligen Osram-Höfe +++ Freiburg: Entwurf von Machleidt gewinnt Verfahren für neues Behördenquartier +++ Düsseldorf: Großbanken erzielen Rekordertrag aus Zinsgeschäft +++ Wiesbaden: pro m² gestaltet neue Arbeitswelt für VSW +++ Garbsen: Urban Partners und HIH Invest erwerben Logistikentwicklung +++ Nürnberg: Instone erweitert Pipeline mit Grundstückskauf im Luitpoldviertel +++ München: MONACO im Werksviertel erhält WiredScore-Platinum-Zertifizierung +++ Wien: UBM kehrt im dritten Quartal in die Gewinnzone zurück +++ Berlin: ADCURA bezieht neue Büroflächen am Steinplatz 2 +++ Luxemburg: Corestate erzielt Einigung mit wichtigen Anleihegläubigern +++ Luxemburg: Corestate erzielt Einigung mit wichtigen Anleihegläubigern +++ Stuttgart: HanseMerkur Grundvermögen erwirbt Büroimmobilie in Bad Cannstatt +++ München: Hammer AG vermietet zwei Flächen an FITSEVENELEVEN +++ Düsseldorf: Instone sichert sich Entwicklungsareal in Benrath +++ Düsseldorf: Dermatologische Praxis eröffnet in der Münster-Therme +++ Frankfurt am Main: Deka Immobilien digitalisiert Finanzierungsprozesse +++ Frankfurt am Main: W. P. Carey strukturiert Sale-Leaseback über 88 Millionen Euro mit Valeo Foods +++ Wiesbaden: Auftragseingang im Bauhauptgewerbe steigt deutlich +++ Berlin: Dunman Capital und Family Office erwerben Portfolio in Berlin und Brandenburg +++ Goslar: Neues EDEKA Center eröffnet in ehemaliger Kaufland-Fläche +++ Freiburg: BImA startet Bau von 64 neuen bezahlbaren Wohnungen +++ Berlin: Senat veröffentlicht Bebauungsleitlinien für das neue Quartier am Molkenmarkt +++ Köln: Elektrotechnik-Unternehmen mietet neue Fläche im Carlswerk +++ Hainburg: Fachmarktzentrum an den Fasanerie Arkaden verkauft +++ Berlin: ULI Germany verleiht Leadership Awards an fünf Persönlichkeiten +++ Berlin: Mittelstandsverbände warnen vor Aufweichung des Losgrundsatzes +++ Friedrichshafen: Wettbewerbsergebnis für neues Wohnquartier liegt vor
Wiesbaden: Auftragseingang im Bauhauptgewerbe im Oktober gegenüber Vorjahr gestiegen
Der reale Auftragseingang im Bauhauptgewerbe ist im Oktober 2025 gegenüber dem Vorjahresmonat um 2,4 Prozent gestiegen. Das teilte das Statistische Bundesamt mit. Nominal lag das Plus bei 4,4 Prozent. Gegenüber September 2025 sank der Auftragseingang kalender- und saisonbereinigt jedoch um 11,8 Prozent. Das Statistische Bundesamt weist darauf hin, dass im Vormonat aufgrund mehrerer Großaufträge der höchste Wert seit März 2022 erreicht worden war.
Im Monatsvergleich ging der Auftragseingang im Hochbau um 5,8 Prozent zurück, im Tiefbau um 16,9 Prozent. Im Dreimonatsvergleich von August bis Oktober 2025 lag der kalender- und saisonbereinigte Auftragseingang laut Statistischem Bundesamt um 3,5 Prozent über dem Niveau der drei Vormonate. Der Hochbau verzeichnete dabei ein Plus von 9,8 Prozent, während der Tiefbau um 1,7 Prozent nachgab.
Der Umsatz im Bauhauptgewerbe lag im Oktober 2025 nach Angaben des Statistischen Bundesamtes real um 4,5 Prozent über dem Vorjahresmonat, nominal betrug der Zuwachs 7,0 Prozent.
Düsseldorf: Zwei Gewerbeimmobilien in Willich veräußert
In der östlich von Düsseldorf gelegenen Stadt Willich sind zwei Gewerbeimmobilien in einem Gewerbegebiet an ein rheinländisches Family Office verkauft worden. Die Liegenschaften verfügen zusammen über rund 7.650 Quadratmeter Büro- und Gewerbefläche sowie etwa 150 Pkw-Stellplätze. Der Erwerb dient dem gezielten Ausbau des regionalen Immobilienbestands. Verkäufer ist ein Fondsinitiator, der die Objekte im Zuge einer Portfolio-Umstrukturierung veräußert hat. Angaben zum Kaufpreis wurden nicht gemacht. Die Immobilien liegen in unmittelbarer Nähe zur Bundesautobahn 44 und sind regional wie überregional gut angebunden. Sie weisen unterschiedliche Mietflächengrößen auf und verfügen über Teilleerstände, die weiteres Entwicklungspotenzial bieten. Aengevelt war bei der Transaktion vermittelnd tätig.
Frankfurt am Main: Zweiter Bauabschnitt von PARKTRIO STADTPLATZ übergeben
Nach der Fertigstellung durch die OBG Gruppe hat die LBBW Immobilien den zweiten Bauabschnitt der Quartiersentwicklung PARKTRIO STADTPLATZ an den Erwerber übergeben. Das Projekt auf dem Rebstock-Areal im Stadtteil Bockenheim war im März 2025 von dem Vermögensverwalter DWS erworben worden. Mitte Dezember erfolgte fristgerecht der Übergang von Besitz, Nutzen und Lasten. Angaben zum Kaufpreis wurden nicht gemacht. Der Bauabschnitt umfasst 143 Mietwohnungen mit rund 11.000 Quadratmetern Wohnfläche. Hinzu kommen vier Gastronomie- und Gewerbeeinheiten mit insgesamt etwa 800 Quadratmetern Nutzfläche sowie eine Tiefgarage mit 123 Pkw-Stellplätzen. Ergänzend stehen 415 Fahrradstellplätze zur Verfügung. Mit der Übergabe ist der zweite Meilenstein der Quartiersentwicklung erreicht. Der erste Bauabschnitt PARKTRIO MITTE mit 209 Wohnungen wurde bereits 2024 fertiggestellt und ist vollständig vermietet. Der dritte und letzte Bauabschnitt PARKTRIO HAIN mit weiteren 68 Mietwohnungen soll bis Ende 2026 realisiert werden.
München: Viertel rund um den Hauptbahnhof erhält neuen Namen
Das Viertel rund um den Münchner Hauptbahnhof heißt künftig Central Quartier. Der neue Name wurde am 19. Dezember 2025 nach einem mehrmonatigen Beteiligungsprozess vorgestellt. Mehr als 600 Bürger hatten Namensvorschläge eingereicht, über die anschließend eine interdisziplinäre Jury entschied. Der Name soll die zentrale Lage des Quartiers und die internationale Bedeutung des Hauptbahnhofs als Mobilitätsdrehscheibe widerspiegeln. Zugleich versteht die Stadt die Benennung als Ausdruck des laufenden Wandels des Viertels, das durch den Umbau des Hauptbahnhofs, den Bau der zweiten S-Bahn-Stammstrecke und neue Büro- und Nutzungsstrukturen geprägt ist. Die Entscheidung wurde von Vertretern aus Politik, Stadtgesellschaft, Wirtschaft und Kultur begleitet. Mit dem neuen Namen soll eine eigenständige Identität für das Quartier geschaffen werden, die über die bisherige Bezeichnung als Bahnhofsviertel hinausgeht und die zukünftige Entwicklung des Standorts unterstreicht.
Stralsund: Deutsche Zinshaus Gruppe erwirbt Wohnportfolio mit 651 Einheiten aus Insolvenz
Die Deutsche Zinshaus Gruppe hat in Stralsund ein Wohnportfolio mit sieben Mehrfamilienhäusern aus der Insolvenz einer Tochtergesellschaft der Omega AG übernommen. Der Erwerb erfolgte im Rahmen eines kombinierten Loan- und Asset-Deals. Das Portfolio umfasst 651 Wohneinheiten mit einer Gesamtmietfläche von rund 38.200 Quadratmetern. Die Transaktion ist Teil der Loan-to-Own-Strategie der Gruppe, bei der notleidende Kredite übernommen werden, um die damit besicherten Immobilien zu erwerben. Die Verwertung des Portfolios erfolgte im Auftrag der finanzierenden Bank, begleitet durch den Insolvenzverwalter. Aufgrund des Insolvenzverfahrens liegt der Leerstand aktuell bei rund 21 Prozent und soll durch Investitionen in die Wohnungen reduziert werden. Die Gebäude befinden sich überwiegend im Stadtteil Knieper und wurden in den 2000er Jahren modernisiert. Es handelt sich um einen Mix aus sanierten Plattenbauten und modernen Mehrfamilienhäusern. BGA Invest war im Auftrag der finanzierenden Bank tätig, die rechtliche Beratung der Käuferseite übernahmen Jung und Schleicher Rechtsanwälte.
Berlin: Jahresbericht 2024 zur Kooperationsvereinbarung mit Landeseigenen veröffentlicht
Die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Bauen und Wohnen hat den Jahresbericht 2024 zur Kooperationsvereinbarung mit den landeseigenen Wohnungsunternehmen veröffentlicht. Der Bericht bilanziert die Entwicklung der sechs landeseigenen Gesellschaften ohne Berlinovo und gibt einen Überblick über Bestände, Neubauaktivitäten, Miethöhen und wirtschaftliche Kennzahlen. Der kooperationsrelevante Wohnungsbestand wuchs im Berichtsjahr auf 365.134 Wohnungen. Fertiggestellt wurden 3.276 Neubauwohnungen, weitere 238 Einheiten kamen durch Ankäufe hinzu. Die durchschnittliche Nettokaltmiete lag 2024 bei 6,76 Euro pro Quadratmeter und damit unter dem Berliner Mietspiegelwert. Neuvertragsmieten beliefen sich im Schnitt auf 8,81 Euro pro Quadratmeter. Im Jahr 2024 wurden 12.398 Wohnungen wiedervermietet. Davon gingen 66,1 Prozent an Haushalte mit Wohnberechtigungsschein und 29,3 Prozent an besondere Bedarfsgruppen wie Studierende, Auszubildende, Wohnungslose oder Geflüchtete. In den Wohnungsbauprogrammjahren 2022 bis 2024 projektierten die landeseigenen Unternehmen insgesamt 12.437 Wohnungen, von denen rund 70 Prozent mit Mietpreis- und Belegungsbindung errichtet werden. Die wirtschaftliche Lage der landeseigenen Wohnungsunternehmen wird im Bericht als stabil beschrieben. Die durchschnittliche Eigenkapitalquote lag 2024 bei 24,8 Prozent. Der Senat bewertet die Unternehmen damit weiterhin als handlungsfähig, um ihren wohnungspolitischen Auftrag zu erfüllen.
Hofheim am Taunus: Instone verkauft an kommunale Wohnungsbaugesellschaft
Der Wohnentwickler Instone Real Estate hat 20 geförderte Wohnungen im entstehenden Quartier „Kant und Gloria“ in Hofheim am Taunus an die Hofheimer Wohnungsbau GmbH verkauft. Bestandteil des Forward Deals ist zudem eine dreizügige Kindertagesstätte mit bis zu 49 Betreuungsplätzen sowie Tiefgaragen- und Außenstellplätze. Die Wohnungen umfassen insgesamt rund 1.150 Quadratmeter Wohnfläche. Im Quartier entstehen insgesamt mehr als 100 Wohnungen mit geförderten, preisgedämpften und frei finanzierten Einheiten. Ergänzend sind zwei weitere geförderte Wohnungen in Planung, sodass sich deren Zahl im Projekt auf insgesamt 22 erhöhen kann. Der Baustart ist für das Frühjahr 2026 vorgesehen, die Fertigstellung für Mitte 2028. Das Quartier wird im Effizienzhaus-40-Standard errichtet.
Berlin: Wohn- und Geschäftshaus in Schöneberg veräußert
Ein Joint Venture aus Skjerven Group und Europa hat eine gemischt genutzte Immobilie in der Keithstraße im Berliner Ortsteil Schöneberg verkauft. Käuferin ist ein Family Office unter dem Dach der Telegraph Immobilien GmbH. Über den Kaufpreis wurde Stillschweigen vereinbart. Bei dem Objekt handelt es sich um ein Gründerzeitgebäude aus dem Jahr 1900 mit einer Gesamtmietfläche von rund 3.160 Quadratmetern. Die Flächen verteilen sich auf 17 Wohnungen und 14 Gewerbeeinheiten. Die Immobilie wurde 1996 umfassend revitalisiert. In den vergangenen Jahren wurde die Mieterstruktur im gewerblichen Bereich angepasst und das Mietniveau erhöht. Knight Frank begleitete die Transaktion vermittelnd.
Bonn: ALPINA Parking übernimmt Betrieb der Tiefgarage im Lindeblock Bad Godesberg
Der Parkhausbetreiber ALPINA Parking hat im Dezember den Betrieb der Tiefgarage im Lindeblock in Bad Godesberg übernommen. Bewirtschaftet werden insgesamt 187 Stellplätze. Die Übernahme erfolgt auf Basis eines langfristigen Pachtvertrags mit der Landmarken AG, Eigentümerin des Mixed-Use-Gebäudes an der Moltkestraße. Der Lindeblock umfasst rund 8.200 Quadratmeter Mietfläche mit Nutzungen aus Wohnen, Büro und Einzelhandel sowie der Bezirksbibliothek. Die Stadt Bonn nutzt seit 2025 rund 5.500 Quadratmeter als Behördenzentrum. Die Tiefgarage steht seit dem 9. Dezember rund um die Uhr für Kurz- und Dauerparker zur Verfügung. Im Zuge der Übernahme setzt ALPINA Parking auf ein digitales, ticketloses Parksystem. Die Ein- und Ausfahrt erfolgt schrankenlos per Kennzeichenerfassung, die Bezahlung ist an Automaten oder online möglich. Ergänzend wurden Öffnungszeiten ausgeweitet und der Betrieb personell vor Ort abgesichert.
Wiesbaden: Baugenehmigungen für Wohnungen im Oktober 2025 gestiegen
Im Oktober 2025 wurden in Deutschland 19.900 Wohnungen genehmigt. Das waren 6,8 Prozent oder rund 1.300 Genehmigungen mehr als im Vorjahresmonat. Das teilte das Statistische Bundesamt mit. Der Anstieg ist vor allem auf den Neubau zurückzuführen. Die Zahl der genehmigten Wohnungen im Neubau erhöhte sich im Oktober um 11,4 Prozent auf 16.800. Dagegen sank die Zahl der Genehmigungen für Wohnungen, die durch den Umbau bestehender Gebäude entstehen, um 12,5 Prozent auf 3.100. Im Zeitraum von Januar bis Oktober 2025 stiegen die Baugenehmigungen für Wohngebäude insgesamt um 14,0 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Bei Einfamilienhäusern lag das Plus bei 16,6 Prozent, bei Mehrfamilienhäusern bei 13,2 Prozent. Die Zahl der genehmigten Zweifamilienhäuser ging hingegen um 1,1 Prozent zurück.
Frankfurt am Main: Savills Investment Management erwirbt zwei Supermärkte in Portugal
Savills Investment Management hat für den European Food Retail Fund zwei Supermarktimmobilien in Portugal erworben. Die Transaktion erfolgte als Off-Market-Deal. Die Objekte befinden sich in Vila Verde im Norden Portugals sowie in Montemor-o-Novo östlich von Lissabon. Die beiden Immobilien verfügen über eine Mietfläche von insgesamt rund 5.600 Quadratmetern. Sie wurden in den Jahren 2020 und 2021 fertiggestellt und sind langfristig an Continente, den Marktführer im portugiesischen Lebensmitteleinzelhandel, vermietet. Beide Standorte werden im urbanen Format „Continente Bom Dia“ betrieben und sind mit BREEAM-In-Use-Zertifizierungen der Stufe Very Good ausgestattet. Mit dem Ankauf wächst das Fondsvolumen des European Food Retail Fund auf 471,3 Millionen Euro. Der Fonds hält damit insgesamt 67 Objekte in mehreren europäischen Ländern. Beratend begleitet wurde die Transaktion rechtlich, technisch, steuerlich und kommerziell durch externe Dienstleister.
Berlin: MB Advisors erwirbt für BlueRock Group drei Wohnimmobilien
MB Advisors hat im Auftrag der BlueRock Group drei Wohn- und Geschäftshäuser in Berlin erworben. Die Objekte befinden sich in den Stadtteilen Wedding, Mitte und Schöneberg. Verkäufer waren jeweils private Investoren. Bei den Immobilien handelt es sich um Altbauten aus den Jahren 1900 bis 1904 mit insgesamt 87 Wohneinheiten sowie mehreren Gewerbeflächen. Die vermietbare Fläche der drei Objekte liegt zusammen bei rund 6.880 Quadratmetern. MB Advisors steuerte den gesamten Ankaufsprozess einschließlich Sourcing, Due Diligence und Transaktionsmanagement und übernimmt künftig auch das Asset Management. Die Transaktionen wurden von Michael Schick Immobilien, Krossa und Co. Immobilien sowie Büttner Immobilien-Management begleitet. Mit den Ankäufen setzt die BlueRock Group den Aufbau eines Berliner Wohnimmobilienportfolios mit Value-Add-Potenzial fort.
Hamburg: HIH Invest erwirbt Solarpark mit 38,5 Megawattpeak im Havelland
Die HIH Invest hat einen Solarpark im brandenburgischen Landkreis Havelland erworben. Der Ankauf erfolgte für den Spezialfonds HIH Green Energy Invest. Verkäufer ist die Trianel Energieprojekte GmbH & Co KG, eine hundertprozentige Tochter der Stadtwerke-Kooperation Trianel aus Aachen. Über den Kaufpreis wurde Stillschweigen vereinbart. Der Solarpark verfügt über eine installierte Gesamtleistung von rund 38,5 Megawattpeak und wurde auf ehemals landwirtschaftlich genutzten Flächen beidseits einer ICE-Bahntrasse entwickelt. Trianel realisierte das Projekt schlüsselfertig und übergab es an die HIH Invest. Als Generalunternehmer war Soventix tätig. Der Netzanschluss sowie die Inbetriebnahme erfolgten im April 2025. Der erzeugte Strom wird im Rahmen der Direktvermarktung am Strommarkt verkauft. In den ersten 20 Betriebsjahren profitiert das Projekt von staatlich garantierten Einspeisetarifen nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz. Die kaufmännische Betriebsführung des Solarparks übernimmt künftig die HIH Invest. Der Spezialfonds HIH Green Energy Invest verfolgt eine Investitionsstrategie gemäß Artikel 9 der EU-Offenlegungsverordnung. Der Fokus liegt auf dem Ankauf baureifer und fertiggestellter Windkraft- und Photovoltaikanlagen, insbesondere in Deutschland, Frankreich, Italien und Spanien sowie weiteren europäischen Märkten. Beratend begleitet wurde die Transaktion rechtlich durch Vesthaus. Die technische Due Diligence übernahm K&S Ingenieurpartnerschaft Krug & Schram. Steuerlich und wirtschaftlich beriet RSM Ebner Stolz, die Prüfung der Projektversicherungen erfolgte durch GGW.
Mainz: Fassadensanierung des Brückenturms am Rathausensemble abgeschlossen
Die Fassadensanierung des denkmalgeschützten Brückenturms am Mainzer Rathausensemble ist abgeschlossen. Der Turm wurde in den 1970er-Jahren nach Entwürfen des dänischen Architekten Arne Jacobsen realisiert und ist ein eigenständiger Bestandteil des Ensembles. Planung und Begleitung der Sanierungsmaßnahme übernahm das Frankfurter Architekturbüro Hammerschmidt Architects. Bereits im Jahr 2021 waren erhebliche Schäden an der Fassade festgestellt worden, die eine umfassende Erneuerung notwendig machten. Ziel der Arbeiten war eine denkmalgerechte Wiederherstellung der Gebäudehülle bei gleichzeitiger funktionaler Ertüchtigung unter Berücksichtigung der ursprünglichen architektonischen Wirkung. Für die neue Fassade kam Mägenwiler Muschelkalk aus der Schweiz zum Einsatz. Insgesamt wurden rund 4.000 Natursteinplatten für eine Fassadenfläche von etwa 1.800 Quadratmetern verarbeitet. Eine besondere Herausforderung stellte die rund 400 Quadratmeter große Rundfassade dar, für die speziell geformte, abgerundete Steine gefertigt wurden. Im Zuge der Sanierung wurden auch die beiden Turmuhren auf der Nord- und Südseite erneuert. Die Zifferblätter sind direkt in den Stein gearbeitet und erstrecken sich über mehrere Platten. Die ursprünglichen Reliefs mit einem Durchmesser von jeweils rund 4,5 Metern wurden dreidimensional erfasst, auf die neuen Steinplatten übertragen und anschließend in Handarbeit ausgeführt. Die Zeiger erhielten eine Neubeschichtung in der historischen Farbgebung. Mit dem Abschluss der Fassadenarbeiten ist ein weiterer Bauabschnitt innerhalb der laufenden Sanierung des Rathausensembles erreicht. Der Betrieb im Brückenturm, in dem unter anderem das Zentrum für Baukultur untergebracht ist, wurde während der gesamten Bauzeit nicht unterbrochen.
Bürstadt: Dietz AG vermietet 35.300 Quadratmeter
Die Dietz AG hat in Bürstadt Bobstadt südlich von Darmstadt ein Logistik- und Distributionszentrum mit rund 35.300 Quadratmetern Mietfläche langfristig an einen deutschen Logistikdienstleister vermietet. Die Immobilie entsteht im Gewerbegebiet Im Mittelfeld Süd mit direkter Anbindung an die Bundesstraße B44. Der Neubau bietet 30.600 Quadratmeter Hallenfläche, 2.900 Quadratmeter Mezzaninfläche und 1.800 Quadratmeter Büro und Sozialfläche sowie 100 Pkw Stellplätze. Der Bau hat begonnen, die Fertigstellung ist für Oktober 2026 vorgesehen. Das Projekt wird nach dem Effizienzgebäude Standard EG40 errichtet. Eine Photovoltaikanlage mit einer Leistung von rund einem Megawatt sowie eine luftwärmepumpenbasierte Wärmeversorgung sollen einen weitgehend fossilfreien Betrieb ermöglichen. Die Zertifizierung nach DGNB Gold ist geplant. REALOGIS Frankfurt hat die Vermietung vermittelt.
Ludwigsburg: Aroundtown vermietet Büroflächen vollständig neu
Aroundtown hat sämtliche frei gewordenen Mietflächen in der Martin-Luther-Straße 79 neu vergeben. Zuvor zurückgegebene Einheiten wurden innerhalb kurzer Zeit an drei Nutzer aus den Bereichen Bildung, Coaching und medizinische Versorgung vermietet. Die Neuvermietungen umfassen insgesamt fast 2.000 Quadratmeter. Die Immobilie liegt wenige Meter vom Hauptbahnhof entfernt; die Stuttgarter Innenstadt ist in rund fünfzehn Minuten erreichbar. Mit Abschluss der Mietverträge ist das Gebäude wieder vollständig belegt. Vermittelt wurde der Abschluss durch das interne Vermietungsteam von Aroundtown.
Berlin: Real Blue erwirbt Seniorenwohnprojekt in Pankow
Die Real Blue Kapitalverwaltungs-GmbH hat für ihren offenen Spezialfonds Real Blue Senior Living ein im Bau befindliches Seniorenwohnprojekt in der Straße vor Schönholz 21 in Berlin-Pankow erworben. Das Neubauvorhaben umfasst ein fünfgeschossiges Gebäude mit rund 3.600 Quadratmetern Mietfläche, das aus 31 Wohnungen für seniorengerechtes Wohnen sowie einem Discounter als Nahversorger besteht. Der Baubeginn ist erfolgt, die Fertigstellung ist für Ende 2026 vorgesehen. Verkäufer ist eine Projektgesellschaft des Immobiliendienstleisters asp Projektsteuerung aus Haselünne. Das Projekt wird als Effizienzhaus KfW 40 mit Qualitätssiegel Nachhaltiges Gebäude errichtet. Die Versorgung erfolgt unter anderem über eine Photovoltaikanlage auf dem Dach. In Zusammenarbeit mit einem lokalen Pflegedienst entsteht ein Angebot für betreutes Wohnen mit individuell zuschaltbaren Leistungsmodulen. Der Standort liegt im Bereich Schönholz im Westen von Niederschönhausen und ist infrastrukturell gut erschlossen. Die steuerliche und rechtliche Beratung erfolgte durch Taylor Wessing.
Bonn: PANDION startet Wohnquartier PRINZZ in Bad Godesberg
Der Projektentwickler PANDION hat in Bonn Bad Godesberg den Grundstein für das Wohnquartier PANDION PRINZZ gelegt. Auf dem rund 9.300 Quadratmeter großen Grundstück an der Ecke Wieland-, Mirbach- und Kronprinzenstraße entstehen insgesamt 133 Wohnungen, davon 119 freifinanzierte Eigentumswohnungen und 14 öffentlich geförderte Einheiten. Ergänzt wird das Vorhaben durch zwei Stadthäuser mit jeweils sechs Zimmern und Wohnflächen von 188 und 194 Quadratmetern. Der Hochbau soll im Februar 2026 beginnen, die Fertigstellung ist ab 2028 vorgesehen. Die Eigentumswohnungen umfassen ein bis vier Zimmer und bieten 30 bis 130 Quadratmeter Wohnfläche. Rund 40 Prozent der Einheiten im ersten Bauabschnitt sind bereits vor Baubeginn verkauft. Das Quartier trägt das Qualitätssiegel Nachhaltiges Gebäude und wird mit Photovoltaikanlagen auf allen Dächern, einer Fassadenbegrünung, einer Tiefgarage mit Vorrüstung für Elektromobilität sowie einer Smart-Home-Ausstattung in allen Einheiten realisiert. Der Entwurf stammt vom Architekturbüro Römer Kögeler und Partner, die Innenbereiche werden von Studio ASH gestaltet.
Berlin: storemore entwickelt neuen Self-Storage-Standort in Spandau
Der Self-Storage-Anbieter storemore hat ein rund 5.350 Quadratmeter großes Grundstück am Brunsbütteler Damm in Berlin-Spandau erworben und plant dort den Bau einer modernen Lageranlage mit etwa 7.000 Quadratmetern Bruttogrundfläche. Die Baugenehmigung wurde erteilt, sodass die Realisierung unmittelbar starten kann. Die Eröffnung des neuen Standorts ist bis zum vierten Quartal 2026 vorgesehen. „Das Grundstück eignet sich mit seiner Lage in einem Gewerbegebiet optimal für die Realisierung einer Self-Storage-Anlage und stellt einen sehr guten Einstieg in den Berliner Markt dar, auf dem wir stark expandieren wollen. Mit der Baugenehmigung sind eine zeitnahe Umsetzung und Eröffnung möglich“, erläutert Mathias Ihle, Geschäftsführer von storemore. Der neue Standort reagiert auf die steigende Nachfrage nach Lagerflächen in Spandau und soll das bestehende Netz von Self-Storage-Angeboten erweitern. Die Vermittlung der Fläche übernahm Aengevelt Immobilien.
Berlin: GdW sieht EH55-Förderstart kritisch
Mit dem Start der befristeten EH55-Förderung stehen erstmals wieder vergünstigte KfW-Darlehen für Neubauten im Effizienzhaus-55-Standard bereit. Für annuitätische Darlehen mit zehn Jahren Laufzeit und zehn Jahren Zinsbindung liegt der effektive Zinssatz bei rund 1,94 Prozent, für Laufzeiten von 35 Jahren bei 2,84 Prozent. Aus Sicht des Spitzenverbandes der Wohnungswirtschaft GdW reichen diese Konditionen allerdings nicht aus, um tatsächlich bezahlbaren Wohnraum zu schaffen. GdW-Präsident Axel Gedaschko betont, dass die Wohnungswirtschaft Zinsen „nahe einem Prozent“ benötige, um Neubauprojekte wirtschaftlich darstellen zu können. Bei den aktuellen Zinssätzen ergäben sich rechnerische Neubaumieten von rund 17 Euro pro Quadratmeter, ein Niveau, das die sozial orientierten Wohnungsunternehmen deutlich verfehlen müssten, um ihre Zielgruppen zu erreichen. Selbst bei einem Zinssatz von einem Prozent würden die Mieten lediglich auf etwa 15 Euro pro Quadratmeter sinken. Zudem fordert der Verband eine Anpassung der steuerlichen Sonderabschreibung nach §7B Einkommensteuergesetz. Bislang setzt diese den Effizienzhaus-40-Standard und das Qualitätssiegel Nachhaltiges Gebäude voraus. Um mehr Projekte im EH-55-Standard zu ermöglichen, sollte nach Einschätzung des GdW künftig bereits dieses energetische Niveau genügen. Eine solche Änderung sei insbesondere für private Investoren relevant und könne die KfW-Förderung sinnvoll ergänzen. Der GdW bewertet den Förderstart als wichtigen Schritt zur Belebung des Wohnungsbaus, sieht jedoch erheblichen Nachbesserungsbedarf. Die Bundesregierung sei „erst die Hälfte des Weges gegangen“ und müsse bei den Konditionen nachlegen, wenn bezahlbarer Wohnungsbau in nennenswertem Umfang entstehen soll.
Hamburg: Alnatura eröffnet neuen Markt in Barmbek
Alnatura hat in Hamburg-Barmbek einen weiteren „Super Natur Markt“ eröffnet und stärkt damit die Bio-Nahversorgung in der Metropolregion. Der neue Standort in der Fuhlsbüttler Straße 136 ist die neunte Filiale des Unternehmens in der Hansestadt. Der Markt bietet rund 550 Quadratmeter Verkaufsfläche und befindet sich im Neubauprojekt Barmbeker Bogen, nur wenige Schritte von der S- und U-Bahn-Station Barmbek entfernt. Das Sortiment umfasst etwa 6.000 Bio-Produkte, darunter tagesfrisches Obst und Gemüse, überwiegend aus regionalem Demeter-, Bioland- oder Naturland-Anbau. Ergänzend verfügt der Markt über eine integrierte Café-Bar. Der neue Standort ist nach Alnatura-Angaben energieeffizient konzipiert, unter anderem mit Glastüren vor den Kühlregalen und Ökostrom aus Wind- und Solarenergie. Deutschlandweit betreibt das Unternehmen nun 154 Märkte in 73 Städten.
Aschendorf: Cureus schließt Anbau der DOREAFAMILIE Aschendorf ab
Cureus hat den Erweiterungsbau der DOREAFAMILIE Aschendorf in Papenburg (Stadtteil Aschendorf) vorzeitig fertiggestellt und an den Betreiber übergeben. Mit dem Neubau wächst der etablierte Pflegestandort auf insgesamt 119 stationäre Pflegeplätze sowie vier Wohneinheiten. Der Anbau wurde im KfW-40NH-Standard errichtet, strebt eine DGNB-Silber-Zertifizierung an und ergänzt das Hauptgebäude um 48 barrierefreie Einzelzimmer, jeweils mit eigenem Bad und bodentiefen Fenstern. Der Neubau umfasst rund 2.440 Quadratmeter Bruttogrundfläche über zwei Vollgeschosse und ein Staffelgeschoss. Die neuen Wohngruppen wurden nach dem Cureus-Systemansatz gestaltet: kurze Wege, großzügige Pflegebäder, wohnliche Küchen- und Aufenthaltsbereiche sowie Balkone oder Terrassen. Der Standort wird über ein Blockheizkraftwerk mit Wärme und Strom versorgt. Mit der Erweiterung entstehen zusätzliche Arbeitsplätze in Pflege, Hauswirtschaft, Verwaltung und Haustechnik. Gleichzeitig können sich Interessierte weiterhin für Pflegeplätze melden. Die Fertigstellung des Anbaus erfolgte knapp ein Jahr nach Baubeginn. Auf dem insgesamt rund 5.850 Quadratmeter großen Grundstück bestand bisher ein Pflegeheim mit 71 Einzelzimmern. Die Lage am Klostergarten sowie fußläufige Wege zu sozialen Einrichtungen, Ärzten und Einkaufsmöglichkeiten zählen zu den Standortvorteilen. Das Ensemble ist gut an den Nahverkehr angebunden und bietet ausreichend Pkw- und Fahrradstellplätze.
Hamburg: GARBE Industrial vereinbart Joint Venture für Logistik in Saudi-Arabien
GARBE Industrial und der saudische Projektentwickler ARTAR haben eine Grundsatzvereinbarung zur Gründung eines gemeinsamen Unternehmens abgeschlossen. Unter dem Namen AG Logistics Partners sollen ab 2026 moderne Grade-A-Logistikimmobilien in Saudi-Arabien entwickelt werden. Der Fokus liegt auf den Metropolregionen Riad, Dschidda und Dammam. Das Joint Venture reagiert auf die starke Nachfrage nach hochwertigen Logistik- und Industrieflächen im Zuge der saudischen Transformationsstrategie „Vision 2030“. Vorgesehen sind Lager- und Distributionsimmobilien nach internationalen Bau- und Nachhaltigkeitsstandards, angepasst an lokale klimatische Bedingungen. Die Projekte sollen moderne Automatisierungs- und Energieeffizienzsysteme integrieren und unterschiedliche Nutzergruppen aus E-Commerce, Industrie und Produktion adressieren. Mit dem Schritt setzt GARBE seine Expansion im Nahen Osten fort, nachdem das Unternehmen kürzlich ein Büro im Dubai International Financial Centre eröffnet hat.
Rosenheim: Richtfest für 15 neue BImA-Wohnungen in modularer Holzbauweise
Mit einem Richtfest hat die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BImA) in Rosenheim den Baufortschritt zweier modular errichteter Mehrfamilienhäuser markiert. Im Stadtteil Aising entstehen insgesamt 15 bezahlbare Wohnungen, die im kommenden Jahr fertiggestellt und anschließend vermietet werden sollen. Die Eineinhalb- bis Drei-Zimmer-Einheiten mit Wohnflächen zwischen rund 43 und 86 Quadratmetern werden weitgehend aus vorgefertigten Holzmodulen errichtet. Produziert werden diese Bauelemente im Werk „Holzbau Bayern“ in Bodenwöhr, anschließend zur Baustelle transportiert und vor Ort montiert. Durch die modulare Bauweise verkürzen sich Bauzeiten, gleichzeitig sinken Lärm- und Staubbelastungen für die Nachbarschaft. Die energetischen Standards entsprechen einem Effizienzhaus 55. Fernwärme sowie eine Photovoltaikanlage auf dem Dach übernehmen die klimafreundliche Versorgung. Die BImA plant die Wohnungen vorrangig für Familien von Bundesbediensteten und gestaltet die Außenbereiche als Aufenthalts- und Spielzonen. Der Baubeginn war im Juni 2025, die Fertigstellung ist für das dritte Quartal 2026 vorgesehen. Nicht im Rahmen der Wohnungsfürsorge vergebene Wohnungen sollen anschließend zu denselben Konditionen am freien Markt angeboten werden.
Hannover: Preise für Bestandsimmobilien in Niedersachsen steigen moderat
Der niedersächsische Immobilienmarkt bleibt im dritten Quartal 2025 stabil. Wie aktuelle Daten des Instituts empirica im Auftrag der LBS NordWest zeigen, legten die Angebotspreise für gebrauchte Eigenheime im Jahresvergleich im Mittel um zwei Prozent zu, Reihenhäuser verteuerten sich um drei Prozent. Eigentumswohnungen blieben mit einem Plus von einem Prozent nahezu preisstabil. Für Kaufinteressierte bedeutet dies leichte Entspannung, gleichzeitig aber weiterhin hohe Preisniveaus an gefragten Standorten. Bei Ein- und Zweifamilienhäusern bleibt Hannover der teuerste Standort in Niedersachsen. Dort werden im Median rund 650.000 Euro aufgerufen, was etwa zwölf örtlichen Jahresnettoeinkommen entspricht. Dahinter folgen Göttingen mit 525.000 Euro und Osnabrück mit 490.000 Euro. Am unteren Ende der Skala steht Salzgitter, wo gebrauchte Häuser im Mittel rund 300.000 Euro kosten. Im Landkreis Holzminden liegt der mittlere Preis trotz eines deutlichen Anstiegs bei 215.000 Euro und damit weiterhin am niedrigsten im Landesvergleich. Für Reihenhäuser und Doppelhaushälften werden in Hannover median 450.000 Euro verlangt. Göttingen (399.000 Euro) und Oldenburg (360.000 Euro) folgen auf den weiteren Plätzen. In Wilhelmshaven fällt das Preisniveau mit rund 200.000 Euro am niedrigsten aus. Die Region Hannover ist bei Reihenhäusern der teuerste Landkreis (395.000 Euro), während Käufer im Landkreis Northeim mit einem mittleren Preis von 143.000 Euro auskommen. Bei gebrauchten Eigentumswohnungen führt Hannover mit 249.000 Euro ebenfalls den Großstadtvergleich an, gefolgt von Oldenburg und Osnabrück (jeweils 215.000 Euro). Besonders günstig ist der Erwerb in Salzgitter, wo median 110.000 Euro fällig werden. Spitzenreiter unter den Landkreisen ist Leer mit 271.000 Euro, während in Goslar mit 66.000 Euro weiterhin die niedrigsten Preise aufgerufen werden.
Hamburg: INTREAL Solutions richtet Organisation neu aus
Die INTREAL Solutions GmbH strukturiert sich zum 1. Januar 2026 neu. Ziel ist es, das deutliche Wachstum der vergangenen Jahre – innerhalb der Unternehmensgruppe wie auch im externen Drittgeschäft – langfristig abzusichern und die Weichen für künftige technologische Entwicklungen zu stellen. Das Unternehmen fokussiert sich stärker auf die Zukunftsfelder Künstliche Intelligenz und Automation und baut dafür interne Strukturen aus. Die Geschäftsführung wird zum Jahresbeginn 2026 um Klaus Daum erweitert. Er verfügt über langjährige Erfahrung in SAP-Anwendungen, der Leitung großer Transformationsprojekte sowie fundierte Kenntnisse in Finance und Real Estate. Damit ergänzt er das bestehende Führungsteam um Christian Schmidt, der betont: „Mit Klaus Daum gewinnen wir einen exzellenten SAP-Spezialisten und eine Führungspersönlichkeit, die Prozesse und Strukturen ganzheitlich versteht – strategisch, technologisch und kaufmännisch.“ Im Rahmen der Neuaufstellung werden die bisherigen Bereiche Datacenter und IT-Service zu einer zentralen Serviceeinheit zusammengeführt. Ergänzend entsteht ein neues Team AI, Automation & Collaboration, das die Weiterentwicklung von KI-Anwendungen, Prozessautomatisierung und modernen Kollaborationsplattformen bündelt. Die Neuorganisation soll Synergien innerhalb der IRS erhöhen, Innovationen schneller in den operativen Betrieb bringen und die Position des Unternehmens als technologisch orientierter IT-Partner weiter stärken.
Hamburg: Covivio schafft 6.700 Quadratmeter Bildungsfläche für IU Internationale Hochschule
Covivio hat in Hamburg-Eppendorf rund 6.700 Quadratmeter Mietfläche an die IU Internationale Hochschule übergeben. Die Flächen im historischen Quartier am Zeughaus, einem Klinkerbau aus den 1920er-Jahren, wurden umfassend revitalisiert und für den Hochschulbetrieb angepasst, der Mietvertrag 2023 geschlossen mit einer Laufzeit von zehn Jahren. Vermittelt wurde die Vermietung durch BNP Paribas Real Estate GmbH, unterstützt von GrayCap Asset Management. Mit der Umnutzung reagiert Covivio auf die wachsende Nachfrage nach innerstädtischen Bildungsstandorten. Die ehemaligen Büroflächen wurden auf flexible Lern- und Arbeitskonzepte ausgerichtet. Dazu zählen neu strukturierte Raumaufteilungen mit mobilen Trennwänden, vollständig erneuerte Sanitärbereiche und neue Bodenbeläge. Begrünte Terrassen erweitern das Angebot um Orte für Aufenthalt und Austausch. Charakteristische Bauelemente des Gebäudes wie die Säulenstruktur blieben erhalten. Das Quartier am Zeughaus verfügt über insgesamt rund 41.700 Quadratmeter Mietfläche und beherbergt Nutzer aus unterschiedlichen Branchen. Die Lage nahe dem Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf bietet eine gute Anbindung an Innenstadt und Flughafen. Ein Mobilitätskonzept mit Carsharing, E-Scootern und Ladeinfrastruktur ergänzt das Angebot. Einzelne Büroflächen sind weiterhin verfügbar.
Berlin: BFW kritisiert geplantes Vergesellschaftungsrahmengesetz
Der BFW Landesverband Berlin/Brandenburg lehnt das vom Senat angekündigte Vergesellschaftungsrahmengesetz ab und sieht darin ein investitionsfeindliches Signal für den Wohnungsmarkt. Der Verband fordert einen Kurswechsel hin zu Eigentumsförderung und verstärkten Investitionen in den Wohnungsneubau. Das Gesetz soll noch in dieser Woche in den Senat eingebracht werden und reagiert auf den Volksentscheid „Deutsche Wohnen & Co. enteignen“. Der Entwurf definiert rechtliche Rahmenbedingungen, unter denen Vergesellschaftungen einzelner Wirtschaftszweige in Berlin künftig möglich sein könnten. Nach Einschätzung des Verbandes führt dies zu Unsicherheit bei Investoren und bremst den Wohnungsbau. Statt Mittel für mögliche Entschädigungen bereitzustellen, sollten sie aus Sicht des BFW gezielt für Neubau und Wohneigentum eingesetzt werden. Michael Kranz, Vorstandsvorsitzender des Landesverbandes, kritisiert das Vorhaben deutlich. „Wir erleben hier eine politische Geisterfahrt. Der Senat weiß, dass das Vorhaben rechtlich wackelig ist – und trotzdem wird ein Gesetz gezimmert, das Investoren in die Flucht schlägt.“ Aus seiner Sicht reichen die Folgen über große Wohnungsunternehmen hinaus. „Wenn der Begriff der Daseinsvorsorge politisch gedehnt wird, ist keine Investition mehr sicher. Wohnraum ist reproduzierbar und braucht keinen Staat, der ihn verwahrt. Unsere Antwort muss lauten: Wir brauchen nicht weniger Eigentümer in Berlin, sondern mehr.“ Der Verband warnt zudem vor erheblichen finanziellen Belastungen für den Landeshaushalt. Neben möglichen Entschädigungszahlungen entstünden zusätzliche Kosten für Betrieb, Verwaltung und energetische Sanierung großer Wohnungsbestände. Aus Sicht des BFW würde ein Eigentümerwechsel keine Entspannung am Markt bewirken, da Enteignungen keinen zusätzlichen Wohnraum schaffen. Der Verband fordert stattdessen eine „Eigentumsoffensive“, um Haushalten mit mittleren Einkommen den Weg in selbstgenutztes Wohneigentum zu ermöglichen. Dadurch könnten Vermögensbildung und soziale Stabilität gestärkt sowie Mietanstiege abgefedert werden. Parallel könne mit Investitionen in Neubauprogramme die Zahl der Mietwohnungen erhöht und der Markt nachhaltig entlastet werden.
Berlin: Valor und QuadReal investieren 91 Millionen Euro
Valor Real Estate Partners hat gemeinsam mit der QuadReal Property Group 91 Millionen Euro in zwei Standorte im Berliner Nordosten investiert. Das Joint Venture sicherte sich eine 26.000 Quadratmeter große Logistikimmobilie im Stadtteil Lichtenberg sowie ein angrenzendes Entwicklungsgrundstück, für das bereits ein Bauvorbescheid vorliegt. Die Bestandsimmobilie ist vollständig und langfristig an einen führenden deutschen Getränkehersteller und -logistiker vermietet. Parallel plant Valor auf dem zusätzlichen Grundstück einen modernen Logistikpark mit 36.000 Quadratmetern vermietbarer Fläche. Die Neubauten sollen eine lichte Höhe von 12,2 Metern aufweisen, eine DGNB-Gold-Zertifizierung anstreben und mit einer Photovoltaikanlage ausgestattet werden. Die Fertigstellung ist für das erste Quartal 2028 geplant. Die Transaktion setzt die Berliner Wachstumsstrategie des Joint Ventures fort: Das Portfolio umfasst inzwischen sechs urbane Logistikobjekte mit zusammen mehr als 87.000 Quadratmetern Fläche sowie eine gesicherte Entwicklungspipeline von 61.000 Quadratmetern. Die Transaktion wurde rechtlich von Clifford Chance und Hellriegel Rechtsanwälte begleitet. Engel & Völkers unterstützte den Verkäufer als Makler.
Mannheim: Immobiliengruppe Rhein-Neckar bündelt sieben Gesellschaften in neuem Firmensitz
Die Immobiliengruppe Rhein-Neckar hat ihre bislang auf drei Standorte verteilten Mannheimer Unternehmensbereiche in einem gemeinsamen Firmensitz zusammengeführt. In der Maximilianstraße 1 arbeiten nun sieben Gesellschaften unter einem Dach: die Muttergesellschaft Familienheim Rhein-Neckar sowie TREUREAL Gebäudeservice GmbH, TREUREAL Property Management GmbH, Treubau Verwaltung GmbH, Gewomax GmbH, IGSP Ingenieurgesellschaft für Sanierungsplanung mbH und die BFW – Bank für Wohnungswirtschaft AG. Vermieter der modernen Flächen ist die Inter Versicherungsgruppe; rund 180 Mitarbeitende sind am neuen Standort tätig. Der Zusammenschluss soll Abläufe straffen, Schnittstellen reduzieren und die interne Zusammenarbeit erleichtern. Vorstandsvorsitzender Prof. Dr. Thomas Glatte betont, dass mit der räumlichen Konzentration organisatorische Synergien realisiert und zugleich die Grundlage für ein stärkeres gemeinsames Verständnis innerhalb der Gruppe gelegt werde. Die neuen Büroflächen setzen auf Kommunikation, Flexibilität und offene Arbeitsformen; sie kombinieren klassische Arbeitsplätze mit Begegnungszonen, Besprechungsräumen und Rückzugsbereichen. Begleitet wird der Umzug von einem gesellschaftlichen Engagement: Die Familienheim Rhein-Neckar integriert Elemente der „Blauen Friedensherde“ des Künstlers Bertamaria Reetz in den neuen Standort. Die Skulpturen stehen für Vielfalt, Einheit und friedliches Miteinander und sollen im Gebäude sichtbar an Werte wie Toleranz, Zusammenhalt und soziale Verantwortung erinnern. Vorstandsmitglied Gerald Krebs hatte die Zusammenarbeit initiiert.
Mainz: HAVN am Rhein erreicht letzte Bauetappe
Das Wohn- und Gewerbeprojekt HAVN am Mainzer Zollhafen von UBM Development tritt ein Jahr nach Vertriebsstart in seine finale Bauphase ein. Die 3.500 Quadratmeter Wohnfläche und fünf Büroeinheiten mit insgesamt 1.300 Quadratmetern sind weitgehend vorgearbeitet, der Rohbau ist fertiggestellt und Dach, Dämmung sowie Fassaden sind abgeschlossen. Seit Spätsommer befindet sich der Innenausbau mit Sanitär, Elektro und Heizung in der Endphase. Bereits mehr als die Hälfte der 44 Eigentumswohnungen sind verkauft oder reserviert, die ersten Bezüge sollen noch vor Jahreswechsel erfolgen. Der aktuelle Vermarktungsstand zeigt eine außergewöhnlich starke Nachfrage: Nur noch 21 Wohnungen sind verfügbar. Drei Viertel der Käufer planen eine Eigennutzung, ein Viertel investiert zur Vermietung. Fünf Büroeinheiten ermöglichen zudem die Kombination aus Wohnen und Arbeiten, insbesondere für Selbständige wie Ärzte, Anwälte oder Agenturen. Das Projekt erfüllt hohe energetische Standards. HAVN wird mit Fernwärme versorgt und erhält eine Photovoltaikanlage; darüber hinaus wird eine DGNB-Gold-Zertifizierung angestrebt. Die maritime Formensprache des Entwurfs der Architekten happarchitecture greift die Wasserlage auf: Ein begrüntes Dach mit Hochbeeten und Pergolen schafft zusätzliche Aufenthaltsqualität, alle Wohnungen verfügen über Balkone oder Terrassen, viele sind barrierefrei geplant.
Berlin: Neues Regelwerk zur Straßenraumgestaltung in der Berliner Mitte veröffentlicht
Die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Bauen und Wohnen hat die aktualisierte Fassung des Regelwerks zur Straßenraumgestaltung für Friedrichstadt, Dorotheenstadt und Friedrichswerder vorgestellt. Das Handbuch gilt als zentrales Instrument des Masterplans Berliner Mitte und bildet die Grundlage für eine konsistente, hochwertige Gestaltung des öffentlichen Raums. Die Fortschreibung erweitert erstmals den Geltungsbereich nach Westen bis zum Leipziger Platz, Halleschen Tor und Brandenburger Tor. Das Regelwerk, ursprünglich 1995 eingeführt und zuletzt 2016 überarbeitet, hat sich laut Verwaltung als Planungsgrundlage für die gestalterische und funktionale Erneuerung des historischen Stadtraums bewährt. Mit der neuen Fassung wird ein stärkerer Fokus auf veränderte Mobilitätsansprüche, Klimaanpassung und Stadtraumbegrünung gelegt. Zentrale Elemente des neuen Regelwerks sind die Bewahrung städtebaulicher Grundprinzipien wie Linearität, Symmetrie und ortstypische Materialien, die Integration veränderter Mobilitätsanforderungen, die stärkere Berücksichtigung von Stadtgrün und Klimaanpassung sowie die Einführung eines Multifunktionsstreifens als neues Gestaltungselement. Der Multifunktionsstreifen ermöglicht eine flexible Nutzung der seitlichen Fahrbahnbereiche. Neben Parkflächen können künftig auch Fahrradstellplätze, Aufenthaltszonen sowie Versickerungs- und Retentionsflächen mit Baumpflanzungen entstehen.
Frankfurt am Main: SEIL Real Estate übernimmt Abverkauf Portfolio in NRW
SEIL Real Estate vermarktet exklusiv ein Portfolio aus 17 Mehrfamilienhäusern in Nordrhein-Westfalen. Die Objekte liegen in Herne, Remscheid, Essen, Duisburg, Oberhausen und Wuppertal und umfassen reine Wohnhäuser sowie Wohn- und Geschäftshäuser mit jeweils fünf bis 35 Einheiten. Der Verkauf erfolgt im Rahmen einer taktischen Vereinzelungsstrategie. Zielgruppen sind private, semiprofessionelle und institutionelle Käufer. SEIL Real Estate nutzt KI-gestützte Abverkaufsprozesse und die geschlossene Käuferplattform SEIL Circle, auf der verifizierte Investoren Zugang zu den Angeboten erhalten. Die Vermarktung erster Objekte hat begonnen.
Berlin: Richtfest für neue Holz-Compartmentschule in Marzahn-Hellersdorf
In Berlin-Marzahn-Hellersdorf hat die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Bauen und Wohnen das Richtfest für eine weitere Holz-Compartmentschule gefeiert. Der Neubau an der Bruno-Baum-Straße entsteht in modularer Holzbauweise und soll zum Schuljahr 2026/27 in Betrieb gehen. Die dreizügige Grundschule bietet Platz für 432 Schüler. Die Gesamtkosten belaufen sich auf 43 Millionen Euro. Das Gebäude wird nach dem Typenbauprogramm der sogenannten Holz-Compartmentschulen (HOCOMP) realisiert. Die vorproduzierten Raummodule ermöglichen eine kurze Bauzeit sowie flexible Lern- und Unterrichtsbereiche. Insgesamt 195 Module wurden industriell gefertigt, angeliefert und montiert. Ergänzt wird der Neubau durch eine Sporthalle und Freianlagen. Der Neubau erfüllt den energetischen Standard EH 40 und wird mit Photovoltaik, Gründächern und hybrider Lüftung mit Wärmerückgewinnung ausgestattet. Die HOCOMP-Serie sieht zudem eine flexible Ausrichtung der drei Gebäudeflügel vor, um städtebauliche Gegebenheiten optimal zu berücksichtigen. Die Holz-Compartmentschule soll im BNB-Standard „Silber“ zertifiziert werden.
Berlin: UBM Development startet letztes Wohnhaus im Quartier Immergrün
In der Thulestraße 48 in Berlin-Pankow beginnen die Vorbereitungen für das letzte Gebäude des Wohnquartiers Immergrün. Das Projekt Thule 48 umfasst 78 Eigentumswohnungen mit zwei bis vier Zimmern und Wohnflächen zwischen 44 und 106 Quadratmetern. Bauherr ist die UBM Development Deutschland GmbH, der Baustart ist für Anfang 2026 vorgesehen, die Fertigstellung für 2027. Das Gebäude wird im energetischen Standard KfW-Effizienzhaus 40 QNG errichtet. Damit sind für Selbstnutzer Förderkredite möglich, für Kapitalanleger ergeben sich erhöhte steuerliche Abschreibungspotenziale aus degressiver Abschreibung und Sonderabschreibung. Vorgesehen sind ein begrünter Innenhof, private Freiflächen und ein gemeinschaftlicher Dachgarten mit Blick über die Innenstadt. Die Ausstattung umfasst Eichenparkett, Fußbodenheizung, bodentiefe Fenster und Markenbäder, optional ergänzt durch gläserne Raumteiler. Im Quartier stehen Fahrradstellplätze sowie optionale Tiefgaragenplätze aus den ersten Bauabschnitten zur Verfügung. Die Projektentwicklung schließt das von zanderroth geplante Ensemble ab, das in den vergangenen Jahren zu einer stark nachgefragten Wohnlage geworden ist. Den Vertrieb verantwortet die STRATEGIS AG.
Duisburg: Premier Inn eröffnet erstes Hotel in der Ruhrmetropole
Premier Inn hat in der Duisburger Altstadt sein erstes Hotel in der Stadt eröffnet. Der Neubau verfügt über 219 Zimmer, darunter zehn Premier Plus Zimmer. Als Teil des Projekts wurde das historische Ott-Vogel-Haus originalgetreu rekonstruiert und in den Hotelbetrieb integriert. Die drei Etagen des Gebäudes beherbergen 19 Zimmer. Der Standort gegenüber dem Rathaus liegt zentral im Duisburger Citybereich, nur wenige Gehminuten vom Hauptbahnhof und der Königstraße entfernt. Duisburg gilt als wichtiger Wirtschaftsstandort mit dem größten Binnenhafen weltweit und einer starken Logistik- und Industrieorientierung, was die Nachfrage sowohl im Geschäftsreise- als auch im Freizeitsektor stützt. Mit der Eröffnung erreicht Premier Inn deutschlandweit 65 Standorte.
Lübeck: Richtfest für den Panattoni Park Lübeck Süd
Panattoni hat im Gewerbepark Semiramis das Richtfest für den Panattoni Park Lübeck Süd gefeiert. Der Neubau umfasst rund 46.000 Quadratmeter Logistik- und Produktionsfläche und zählt zu den letzten größeren Industriearealen der Hansestadt. Die Fertigstellung ist für das erste Quartal 2026 vorgesehen. Bereits rund 84 Prozent der Gesamtfläche sind langfristig an Dräger vermietet. Das Unternehmen bündelt am Standort künftig Packmittelversorgung und Distribution in unmittelbarer Nähe zu bestehenden Produktionsstätten. Die verbleibende Fläche von etwa 6.300 Quadratmetern verfügt über eine Gebäudehöhe von 12,20 Metern und eine Einstufung in die Wasserschutzklasse drei. Sie ist für Logistik-, Industrie- und Produktionsnutzungen ausgelegt. Der Standort im Hansebelt profitiert von der Nähe zur Metropolregion Hamburg, zu den Ostseehäfen sowie zur A eins und A zwanzig. Perspektivisch gewinnt die Lage durch den geplanten Fehmarnbelt-Tunnel weiter an Bedeutung, der ab 2032 die Verbindung nach Dänemark deutlich verkürzen und die regionale Logistikachse stärken soll. Das Projekt wird nach DGNB-Gold-Standard entwickelt. Vorgesehen sind eine vier Megawatt starke Photovoltaikanlage, VRF-Technik zur energieeffizienten Beheizung sowie Regenwassernutzung für die WC-Spülung. Begleitende Maßnahmen wie archäologische Untersuchungen, Wildblumenwiesen und eine Ausgleichsfläche wurden in Abstimmung mit Stadt und Wirtschaftsförderung umgesetzt. Für die Planung und Erschließung des Gewerbeparks Semiramis ist die KWL GmbH verantwortlich. Die Vermietung der verbliebenen Unit übernimmt Jones Lang LaSalle.
Berlin: Neubau der Freiwilligen Feuerwehr Tegelort fertiggestellt
In Berlin-Tegelort wurde der Neubau der Freiwilligen Feuerwehr offiziell eingeweiht. Das Gebäude ist Teil des Typenprogramms für Ersatzneubauten der Berliner Feuerwehr, von dem acht Standorte vorgesehen sind. Der nun fertiggestellte Bau ist das fünfte realisierte Objekt des Programms. Der Neubau besteht aus einer eingeschossigen Fahrzeughalle mit drei Stellplätzen sowie einem zweigeschossigen Verwaltungs- und Aufenthaltsbereich. Das Gebäude mit Ziegelfassade erreicht eine Höhe von 8,50 Metern und bietet auf insgesamt 1.465 Quadratmetern Nutzfläche Raum für die 37 örtlichen Einsatzkräfte. Die Baukosten beliefen sich auf rund 7,6 Millionen Euro. Der Standort ersetzt die bisherige, veraltete Feuerwache und dient der Abdeckung des nordwestlichen Stadtgebiets. Im vergangenen Jahr wurde die Einheit mehr als 300 Mal alarmiert. Das Objekt ist vollständig auf aktuelle betriebliche, technische und energetische Anforderungen ausgelegt und umfasst unter anderem eine Dachfläche mit Photovoltaikmodulen, ein Wärmeliefer-Contracting sowie ein Retentionsdach mit ergänzenden Zisternen im Hofbereich. Der Neubau wurde von der BIM Berliner Immobilienmanagement GmbH realisiert und an die Berliner Feuerwehr übergeben.
München: Limehome erweitert europäische Präsenz und sichert 75-Millionen-Euro-Investition
Limehome schließt das Jahr 2025 mit einer deutlichen Erweiterung seiner europäischen Plattform ab. Der Anbieter digital geführter Designunterkünfte hat europaweit mehr als 3.500 neue Einheiten unter Vertrag genommen und erreicht damit ein Gesamtvolumen von über 12.500 Einheiten. Das Wachstum umfasst Standorte in Metropolen wie Paris, London, Brüssel, Barcelona, Lissabon, Athen, Berlin und München sowie eine Stärkung der Präsenz in den Kernregionen Iberien, DACH und Benelux. Zur Unterstützung der weiteren Expansion hat Limehome eine Investition in Höhe von 75 Millionen Euro von Cheyne Strategic Value Credit erhalten. Die Finanzierung kombiniert Wachstums- und Eigenkapitalkomponenten und soll die Erschließung zusätzlicher Märkte sowie die Skalierung des Betriebsmodells ermöglichen. Das Unternehmen verweist auf eine über dem Markt liegende operative Entwicklung im Jahr 2025. Der Gross Operating Profit erreichte konstant mehr als 60 Prozent des Umsatzes, während Auslastung und RevPAR zentrale Benchmarkwerte übertrafen. Besonders stark entwickelte sich Iberien mit über 1.000 neuen Einheiten. Parallel baute Limehome institutionelle Partnerschaften in der DACH-Region und den Benelux-Ländern aus, unter anderem mit Baltisse und Deka Immobilien. Für 2026 plant Limehome die Beschleunigung der Eröffnungen in bestehenden Clustern sowie die Inbetriebnahme von mehr als 1.000 zusätzlichen Einheiten innerhalb der kommenden sechs Monate. Ergänzend sollen Premium-Freizeitstandorte stärker erschlossen und Repositionierungen notleidender Hotels sowie Value-add-Objekte verfolgt werden. Limehome wird zudem einen weiterentwickelten Designstandard in neuen Projekten einführen, der auf hochwertige Materialien und eine klar definierte, markenstärkende Gestaltung setzt.
München: Pininfarina verlängert Mietvertrag im Connex um sechs Jahre
Pininfarina hat seinen Mietvertrag im Münchner Büro- und Gewerbegebäude Connex langfristig verlängert. Das Unternehmen bleibt weiterhin am Frankfurter Ring 81/81a sowie an der Taunusstraße 38/38a ansässig und wird künftig die rund 1.300 Quadratmeter große Fläche im fünften Obergeschoss nutzen. Der Bereich verfügt über einen umlaufenden Balkon und bietet damit zusätzliche Qualitäten für die Arbeitsumgebung. Pininfarina ist seit 2017 Mieter im Connex. Das Gebäude wurde 2015 von der Hammer AG entwickelt und umfasst rund 21.000 Quadratmeter Gesamtfläche. Es wird seit Fertigstellung von der Hammer Immobilienmanagement GmbH betrieben. Mit der Vertragsverlängerung bleibt der Standort vollständig im Bestand gesichert. Gleichzeitig entstehen ab März 2026 Entwicklungsmöglichkeiten für die Neuaufteilung und Vermarktung von rund 10.000 Quadratmetern Büro- und Gewerbeflächen im Objekt.
Berlin: Panattoni verkauft vollständig vermieteten Multi-Tenant-Campus an DWS
Panattoni hat den Panattoni Campus Berlin Zentrum an die DWS Group veräußert. Die Transaktion betrifft das erste Projekt des Entwicklers, das verschiedene Immobilientypen für Logistik, Produktion und kleinteiliges Gewerbe auf einem Standort bündelt. Der Campus ist vollständig vermietet; der Eigentumsübergang umfasst fünf Immobilien mit insgesamt rund 36.500 Quadratmetern Nutzfläche. Der im September 2023 fertiggestellte Campus vereint den Panattoni Park Berlin Zentrum mit rund 14.900 Quadratmetern Hallen-, 1.500 Quadratmetern Büro- und 1.200 Quadratmetern Mezzaninflächen sowie den Gewerbepark City Dock Berlin Zentrum mit etwa 11.500 Quadratmetern Hallen-, 3.200 Quadratmetern Büro- und 3.200 Quadratmetern Flexflächen. Insgesamt nutzen zwölf Unternehmen aus Handel, Kreativwirtschaft, Maschinenbau, Nahrungsmittelindustrie, Pharmazie, Logistik und E-Commerce den Standort. Der Campus ist vollständig mit Photovoltaikanlagen ausgestattet und verfügt über ein DGNB-Gold-Zertifikat. Neben technischen und ökologischen Standards soll das Konzept die Betriebskosten senken und flexible Nutzungsmöglichkeiten ermöglichen. Die Lage rund 20 Minuten vom östlichen Berliner Stadtzentrum sowie die Anbindung an den regionalen und überregionalen Verkehr erhöhen die Standortqualität.
Berlin: Zweiter Realisierungswettbewerb für die Bebauung des Molkenmarkts gestartet
Die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Bauen und Wohnen hat den zweiten europaweiten Realisierungswettbewerb für die Bebauung des Molkenmarkts ausgelobt. Der Wettbewerb folgt der Richtlinie für Planungswettbewerbe RPW 2013 und umfasst den südlichen Teilbereich des Blocks B sowie Block A. Grundlage ist die spätere bauliche Umsetzung durch die landeseigene Wohnungsbaugesellschaft Berlin-Mitte. Architekturbüros sind zur Teilnahme aufgerufen, einschließlich Bewerbergemeinschaften, um eine möglichst große gestalterische Vielfalt zu erreichen. Der Wettbewerb ist in vier Lose gegliedert, die jeweils mehrere Gebäude mit unterschiedlichen stadträumlichen Anforderungen, Nutzungen und Bauvolumina umfassen. Dazu zählen auch planerische Vorgaben wie der Umgang mit archäologischen Grabungsfunden. Das Verfahren ist zweistufig angelegt. In einem vorgeschalteten Teilnahmewettbewerb werden je Los bis zu sieben Teilnehmende ausgewählt; drei Bietergemeinschaften pro Los stehen bereits fest. Auf dem Molkenmarkt soll ein innenstadttypisches Stadtquartier mit nutzungsgemischten Strukturen, bezahlbarem Wohnraum, öffentlich zugänglichen Räumen und hoher Aufenthaltsqualität entstehen. Die Wettbewerbsbeiträge werden im Juni 2026 durch ein Preisgericht bewertet und prämiert. Im Anschluss ist eine öffentliche Ausstellung aller Entwürfe vorgesehen.
Berlin: Micro-Living-Segment bleibt trotz Kostenanstieg stabil
Die Initiative Micro-Living verzeichnet im aktuellen Marktreport eine anhaltend hohe Nachfrage nach kleinteiligen Wohnangeboten in urbanen Lagen. Zum Stichtag 15. Oktober 2025 lag die durchschnittliche All-In-Miete bei 605 Euro pro Monat, was einem Plus von 3,6 Prozent im Vergleich zum Herbst 2024 entspricht. Ohne Bestände städtischer Wohnungsunternehmen beträgt die Durchschnittsmiete privatwirtschaftlicher Apartments 702 Euro. Neubauapartments ab Baujahr 2014 liegen im Mittel bei 664 Euro. Die durchschnittliche Auslastung bleibt mit 95 Prozent konstant hoch. Für die Jahre 2026 bis 2028 rechnet die Initiative mit Mietsteigerungen zwischen zwei und sechs Prozent jährlich. Das Mietpreisspektrum reicht von rund 300 Euro im teilgeförderten Segment bis zu 1.490 Euro für hochwertig ausgestattete Apartments in A-Städten. Deutlich gestiegen sind die Bewirtschaftungskosten. Sie erhöhten sich im Jahresvergleich um 7,5 Prozent auf 7,76 Euro pro Quadratmeter. Rund 90 Prozent der am Report beteiligten Marktakteure planen eine vollständige Umlage der Kosten auf die Mieterschaft, was steigende Netto- und All-In-Mieten erwarten lässt. Die Datengrundlage des Reports umfasst 128 Apartmenthäuser mit rund 28.300 Wohneinheiten, davon etwa 70 Prozent in deutschen A-Städten. Die Vermietungsdynamik zeigt deutliche Unterschiede: Während Vermietungen an inländische und europäische Studierende weitgehend reibungslos erfolgen, gilt die Ansprache internationaler Studierender außerhalb der EU als deutlich aufwendiger. Besonders im oberen Preissegment berichten rund drei Viertel der Beteiligten von erhöhten Vermarktungsherausforderungen. Die Zielgruppendaten zeigen, dass 36 Prozent der vermieteten Einheiten an Studierende gehen, während 64 Prozent auf weitere Gruppen wie Single-Haushalte, Young Professionals und Pendler entfallen. Die geplante Regulierung der Vermietung möblierter Wohnungen wird branchenweit kritisch eingeschätzt. Rund 80 Prozent der befragten Experten erwarten überwiegend negative Auswirkungen auf bestehende Geschäftsmodelle.
Hamburg: Cureus verkauft weiteres Pflegeobjekt an PATRIZIA-Fondsgesellschaft
Cureus hat nach der im Mai 2025 angekündigten Veräußerung zweier Pflegestandorte ein weiteres Objekt aus dem eigenen Bestand verkauft. Käufer ist eine Fondsgesellschaft der PATRIZIA. Der Asset Deal wurde notariell beurkundet, der Eigentumsübergang ist für das erste Quartal 2026 vorgesehen. Über den Kaufpreis wird nicht berichtet. Das veräußerte Objekt befindet sich in Sankt Augustin bei Bonn und ist langfristig an den Betreiber compassio verpachtet. Die Immobilie wurde 2019 im KfW-40-Standard errichtet und umfasst 4.700 Quadratmeter Bruttogrundfläche. Sie bietet 80 Plätze für vollstationäre und Kurzzeitpflege sowie zehn Service-Wohneinheiten. Für Cureus markiert die Transaktion den dritten Verkauf an PATRIZIA innerhalb eines Jahres und stärkt die Liquiditätsbasis für weitere Projektentwicklungen im Pflegebereich.
Berlin: Europace Hauspreisindex zeigt weiteren Anstieg bei neuen Einfamilienhäusern
Der Europace Hauspreisindex (EPX) verzeichnet im November 2025 in den meisten Segmenten leichte Preissteigerungen und setzt damit die Entwicklung aus dem Oktober fort. Den stärksten Zuwachs melden neue Ein- und Zweifamilienhäuser. Der Gesamtindex steigt um 0,24 Prozent auf 220,95 Punkte und liegt damit 2,40 Prozent über dem Vorjahreswert. Im Segment neuer Ein- und Zweifamilienhäuser erhöhten sich die Preise im Monatsvergleich um 0,79 Prozent auf 242,25 Punkte. Gegenüber dem Vorjahresmonat ergibt sich ein Plus von 2,51 Prozent. Bestehende Ein- und Zweifamilienhäuser bewegen sich nahezu seitwärts und verzeichnen einen Anstieg von 0,10 Prozent auf 201,93 Punkte, was einem jährlichen Plus von 2,16 Prozent entspricht. Die Preise für Eigentumswohnungen gaben im November leicht nach und fielen um 0,24 Prozent auf 218,68 Punkte. Im Jahresvergleich liegt das Segment dennoch 2,50 Prozent im Plus. Der Gesamtmarkt zeigt damit eine differenzierte Entwicklung: Neubauten legen weiter zu, Bestandsobjekte bleiben stabil, während Eigentumswohnungen geringe Preisrückgänge aufweisen. Parallel dazu zeigt die Marktanalyse der Value AG stagnierende Angebotspreise. Die Preise gebrauchter Eigentumswohnungen und die Mieten blieben im November unverändert. Eigenheimpreise im Bestand sanken leicht um 0,2 Prozent. Die Analysten verweisen jedoch weiterhin auf ein angespanntes Marktumfeld und regionale Unterschiede.
Böblingen: HIH Invest erwirbt vollvermietete Wohnanlage mit 121 Einheiten
HIH Invest hat in Böblingen das Wohnensemble Quartier auf dem Flugfeld für den offenen Spezial-AIF HIH Wohninvest Quartiere Deutschland erworben. Verkäufer ist die HT Group. Die Anlage wurde 2012 fertiggestellt und umfasst rund 10.300 Quadratmeter Mietfläche. Sie ist vollständig vermietet und verfügt über 121 Wohnungen, eine Gewerbefläche im Erdgeschoss sowie eine Tiefgarage mit 181 Stellplätzen. Die Liegenschaft befindet sich im Albrecht-Berblinger-Weg, Auguste-Piccard-Weg und Wilhelmine-Reichard-Weg. Die Wohnungen verfügen über zwei bis vier Zimmer und jeweils über einen Balkon. Das Objekt ist Teil des neuen Stadtquartiers Flugfeld, das auf einem ehemaligen Flughafengelände entsteht. Auf rund 80 Hektar werden dort Wohn-, Gewerbe- und Dienstleistungsnutzungen entwickelt. Der Standort bietet kurze Wege zur Nahversorgung, zu Freizeitangeboten und zur medizinischen Versorgung. Der Böblinger Hauptbahnhof ist in etwa zehn Minuten fußläufig erreichbar. Böblingen zählt rund 50.000 Einwohner und liegt in der Metropolregion Stuttgart, einem der wirtschaftsstärksten Wohn- und Arbeitsmärkte Deutschlands. Das neue Flugfeldklinikum mit 700 Betten und 2.200 Arbeitsplätzen wird bis 2028 in unmittelbarer Nähe realisiert.
Hamburg: Subway eröffnet neuen Standort am Bahnhof Dammtor
Subway hat seinen Präsenz in Hamburg weiter ausgebaut und einen neuen Standort am Bahnhof Dammtor eröffnet. Die Fläche liegt in einer der stärksten innerstädtischen Frequenzlagen und befindet sich im historischen Bahnhofsgebäude, das aufgrund seiner Anbindung und Passantenströme als attraktiver Einzelhandelsstandort gilt. Mit dem neuen Restaurant stärkt die Marke ihre Position im urbanen Quick-Service-Segment. Der Standort ist auf ein kompaktes Betriebsformat ausgelegt, das insbesondere für hochfrequentierte Mobilitätsknoten konzipiert ist. Subway setzt damit seine Expansionsstrategie in der Metropolregion fort. Hamburg zählt inzwischen 18 Standorte. Weitere Eröffnungen sind für das Jahr 2026 vorgesehen. Das neue Restaurant folgt dem Design- und Betriebsstandard Fresh Forward 2.0 und adressiert die Anforderungen moderner Systemgastronomie an effiziente Abläufe, klare Markenführung und flexible Flächenkonfigurationen. Der Standort soll eine breite Zielgruppe erreichen, darunter Pendlerinnen und Pendler, Studierende sowie Besucherinnen und Besucher des Kongress- und Universitätsumfelds.
Frankfurt (Oder): Goldbeck errichtet Logistikzentrum für Coral Club
In Frankfurt (Oder) entsteht ein neues Logistikzentrum für Coral Club, Anbieter von Nahrungsergänzungs- und Hautpflegeprodukten. Der Standort in der Lise-Meitner-Straße ging aus einem internationalen Auswahlverfahren hervor und wird zum zentralen Distributionshub für europäische Märkte. Goldbeck übernimmt als Generalunternehmen die schlüsselfertige Umsetzung des Neubaus. Der Baustart erfolgte im September 2025. Die Fertigstellung ist für den Sommer 2026 vorgesehen. Das Neubauvorhaben umfasst eine etwa 3.600 Quadratmeter große Logistikhalle mit zwei flexibel nutzbaren Einheiten sowie einen 620 Quadratmeter großen Bürotrakt. Ergänzend entstehen rund 6.000 Quadratmeter Außenflächen. Die Halle ist acht Meter hoch und für Logistik- und Produktionszwecke geeignet. Der Büroanbau bietet Besprechungsbereiche, Einzel- und Großraumbüros, Aufenthalts- und Umkleideräume sowie im Obergeschoss eine Betriebswohnung. Der Standort ist für bis zu 35 Angestellte und 50 gewerbliche Mitarbeitende ausgelegt. Das Grundstück ermöglicht eine modulare Erweiterung, darunter die Option auf einen zweiten Hallenabschnitt. Der Standort soll langfristig genutzt und bei Bedarf ausgebaut werden.
München: Vorbescheid für Makerspace- und Gewerbeprojekt am Frankfurter Ring erteilt
Die Hammer AG hat für ihr Grundstück am Frankfurter Ring 83/85 in München den Vorbescheid für den Neubau eines Gewerbe- und Bürogebäudes mit Tiefgarage erhalten. Das Projekt umfasst die Entwicklung eines modernen und nachhaltigen Gewerbestandorts an einer der zentralen Verkehrsachsen der Stadt. Das von der Zinner Ingenieur- und Architekturbüro GbR geplante Gebäude soll rund 15.000 Quadratmeter Bruttogeschossfläche oberirdisch auf einem etwa 4.300 Quadratmeter großen Grundstück bieten. Geplant sind fünf Obergeschosse sowie zwei Untergeschosse mit einer Tiefgarage. Der Standort verfügt über eine gute Anbindung an den öffentlichen Nahverkehr. Die U-Bahn-Station Frankfurter Ring liegt in einer Entfernung von rund 500 Metern. Vorgesehen ist eine flexible Nutzung der Gewerbeflächen mit Schwerpunkt auf Makerspace- und technologieorientierten Anwendungen. Dazu zählen Unternehmen aus Mobilität, IT, Robotik sowie Labor- und HIL-Umgebungen. Das Konzept sieht eine Multi-Tenant-Struktur mit modularen Mieteinheiten vor. In den Obergeschossen entstehen zusätzlich klassische Büroflächen für dienstleistungsorientierte Nutzungen. Das Areal wird derzeit noch in Bestandsform genutzt. Der Übergang in die Neubauphase erfolgt im Zuge der weiteren Projektentwicklung. Der Abbruch ist ab Januar 2027 geplant. Der Rohbaubeginn soll Mitte 2027 erfolgen. Die Hammer AG setzt mit dem Projekt ihre Strategie fort, innerstädtische Gewerbeflächen in München zu erneuern und zu zukunftsfähigen Arbeitswelten mit hoher Energieeffizienz und urbaner Qualität weiterzuentwickeln.
Berlin: Start für 440 geförderte Wohnungen im Segelflieger Quartier
In Johannisthal und Adlershof hat degewo die nächsten Schritte für das Segelflieger Quartier eingeleitet. Mit der Übernahme des Grundstücks am Segelfliegerdamm und der Entscheidung für den Generalübernehmer ANES Bauausführungen Berlin GmbH beginnt die Vorbereitung eines der größten Neubauvorhaben der Hauptstadt. Auf dem Gesamtareal sind rund 1.800 Wohnungen, 153.000 Quadratmeter Gewerbeflächen, eine Kindertagesstätte und ein Stadtteilzentrum vorgesehen. Das Quartier grenzt unmittelbar an den Technologiepark Adlershof. Auf einem etwa 25.500 Quadratmeter großen Baufeld plant degewo bis 2029 beziehungsweise 2030 rund 540 Wohnungen sowie eine Kita. Mindestens 440 Wohnungen werden öffentlich gefördert. Die Planung sieht einen Wohnungsmix von ein- bis fünf Zimmern für Auszubildende, Berufseinsteiger und Familien vor. Die Nettokaltmieten beginnen bei 7,00 Euro pro Quadratmeter. Der Baustart ist für den Sommer 2026 vorgesehen. Das Vorhaben entsteht im Rahmen einer städtebaulichen Entwicklungsmaßnahme in Kooperation mit der BAUWERT AG, der Entwicklungsträgerin des Landes Berlin, der WISTA.Plan GmbH und der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Bauen und Wohnen.
Lambsheim: Panattoni entwickelt Produktionsstandort für Backwaren
In Lambsheim entsteht ein neuer Produktionsstandort für Backwaren, den Panattoni für Edeka Südwest realisiert. Die Build-to-own-Immobilie soll die Versorgung der Backwarentheken in den regionalen Märkten sicherstellen und ist zugleich die erste Zusammenarbeit zwischen Panattoni und Edeka Südwest. Der Standort entsteht auf einer Grundstücksfläche von rund 59.900 Quadratmetern und wird auf die spezifischen Anforderungen des Lebensmitteleinzelhändlers zugeschnitten. Die Planung umfasst eine Hallenfläche von knapp 10.000 Quadratmetern sowie etwa 950 Quadratmeter Büro- und Sozialflächen. Durch die unmittelbare Nähe zu den Autobahnen A 61, A 650 und A 6 ist eine gute verkehrliche Anbindung gewährleistet. Am neuen Standort sollen 150 Arbeitsplätze entstehen. Die Projektabwicklung liegt vollständig bei Panattoni, das als Generalübernehmer den Ablauf von der Grundstückssicherung bis zur schlüsselfertigen Übergabe verantwortet. Der Spatenstich soll zeitnah erfolgen. Die Inbetriebnahme ist für das vierte Quartal 2027 vorgesehen. Das Grundstück wurde durch JLL vermittelt. Realogis hat die Akquise von Edeka Südwest als Nutzer und Käufer begleitet.
Ulm: 20.000 Quadratmeter Produktions- und Bürofläche vermietet
Im Großraum Ulm sind rund 20.000 Quadratmeter Produktions- und Bürofläche langfristig an ein Unternehmen aus dem Technologiesektor vermietet worden. Die Immobilie gehört einem regional aktiven Bestandshalter und Projektentwickler und bietet moderne, flexibel nutzbare Flächenstrukturen, die für die betrieblichen Anforderungen des Mieters ausgelegt sind. Die Vermittlung erfolgte durch BNP Paribas Real Estate.
Wedel: Aroundtown erweitert Mietfläche für VINCORION
Aroundtown hat in der Feldstraße 155 in Wedel bei Hamburg die bestehende Mietfläche für die VINCORION Advanced Systems GmbH um 3.000 Quadratmeter vergrößert. Die Erweiterung ergänzt die bisher rund 28.000 Quadratmeter umfassenden Büro-, Logistik- und Produktionsflächen des Technologieunternehmens. Der Standort bietet spezialisierte Produktionsbereiche, Lager- und Büroflächen sowie Werkstätten und verfügt zusätzlich über eine firmeneigene Kantine. Mit der erweiterten Fläche stärkt VINCORION die Bindung an seinen Hauptsitz und passt die Kapazitäten an technische und organisatorische Anforderungen an. VINCORION entwickelt Energiesysteme für sicherheitskritische Anwendungen, darunter Generatoren, elektrische Motoren, Antriebe, Aggregate, Leistungselektronik und hybride Systeme.
Göttingen: Catella erwirbt zwei Projektentwicklungen im Liesel Quartier
Die Catella Investment Management GmbH aus Berlin hat zwei projektierte Wohngebäude mit Kita-Fläche im Liesel Quartier in Göttingen für ein Individualmandat angekauft. Verkäuferin ist die WERTGRUND Wohnpartner GmbH, ein Gemeinschaftsunternehmen der Wertgrund Immobilien AG und der Bautra GmbH, das zugleich als Projektentwicklerin des Quartiers fungiert. Der Baubeginn ist für Dezember 2025 vorgesehen, die Fertigstellung für das Jahr 2027. Das Liesel Quartier entsteht auf dem ehemaligen Areal der Gothaer Versicherung im südlichen Stadtgebiet von Göttingen. Auf rund 37.000 Quadratmetern Grundstücksfläche sollen in mehreren Bauabschnitten etwa 570 Wohnungen mit einer Gesamtwohnfläche von 44.000 Quadratmetern realisiert werden. Etwa 40 Prozent der Wohnungen sind als gefördert, preisreduziert oder preisgedämpft geplant. Der Ankauf umfasst die Gebäude H 40 und H 50 auf dem südlichen Teil des Baufeldes. Insgesamt entstehen dort 118 freifinanzierte Wohnungen mit Wohnungsgrößen zwischen 41und 86 Quadratmetern auf einer Gesamtmietfläche von 7.810 Quadratmetern. Zusätzlich ist im Gebäude H 40 eine Kindertagesstätte mit rund 1.100 Quadratmetern Nutzfläche vorgesehen. Für die Architektur zeichnet der Schweizer Architekt Max Dudler verantwortlich. Die Neubauten werden fünfgeschossig im Effizienzhausstandard 40 errichtet und an das Fernwärmenetz der Stadtwerke Göttingen angeschlossen. Eine Tiefgarage bietet 49 PKW-Stellplätze, ergänzt durch neun Außenstellplätze, darunter fünf Carsharing-Plätze. Zahlreiche Fahrradstellplätze, E-Bike-Ladestationen und autofreie Bereiche erweitern das Mobilitätskonzept des Quartiers.
Berlin: a&o übernimmt Schulz Hotels
a&o Hostels hat die Berliner Schulz Hotels mit 1.000 Betten übernommen. Mit der Transaktion wächst das a&o-Portfolio auf 45 Häuser in 30 europäischen Städten mit insgesamt rund 31.000 Betten. Das Unternehmen sieht sich durch starken Incoming-Tourismus, demografische Impulse und zunehmende Preissensibilität in einem wachsenden Marktsegment. Prognosen gehen bis 2030 von einem durchschnittlichen jährlichen Wachstum von 5,8 Prozent für das Hostelsegment aus. Schulz Hotels wurde von den Gründern Nizar Rokbani, Oskar Kan und Sascha Gechter geprägt, die 1999 Meininger Hotels aufgebaut und den europäischen Hostelmarkt entscheidend beeinflusst hatten. Sie wechseln in das Management von a&o und verantworten die Weiterentwicklung der Schulz-Standorte. Schulz Hotels ist im Premium-Budget-Segment positioniert und spricht neben Freizeitreisenden auch Business- und Individualgäste an. Die Marke verfügt über ein Haus am Ostbahnhof und ein weiteres Projekt im Berliner Heide-Quartier.
Essen: Instone übergibt 236 Wohnungen im Literatur Quartier
Der Wohnentwickler Instone Real Estate hat den Neubau im östlichen Teil des Literatur Quartiers südwestlich der Essener Innenstadt fertiggestellt und an die LEG Bauen als Eigentümerin übergeben. Auf dem ehemaligen Verlagsareal der Funke Mediengruppe sind 236 barrierefreie Wohnungen mit insgesamt rund 18.000 Quadratmetern Wohnfläche entstanden, davon 52 öffentlich gefördert. Die 236 Wohnungen verteilen sich auf drei Gebäude. Die Wohnungsgrößen reichen von rund 43 bis 130 Quadratmetern und bilden ein Spektrum von kompakt geschnittenen Apartments bis zu familiengerechten Grundrissen. Die 52 öffentlich geförderten Wohnungen erweitern das Mietangebot in einem Stadtgebiet, in dem der Bedarf seit Jahren das verfügbare Angebot übersteigt und innenstadtnahe, bezahlbare Angebote knapp sind. Zwei begrünte, autofreie Innenhöfe und eine gemeinschaftliche Dachterrasse bieten Flächen für Erholung und nachbarschaftlichen Austausch. Eine Tiefgarage mit 151 Stellplätzen, teils mit E-Ladeinfrastruktur, deckt den Stellplatzbedarf ab. Die barrierefreie Gestaltung erleichtert Menschen unterschiedlichen Alters und Mobilitätsgrads den Zugang und erhöht die Nutzbarkeit über verschiedene Lebensphasen hinweg. Mit Fernwärme und dem Effizienzhausstandard 55 EE reduziert das Quartier den Energiebedarf der Haushalte. Die Reaktivierung der innenstadtnahen Fläche vermeidet zusätzliche Versiegelung und nutzt die vorhandene Infrastruktur im Umfeld des Hauptbahnhofs, angrenzender Gewerbestrukturen sowie der kultur- und gastronomisch geprägten Quartiere im Süden.
Gelsenkirchen: Erster Mieter für den MLP Business Park Schalke
Im neu entstehenden MLP Business Park Schalke hat sich der erste Nutzer angesiedelt. Die Winit Germany GmbH übernimmt drei Einheiten mit insgesamt 36.300 Quadratmetern. Die Flächen sind für Lagerung, Kommissionierung und Value-Added-Services ausgelegt. Die Übergabe ist für das erste Quartal 2026 vorgesehen. Der Business Park entsteht auf dem früheren Thyssen-Drahtwerksareal und soll fünf Gebäude mit insgesamt 72.000 Quadratmetern umfassen. Die Hallen sind flexibel teilbar und für automatisierte Logistikprozesse vorbereitet. Vorgesehen sind zudem Büro- und Sozialflächen sowie begrünte Außenbereiche. Die MLP Group entwickelt den Standort nach DGNB-Gold-Standard. Die Vermittlung des Mietvertrags erfolgte durch die Brockhoff GmbH und die CBRE GmbH.
Kassel: Sanierung des Salzmann-Areals gestartet
Auf dem Salzmann-Areal in Kassel-Bettenhausen hat die Cureus GmbH mit der Sanierung des ersten Flügels des denkmalgeschützten Fabrikgebäudes begonnen. Bis Herbst 2027 entstehen hier 96 sozial geförderte Wohnungen. Die Arbeiten umfassen Entkernung, Tragwerkssanierung und den anschließenden Innenausbau. Vorgesehen sind Ein- bis Dreizimmerwohnungen nach KfW-55-EE-Standard. Nun startet auf dem Gelände zudem der Neubau einer Seniorenresidenz mit 163 Pflegeplätzen starten. Die viergeschossige Einrichtung wird nach KfW-40-Standard errichtet und voraussichtlich im Sommer 2027 fertiggestellt. Mit den beiden Projekten beginnt die Entwicklung des historischen Industrieareals zu einem neuen Wohn- und Pflegequartier im Stadtteil Bettenhausen.
Berlin: Realisierungswettbewerb für den Luisenblock Ost gestartet
Für eines der letzten großen Entwicklungsareale in der Berliner Mitte beginnt das Wettbewerbsverfahren. Die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Bauen und Wohnen, das Bundesministerium für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen sowie das Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung haben den städtebaulichen Realisierungswettbewerb „Luisenblock Ost II“ ausgelobt. Das Gebiet liegt am Schiffbauerdamm zwischen dem Marie-Elisabeth-Lüders-Haus und dem Bahnhof Friedrichstraße und grenzt unmittelbar an das Areal des bereits abgeschlossenen hochbaulichen Wettbewerbs für ein neues Bundestagsgebäude. Die Auslober erwarten städtebauliche Entwürfe für ein urbanes Quartier, das Neubauten für den Deutschen Bundestag, Flächen für die ver.di-Vermögensverwaltung sowie neuen Wohnraum kombiniert. Auch die Gestaltung der Uferzone am Schiffbauerdamm gehört zur Aufgabe: Die Promenade soll als öffentlicher Raum aktiviert und gestärkt werden. Der interdisziplinäre, einphasige Wettbewerb richtet sich an Teams aus Architektur, Stadtplanung und Landschaftsarchitektur. Die Unterlagen wurden am fünften Dezember veröffentlicht, die Abgabe ist bis zum siebzehnten April 2026 vorgesehen. Das Preisgericht tagt am neunten und zehnten Juni 2026, anschließend werden die Ergebnisse öffentlich ausgestellt.
Frankfurt am Main: Fitnesskette ELEMENTS verlängert Mietvertrag im TurmCarrée
Die Fitnesskette ELEMENTS bleibt langfristig im Frankfurter TurmCarrée. Der Mietvertrag über rund 3.500 Quadratmeter wurde vorzeitig bis Ende 2039 verlängert. Die Flächen im Erdgeschoss sowie im ersten und zweiten Obergeschoss werden seit 2014 genutzt, darunter ein etwa 600 Quadratmeter großer Wellnessbereich. Das TurmCarrée in der Bleichstraße wurde 2015 fertiggestellt und zählt mit rund 10.000 Quadratmetern Mietfläche zu den zentralen Innenstadtimmobilien. Büro-, Einzelhandels- und Wohnnutzungen sowie eine Tiefgarage prägen den sechsgeschossigen Komplex, der zum Portfolio des offenen Immobilien-Spezialfonds „TOP 7 Metropolen Immobilien Invest“ gehört.
Garching: BMW M verlängert langfristig rund 5.000 Quadratmeter Bürofläche
BMW M bleibt dem Standort Garching erhalten. Das Unternehmen hat den Mietvertrag für rund 5.000 Quadratmeter Bürofläche in der Gutenbergstraße 25 langfristig verlängert. Die Immobilie bleibt damit vollständig vermietet. Der Standort liegt in unmittelbarer Nähe zur Technischen Universität München und zählt zu den etablierten Technologie- und Forschungsadressen im Norden der Landeshauptstadt. Das Gebäude verfügt unter anderem über einen Autolift, der den Anforderungen des Automobilunternehmens entspricht. Aroundtown betont die Bedeutung der Vertragsverlängerung für die Stabilität des Standorts und verweist auf seinen Serviceansatz für gewerbliche Nutzer, etwa persönliche Ansprechpartner vor Ort sowie ein zentrales Servicecenter.
Nürnberg: Einzelhändler eröffnen im revitalisierten Quelle-Gebäude
Mit der Inbetriebnahme von REWE, Lidl und Müller ist das denkmalgeschützte Quelle-Gebäude erstmals als neues Stadtquartier erlebbar. Auf mehr als 5.000 Quadratmetern Verkaufsfläche entsteht eine Nahversorgungsstruktur, die die Revitalisierung des Areals sichtbar macht. Die Eröffnung gilt als wichtiger Zwischenschritt auf dem Weg zur Fertigstellung von The Q im Jahr 2026. Das seit 2009 leerstehende Industrieensemble zählt zu den anspruchsvollsten Bestandsprojekten Nürnbergs. Nach Baustopp und Insolvenz im Jahr 2023 wurde die Entwicklung unter der Bayerischen Versorgungskammer und Accumulata Real Estate neu geordnet und fortgeführt. Der Start des Handels markiert nun die erste öffentliche Nutzung des Areals. Die drei neuen Märkte decken unterschiedliche Bedarfe ab: REWE betreibt auf rund 2.000 Quadratmetern einen Vollsortimenter mit Marktgastronomie, Lidl eröffnet eine Filiale mit energieeffizienter Gebäudetechnik auf etwa 1.100 Quadratmetern, Müller ergänzt das Angebot um Drogerie- und Haushaltswaren auf mehr als 1.900 Quadratmetern. Handel im Erdgeschoss soll künftig Frequenz erzeugen, während in den Obergeschossen das Stadthaus Q mit rund 42.000 Quadratmetern Verwaltungsfläche entsteht. Das Quartier ist über den eigenen U-Bahn-Aufgang an die Linie U1 angeschlossen, die Tiefgarage bietet einen barrierefreien Zugang. Weitere Teile des Areals sind für Wohn- und ergänzende Nutzungen vorgesehen. Mit der nun eröffneten Nahversorgungsinfrastruktur gewinnt das ehemalige Versandzentrum erstmals wieder städtische Bedeutung.
München: LabCampus eröffnet neue Gastro-Konzepte forty8 und nosh
Am Innovationscampus LabCampus des Flughafens München sind mit dem Bistro forty8 und der Cafébar nosh zwei neue Formate der Gemeinschaftsgastronomie in Betrieb. Beide Angebote richten sich an Mitarbeitende vor Ort sowie an externe Gäste und sollen die Attraktivität des Standorts im Wettbewerb mit dem Homeoffice stärken. Betreiberin am Standort ist die Allresto als Gastrotochter des Flughafens, die für forty8 und nosh auf die Expertise der Compass Group und ihrer Marke Eurest setzt. Der LabCampus versteht die neuen Einheiten als Baustein seiner New-Work-Strategie: Die Gastronomie soll gezielt Begegnungen und Vernetzung fördern und zugleich als Testlabor für Konzepte dienen, die perspektivisch in weitere Bereiche der Flughafen-Gastronomie übertragen werden können.
Fürstenfeldbruck: Catella Investment Management kauft Wohnensemble
Catella Investment Management hat für den offenen Immobilien-Publikumsfonds Catella European Residential (CER) ein Wohnensemble in Fürstenfeldbruck erworben. Zum Kauf gehören drei Mehrfamilienhäuser aus dem Jahr 1960 mit insgesamt 52 Wohnungen und rund 3.400 Quadratmetern Wohnfläche. Ergänzend entsteht im Innenbereich des Grundstücks ein Neubau mit 14 Wohnungen und etwa 1.200 Quadratmetern Wohnfläche. Insgesamt wird die Anlage damit 66 Wohnungen und 62 Stellplätze umfassen. Der Bestand wird energetisch auf den KfW-55-Standard saniert. Vorgesehen sind unter anderem Fassadendämmung, neue Fenster, überarbeitete Balkone, erneuerte Türen, ein modernisiertes Treppenhaus, die Umstellung auf eine Wärmepumpe sowie eine Photovoltaikanlage. Die Sanierung soll zwölf bis 14 Monate dauern. Der viergeschossige Neubau wird nach KfW-40-Standard errichtet, die Fertigstellung ist für das zweite Quartal 2027 geplant.
Hamburg: INTREAL überschreitet 70-Milliarden-Euro-Marke bei AuA
Die IntReal International Real Estate Kapitalverwaltungsgesellschaft mbH (INTREAL) hat im dritten Quartal 2025 ihr Wachstum fortgesetzt und die Assets under Administration (AuA) auf 72,7 Milliarden Euro gesteigert. Seit Jahresbeginn entspricht dies einem Zuwachs von 6,1 Milliarden Euro, seit Ende des Geschäftsjahres 2024 einem Plus von 9,2 Prozent. Die Zahl der administrierten Fonds erhöhte sich auf 341, elf mehr als im Vorquartal. Insgesamt betreut INTREAL 2.888 Immobilien, was einem Zuwachs von 81 Objekten gegenüber dem ersten Halbjahr entspricht. Parallel dazu wurde der Personalbestand an den Standorten Hamburg, Frankfurt und Luxemburg auf 555 Beschäftigte erweitert. Das Wachstum wurde maßgeblich vom Geschäftsbereich KVG-Services getragen, dessen AuA im dritten Quartal um rund vier Milliarden Euro auf 36,1 Milliarden Euro stiegen. Der Bereich Partnerfonds, der 161 Fonds mit Vermögenswerten von 36,6 Milliarden Euro umfasst, blieb weitgehend stabil und gewann einen weiteren Fondspartner.
Wolfsburg: Aldi eröffnet erste Filiale nach gemeinsamem Baustandard
Aldi Nord und Aldi Süd haben in Wolfsburg erstmals eine Filiale eröffnet, die auf einer gemeinsamen Baubeschreibung basiert. Der Neubau im Stadtteil Wendschott ersetzt den früheren Markt und wurde in fünf Monaten als rund 1.300 Quadratmeter große Stand-Alone-Filiale in Holzrahmenbauweise errichtet. Der neue Standard soll Bauzeiten verkürzen und Kosten senken. Nachhaltige Elemente wie Photovoltaik, Wärmerückgewinnung und der Verzicht auf fossile Brennstoffe gehören zur technischen Ausstattung. Die Filiale folgt dem aktuellen Marktauftritt mit breiten Gängen, klarer Sortimentsstruktur und einer vergrößerten Backwarenauslage. Auf dem Außengelände stehen 78 Pkw-Stellplätze sowie E-Ladesäulen zur Verfügung. Eine Videodokumentation begleitet den gesamten Bauprozess und zeigt die Umsetzung des neuen Filialkonzepts.
Paderborn: CLAAS Industrietechnik bezieht neue Fläche für Erweiterung
Die CLAAS Industrietechnik GmbH hat ihre Kapazitäten am Standort Paderborn ausgebaut und Anfang Oktober eine rund 3.600 Quadratmeter große Immobilie in der Talle 89 angemietet. Eigentümer des Objekts ist Mileway. Der langfristige Mietvertrag wurde durch das Essener Maklerunternehmen RUHR REAL vermittelt. Die Immobilie verfügt über moderne Hallenstrukturen mit hohen Decken sowie Büro- und Sozialflächen. Für den Hersteller von Antriebstechnik und Hydrauliklösungen waren die Nähe zum Hauptsitz, die technische Ausstattung und die gute Erreichbarkeit zentrale Auswahlkriterien.
Alzey: HIH Invest kauft Logistikneubau für Spezialfonds
HIH Invest hat im rheinland-pfälzischen Alzey einen Logistikneubau von der TIMBRA Group erworben. Die Immobilie in der Otto-Lilienthal-Straße 15 wurde im Februar 2025 fertiggestellt und umfasst 10.164 Quadratmeter Mietfläche, darunter 9.287 Quadratmeter Logistik-, 777 Quadratmeter Büro- und 100 Quadratmeter Gefahrenstofflagerfläche. Der langfristige Hauptmieter ist Lufthansa Technik Aero Alzey. Das Objekt wurde für den Spezialfonds HIH Deutschland+ Core Logistik Invest angekauft. Das Gebäude erfüllt den DGNB-Gold-Standard und ist mit Wärmepumpe, Industriefußbodenheizung, Photovoltaikanlage, Dachbegrünung und E-Ladestationen ausgestattet. Eine lichte Höhe von zwölf Metern, eine Traglast von fünf Tonnen pro Quadratmeter und ein flexibles Layout sichern eine hohe Drittverwendungsfähigkeit. Mit dem Ankauf wächst das Immobilienvermögen des Fonds auf neun Objekte mit einem Volumen von rund 140 Millionen Euro. Zielvolumen sind 300 Millionen Euro. Vermittelt wurde die Transaktion durch CBRE. Die rechtliche und steuerliche Due Diligence übernahm Baker Tilly, die technische und ESG-Prüfung Stane.
Mannheim: Emerald Advisory übernimmt Kreditmanagement für den Marshall Bridge Fund
Die Emerald Advisory GmbH hat ein Kreditmanagement-Mandat für den in Luxemburg ansässigen Marshall Bridge Fund erhalten. Der Fonds spezialisiert sich auf kurzfristige Bridge-Finanzierungen in Deutschland und Großbritannien. Emerald Advisory übernimmt als vollumfänglicher Servicing-Partner die operative Betreuung ausgewählter Kreditengagements in Deutschland. Zum Leistungsumfang gehören die Verwaltung und Abwicklung von Kreditgeschäften, strukturierte Work-out-Prozesse für notleidende Kredite sowie die Koordination von Insolvenz- und Zwangsvollstreckungsverfahren. Darüber hinaus führt Emerald Advisory Verhandlungen mit Kreditnehmern, Insolvenzverwaltern, Zwangsverwaltern und potenziellen Käufern. Das Mandat umfasst zudem die Vermarktung von Immobilien und Immobiliendarlehen, die Entwicklung wirtschaftlich tragfähiger Konzepte und die Abstimmung mit Behörden. In Notsituationen erworbene Immobilien werden ebenfalls durch Emerald Advisory gesteuert.
Bremen: B&L PM übernimmt weiteres Büroobjekt im Office Center Übersee
Die B&L Property Management übernimmt zum 1. Januar 2026 ein weiteres Bürogebäude für die HanseMerkur Grundvermögen AG. Die Immobilie in der Konsul-Smidt-Straße 19 bis 25 wurde 2018/2019 errichtet und verfügt über rund 21.600 Quadratmeter Mietfläche. Zu den großflächigen, modernen Bürostandorten der Stadt zählend, beherbergt das Gebäude die Deutschlandzentrale von Mondelez Deutschland als Hauptmieter. Thomas Junkersfeld, Geschäftsführer der B&L Property Management, sieht in der Mandatserweiterung eine Bestätigung der engen Zusammenarbeit mit der HanseMerkur Grundvermögen. Er verweist auf eine verlässliche Partnerschaft und die fortlaufende Weiterentwicklung des gemeinsamen Verwaltungsportfolios. Mit dem neuen Objekt wächst der von B&L PM für die HanseMerkur Grundvermögen betreute Bestand auf acht Immobilien. Insgesamt verwaltet B&L PM bundesweit rund 1.150.000 Quadratmeter Mietfläche in 82 Objekten mit einem Portfoliowert von rund 7,2 Milliarden Euro.
Köln: IFH-Studie zeigt strukturellen Druck im Handel
Der deutsche Einzelhandel wächst nominal, verliert real jedoch an Kraft. Zwischen 2019 und 2024 stiegen die Umsätze im Jahresdurchschnitt um 4,1 Prozent, inflationsbereinigt ergibt sich laut der neuen Studie „Handelsszenario 2030+“ des IFH Köln nur ein reales Plus von 0,2 Prozent jährlich. Zugleich verschiebt sich der Umsatzschwerpunkt weiter weg vom klassischen Warengeschäft: 2024 entfielen lediglich 63,6 Prozent der Umsätze der Kernbranchen auf Verkaufsräume, für 2025 wird ein weiterer Rückgang auf 62,9 Prozent erwartet. Wachsende Anteile gehen an Onlineformate, Dienstleistungen, Großhandel, Export, Nicht-Kernbranchen und Gebrauchtwaren. Die Studie skizziert zwei Entwicklungspfade für die kommenden Jahre. Im Preisszenario stehen Versorgungskonsum und ein strikter Budgetfokus im Vordergrund, verbunden mit einem erwarteten Wachstum von 1,9 Prozent jährlich im Zeitraum 2025 bis 2031. Das Mehrwertszenario setzt auf Zusatznutzen über das reine Produkt hinaus: gemeinsame Lösungsansätze von Handel und Herstellern, emotional aufgeladene Einkaufserlebnisse und Services. Hier prognostiziert das IFH Köln eine jährliche Wachstumsrate von 3,4 Prozent. Dr. Susanne Eichholz-Klein aus der Geschäftsleitung des Instituts betont, dass der Konsum sich spürbar verlagert und Händler neue Wertschöpfungsquellen erschließen müssen. Besonders belastet sind der stationäre Nonfood-Handel und die Innenstädte. Seit 2019 wurden rund 50.000 Verkaufsstellen geschlossen, die verfügbaren lokalen Kundenfrequenzen sinken und große Konsumpotenziale bleiben ungenutzt. Laut Studie konsumieren 38 Prozent der Haushalte grundsätzlich gerne und stehen für 31 Prozent des Handelsumsatzes. Ihr Kaufverhalten werde jedoch gebremst – durch finanzielle Einschränkungen und durch ein Angebot, das viele nicht überzeugt.
Stuttgart: Stimmung der Immobilienfinanzierer bleibt schwach
Im vierten Quartal 2025 zeigt das BF.Quartalsbarometer eine nahezu unveränderte Lage am Markt für gewerbliche Immobilienfinanzierungen. Der Stimmungsindex liegt bei -7,04 und damit nur minimal über dem Wert des Vorquartals. Trotz weiterhin negativer Stimmung setzt sich die seit Ende 2023 beobachtete leichte Erholung fort. Deutliche Impulse kommen aus dem Neugeschäft: 44,1 Prozent der befragten Finanzierer melden steigende Aktivitäten, während 14,7 Prozent einen Rückgang verzeichnen. Besonders stark nimmt das Volumen kleiner Kredite zu. Finanzierungen bis zehn Millionen Euro erreichen einen Anteil von 50 Prozent und damit ein Plus von 6,1 Prozentpunkten. Die durchschnittliche Marge über alle Segmente sank auf 196,3 Basispunkte, nach 203,5 Basispunkten im Vorquartal. Die durchschnittlichen Loan-to-Values liegen bei 62,6 Prozent. In der Projektentwicklung stieg die Durchschnittsmarge leicht auf 305,3 Basispunkte, während die Loan-to-Costs auf 68,9 Prozent zurückgingen. In den Assetklassen bleibt Wohnen führend. Bestandswohnungen machen 19,7 Prozent der Finanzierungen aus. Es folgen Büros (15,8 Prozent) sowie Logistik und Mikroapartments (je 14,5 Prozent). Großvolumige Kredite bleiben rar: Für Finanzierungen über 100 Millionen Euro wurden im vierten Quartal keine Abschlüsse gemeldet.
Berlin: Sanierung des Polizeigebäudes Rudolstädter Straße abgeschlossen
Das Polizeigebäude Haus 2 in der Rudolstädter Straße 81 in Charlottenburg-Wilmersdorf ist nach rund zwei Jahren Bauzeit vollständig modernisiert worden. Der Verkehrssicherheitsdienst der Polizei Berlin kehrt damit in ein 1969 errichtetes Bestandsgebäude zurück, das auf rund 4.200 Quadratmetern eine zeitgemäße Arbeitsumgebung für rund 125 Mitarbeitende bietet. Die Modernisierung erfüllt aktuelle Anforderungen an Sicherheit, Barrierefreiheit und Energieeffizienz. Bei der Sanierung wurden Fassade, Fenster, Außentüren und Toranlagen energetisch erneuert. Der Innenbereich erhielt neue Sanitäranlagen, moderne Heizungs- und Lüftungssysteme sowie eine vollständig erneuerte IT-Infrastruktur. Zwei Ladestationen für Dienst-Elektrofahrzeuge und eine Photovoltaikanlage ergänzen die Maßnahmen. Die Investitionskosten belaufen sich auf rund 12 Millionen Euro. Während der Bauphase war der Verkehrssicherheitsdienst in Containeranlagen auf dem Gelände sowie am Standort Alt-Moabit 5 untergebracht. Das benachbarte Haus 1 wurde bereits 2013 umfassend saniert.
Düsseldorf: Nyoo plant rund 130 neue Wohnungen in Mörsenbroich
Die Nyoo Real Estate GmbH, eine Tochter der Instone Group, hat ein rund 7.000 Quadratmeter großes Grundstück im Düsseldorfer Stadtteil Mörsenbroich erworben. Auf dem Areal sollen rund 130 Wohnungen entstehen, davon mindestens dreißig Prozent öffentlich gefördert. Ergänzt wird das Projekt durch eine Kindertagesstätte sowie weitere Nutzungen, die die Nachbarschaft funktional erweitern. Ein rechtskräftiger Bebauungsplan liegt vor, Baubeginn ist für 2027 vorgesehen. Vorgesehen ist eine energieeffiziente Blockrandbebauung mit vier bis fünf Geschossen und einem Staffelgeschoss, KfW-Effizienzhaus-40-Standard und Dachbegrünung. Photovoltaikanlagen und ein barrierefreier Wohnungsmix von Ein- bis Vierzimmerwohnungen gehören zum Konzept. Der Zugang führt zu einem begrünten Innenhof mit Aufenthalts- und Spielflächen. Die weitere Ausarbeitung erfolgt im Einklang mit dem städtebaulichen Leitbild der Landeshauptstadt für den Bereich Vogelsanger Weg und im Austausch mit der Bezirksvertretung. Der Standort liegt rund fünf Kilometer nördlich der Innenstadt und verfügt über eine gute Anbindung an den öffentlichen Nahverkehr. Kurze Wege zu Nahversorgung, Erholung, Freizeitangeboten und der Fachhochschule Düsseldorf schaffen passende Voraussetzungen für ein urbanes Wohnprojekt. Nyoo setzt damit seine Aktivitäten in Düsseldorf fort und knüpft an bestehende Projekte wie »Wohnen im Hochfeld« und Grafental Ost an.
Eschborn: BWH Hotels und ipartment starten Partnerschaft für Longstay-Marke
BWH Hotels Central Europe und ipartment arbeiten künftig strategisch zusammen. Im ersten Schritt werden acht ipartment-Standorte mit rund 1.000 Einheiten an BWH Hotels angeschlossen und unter der neuen Longstay-Marke @home by Best Western geführt. Ab Dezember 2025 sind zunächst die Häuser in Darmstadt, Berlin Airport, Berlin Mitte, Braunschweig und Wolfsburg buchbar, anschließend folgen Böblingen, Köln Oper und Leverkusen. Für BWH Hotels bedeutet die Partnerschaft den Einstieg in ein wachstumsstarkes Segment. ipartment wiederum gewinnt Zugang zu internationalen Potenzialen im Short- und Midstay-Bereich. Die unter @home by Best Western geführten Standorte richten sich an Geschäfts- und Freizeitreisende, die ein flexibles und hochwertiges Übernachtungsangebot suchen. Voll ausgestattete Küchen, Reinigungs- und Wäscheservice sowie je nach Standort Self-Service-Supermärkte oder die Nutzung benachbarter Fitnessstudios gehören zum Konzept. Ein hoher Digitalisierungsgrad soll zusätzliche Unabhängigkeit bieten. Carmen Dücker betont, dass das zeitgemäße Zimmerprodukt Aufenthalte von kurzer bis langer Dauer ermöglicht und die Position von BWH Hotels im Longstay-Segment weiter stärkt.
Hamburg: Valora eröffnet ersten norddeutschen Avec-Store
Valora hat im Hamburger Stadtteil St. Georg den ersten norddeutschen Store der Schweizer Convenience-Marke Avec eröffnet. Die Filiale dient als Flagship für den deutschlandweiten Roll-out und als Testfläche für den geplanten Umbau von rund 90 »ServiceStore DB«-Standorten der Deutschen Bahn. Der neue Standort liegt in unmittelbarer Nähe der deutschen Valora-Zentrale und ermöglicht es, das Konzept direkt vor Ort für den deutschen Markt weiterzuentwickeln. Der 79 Quadratmeter große Store setzt auf natürliche Eichenholztöne, eine schwarze Grundstruktur und weiße Wandfliesen. Das Sortiment richtet sich an mobile Konsumentinnen und Konsumenten wie Pendler, Studierende und Berufstätige. Mehrfach täglich werden warme und kalte Speisen frisch zubereitet, ergänzt durch Salate, Müslis, Obstsalate und lokale Produkte wie Franzbrötchen. Insgesamt umfasst das Angebot rund 2.000 Artikel. Bezahlt wird an einer Self-Checkout-Kasse. Valora verfolgt mit Avec eine »Foodvenience«-Strategie, bei der frische Verpflegung für unterwegs mit einem schnellen, bequemen Einkaufserlebnis verbunden wird. Noch vor Jahresende sollen weitere Geschäfte eröffnen, darunter in Hamburg-Hammerbrook, Hamburg-Elbgaustraße, Ludwigslust, vier Berliner Standorte sowie ein Store in Mönchengladbach.
München: Brax eröffnet Flagship-Store am Viktualienmarkt
Brax hat am Münchener Viktualienmarkt einen neuen Flagship-Store eröffnet und erweitert damit sein Filialnetz in der bayerischen Landeshauptstadt. Die rund 250 Quadratmeter große Fläche in der hochfrequentierten Lage ergänzt die bestehenden Standorte in Riem und den Pasing Arcaden. Das Konzept setzt auf helle Holzoberflächen, klare Linien und eine reduzierte Formsprache. Anthrazitfarbene Akzente greifen Elemente der Markenwelt auf.
Braunschweig: REALOGIS vermittelt 8.000 Quadratmeter Gewerbefläche an SCT-Gruppe
REALOGIS hat in Braunschweig eine rund 8.000 Quadratmeter große Gewerbeeinheit am Spechtweg langfristig vermietet. Eigentümer und Auftraggeber der Vermittlung ist der internationale Investor und Projektentwickler Hillwood. Nutzer der Flächen wird die SCT-Gruppe, ein Hersteller von Motorölen, Schmierstoffen, AdBlue und Kfz-Ersatzteilen, die am neuen Standort ihren deutschen Hauptsitz einrichtet und Kapazitäten für steigende Absatzmengen schafft. Die Anmietung umfasst 7.000 Quadratmeter Hallenfläche, 500 Quadratmeter Mezzanine und 300 Quadratmeter Bürofläche. Zusätzlich hat sich die SCT-Gruppe 19 Pkw-Stellplätze sowie einen Lkw-Stellplatz gesichert. Die Immobilie besteht aus zwei Hallenschiffen und wurde als Neubau auf einem revitalisierten Brownfield-Areal errichtet. Insgesamt umfasst das Objekt 15.600 Quadratmeter vermietbare Fläche und ist vollständig belegt. Neben der SCT-Gruppe hat sich ein weiteres Unternehmen angesiedelt.
Frankfurt am Main: Cushman & Wakefield sieht deutschen Investmentmarkt in Erholungsphase
Cushman & Wakefield registriert eine leichte Erholung auf dem deutschen Gewerbeinvestmentmarkt. Nach einer seitwärts gerichteten Entwicklung in den Jahren 2023 und 2024 deutet die aktuelle Ausgabe des »Instant Insight« auf einen moderaten Aufwärtstrend hin. Das Transaktionsvolumen soll nach 22,4 Milliarden Euro im Vorjahr und 16,1 Milliarden Euro zum Dreivierteljahr 2025 auf bis zu 24 Milliarden Euro im Gesamtjahr steigen. Für 2026 erwartet Simon Jeschioro, Head of Capital Markets Germany und Investment Advisory, ein weiteres Plus auf 25 bis 30 Milliarden Euro. Inländische Käufer kamen in den ersten drei Quartalen 2025 auf einen Anteil von 53 Prozent, ausländische Investoren auf 47 Prozent. Beide Gruppen nutzen die verbesserten Rahmenbedingungen, um wieder verstärkt Investmentgelegenheiten wahrzunehmen. Zu den positiven Fundamentaldaten zählt eine hohe Nachfrage nach modernen Büroflächen in zentralen Lagen, die weiterhin knappen Spitzenflächen sowie ein stabiles Mietniveau. Value-Add-Strategien könnten dadurch stärker in den Fokus rücken. Auch Logistikobjekte gewinnen an Bedeutung, unter anderem durch steigende Staatsausgaben für Rüstungsgüter. Das beschlossene Finanzpaket für Verteidigung und Infrastruktur wird hier als Katalysator eingeschätzt. Parallel zeigt das Fundraising institutioneller Investoren eine deutliche Belebung. Bis August 2025 wurden 20 Milliarden Euro für Fonds mit europäischem Investitionsfokus eingesammelt und damit bereits mehr als im Gesamtjahr zuvor. Das Gesamtvolumen könnte bis Jahresende auf bis zu 30 Milliarden Euro steigen und damit erstmals seit 2021 wieder zulegen. Cushman & Wakefield hat zudem zwischen dem vierten Quartal 2024 und dem dritten Quartal 2025 16 deutsche Spezialfonds mit einem geplanten Gesamtvolumen von bis zu 5,95 Milliarden Euro identifiziert, die in den Immobilienmarkt investieren wollen. Die Schwerpunkte liegen bei Logistik mit 2,55 Milliarden Euro und Wohnen mit 1,9 Milliarden Euro. Ergänzend fließen Mittel in Gesundheit und Einzelhandel. Ausschüttungsrenditen zwischen vier und sechs Prozent spiegeln die neu kalibrierten Renditeerwartungen wieder.
Hamburg: Captiva kauft nachhaltiges Nahversorgungsportfolio
Captiva hat ein Neubauportfolio mit fünf REWE-Märkten von der Zehentner und Seidel Immobiliengesellschaft erworben. Die Standorte liegen in Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen-Anhalt und Sachsen und umfassen insgesamt rund 21.500 Quadratmeter Mietfläche. Die Gesamtinvestitionskosten belaufen sich auf etwa 65 Millionen Euro. Die Transaktion wurde als Forward Deal abgeschlossen, der erste Markt ist bereits eröffnet, die weiteren folgen sukzessive bis Ende 2026. Die Neubauten erfüllen hohe ESG-Standards. Vorgesehen sind DGNB-Gold-Zertifizierungen, der Einsatz nachhaltiger Wärmepumpen zur Wärme- und Kälteversorgung sowie Photovoltaikanlagen und Elektroladestationen. Für REWE stärken die Standorte die langfristige Wettbewerbsfähigkeit in den jeweiligen Regionen. Captiva agierte als Investment Manager für einen durch Universal Investment administrierten Spezialfonds. Käuferseitig begleiteten REIUS, Jebens Mensching und Consulting Partners Hamburg die Transaktion. Verkäuferseitig war die Kanzlei Bergerhoff Rechtsanwälte mandatiert. Beratend waren zudem die burberger GmbH für den Käufer und die DRIA GmbH für den Verkäufer tätig. Captiva betreut im Bereich Lebensmitteleinzelhandel und Nahversorgung ein bundesweites Bestandsportfolio mit mehr als 200 Standorten und baut dieses weiter aus.
München: Wohnanlage aus dem Jahr 2016 wechselt im Secret-Sale den Eigentümer
Rohrer Immobilien aus München hat im November eine großvolumige Wohnimmobilientransaktion in einer bayerischen Universitätsstadt begleitet. Die Anlage aus dem Jahr 2016 umfasst rund einhundert Wohnungen sowie Tiefgaragenstellplätze und befindet sich in sehr gutem technischen Zustand. Verkäufer war ein deutsches Family Office, Käufer eine Münchner Vermögensverwaltung. Der Standort bleibt vertraulich. Der Kaufpreis spiegelt mit einem Faktor von etwa 25 die anhaltend hohe Nachfrage nach modernen, energieeffizienten Bestandsanlagen. Nach Angaben von Geschäftsführer Sven Keussen zeigt die Transaktion, dass der Markt für zeitgemäße Wohnimmobilien trotz herausfordernder Rahmenbedingungen stabil ist. Auffällig sei die Zahl qualifizierter Interessenten gewesen, obwohl die Vermarktung gezielt diskret erfolgte. Bestandsentwickler und Bestandshalter konzentrieren sich ihm zufolge zunehmend auf jüngere, effiziente Gebäude, entweder als Ersatz älterer Bestände oder zur strategischen Ergänzung angesichts steigender Anforderungen an Energieeffizienz und CO2-Bepreisung.
Berlin: ICG startet Ausschreibung für neuen NextGen-Beirat
Das Institut für Corporate Governance in der deutschen Immobilienwirtschaft hat die neue Ausschreibungsrunde für den NextGen-Beirat „ICG NEXT“ gestartet. Nachwuchskräfte der Immobilienwirtschaft können sich bis zum 31. Januar 2026 bewerben. Gesucht werden Talente bis maximal fünfunddreißig Jahre, die sich in den Themenfeldern Social und Governance engagieren und die Weiterentwicklung verantwortungsvoller Unternehmensführung mitgestalten möchten. Der Beirat umfasst zehn Mitglieder und wird für drei Jahre berufen. Das Auswahlverfahren erfolgt mehrstufig, einschließlich Scoring-Modell und finaler Abstimmung im ICG-Vorstand gemeinsam mit dem aktuellen ICG-NEXT-Vorstand. Die künftigen Mitglieder sollen divers besetzt sein und Impulse für eine zukunftsorientierte Governance in der Branche setzen. Die Vorsitzenden des ICG NEXT können beratend an Vorstandssitzungen teilnehmen. Die offizielle Vorstellung des neuen Gremiums erfolgt am fünfzehnten April 2026 beim NextGen Board Forum in Frankfurt. Bewerbungen müssen ein Empfehlungsschreiben eines ICG-Mitglieds oder Partners, einen Lebenslauf sowie ein Motivationsschreiben oder -video enthalten. Die Unterlagen sind per E-Mail an behle@icg-institut.de zu senden.
München: Weitere Vermietungserfolge im Büroneubau „Fabrik Office“
Becken und HanseMerkur Grundvermögen haben im Münchener Büroneubau „Fabrik Office“ rund 2.500 Quadratmeter langfristig an das Technologieunternehmen FAST LTA vermietet. Der europaweit tätige Spezialist für datensichere Speicherlösungen bezieht die Flächen im dritten Obergeschoss und hat sich für eine Laufzeit von mehr als zehn Jahren verpflichtet. Der Einzug ist für das zweite Quartal 2026 vorgesehen. Mit der Vermietung steigt der Belegungsstand des im zweiten Quartal 2024 fertiggestellten Neubaus auf rund 85 Prozent. Die Vermittlung erfolgte durch Savills. Der Bezug durch FAST LTA unterstreicht die Marktpositionierung des „Fabrik Office“: Das Gebäude erfüllt den Effizienzhaus-40-Standard, verfügt über eine DGNB-Gold-Zertifizierung und bietet digitale Infrastruktur auf WiredScore-Gold-Niveau. Die vakanten rund 3.400 Quadratmeter befinden sich laut Projektbeteiligten bereits in fortgeschrittenen Gesprächen mit potenziellen Mietern. Das „Fabrik Office“ entstand im Rahmen eines Joint Ventures von Becken und HanseMerkur Grundvermögen. Die Finanzierung erfolgt über Fondsstrukturen der HanseMerkur sowie die pbb Deutsche Pfandbriefbank.
München: Ypsilon Group integriert RDT vollständig in den Bereich Alternative Investments
Die Ypsilon Group führt die im April 2024 erworbene RDT GmbH & Co. KG Steuerberatungsgesellschaft zum 1. Dezember 2025 vollständig im Unternehmen zusammen. Mit der Integration bündelt das Beratungshaus seine Aktivitäten im Segment Alternative Investments und stärkt die Kompetenzen insbesondere in den Feldern Private Equity, Venture Capital, Real Estate und Infrastructure. Die Zusammenführung der beiden Münchner Standorte wurde bereits 2024 abgeschlossen. Mit den Mitarbeitenden von RDT wächst die Ypsilon Group auf über 220 Beschäftigte an fünf deutschen Standorten. RDT wurde 2005 gegründet und ist spezialisiert auf Private-Equity-Fonds sowie börsennotierte Beteiligungsgesellschaften. Durch die Eingliederung fokussiert die Ypsilon Group ihre Beratung im Small- und Midcap-Segment künftig noch stärker und führt die operativen Einheiten unter einer gemeinsamen Struktur zusammen.
Hamburg: Büro- und Geschäftshaus Georgsplatz vollvermietet
Die HIH Invest Real Estate hat für das Büro- und Geschäftshaus Georgsplatz in der Hamburger Innenstadt die Vollvermietung erreicht. Zwei neue Mietverträge über insgesamt rund 1.200 Quadratmeter Bürofläche schließen die letzten freien Einheiten des rund 7.000 Quadratmeter großen Gebäudes. Die Unzer Group GmbH sicherte sich 1.095 Quadratmeter im ersten Obergeschoss sowie zusätzliche Lagerflächen. Der individuelle Ausbau läuft, der Einzug ist für das Frühjahr 2026 geplant. Eine weitere Einheit im achten Obergeschoss – 103 Quadratmeter plus 61 Quadratmeter Dachterrasse – wurde bereits an die EOP GmbH übergeben. Das Gebäude aus dem Jahr 1984 liegt in unmittelbarer Nähe zum Hauptbahnhof, zu Spitaler- und Mönckebergstraße sowie zur Binnenalster. Laut HIH zählt die Lage zu den zentralen Stärken des Standorts.
Berlin: Koalition einigt sich auf Eckpunkte zur Novelle des Baugesetzbuchs
Die Bundesregierung hat sich auf die Eckpunkte für eine umfassende Novelle des Baugesetzbuchs verständigt. Nach der nächtlichen Sitzung des Koalitionsausschusses gilt der Weg für einen Gesetzentwurf als frei. Ziel der Reform ist es, Bauvorhaben zu beschleunigen und Verfahren zu vereinfachen. Zu den vorgesehenen Änderungen zählt ein Abwägungsvorrang für den Wohnungsbau in angespannten Wohnungsmärkten. Vorgesehen ist außerdem die vollständige Digitalisierung der Bauleitplanverfahren. Auch öffentliche Beteiligungsverfahren sollen gestrafft, bundeseinheitliche Fristen für Stellungnahmen eingeführt und ein Stichtagsprinzip für Umweltgutachten verankert werden. Zudem plant die Koalition, das vereinfachte und beschleunigte Verfahren zur Aufstellung von Bebauungsplänen auszuweiten. Mit der Novelle schließt die Bundesregierung an die bisherigen Maßnahmen der Legislaturperiode an, darunter das bereits verabschiedete Gesetzespaket zur Beschleunigung von Genehmigungen. Nach Angaben aus Regierungskreisen soll der Gesetzentwurf zur Änderung des Baugesetzbuchs kurzfristig vorgelegt werden.
Berlin: Bund unterzeichnet Verwaltungsvereinbarungen
Der Bund hat die Verwaltungsvereinbarungen für den Sozialen Wohnungsbau und das Sonderprogramm „Junges Wohnen“ für die Jahre 2026 und 2027 unterzeichnet. Sie treten in Kraft, sobald alle sechzehn Bundesländer unterschrieben haben. Für beide Programme stellt der Bund in den kommenden zwei Jahren insgesamt neun Milliarden Euro bereit. Ab 2027 wird die Förderung für „Junges Wohnen“ zudem auf eine Milliarde Euro pro Jahr erhöht. Der soziale Wohnungsbau bleibt einer der zentralen Bausteine der Wohnraumpolitik. Trotz erheblich gestiegener Bau- und Finanzierungskosten und rückläufiger Genehmigungszahlen konnten die Länder im Jahr 2024 rund 62.000 geförderte Wohnungen auf den Weg bringen – ein Plus von einundfünfzig Prozent gegenüber 2022 und ein Zuwachs von fünfundzwanzig Prozent gegenüber dem Vorjahr. Mit den neuen Vereinbarungen setzt der Bund verstärkt auf Effizienz: Serielles, modulares und systemisches Bauen soll künftig stärker gefördert werden, um Zeit- und Kostenvorteile zu realisieren. Zudem werden die Verwaltungsvereinbarungen erstmals für zwei Jahre geschlossen, was Ländern und Kommunen mehr Planungssicherheit und weniger Aufwand in der Umsetzung verschafft. Bis 2029 investiert der Bund insgesamt 23,5 Milliarden Euro in den Sozialen Wohnungsbau. Erfahrungsgemäß verdoppelt sich dieser Betrag durch die Mittel der Länder, sodass in den kommenden Jahren erhebliche Investitionen in geförderten Wohnraum mobilisiert werden können.
Berlin: Sonderpreis für nachhaltiges Quartier Rondorf Nord-West
Das Wohnquartier Rondorf Nord-West in Köln ist beim ODH-Quartier Award 2025 mit einem erstmals vergebenen Sonderpreis ausgezeichnet worden. Der Branchenverband Open District Hub würdigte die Entwicklung des Joint Ventures Amelis Projektentwicklung und RheinEnergie für ein Gesamtkonzept, das soziale, kommunikative und energetische Komponenten gleichermaßen überzeugt. Die Jury hob hervor, dass das Projekt mehrere Kriterien erfüllt, die sich nicht in einer einzelnen Award-Kategorie abbilden lassen. Besonders betont wurden die umfangreichen Beteiligungs- und Kommunikationsangebote, soziale und inklusive Elemente sowie die integrierten Energielösungen. Damit setze das Quartier Maßstäbe für moderne und nachhaltige Stadtentwicklung. Rondorf Nord-West gilt als eines der größten privaten Wohnungsbauprojekte in Köln. In vier Bauabschnitten entstehen rund 1.300 Wohneinheiten, ergänzt durch Nahversorgung, Schulen, Kitas, eine Pflegeeinrichtung sowie Grün- und Aufenthaltsflächen. Für die Energieversorgung kommt ein Anergienetz zum Einsatz, das Grundwasser mit konstant zwölf Grad Celsius nutzt und über dezentrale Wärmepumpen Wärme erzeugt. Das System ist vollständig regenerativ und CO?-neutral; in der Endausbaustufe erreicht es eine Leistung von sieben Megawatt. Aktuell werden Versickerungsbrunnen installiert, über die das genutzte Wasser nach der Wärmegewinnung wieder in den natürlichen Kreislauf zurückgeführt wird. Ergänzt wird das Energiekonzept durch Photovoltaik und intelligente Sektorkopplung. Mit der Auszeichnung hebt der Branchenverband ein Projekt hervor, das städtebauliche Funktionen, Energiewende und soziale Infrastruktur zu einem integrierten Quartiersmodell verbindet.
Berlin: Bauträger melden BFW steigende Fertigstellungen
Der Wohnungsneubau privater Bauträger in Berlin zeigt erstmals seit Jahren Anzeichen einer Stabilisierung. Laut der aktuellen Bauträgerumfrage des BFW Landesverbands Berlin/Brandenburg steigerten die Mitgliedsunternehmen ihre Fertigstellungen 2024 auf 3.541 Wohnungen, ein Zuwachs von 32,7 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Für die Jahre 2025 und 2026 rechnen die Unternehmen mit insgesamt 6.627 zusätzlichen Wohnungen und damit mit mehr als einer Verdopplung der kurzfristigen Prognose. Die Fünf-Jahres-Pipeline wächst auf 12.246 Einheiten, rund 15 Prozent mehr als im Vorjahr. Der Verband führt die Entwicklung vor allem darauf zurück, dass zuvor gestoppte oder verschobene Projekte reaktiviert werden. Als zentralen Einflussfaktor nennt der BFW veränderte politische Rahmenbedingungen. Das vom Berliner Senat auf den Weg gebrachte Schneller-Bauen-Gesetz werde von vielen Marktakteuren als Signal gewertet, dass Verfahren verlässlicher und planbarer werden. Trotz dieser verbesserten Perspektive bleibt das Bauen in der Hauptstadt teuer; hohe Kosten, aufwendige Förderregeln und ein anhaltend hohes Zinsniveau wirken weiterhin belastend. Die Branche sieht im jüngsten Aufwärtstrend jedoch noch keine Trendwende. Der Verband warnt, dass politische Unsicherheiten – etwa die Debatte um eine mögliche Vergesellschaftung oder rechtliche Angriffe auf neue Regelwerke – das Vertrauen der Investoren erneut schwächen könnten.
Berlin: ICG verleiht Real Estate Social Impact Investing Award 2025
Das Institut für Corporate Governance in der deutschen Immobilienwirtschaft hat in Berlin die Preisträger des Real Estate Social Impact Investing Awards 2025 ausgezeichnet. Für den Wettbewerb wurden 33 Immobilienprojekte eingereicht, sechs erreichten die Finalrunde. In der Kategorie „Realisierte Projekte“ gewann das Honeycamp Mannheim. Der Light-Industrial-Campus überzeugte mit einer flexiblen Nutzungsstruktur, Holzbauweise und einem aktiven Community-Ansatz, der Kooperation und lokale Wertschöpfung fördert. In der Kategorie „Projekte in Planung und Entwicklung“ setzte sich das Vollgut Neukölln durch. Die Revitalisierung des ehemaligen Vollgutlagers der Kindl-Brauerei schafft einen gemeinwohlorientierten Standort für Kultur- und Gewerbenutzungen und verankert soziale und nachbarschaftliche Arbeit im Konzept. Zwei Sonderpreise gingen an die EnBW AG für den biodiversitätsorientierten Umbau ihres Standorts in Biberach an der Riß und an die Terra IF 1 Bildungs-Welten GmbH & Co. KGaA für ihren Fokus auf Bildungsimmobilien. Den Preis für eine wissenschaftliche Arbeit erhielt Leonie Kempe für eine Studie zur Risikomessung im Social-Impact-Investing.
Hamburg: OTTO WULFF richtet neuen Geschäftsbereich für Bauen im Bestand ein
Die OTTO WULFF Bauunternehmung GmbH erweitert ihr Leistungsportfolio und führt zum 1. Februar 2026 einen eigenen Geschäftsbereich für Bauen im Bestand ein. Das Unternehmen reagiert damit auf die zunehmende Bedeutung von Umbau, Revitalisierung und Nachverdichtung im deutschen Immobilienmarkt. Die neue Sparte ergänzt den bestehenden Bereich Sanierung und soll komplexe Projekte im urbanen Raum bündeln. OTTO WULFF realisiert bereits heute zahlreiche Vorhaben im Bestand, darunter die Umnutzung des ehemaligen Parkhauses Gröninger Hof zu einem innerstädtischen Wohnquartier. Durch die Weiterverwendung tragfähiger Bausubstanz werden erhebliche Mengen grauer Emissionen vermieden, die bei Abriss und Neubau entstehen würden. Maßnahmen wie Aufstockungen und Nachverdichtung erhöhen zugleich den Nutzwert bestehender Gebäude und reduzieren zusätzlichen Flächenverbrauch. Rund die Hälfte aller Baugenehmigungen in Deutschland wird inzwischen im Bestand erteilt. Der neue Geschäftsbereich soll diese Entwicklung strategisch aufgreifen und das Angebot für private und öffentliche Auftraggeber ausbauen. Voraussetzung für eine stärkere Nutzung des Bestands seien laut Unternehmen verlässliche Rahmenbedingungen, schnellere Genehmigungen und eine gezielte Förderung von Bestandsentwicklungen.
Darmstadt: BImA verkauft Teilfläche des ehemaligen Julius-Kühn-Instituts
Die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben hat eine rund 0,8 Hektar große Außenfläche des früheren Julius-Kühn-Instituts für Biologischen Pflanzenschutz an die Wissenschaftsstadt Darmstadt veräußert. Der Kaufvertrag wurde am Donnerstag beurkundet und schafft die Grundlage für eine Erweiterung des städtischen Zoos Vivarium. Die verkaufte Fläche an der Heinrichstraße war bis 2022 Teil des JKI-Standorts, der nach der Zusammenlegung mit dem Institut für Pflanzenschutz in Obst- und Weinbau vollständig nach Dossenheim verlagert wurde. Auf dem Gelände verblieben Forschungsgebäude, Labore, Gewächshäuser und extensive Außenflächen, die im Eigentum der Bundesanstalt standen. Darmstadt hatte frühzeitig Interesse am Grundstück bekundet. Hintergrund sind neue Vorgaben für die Haltung von Zootieren, die größere Gehege und zusätzliche Freiflächen erfordern. Mit dem Erwerb kann die Stadt die Erweiterungsflächen bereitstellen und die langfristige Entwicklung des Zoos sichern. Das Vivarium umfasst derzeit rund fünf Hektar und beherbergt etwa 1.500 Tiere in 150 Arten. Mit der zusätzlichen Fläche entsteht Spielraum für artgerechtere Anlagen und eine räumliche Weiterentwicklung des Zoos als Bildungs- und Freizeiteinrichtung.
Hersbruck: Neues E-Center eröffnet
In Hersbruck ist an der Happurger Straße ein neuer Vollsortimenter der EDEKA-Unternehmensgruppe Nordbayern-Sachsen-Thüringen eröffnet worden. Der Neubau ersetzt den bisherigen Markt am Standort und erweitert die Verkaufsfläche um rund fünfzig Prozent auf etwa 3.600 Quadratmeter. Unter dem Markt befindet sich eine aufgeständerte, ebenerdige Parkgarage mit rund 130 Stellplätzen, E-Ladesäulen und überdachten Fahrradplätzen. Der Bau wurde seit Herbst 2024 auf einem vergleichsweise kleinen Grundstück realisiert und war durch mehrere technische Herausforderungen geprägt. Der Untergrund erwies sich stellenweise als nicht ausreichend tragfähig, sodass Sondergründungen mit CMC-Betonsäulen erforderlich wurden. Zudem mussten Bombenverdachtsstellen aus früheren Jahrzehnten sondiert und ein Bombentrichter geräumt werden. Der hohe Grundwasserstand von nur 0,8 bis 1,2 Metern unter Geländeoberkante erforderte zusätzliche Sicherungsmaßnahmen. Trotz der schwierigen Randbedingungen konnte der Neubau planmäßig fertiggestellt werden. Die Haustechnik wurde vollständig erneuert, Aufzüge und Rollsteige integriert sowie alle innen- und außenliegenden Gewerke abgeschlossen. Auf dem Dach wurde eine großformatige Photovoltaikanlage installiert, die einen maßgeblichen Teil des Strombedarfs abdeckt. In den Außenbereichen entstanden Regenwasserrückhaltung, neue Beläge und Begrünung. Durch die kompakte Bauweise mit Parkgarage unter dem Markt wird die Versiegelung gegenüber einer konventionellen Bauform deutlich reduziert. Der Neubau bildet nun einen modernen Versorgungspunkt am östlichen Stadteingang von Hersbruck und ergänzt die Einzelhandelsinfrastruktur im Nürnberger Land.
Hamburg: Studie zeigt moderate Mieten und stark gestiegene Nebenkosten
In Hamburg liegt die reale monatliche Nettokaltmiete derzeit im Durchschnitt bei 9,11 Euro je Quadratmeter Wohnfläche. Das ergibt die Hamburger Mietenstudie 2025, die vom Center for Real Estate Studies im Auftrag der Hamburger Wohnungswirtschaft (BFW Landesverband Nord, Grundeigentümer-Verband Hamburg, IVD Region Nord und Verband norddeutscher Wohnungsunternehmen) erstellt wurde. Ausgewertet wurden 283.000 bestehende Mietverträge, also mehr als ein Drittel aller Mietverhältnisse in der Stadt. Die Leerstandsquote liegt unter einem Prozent, was auf eine Vollvermietung im Bestand hinweist. Gegenüber der Vorgängerstudie aus dem Jahr 2022 ist die durchschnittliche Nettokaltmiete um 8,8 Prozent gestiegen. Im Jahr 2019 lag sie bei 7,98 Euro, 2022 bei 8,71 Euro je Quadratmeter. Damit sind die Mieten seit 2022 langsamer gestiegen als die Verbraucherpreise, die im gleichen Zeitraum um 10,8 Prozent zunahmen. Die meisten Mieten bewegen sich zwischen 7,96 und 10,60 Euro je Quadratmeter. Zehn Prozent der Mieten liegen unter 6,96 Euro, neunzig Prozent unter 12,18 Euro je Quadratmeter. Die Studie unterscheidet zwischen Bestands- und Neuvertragsmieten. Die durchschnittliche Bestandsmiete beträgt 9,04 Euro je Quadratmeter, die Neuvertragsmiete 10,13 Euro. In Lagen, die als normal eingestuft werden, liegt die durchschnittliche Nettokaltmiete bei 8,77 Euro je Quadratmeter, in guten Lagen bei 10,54 Euro. Die ermittelte Durchschnittsmiete von 9,11 Euro liegt damit unter dem derzeit gültigen Hamburger Mietenspiegel von 9,83 Euro aus dem Jahr 2023. Ein neuer Mietenspiegel wird in den kommenden Wochen erwartet. Deutlich stärker als die Kaltmieten haben sich die Nebenkosten entwickelt. Die sogenannte zweite Miete liegt aktuell bei durchschnittlich 3,33 Euro je Quadratmeter. Im Jahr 2019 betrug der Wert 2,76 Euro. Das entspricht einem Anstieg von mehr als zwanzig Prozent innerhalb von sechs Jahren. Die Studienautoren und die beteiligten Verbände sehen die Ergebnisse als Hinweis darauf, dass der Hamburger Mietwohnungsmarkt im Bestand funktioniere und verweisen zugleich auf den wachsenden Kostendruck durch Gebühren und Energiekosten.
Berlin: Feldberg Capital startet Neugestaltung der ehemaligen Osram-Höfe
Feldberg Capital hat mit der umfassenden Revitalisierung der ehemaligen Osram-Höfe in Berlin-Mitte begonnen. Auf dem denkmalgeschützten Industrieareal entsteht in den kommenden Jahren ein moderner Life-Science-Campus. Die Investition beläuft sich auf rund 100 Millionen Euro. Der Umbau erfolgt in mehreren Abschnitten und soll bis 2030 abgeschlossen sein. Das Ensemble verfügt über insgesamt 65.000 Quadratmeter Mietfläche. Zunächst werden etwa 20.000 Quadratmeter zu Labor- und Forschungsflächen umgebaut. Die Flächen sollen schrittweise revitalisiert und an Einrichtungen und Unternehmen aus dem Life-Science-Sektor vermietet werden. Das Areal beherbergt bereits heute Nutzer wie die Charité, das Deutsche Herzzentrum sowie verschiedene Laborunternehmen. Weitere Nutzungen aus Handel, Verwaltung und Gewerbe bleiben bestehen. Zum Projekt gehören die energetische Ertüchtigung des Bestands im Rahmen der denkmalschutzrechtlichen Vorgaben, die Sanierung der Dachflächen sowie die Neugestaltung der Außenbereiche. Diese sollen durch zusätzliche Grünflächen und höhere Aufenthaltsqualität ein urbanes Umfeld schaffen, das Arbeiten, Wohnen und Versorgung verknüpft. Sämtliche Maßnahmen erfolgen in Abstimmung mit dem Denkmalschutz. Feldberg Capital hatte das Objekt Mitte 2024 in das Investment- und Asset-Management übernommen.
Freiburg: Entwurf von Machleidt gewinnt Verfahren für neues Behördenquartier
Das Büro Machleidt Städtebau + Stadtplanung hat das städtebauliche Verfahren für die Entwicklung des Behördenareals an der Stefan-Meier-Straße in Freiburg gewonnen. Das Preisgericht aus Vertretern der Stadt Freiburg, der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben und des Landes Baden-Württemberg stimmte dem Entwurf einstimmig zu. Die Planung bildet die Grundlage für das anstehende Bebauungsplanverfahren. Das Areal wird derzeit von verschiedenen Landes- und Bundesbehörden genutzt, darunter der BImA, dem Zoll, dem Finanzamt Freiburg-Stadt, der Universität Freiburg und dem Landesamt für Geologie, Rohstoffe und Bergbau. Künftig sollen dort deutlich mehr Arbeitsplätze in modernen, nachhaltigen Bürogebäuden entstehen. Die geplante Bürofläche soll nahezu verdoppelt werden. Der Entwurf sieht vor, das Quartier als parkähnlichen Campus zu gestalten und es durch neue Wegeführungen für angrenzende Stadtteile zu öffnen. Ergänzend sind Gastronomieangebote, Einkaufsmöglichkeiten und eine Kita vorgesehen. Im benachbarten Wohnquartier errichtet die Freiburger Stadtbau zunächst 91 Wohnungen. Perspektivisch plant auch die BImA neue Wohngebäude im Norden und Süden des Areals. Das Konzept überzeugt durch eine verdichtete Bebauung bei Erhalt prägender Bestandsstrukturen und großzügiger Freiflächen. Die Planungsaufgabe umfasste die Entwicklung einer städtebaulichen Perspektive für das Gesamtareal unter Einbeziehung der bestehenden Substanz und des umfangreichen Baumbestandes. Ziel war eine höhere bauliche Dichte bei hoher Freiraumqualität. Der Entwurf sieht eine Abfolge qualitätvoller Grünräume vor und stärkt die Verknüpfungen zu den umliegenden Quartieren. Zum Gesamtkonzept gehören ein Mobilitäts- und ein Nachhaltigkeitsansatz. Vorgesehen ist ein nahezu autofreier Campus mit Randtiefgaragen für Parken und Anlieferung. Car-Sharing-Angebote und E-Lademöglichkeiten sind eingeplant. Erhaltener Baumbestand, neue Begrünung und Gründächer sollen das Mikroklima verbessern und die Regenwasserversickerung unterstützen.
Düsseldorf: Großbanken erzielen Rekordertrag aus Zinsgeschäft
Die größten deutschen Banken haben im ersten Halbjahr 2025 einen historischen Höchstwert bei den Zinserträgen erreicht. Trotz der seit Juni 2024 laufenden Zinssenkungen der Europäischen Zentralbank verzeichnen sie erneut steigende Erträge, so eine Analyse von Barkow Consulting. Im zweiten Quartal stiegen diese im Jahresvergleich um 6,3 Prozent auf 11,3 Milliarden Euro. Im gesamten ersten Halbjahr summierten sich die Zinserträge der Großbanken auf 24,4 Milliarden Euro und erreichten damit den höchsten jemals gemessenen Wert. Während die Großbanken ihre Einnahmen im Zinsgeschäft damit zum dritten Mal in Folge steigerten, verzeichneten kleinere deutsche Banken einen Rückgang. Bei ihnen sanken die Zinserträge im zweiten Quartal im Jahresvergleich um 7,3 Prozent auf 12,2 Milliarden Euro.
Wiesbaden: pro m² gestaltet neue Arbeitswelt für VSW
Die pro m² GmbH hat für die Versicherergemeinschaft für Steuerberater und Wirtschaftsprüfer am neuen Standort in Wiesbaden eine moderne Arbeitsumgebung realisiert. Auf rund 2.000 Quadratmetern entstanden 65 Arbeitsplätze, deren Gestaltung die künftige Arbeitskultur der Organisation abbilden soll. Der neue Standort wird seit September 2025 genutzt. pro m² verantwortete die Entwicklung des Raumprogramms, die Begleitung der Standortverlagerung sowie die planerische, gestalterische und bautechnische Umsetzung. Der Standortwechsel wurde von der VSW als strategische Neuausrichtung genutzt. Die Auswahl der Immobilie erfolgte nach planerischer Prüfung und bautechnischer Bewertung möglicher Flächen. Die gewählte Liegenschaft stellte aufgrund ihrer Struktur besondere Anforderungen, eröffnete jedoch zugleich gestalterische Spielräume für eine grundlegend neu interpretierte Arbeitsumgebung. Das Konzept orientiert sich an modernen Wohn- und Hotelleriewelten und setzt auf natürliche Materialien, eine klare Formensprache, Bepflanzungselemente und ein individuelles Lichtkonzept. Ziel ist eine Atmosphäre, die sowohl konzentriertes Arbeiten als auch informellen Austausch unterstützt. Zentraler Bestandteil der neuen Arbeitswelt ist ein multifunktionaler Raum, der Versorgungsbereich, Kommunikationsort, Rückzugszone und flexible Arbeitsplätze verbindet. Ergänzende Kommunikationspunkte in der Fläche fördern informelle Begegnungen und dienen als räumliche Ankerpunkte. Die Umsetzung erfolgte unter komplexen baulichen Rahmenbedingungen und erforderte eine enge Verzahnung von Innenarchitektur und bautechnischem Projektmanagement. pro m² begleitete die Maßnahme bis in die Phase des Mängelmanagements nach dem Einzug.
Garbsen: Urban Partners und HIH Invest erwerben Logistikentwicklung
Urban Partners und HIH Invest haben im Rahmen ihres bestehenden Joint Ventures ein Logistikprojekt in Garbsen bei Hannover übernommen. Es handelt sich um die dritte gemeinsame Transaktion der beiden Unternehmen mit Fokus auf nachhaltige, entwicklungsreife Logistikimmobilien in Deutschland. Ein Großteil des Investments erfolgt über den NSF V-Fonds von Urban Partners, den aktuell größten Value-Add-Immobilienfonds in Europa. Das Projekt umfasst eine Gesamtmietfläche von rund 15.000 Quadratmetern und ist vollständig langfristig vorvermietet. Die Entwicklung entsteht auf einem etwa 25.000 Quadratmeter großen Grundstück. Der Baubeginn ist für das erste Quartal 2026 vorgesehen, die Fertigstellung für Ende 2026. Für Urban Partners ist es die zehnte Investition im deutschen Logistiksegment. Das Unternehmen verwaltet derzeit mehr als 210.000 Quadratmeter an Logistikprojekten. Die Übernahme in Garbsen folgt auf gemeinsame Ankäufe in Herten im Frühjahr sowie in Bensheim im Sommer 2025. Die Logistikentwicklung liegt in einem etablierten Gewerbe- und Industriegebiet mit direkter Anbindung an die Bundesstraße B6 und schneller Erreichbarkeit der Autobahnen A2, A7 und A352. Der Flughafen Hannover ist in etwa 20 Minuten erreichbar, das Güterverkehrszentrum Hannover-Lehrte in rund 30 Minuten. Die technische Due Diligence erfolgte durch Drees & Sommer, die rechtliche Prüfung durch Ashurst.
Nürnberg: Instone erweitert Pipeline mit Grundstückskauf im Luitpoldviertel
Instone Real Estate hat im Nürnberger Neubauquartier Luitpoldviertel ein rund 5.500 Quadratmeter großes Grundstück erworben und stärkt damit seine Präsenz in der fränkischen Metropole. Die Liegenschaft befindet sich an der Regensburger Straße im Stadtteil Ludwigsfeld und wurde von einer Projektentwicklungsgesellschaft der KIB Gruppe veräußert. Über den Kaufpreis wurde Stillschweigen vereinbart. Geplant ist die Entwicklung von drei Gebäudeteilen mit insgesamt etwa 160 freifinanzierten Eigentumswohnungen sowie einer Tiefgarage. Der Bauantrag ist für das erste Quartal 2026 vorgesehen. Instone plant eine Umsetzung nach dem EH-40-QNG-Standard und strebt eine Zertifizierung durch DGNB oder NaWoh an. Das nahezu fertiggestellte Luitpoldviertel auf dem früheren Autohaus-Krauss-Areal umfasst insgesamt 28.300 Quadratmeter. Es verbindet verschiedene Wohnformen mit Büro-, Handels- und Dienstleistungsnutzungen und verfügt über eine gute verkehrliche Anbindung. Hochschulen, die Technische Universität Nürnberg sowie der Hauptbahnhof und die Altstadt sind in kurzer Zeit erreichbar. In direkter Nähe liegen zudem der Luitpoldhain und der Wöhrder See. Ein weiteres Projekt von Instone befindet sich mit dem Seetor City Campus im Osten der Stadt.
München: MONACO im Werksviertel erhält WiredScore-Platinum-Zertifizierung
Das Bürogebäude MONACO im Münchner Werksviertel hat bereits zu Beginn der Hochbauphase die WiredScore-Platinum-Zertifizierung erhalten. Die Auszeichnung bewertet digitale Infrastruktur, Sicherheit und Ausfallsicherheit und gilt als der höchste erreichbare Standard des internationalen WiredScore-Bewertungssystems. Das Gebäude soll Mitte 2027 fertiggestellt werden. Die Zertifizierung bestätigt dem Projekt eine redundante und resiliente technische Infrastruktur. Dazu gehören mehrfach diversifizierte Telekommunikationsanbindungen, exklusive und gesicherte Technikräume sowie eine durchgängige Mobilfunkversorgung vom Untergeschoss bis zur Dachterrasse. Die Konzeption sieht vor, dass das Gebäude auch bei Ausfall einzelner Leitungen betriebsfähig bleibt und kritische Kommunikation gesichert ist. Für künftige Nutzer steht eine Auswahl aus mindestens drei unabhängigen Netzbetreibern zur Verfügung. Zudem schafft der Bauherr mit hohen Kapazitätsreserven in Steigschächten, Hauseinführungen und Technikräumen sowie einer flächendeckenden Glasfaservorverkabelung Voraussetzungen für technologische Erweiterungen. Das Gebäude ist damit auf zukünftige digitale Anforderungen ausgelegt. Die Zertifizierung erfolgt vor dem Hintergrund steigender Cyberangriffe in Deutschland. Laut Bitkom wurden in den vergangenen zwölf Monaten 87 Prozent der Unternehmen Opfer von Daten- oder Informationsdiebstahl, Betrug oder digitaler Industriespionage. Der wirtschaftliche Schaden wird auf 289,2 Milliarden Euro beziffert. Der Neubau wurde vom Architekturbüro MVRDV entworfen und bereits mit dem German Design Award 2025 sowie dem Iconic Award 2025 ausgezeichnet. Das Projekt wird von der Rock Capital Group entwickelt.
Wien: UBM kehrt im dritten Quartal in die Gewinnzone zurück
UBM Development hat den positiven Trend bei den Wohnungsverkäufen auch im dritten Quartal 2025 fortgesetzt. Bis zum 30. September wurden 355 Wohnungen verkauft, ein Plus von 25 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Gleichzeitig erreichte das Unternehmen im dritten Quartal ein Ergebnis vor Steuern von 1,9 Millionen Euro und bestätigte damit die Rückkehr zur Profitabilität. Die Liquidität blieb in den ersten neun Monaten stabil. Zum Quartalsende verfügte UBM über 142 Millionen Euro an liquiden Mitteln. Die erfolgreiche Platzierung eines vierten Green Bonds im Oktober sorgt im vierten Quartal für zusätzliches Kapital und dient der Glättung des Rückzahlungsprofils. Eine Anleihe über 75 Millionen Euro wurde am 13. November planmäßig zurückgeführt. Die Nettoverschuldung lag zum 30. September bei 583,2 Millionen Euro nach 545,9 Millionen Euro im Vorjahr. Bei einer Bilanzsumme von 1.164,1 Millionen Euro entspricht dies einer Eigenkapitalquote von 30 Prozent. Die Projektpipeline umfasst in den kommenden vier Jahren ein Volumen von rund 1,9 Milliarden Euro. Knapp 60 Prozent entfallen auf die Assetklasse Wohnen, über 90 Prozent der Projekte befinden sich in Österreich und Deutschland. Mit rund 2.800 Wohneinheiten in Entwicklung, Bau oder Vertrieb ist UBM gut in den relevanten Märkten positioniert. Ein Großteil der Pipeline basiert auf Holz-Hybrid-Bauweisen, die UBM durch Standardisierung und Modularisierung weiter ausbauen will. Für das Gesamtjahr 2025 erwartet das Unternehmen eine operative Erholung, getragen von der Rückkehr in die Gewinnzone im zweiten Halbjahr. Die Sicherung der Liquidität bleibt angesichts des Marktumfelds prioritär. Die Entwicklung der Wohnungsverkäufe deutet auf eine mögliche Trendwende am Markt hin, die 2026 die Grundlage für zukünftige Gewinne schaffen könnte. In den ersten drei Quartalen erzielte UBM Umsatzerlöse von 97,3 Millionen Euro nach 63,4 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum. Das Ergebnis vor Ertragssteuern verbesserte sich auf minus 3,9 Millionen Euro nach minus 14,5 Millionen Euro ein Jahr zuvor. Das Ergebnis je Aktie halbierte sich nahezu von minus 2,67 Euro auf minus 1,32 Euro.
Berlin: ADCURA bezieht neue Büroflächen am Steinplatz 2
Die ADCURA Steuerberatungsgesellschaft mbH verlegt ihren Firmensitz innerhalb der Berliner City West und hat dafür Büroflächen im Gebäude Steinplatz 2 in Charlottenburg angemietet. Das Unternehmen, das auf Dienstleister im Gesundheitswesen spezialisiert ist und zum Netzwerk der ETL-Gruppe gehört, suchte einen modernen und zentralen Standort mit guter Erreichbarkeit. Die Immobilie verfügt über insgesamt rund 7.400 Quadratmeter Mietfläche und befindet sich im Besitz der TETRIS Grundbesitz AG. Der neue Standort bietet ein ruhiges und zugleich zentral gelegenes Umfeld in der City West und soll die Arbeitsbedingungen für die Mitarbeitenden verbessern. Die Verlegung des Firmensitzes ist für das kommende Jahr geplant. Die Vermietung erfolgte langfristig. Der Mietvertragsabschluss wurde durch Aengevelt vermittelt.
Luxemburg: Corestate erzielt Einigung mit wichtigen Anleihegläubigern
Corestate hat sich mit Investmentgesellschaften, die mehr als 75 Prozent der ausstehenden Senior Notes halten, auf eine Verlängerung der Laufzeiten um zwei Jahre verständigt. Für die Jahre 2026, 2027 und 2028 wurden Zinssätze von acht, zwölf und 15 Prozent vereinbart. Unterstützende Gläubiger haben eine Lock-up-Vereinbarung unterzeichnet. Die erforderlichen Beschlüsse sollen im Dezember 2025 gefasst werden. Die Laufzeitverlängerung soll dem Unternehmen zusätzlichen Handlungsspielraum im laufenden Asset-Disposal-Programm verschaffen. Das Programm verläuft nach Unternehmensangaben planmäßig. Corestate hat 2023 Immobilien im Wert von 29,3 Millionen Euro und 2024 Objekte im Volumen von 38,9 Millionen Euro veräußert. Ziel ist es, sämtliche nicht zum Kerngeschäft gehörenden Immobilien mit einem geschätzten Gesamtvolumen von 130 Millionen Euro bis Ende 2027 zu verkaufen. Künftige Erlöse sollen ausschließlich für Zinszahlungen und Anleiherückführungen verwendet werden. Das Unternehmen hat den operativen Break-even erreicht und eine vorzeitige Rückzahlung von 17,5 Millionen Euro der Super Senior Note vorgenommen. Die vollständige Rückführung dieser Anleihe ist für die erste Jahreshälfte 2026 geplant. Nach dem Verkauf der französischen Tochtergesellschaft STAM Europe im September 2025 richtet Corestate seinen Fokus als Finanzholding auf zwei Säulen: die Optimierung des Non-Core-Disposals zur Bedienung der Finanzverbindlichkeiten und die weitere Entwicklung der Tochter Hannover Leasing. Die aktualisierte Prognose sieht für 2025 Umsätze und Erträge von 43,9 Millionen Euro sowie ein EBITDA von minus 5,8 Millionen Euro vor. Für 2028 werden Umsätze und Erträge von rund 45 Millionen Euro und ein EBITDA von etwa 10 Millionen Euro erwartet. Das Unternehmen rechnet zu diesem Zeitpunkt mit einer finanziellen Nettoverschuldung von rund 30 Millionen Euro inklusive langfristiger RETT-Blocker-Verbindlichkeiten. Hannover Leasing verfolgt seit 2023 eine strategische Neuausrichtung und erweitert das Angebot um IRR- und wertorientierte Investmentlösungen. Das verwaltete Vermögen soll von 8,4 Milliarden Euro im Jahr 2025 auf rund zehn Milliarden Euro bis 2028 steigen. Für 2025 werden Umsätze und Erträge von 25,6 Millionen Euro und ein EBITDA von 3,4 Millionen Euro erwartet. Bis 2028 soll ein jährliches Umsatzwachstum von etwa 20 Prozent auf rund 45 Millionen Euro sowie ein EBITDA von mehr als 15 Millionen Euro erreicht werden. Die Veröffentlichung des geprüften Jahresabschlusses 2022 wird bis Ende November 2025 erwartet, der Abschluss 2023 soll im Dezember folgen. Die Hauptversammlung zur Feststellung der Abschlüsse ist Anfang Februar 2026 vorgesehen. Die Prüfung der Jahresabschlüsse 2024 und 2025 wird sich dadurch verzögern. Die geplante Notierung neuer Aktien verschiebt sich in die zweite Jahreshälfte 2026.
Stuttgart: HanseMerkur Grundvermögen erwirbt Büroimmobilie in Bad Cannstatt
Die HanseMerkur Grundvermögen AG hat ein umfassend modernisiertes Büro- und Verwaltungsgebäude in der Deckerstraße 41 für einen Immobilien-Spezialfonds übernommen, der auf staatliche Mieter ausgerichtet ist. Das Objekt verfügt über rund 5.800 Quadratmeter Mietfläche und ist vollständig an das Land Baden-Württemberg vermietet. Nutzer sind unter anderem das Landeskriminalamt und die Cybersicherheitsagentur des Landes. Das Gebäude wurde 2025 für einen niedrigen zweistelligen Millionenbetrag umfassend saniert. Die Maßnahmen umfassten energetische Optimierungen und die Modernisierung der technischen Gebäudeausstattung. Für die Immobilie wird die Nachhaltigkeitszertifizierung BREEAM-Excellent angestrebt. Das Objekt besteht aus sechs oberirdischen Geschossen sowie einem Untergeschoss mit Tiefgaragenbereichen. Bad Cannstatt gilt als etablierter Verwaltungs- und Behördenstandort und bietet eine sehr gute Verkehrsanbindung sowie ein breites Nahversorgungsangebot. Durch den langfristigen Mietvertrag mit der öffentlichen Hand besteht eine hohe Ertrags- und Planungssicherheit. Das Land Baden-Württemberg nutzt bereits im benachbarten Office Campus Stuttgart Flächen, ebenfalls im Bestand der HanseMerkur Grundvermögen. Das Assetmanagement beider Objekte liegt beim Unternehmen. Verkäufer des Gebäudes ist eine von JPMorgan Asset Management gemanagte Objektgesellschaft.
München: Hammer AG vermietet zwei Flächen an FITSEVENELEVEN
Die Hammer AG hat zwei Mietverträge mit der Fitnessstudiokette FITSEVENELEVEN abgeschlossen. Neben einer Fläche im Projekt SOHO München in Obersendling wird der Betreiber künftig auch im Vertical Garden am Frankfurter Ring 143 vertreten sein. Für den Vertical Garden wurde ein langfristiger Mietvertrag über insgesamt 1.934 Quadratmeter geschlossen. Davon entfallen rund 645 Quadratmeter auf das Erdgeschoss und 1.289 Quadratmeter auf das erste Obergeschoss. Im SOHO München wird FITSEVENELEVEN nach dem geplanten Ausbau eine Fläche von rund 1.500 Quadratmetern übernehmen. Die Eröffnung ist für das erste Quartal 2026 vorgesehen. Die Vermittlung der Flächen erfolgte durch E&G Real Estate. Bei der Anmietung im SOHO München war zudem GSK München rechtlich beratend tätig.
Düsseldorf: Instone sichert sich Entwicklungsareal in Benrath
Instone Real Estate hat ein rund 150.000 Quadratmeter großes Grundstück in Düsseldorf-Benrath aus dem Portfolio der Adler Group übernommen und bereitet die Entwicklung eines neuen Stadtquartiers vor. Grundlage ist der städtebauliche Wettbewerbsentwurf aus dem Jahr 2017, der eine Mischung aus 800 bis 1.000 Wohnungen, sozialer Infrastruktur sowie Gewerbe- und Büroflächen vorsieht. Ergänzend ist ein Grünkonzept mit öffentlichen und privaten Freiräumen geplant. Das Areal ist der ehemalige Standort eines Stahlwalzwerks, das zuletzt von Outokumpu betrieben wurde und 2016 stillgelegt wurde. Aufgrund der industriellen Vornutzung sind umfangreiche Rückbau- und Schadstoffsanierungsarbeiten erforderlich, die ab 2027 beginnen sollen. Im kommenden Jahr soll der Masterplan in Abstimmung mit Verwaltung, Politik und Öffentlichkeit finalisiert werden. Ziel ist eine städtebaulich, ökologisch und sozial tragfähige Entwicklung, die den Wohnraumbedarf im Düsseldorfer Süden adressiert und die Transformation der brachliegenden Industriefläche vorbereitet. Instone kündigt an, die Planung und Umsetzung des neuen Quartiers auf Basis der bestehenden Entwicklungsziele der Landeshauptstadt voranzutreiben und verweist dabei auf bereits realisierte Projekte wie Grafental Ost, Wohnen im Hochfeld und die Wohnbebauung am Niederkasseler Lohweg.
Düsseldorf: Dermatologische Praxis eröffnet in der Münster-Therme
In der Münster-Therme im Stadtteil Pempelfort wird im Dezember 2025 eine privatärztliche dermatologische Gemeinschaftspraxis eröffnen. Das Jugendstilbad in der Münsterstraße dreizehn, das 1902 in Betrieb ging und als ältestes Schwimmbad Düsseldorfs gilt, erweitert damit sein Angebot um eine medizinische Nutzung. Neben dem historischen Schwimmerbecken verfügt die Einrichtung über Sauna, Dampfbad, Solebecken und Salzgrotte. Die neue Praxis bezieht eine Fläche von rund 255 Quadratmetern. Vermieter ist die Bädergesellschaft Düsseldorf, eine Tochter der Landeshauptstadt. Die Fläche wurde langfristig an die Ärztinnen und Ärzte der Gemeinschaftspraxis vergeben. Mit der Ansiedlung wird das medizinische Angebot im Quartier erweitert; gleichzeitig stärkt die zusätzliche Nutzung die Standortfrequenz innerhalb der Thermenanlage. Der Mietvertrag wurde durch Aengevelt vermittelt.
Mülheim an der Ruhr: Westflügel des Rhein-Ruhr Zentrums wird modernisiert
Das Rhein-Ruhr Zentrum geht in die nächste Phase seiner umfassenden Erneuerung. Nach dem Start der Außenarbeiten im Oktober beginnen im Dezember die nächsten Bauabschnitte im westlichen Flügel des Centers. Vorgesehen sind Rückbauarbeiten sowie die bauliche Vorbereitung für neue Flächen der künftigen Hauptmieter Kaufland, Müller und McFIT. Außerdem wird die neue Mall-Konfiguration im Obergeschoss vorbereitet. Mit den Arbeiten in den Bereichen E1 und E2 wurde die TKS Group aus Borken beauftragt. Das Projekt umfasst mehr als 20.000 Quadratmeter. Der Auftragswert liegt im zweistelligen Millionenbereich und ist Teil der Gesamtinvestition von rund 180 Millionen Euro. Die Bauarbeiten sollen von Dezember 2025 bis Juli 2026 dauern. In Teilen dieses Zeitraums wird die West Mall auf beiden Ebenen geschlossen sein. Der Zugang zum westlichen Gebäudeteil soll dennoch dauerhaft gewährleistet bleiben. McFIT bleibt zunächst über den Außeneingang erreichbar, die direkte Verbindung zum Center entfällt jedoch vorübergehend. Der Zugang vom Westparkplatz sowie über die Galeria-Eingänge auf der Westseite ist zeitweise auf der Ebene E1 nicht möglich. Galeria und Aldi bleiben geöffnet; Besucherinnen und Besucher werden über provisorische Wegführungen zu alternativen Eingängen geleitet. Der Kundeninformationsschalter wird während der Arbeiten verlegt. Mit dem Abschluss der Bauphase im Sommer 2026 erreicht das Modernisierungsprojekt einen weiteren Meilenstein. Das Center führt seine umfassende Erneuerung damit planmäßig fort.
Frankfurt am Main: Deka Immobilien digitalisiert Finanzierungsprozesse
Deka Immobilien stellt ihre Finanzierungsprozesse neu auf und nutzt dafür künftig die Softwarelösung des Schweizer Anbieters Loanboox. Ausschreibungen für Immobilienfonds werden standardisiert, zentral und softwaregestützt abgewickelt. Die cloudbasierte Technologie bildet den gesamten Debt-Lifecycle ab, von der Ausschreibung über die Angebotsbewertung bis zur Dokumentation. Mit der Einführung der Plattform richtet Deka Immobilien ihr Finanzierungsmanagement stärker auf einheitliche Abläufe, transparente Prozessführung und verbesserte Datenqualität aus. Externe Finanzierungspartner sollen über eine gemeinsame digitale Umgebung eingebunden werden.
Frankfurt am Main: W. P. Carey strukturiert Sale-Leaseback über 88 Millionen Euro mit Valeo Foods
W. P. Carey hat ein grenzüberschreitendes Sale-Leaseback mit einem Volumen von 88 Millionen Euro abgeschlossen. Das Paket umfasst sechs betriebskritische Lebensmittelproduktionsanlagen in Großbritannien, der Tschechischen Republik und der Slowakei. Insgesamt handelt es sich um rund 121.000 Quadratmeter Fläche, die im Rahmen eines landesweiten Triple-Net-Leases langfristig an die Valeo Foods Group vermietet sind. Valeo Foods zählt mit rund 5.700 Produkten und einer Präsenz in über einhundert Ländern zu den führenden Lebensmittelproduzenten in Europa. Mehrere der nun zurückgemieteten Standorte sind die einzigen Produktionsstätten für Marken wie Rowse Honey, Matthew Walker Puddings und Candy Plus. Die Immobilien gelten aufgrund ihrer spezialisierten Produktionsprozesse und hohen regulatorischen Anforderungen als nur schwer zu replizieren. Die Mietverträge laufen über 25 Jahre und sehen jährlich indexgebundene Mietanpassungen vor. Für W. P. Carey war die Transaktion Teil der Strategie, langfristig stabile Cashflows aus betriebsnotwendigen Spezialimmobilien zu sichern. Valeo Foods verweist im Zusammenhang mit dem Sale-Leaseback auf seine Nachhaltigkeitsziele, darunter die Reduzierung der betrieblichen Emissionen um 42 Prozent bis 2030 sowie eine vollständige Umstellung auf Strom aus erneuerbaren Quellen bis 2026.
Wiesbaden: Auftragseingang im Bauhauptgewerbe steigt deutlich
Der Auftragseingang im Bauhauptgewerbe ist im September 2025 spürbar gestiegen. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes erhöhte sich das preisbereinigte Volumen gegenüber dem August um 7,7 Prozent. Damit erreichte der Index der Neuaufträge den höchsten Wert seit März 2022. Im Vergleich zum September 2024 lag der reale Auftragseingang kalenderbereinigt um 20,7 Prozent höher. Nominal ergibt sich ein Plus von 25,8 Prozent. Der Hochbau verzeichnete gegenüber dem Vormonat ein Plus von 1,7 Prozent, der Tiefbau legte um 13,2 Prozent zu. Im Dreimonatszeitraum von Juli bis September lag der bereinigte Auftragseingang insgesamt 4,0 Prozent über dem vorherigen Zeitraum. Der Hochbau kam auf ein Plus von 3,5 Prozent, der Tiefbau auf 4,5 Prozent. Auch der Umsatz erhöhte sich im September. Er lag real 5,1 Prozent über dem Vorjahresmonat, nominal ergab sich ein Anstieg von 7,4 Prozent.
Berlin: Dunman Capital und Family Office erwerben Portfolio in Berlin und Brandenburg
Dunman Capital und ein europäisches Family Office haben ein gemischt genutztes Immobilienportfolio in Berlin und Brandenburg übernommen. Die Transaktion wurde als Share Deal abgeschlossen und bewegt sich im gehobenen zweistelligen Millionenbereich. Das Portfolio besteht aus zehn Objekten, davon acht in Berlin und zwei in Brandenburg. Die Gesamtmietfläche liegt bei rund 25.000 Quadratmetern. Etwa 60 Prozent der Fläche entfallen auf Wohnen, rund 40 Prozent auf gewerbliche Nutzung. Der bisherige Eigentümer, der Investment- und Asset Manager Dupuis, hatte die Liegenschaften im Auftrag eines südeuropäischen Family Offices über mehrere Jahre gehalten und verkauft nun im Rahmen eines strategischen Rückzugs aus dem deutschen Markt. Dunman Capital ordnet den Ankauf seiner Urban Sustainable Residential Strategie zu. Ziel ist es, bestehende Gebäude schrittweise an moderne ESG-Standards anzupassen und ihre langfristige Wertstabilität zu erhöhen. Cushman and Wakefield war für die Käuferseite beratend tätig. Die Verkäuferseite wurde durch Globalvestment Partners begleitet.
Goslar: Neues EDEKA Center eröffnet in ehemaliger Kaufland-Fläche
In Goslar eröffnet am Donnerstag, den 27. November 2025, ein neues EDEKA Center an der Hildesheimer Straße. Der Markt entsteht in der zuvor leerstehenden Fläche des früheren Kaufland und umfasst 3.600 Quadratmeter Verkaufsfläche. Betreiber ist die EDEKA Minden-Hannover. Mit der Eröffnung wird der kleinere EDEKA Markt auf der gegenüberliegenden Straßenseite geschlossen. Die Mitarbeitenden erhielten Angebote zum Wechsel in den neuen Standort. Zusätzlich sind weitere Arbeitsplätze entstanden. Die Handelsimmobilie wurde 2016 errichtet und stand nach dem Auszug von Kaufland im vergangenen Jahr leer. Der neue Markt nutzt ein aktualisiertes Konzept mit Bedienbereichen, SB-Kassen, Scan and Go Technik sowie einem modernisierten Vorkassenbereich mit Café und ergänzenden Angeboten. Das Objekt gehört zum offenen Spezialfonds HIH Perspektive Einzelhandel: Fokus Nahversorgung. Es ist eines von 26 Fondsobjekten mit einem Immobilienvermögen von rund 520 Millionen Euro und einer Einzelhandelsquote von über 90 Prozent. Beratend für die Vermietung tätig war die HIH Invest Real Estate.
Freiburg: BImA startet Bau von 64 neuen bezahlbaren Wohnungen
Die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben hat in Freiburg-Haslach den Spatenstich für zwei neue Wohngebäude an der Belchen- und der Blauenstraße gesetzt. Entstehen werden 64 moderne Wohnungen mit fünfzig bis fünfundneunzig Quadratmetern, davon sechsunddreißig barrierefrei. Alle Einheiten erhalten Balkone, Terrassen oder private Gärten. Die Gebäude erreichen den Effizienzhaus-40-Standard, werden an das eigene Nahwärmenetz angeschlossen und erhalten großflächige Photovoltaikanlagen auf den begrünten Dächern. Auf den bislang vollständig versiegelten Garagenflächen an der Blauenstraße entsteht ein begrünter Wohnhof mit hoher Aufenthaltsqualität. Die neue Tiefgarage an der Belchenstraße bietet sechsundzwanzig Stellplätze für Autos sowie hundertfünfzehn Fahrradbügel und fünf Plätze für Lastenräder. Zusätzlich entstehen am zweiten Gebäude vierzig Fahrradstellplätze im Keller sowie achtundzwanzig Plätze im Carport. Der rückwärtige Grundstücksbereich an der Blauenstraße geht an die Stadt über, die dort einen öffentlichen Spiel- und Aufenthaltsbereich für das Quartier plant. Die bisherigen Mietenden waren frühzeitig eingebunden und erhielten Unterstützung beim Umzug. Ihnen wurde Ersatzwohnraum angeboten; nach Fertigstellung können sie per Vormietrecht in die Neubauten zurückkehren. Die neuen Wohnungen werden zunächst Beschäftigten des Bundes im Rahmen der Wohnungsfürsorge angeboten, anschließend zu denselben Konditionen auf dem freien Markt.
Berlin: Senat veröffentlicht Bebauungsleitlinien für das neue Quartier am Molkenmarkt
Die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Bauen und Wohnen hat den zweiten Teil der Bebauungsleitlinien für das künftige Stadtquartier am Molkenmarkt vorgelegt. Nachdem die ersten hochbaulichen Wettbewerbe im November 2025 entschieden wurden, bilden die nun veröffentlichten Leitlinien die Grundlage für die weiteren Verfahren. Die Leitlinien betreffen die verbliebenen Bauflächen der Wohnungsbaugesellschaft Mitte im Block A und B. Sie definieren das städtebauliche und funktionale Gerüst der künftigen Bebauung beidseitig der Parochialgasse und rund um den neuen Stadtplatz in Block A. Festgelegt werden unter anderem die Aufteilung der Gebäude, die Höhenentwicklung, Geschosshöhen sowie die räumliche Zuordnung von Wohn-, Kultur- und Gewerbeflächen. Vorgaben zu Erdgeschosszonen, Eingängen, Erschließungsbereichen und zur Integration archäologischer Funde ergänzen das Regelwerk. Im Block A entsteht zusätzlich ein zentraler Stadtplatz gegenüber dem Alten Stadthaus. Die Leitlinien formulieren dafür konkrete Anforderungen an Proportionen, Fassaden- und Arkadengestaltung sowie Materialität. Mit den nun vorliegenden Bebauungsleitlinien können die nächsten Hochbauwettbewerbe starten. Christian Gaebler, Senator für Stadtentwicklung, Bauen und Wohnen, hob die Bedeutung einer hohen architektonischen Qualität und einer wirtschaftlich tragfähigen Umsetzung hervor. Neben mietpreisgebundenem Wohnraum der Wohnungsbaugesellschaft Mitte soll im Block A ein neues Kulturhaus mit Probebühnen und Ausstellungsflächen entstehen.
Köln: Elektrotechnik-Unternehmen mietet neue Fläche im Carlswerk
Ein international tätiges Unternehmen aus dem Bereich Elektrotechnik verlagert seine Kölner Niederlassung ins Carlswerk in Köln-Mülheim. Angemietet wurden rund 860 Quadratmeter in der Schanzenstraße 6–20. Die Flächen werden derzeit im Zuge der Revitalisierung des Gebäudes modernisiert und sollen bis Frühjahr 2026 bezugsfertig sein. Der Ausbau erfolgt nach den Anforderungen des Unternehmens. Das Carlswerk gehört der Beos AG und umfasst rund 110.000 Quadratmeter Mietfläche, darunter etwa 40.000 Quadratmeter Büroflächen. Das ehemalige Industriegelände wurde seit 2007 schrittweise zu einem gemischt genutzten Gewerbecampus entwickelt, der heute unter anderem Rewe Digital, Bastei Lübbe, Tesla, die Hochschule für angewandtes Management und Eurowings Digital beherbergt. Die Vermittlung erfolgte durch Cushman & Wakefield.
Hainburg: Fachmarktzentrum an den Fasanerie Arkaden verkauft
In Hainburg ist ein vollständig vermietetes Fachmarktzentrum an den Fasanerie Arkaden an einen institutionellen Bestandshalter mit Schwerpunkt auf lebensmittelgeankerten Handelsimmobilien verkauft worden. Der Standort gilt mit Filialisten wie KiK, Edeka, Rossmann und Lidl sowie weiteren Nutzern wie einer Apotheke als wichtigster Einzelhandelscluster im näheren Umfeld und übernimmt eine zentrale Versorgungsfunktion für die Region. Über den Kaufpreis wurde Stillschweigen vereinbart. Die anhaltende Attraktivität solcher Standorte spiegelt sich auch in langfristigen Marktentwicklungen wider. Nach Daten des Handelsverbands Deutschland stiegen zwischen 2014 und 2024 die Marktanteile von Supermärkten um 22,9 Prozent, von Discountern um 17,9 Prozent, von Filialisten des Fachhandels um 7,8 Prozent und von Fachmärkten um 1,9 Prozent. Andere Segmente wie Kauf- und Warenhäuser verzeichneten dagegen deutliche Rückgänge. Die Vermittlung der Transaktion erfolgte durch Aengevelt.
Berlin: ULI Germany verleiht Leadership Awards an fünf Persönlichkeiten
Das Urban Land Institute Deutschland hat die ULI Germany Leadership Awards vergeben und damit fünf Persönlichkeiten für herausragende Beiträge zur Immobilienwirtschaft und Stadtentwicklung ausgezeichnet. Die Preisträger sind Dieter Müller, Werner Eckart, Isabella Chacón Troidl, Prof. Elisabeth Endres und Emil Pabst. Sabine Georgi, Geschäftsführerin des ULI Deutschland, würdigte in ihrer Ansprache die Bedeutung visionärer Ideen und mutigen Handelns für die Entwicklung lebendiger und nachhaltiger Städte. Die Awards seien ein Zeichen dafür, wie verantwortungsbewusste und interdisziplinäre Zusammenarbeit zu städtebaulichen Lösungen beitrage, die weit über den Moment hinaus wirkten. Christian Schmidt, deutscher Chairman des ULI, betonte zudem die Rolle innovativer Konzepte, die Städte ökologisch und wirtschaftlich zukunftsfähig machten. Die Auszeichnungen werden seit 2005 in fünf Kategorien vergeben. In diesem Jahr gingen sie an Emil Pabst von Veomo Consulting als Young Leader, an Prof. Elisabeth Endres vom Ingenieurbüro Hausladen für Urban Innovation, an Werner Eckart von OTEC in der Kategorie Stadtplanung, an Isabella Chacón Troidl von BNP Paribas Real Estate Investment Management Germany für ihren Beitrag zur Immobilienwirtschaft und an Dieter Müller, Gründer der Motel One Group, der für sein Lebenswerk geehrt wurde.
Berlin: Mittelstandsverbände warnen vor Aufweichung des Losgrundsatzes
Vor der Entscheidung des Bundestages über das Vergabebeschleunigungsgesetz appellieren das Handwerk sowie Verbände der mittelständischen Bau- und Planungswirtschaft, den Gesetzentwurf der Bundesregierung unverändert zu verabschieden. Die vom Bundesrat geforderten Ausweitungen von Generalunternehmervergaben lehnen sie geschlossen ab. Die Organisationen – darunter der Zentralverband Deutsches Handwerk, der Zentralverband Deutsches Baugewerbe, die Bundesarchitektenkammer, die Bundesingenieurkammer und die Bundesvereinigung Bauwirtschaft – warnen, eine weitergehende Aufweichung des Losgrundsatzes würde mittelständische Betriebe de facto von öffentlichen Aufträgen ausschließen. In der Branche arbeiten fast alle Unternehmen mit kleinen Teamgrößen, viele Architekturbüros beschäftigen weniger als zehn Personen. Nach Angaben der Verbände garantiert der Losgrundsatz seit Jahrzehnten fairen Wettbewerb. Der Regierungsentwurf enthalte bereits eine zusätzliche Ausnahme für Projekte aus dem Sondervermögen. Die geforderte Ausweitung der Generalunternehmervergaben lehnen sie mit Verweis auf höhere Kosten und fehlende Beschleunigungseffekte ab. Der Bundesrechnungshof beziffert die Mehrkosten bei entsprechenden Vergabeverfahren auf durchschnittlich rund zehn Prozent. Zudem verweisen die Verbände auf wirtschaftliche Risiken für Kommunen. Werden Aufträge an große auswärtige Konzerne vergeben, sinken lokale Wertschöpfung und Gewerbesteuereinnahmen. In den Stellungnahmen betonten die Verbände, eine mittelstandsfreundliche Vergabepraxis sei zentrale Voraussetzung für funktionierende regionale Bau- und Planungsstrukturen und sichere Arbeitsplätze vor Ort.
Friedrichshafen: Wettbewerbsergebnis für neues Wohnquartier liegt vor
Die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben plant im Quartier an der Ekkehard-, Schwab- und Hebelstraße den Bau von rund 245 Wohnungen. Grundlage ist der Siegerentwurf des Büros Schaudt Architekten aus Konstanz mit Schuler und Winz Landschaftsarchitekten aus Balingen. Die Jury hob den weitgehenden Erhalt des Bestands und die damit verbundene Einsparung grauer Energie hervor. Vorgesehen sind punktuelle Nachverdichtung, ergänzende Neubauten und ein zentraler Quartiersplatz. Die Grünflächen des Quartiers bleiben größtenteils erhalten. Die Baumaßnahme soll abschnittsweise erfolgen, damit Mieter im Quartier umziehen können. Drei Mieter waren Teil der Preisgerichtsjury. Die neuen Wohnungen werden zunächst an Bestandsmieter und Bundesbedienstete vermietet, anschließend zu bezahlbaren Konditionen am freien Markt angeboten. Der zweite Preis ging an Hähnig und Gemmeke aus Tübingen. Den dritten Platz teilen sich Blocher Partners, Studio Hering Architekten und Hildebrand+Schwarz Architekten. Die Entwürfe sind bis 28. November im Technischen Rathaus ausgestellt.


