Aktuelles aus der Immobilienbranche – Februar 2026

Aktuelles aus der Immobilienbranche – Februar 2026

Aktuelles aus der Immobilienbranche – Februar 2026
Die SWSG hat mit der Unterzeichnung eines Generalübernehmervertrags den Startschuss für das StadtQuartier Obertürkheim gegeben. Quelle: SWSG

Stuttgart: SWSG startet Neubauprojekt am Bahnhof +++ Berlin-Zehlendorf: BImA feiert Richtfest für 22 Wohnungen +++ Berlin: BFW kritisiert SPD-Wohnraumpapier und warnt vor Investitionsstopp +++ Potsdam: JUNIQO Invest erwirbt vollvermietete Wohnanlage +++ Bielefeld: smartments eröffnet größtes Haus am Hauptbahnhof +++ Augsburg: Immobiliengipfel setzt auf Bauturbo für den Wohnungsbau +++ Neuss: Wohninvestment im Stadtteil Furth veräußert +++ Köln: PORR Hochbau West realisiert Neubauprojekt K10K in Weidenpesch +++ Frankfurt: LIMES-Gewerbeportfolio vollständig veräußert +++ Unterschleißheim: HIH vermietet 1.733 Quadratmeter im KORYFEUM +++ Frankfurt am Main: INDUSTRIA steigert Assets under Management auf 6,3 Milliarden Euro +++ Detmold: LIST unterzeichnet Totalunternehmer-Vertrag für Hornsches Tor +++ Köln: SRP bezieht neue Bürofläche im Mediapark +++ Remshalden: Instone erwirbt Grundstück auf der Grunbacher Höhe +++ Ginsheim-Gustavsburg: REALOGIS vermittelt an Sovereign Network +++ Mannheim: Aroundtown vermietet im Büroobjekt „Theo & Luise“ +++ Frankfurt am Main: GWH erwirbt 166 Wohneinheiten in Bonn +++ Berlin: IVD meldet steigendes Transaktionsvolumen, sieht aber weiter strukturelle Schwächen +++ Mannheim: Immobilienmärkte der Metropolregion Rhein-Neckar 2025 verhalten +++ Jülich: CTP stellt Park fertig und übergibt an Quanta +++ Hamburg: Union Investment sichert 282 Millionen Euro Mieterträge für Fonds +++ Berlin: Verband für Bauen im Bestand veröffentlicht Steuerleitfaden +++ Rosenheim: KINGSTONE erwirbt Quartiersentwicklung Lokhöfe +++ Teltow: Deutsche Bürohaus erwirbt Bürogebäude
 

Agentur

Stuttgart: SWSG startet Neubauprojekt am Bahnhof

Die Stuttgarter Wohnungs- und Städtebaugesellschaft mbH (SWSG) hat mit der Unterzeichnung eines Generalübernehmervertrags den Startschuss für das StadtQuartier Obertürkheim gegeben. Am Bahnhof Obertürkheim sollen in den kommenden Jahren insgesamt 136 Wohnungen entstehen, davon 110 öffentlich geförderte Sozialmietwohnungen und 25 Eigentumswohnungen. Ergänzt wird das Quartier durch Eigentumswohnungen, eine Pflege-Wohngemeinschaft sowie Büro- und Gewerbeflächen. Teil des Projekts sind außerdem eine Stadtteilbibliothek und eine sechsgruppige Kindertagesstätte. Die Köster GmbH übernimmt als Generalübernehmer die Planung und Umsetzung auf Grundlage des städtebaulichen Konzepts des Büros a+r Architekten. Der Baustart ist für Herbst 2026 vorgesehen, die Fertigstellung wird für 2028 erwartet.


Berlin-Zehlendorf: BImA feiert Richtfest für 22 Wohnungen

Die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben hat in der Sven-Hedin-Straße 11 im Berliner Bezirk Steglitz-Zehlendorf das Richtfest für zwei Neubauten mit insgesamt 22 Wohnungen gefeiert. Auf dem Grundstück entstehen Zwei- bis Drei-Zimmer-Wohnungen mit Wohnflächen zwischen 53 und 102 Quadratmetern. Die Fertigstellung ist für Ende 2026 vorgesehen. Die Neubauten umfassen barrierefreie Wohnungen im Erdgeschoss, darunter eine rollstuhlgerechte Einheit, sowie Balkone oder Terrassen. Ergänzt wird das Projekt durch Gartenflächen und einen Spielplatz. Die Gebäude werden im Effizienzhaus-40-Standard errichtet und über eine Luftwärmepumpe sowie eine Photovoltaikanlage versorgt. Das Grundstück weist eine besondere Geschichte auf und wurde in der Vergangenheit unter anderem von US-Geheimdiensten genutzt. Mit dem Projekt realisiert die BImA in einer hochpreisig geprägten Wohnlage preisgedämpften Wohnraum. Die Wohnungen werden im Rahmen der Wohnungsfürsorge zunächst Bundesbediensteten angeboten und anschließend, sofern verfügbar, zu gleichen Konditionen auf dem freien Markt vermietet.


Berlin: BFW kritisiert SPD-Wohnraumpapier und warnt vor Investitionsstopp

Der BFW Landesverband Berlin/Brandenburg hat die jüngste wohnungspolitische Teilresolution der Berliner SPD scharf kritisiert. Das unter dem Titel „Leistbares Wohnen ist Daseinsvorsorge“ verabschiedete Papier sende aus Sicht der mittelständischen Immobilienwirtschaft ein negatives Signal an Investoren und gefährde Neubau sowie Eigentumsbildung in der Hauptstadt. Der Verband warnt, die vorgesehenen Eingriffe in den Wohnungsmarkt, zusätzliche Register und eine stärkere staatliche Steuerung könnten in der aktuellen Marktlage zu einem faktischen Investitionsstopp führen. Statt beschleunigter Verfahren und geringerer Kosten drohten neue Bürokratie und zusätzliche Belastungen für Verwaltung und Marktteilnehmer. BFW-Vorstandsvorsitzender Michael Kranz sieht in dem Papier eine Abkehr von pragmatischen Lösungen für den Wohnungsbau. Der Verband fordert stattdessen den Abbau von Baustandards, verlässliche Förderbedingungen und die konsequente Anwendung bestehender Beschleunigungsgesetze, um den Neubau wieder in Gang zu bringen.


Potsdam: JUNIQO Invest erwirbt vollvermietete Wohnanlage

Der Berliner Investment- und Asset Manager JUNIQO Invest hat im Potsdamer Stadtteil Babelsberg eine vollvermietete Wohnanlage erworben. Es handelt sich um den ersten Ankauf des Unternehmens in der brandenburgischen Landeshauptstadt. Die Liegenschaft besteht aus drei Wohngebäuden mit Tiefgarage auf einem Grundstück von mehr als 5.000 Quadratmetern. Insgesamt umfasst das Ensemble 36 Wohnungen mit rund 2.500 Quadratmetern Wohnfläche sowie 39 Stellplätze. Die jährliche Nettokaltmiete liegt bei etwa 300.000 Euro, der Kaufpreis bei knapp 7 Millionen Euro. Die Gebäude wurden 1997 errichtet, befinden sich in einem guten technischen Zustand und sind vollständig vermietet. Die Ein- bis Vierzimmerwohnungen verfügen über Balkone, teilweise auch über Dachterrassen. Der Standort Babelsberg zählt zu den gefragten Wohnlagen in Potsdam und profitiert unter anderem von der Nähe zu den Filmstudios Babelsberg, dem Campus Griebnitzsee der Universität Potsdam sowie dem Hasso-Plattner-Institut.


Bielefeld: smartments eröffnet größtes Haus am Hauptbahnhof

Mit der Eröffnung des Standorts smartments Bielefeld Hauptbahnhof hat die smartments ihr bislang größtes Haus in Betrieb genommen. Die Immobilie in der Bahnhofstraße 55 umfasst 221 Einheiten auf fünf Etagen und ist damit nicht nur das größte smartments-Haus bundesweit, sondern auch eines der größten Beherbergungsobjekte in Bielefeld und der Region Ostwestfalen-Lippe. Der Neubau richtet sich an Geschäftsreisende, Projektmitarbeiter, Familien sowie Gäste mit mittleren und längeren Aufenthalten. Durch die direkte Lage am Bielefeld Hauptbahnhof verfügt das Haus über eine sehr gute regionale und überregionale Anbindung und ergänzt das Beherbergungsangebot der Stadt insbesondere im Segment temporärer Wohnformen. Die 221 Einheiten verteilen sich auf sieben Zimmertypen mit Größen zwischen 19 und 43 Quadratmetern. Ein Großteil der Zimmer ist mit Kitchenette ausgestattet, ergänzt um Kategorien ohne Küchenzeile für kürzere Aufenthalte. Hinzu kommen barrierefreie Einheiten, Familienzimmer mit Verbindungstüren sowie Twinbett-Zimmer. Je nach Kategorie sind Belegungen von bis zu vier Personen möglich.


Augsburg: Immobiliengipfel setzt auf Bauturbo für den Wohnungsbau

Beim A³-Immobiliengipfel in Augsburg stand die Beschleunigung des Wohnungsbaus im Mittelpunkt. Vertreter aus Politik, Verwaltung und Immobilienwirtschaft diskutierten, wie sich Planungs- und Genehmigungsverfahren verkürzen lassen und welche Handlungsspielräume auf kommunaler und Landesebene bestehen. Bayerns Bauminister Christian Bernreiter stellte Maßnahmen des Freistaats vor, um Wohnungsbau schneller und kostengünstiger zu ermöglichen. Dazu zählen eine stärkere Deregulierung, vereinfachte Förderrichtlinien sowie neue Konzepte wie der Gebäudetyp E. Für den Doppelhaushalt 2026/2027 seien erneut hohe Mittel für die Wohnraumförderung vorgesehen. Augsburgs Oberbürgermeisterin Eva Weber betonte die Rolle der Kommunen bei der Umsetzung. Die Stadt setze auf den sogenannten Bauturbo, um bei geeigneten Projekten auf langwierige Bauleitplanverfahren zu verzichten und Baurecht schneller herzustellen. Ziel sei es, insbesondere innerstädtische Flächen zügiger für den Wohnungsbau zu mobilisieren. Aus Sicht der regionalen Immobilienwirtschaft wurde eine erste Entspannung der Rahmenbedingungen festgestellt. Vertreter des A³ Aktivkreis Immobilien verwiesen auf eine zunehmende Bereitschaft von Politik und Verwaltung, pragmatische Lösungen zu ermöglichen. Praxisbeispiele zeigten, wie Wohnraumentwicklung durch Nachverdichtung, Aufstockungen und digitale Planungsinstrumente vorangetrieben werden kann.


Neuss: Wohninvestment im Stadtteil Furth veräußert

In Neuss ist ein vollvermietetes Mehrfamilienhaus in Neuss verkauft worden. Die in den 1960er Jahren errichtete Liegenschaft umfasst zehn Wohneinheiten mit einer Gesamtmietfläche von rund 650 Quadratmetern. Käufer ist ein privater Investor, der mit dem Erwerb sein lokales Portfolio erweitert. Über den Kaufpreis wurde Stillschweigen vereinbart, die Bruttoanfangsrendite liegt bei rund 5,3 Prozent pro Jahr. Das Objekt befindet sich im Neusser Stadtteil Furth in einer ruhigen Wohnlage mit Nahversorgungsangeboten und Anbindung an den öffentlichen Personennahverkehr. Die durchschnittliche Wohnungsgröße von rund 65 Quadratmetern trifft auf eine stabile Nachfrage. Vermittelt wurde die Transaktion von Aengevelt Immobilien.


Köln: PORR Hochbau West realisiert Neubauprojekt K10K in Weidenpesch

Die Düsseldorfer Niederlassung von PORR Hochbau West realisiert in der Kapuzinerstraße 10 im Kölner Stadtteil Weidenpesch das Neubauprojekt K10K. Auftraggeber ist PATRIZIA. Der Neubau ersetzt einen eingeschossigen Bestandskindergarten und ergänzt einen bestehenden Wohnkomplex im Rahmen einer Nachverdichtung. Geplant ist ein siebengeschossiges Gebäude in Massivbauweise, das sich dreiseitig an die Bestandsgebäude anschließt. Im Erd- und ersten Obergeschoss entsteht ein viergruppiger Kindergarten, in den darüberliegenden vier Geschossen werden 16 Wohnungen realisiert. Ergänzt wird das Gebäude durch einen ein- bis zweigeschossigen Gartenanbau. Die Bruttogrundfläche des Neubaus beträgt rund 2.927 Quadratmeter. Vorgesehen sind unter anderem eine wärmegedämmte Fassade mit Riemchenverkleidung, begrünte Flachdächer sowie eine Energieversorgung über Wärmepumpe und Photovoltaik. Angestrebt wird eine DGNB-Zertifizierung in Silber. Der Baustart erfolgte im November 2025, die Fertigstellung ist für August 2027 geplant.


Frankfurt: LIMES-Gewerbeportfolio vollständig veräußert

Dr. Jan Markus Plathner von der Kanzlei Brinkmann & Partner hat als Insolvenzverwalter vier Gewerbeimmobilien des LIMES-Portfolios in Aschheim, Essen, Kassel und Köln verkauft. Der strukturierte Verkaufsprozess wurde von CR Investment Management und Mellum Real Estate begleitet. Käufer sind zwei Projektentwickler sowie eine Stiftung aus Deutschland. Die Transaktionen sind abgeschlossen, die Gläubigerversammlungen haben zugestimmt.


Unterschleißheim: HIH vermietet 1.733 Quadratmeter im KORYFEUM

Die HIH Real Estate hat im Büro- und Gewerbeobjekt KORYFEUM in Unterschleißheim nördlich von München einen neuen Mieter gewonnen. Ein international tätiger Dienstleister für Sicherheitssysteme mietet 1.733 Quadratmeter Büro- und Lagerfläche, der Einzug ist für den Sommer 2026 vorgesehen. HIH verantwortet seit Sommer 2025 das Asset Management und die Vermietung des 2023 fertiggestellten Objekts. Die Vermietung wurde von CBRE begleitet.


Frankfurt am Main: INDUSTRIA steigert Assets under Management auf 6,3 Milliarden Euro

Der Wohnimmobilien-Asset- und Property-Manager INDUSTRIA Immobilien hat seine Assets under Management im Jahr 2025 um rund 700 Millionen Euro auf 6,3 Milliarden Euro erhöht. Die Zahl der verwalteten Wohn- und Gewerbeeinheiten stieg um etwa 2.200 auf rund 24.000. Das Transaktionsvolumen belief sich 2025 auf 168 Millionen Euro, davon entfielen rund 107 Millionen Euro auf Ankäufe. Der Geschäftsbereich Property Management wuchs erneut deutlich, die betreute Fläche nahm um 16 Prozent auf rund 1,7 Millionen Quadratmeter zu. Für 2026 strebt INDUSTRIA ein weiteres Wachstum der Assets under Management um rund 500 Millionen Euro an.


Detmold: LIST unterzeichnet Totalunternehmer-Vertrag für Hornsches Tor

Die Stadt Detmold hat mit der Unternehmensgruppe LIST Gruppe einen Totalunternehmer-Vertrag für das Bauvorhaben am Hornschen Tor geschlossen. LIST übernimmt Planung und Bau des Geschäfts-, Büro-, Gastronomie- und Wohngebäudes an der Ecke Hornsche Straße/Lange Straße aus einer Hand. Die Fertigstellung des Projekts ist spätestens für das vierte Quartal 2028 vorgesehen, einzelne Nutzungen sollen bereits vorher in Betrieb gehen. Voraussetzung für den Baubeginn ist die noch ausstehende Baugenehmigung, die im Sommer 2026 erwartet wird.


Köln: SRP bezieht neue Bürofläche im Mediapark

Die SRP GmbH Steuerberatungsgesellschaft bezieht zum 1. April 2026 eine rund 465 Quadratmeter große Bürofläche im Mediapark 4e in Köln. Vermittelt wurde der Mietvertrag vom Maklerunternehmen RUHR REAL. Eigentümer des Bürogebäudes ist ein national tätiges Family Office, das Objekt wird von der MOMENI Group gemanagt. SRP war zuvor mehr als 23 Jahre am Standort Köln-Bayenthal ansässig. Die neuen Flächen werden nach Mieterwunsch umgebaut.


Remshalden: Instone erwirbt Grundstück auf der Grunbacher Höhe

Der Wohnentwickler Instone Real Estate hat auf der Grunbacher Höhe in Remshalden ein rund 9.168 Quadratmeter großes Grundstück erworben. Geplant ist ein Wohnquartier mit 110 Wohneinheiten, einer Kindertagesstätte und einem Anteil geförderten Wohnraums. Die Entwicklung erfolgt in Abstimmung mit der Gemeinde Remshalden im Rahmen des laufenden Bebauungsplanverfahrens. Vorgesehen sind mehrere Gebäude, Grünflächen sowie Mobilitätsangebote wie Carsharing und Fahrradkonzepte. Die Gebäude sollen nach dem Energiestandard Effizienzhaus 40 errichtet werden, zudem ist eine QNG-Zertifizierung geplant.


Ginsheim-Gustavsburg: REALOGIS vermittelt an Sovereign Network

Die REALOGIS Immobilien Frankfurt GmbH hat in Ginsheim-Gustavsburg eine Einheit mit rund 2.220 Quadratmetern Hallen- und Bürofläche in einer Logistikimmobilie mit insgesamt etwa 9.575 Quadratmetern Nutzfläche vermietet. Neuer Nutzer ist die Sovereign Network GmbH, die rund 1.850 Quadratmeter Hallenfläche sowie etwa 350 Quadratmeter Bürofläche bezieht und den Standort zur Erweiterung ihrer Aktivitäten im Umfeld des Frankfurter Flughafens nutzt. Die Liegenschaft in der Straße Im Weiherfeld 11 bis 15 wird von M7 Real Estate gehalten, das REALOGIS exklusiv mit der Vermietung beauftragt hatte; zur angemieteten Einheit gehören 22 Pkw-Stellplätze.


Mannheim: Aroundtown vermietet im Büroobjekt „Theo & Luise“

Aroundtown hat im Büroobjekt „Theo & Luise“ in der Theodor-Heuss-Anlage 12 in Mannheim eine langfristige Neuvermietung abgeschlossen. Neuer Mieter ist die Meisterwerk Gesundheit GmbH, die rund 1.100 Quadratmeter Schulungs- und Bürofläche bezieht und dort einen interdisziplinären Campus für Meisterkurse und Fachseminare in den Bereichen Hörakustik und Augenoptik aufbaut. Das Gebäude ist verkehrlich gut angebunden, unter anderem an die Autobahnen A5 und A6 sowie den Hauptbahnhof Mannheim mit Anbindung an den Fernverkehr. Zur Ausstattung zählen Fernwärmeversorgung, eine Photovoltaikanlage, Ladepunkte für Elektromobilität, barrierefreie Zugänge sowie Fahrradstellplätze. Der Gebäudebetrieb ist nach BREEAM zertifiziert. Robert Leitl und Joachim Gast, geschäftsführende Gesellschafter der Meisterwerk Gesundheit GmbH, nennen die Erreichbarkeit und die energetische Ausrichtung der Immobilie als zentrale Kriterien für die Standortentscheidung.


Frankfurt am Main: GWH erwirbt 166 Wohneinheiten in Bonn

Die GWH Wohnungsgesellschaft mbH Hessen hat im Rahmen eines Asset Deals ein Wohnensemble mit 166 Wohneinheiten und 42 Stellplätzen im Bonner Stadtbezirk Bad Godesberg erworben. Verkäuferin der drei benachbarten Bestandsimmobilien ist die Domicil Real Estate AG, die die Objekte im Rahmen eines Asset- und Portfoliomanagementmandats betreut hat. Das Ensemble umfasst eine Gesamtmietfläche von rund 13.044 Quadratmetern bei einer durchschnittlichen Wohnungsgröße von etwa 79 Quadratmetern und ist nahezu vollvermietet. Die Gebäude wurden zwischen 1956 und 2017 errichtet, ein Teil davon 2023 energetisch saniert, wodurch die Energieeffizienz verbessert und der Kohlenstoffdioxid-Ausstoß reduziert wurde. Stefan Fuchs, Managing Director der Domicil Real Estate Group, verweist auf die Weiterentwicklung der Bestände durch aktives Asset-Management, während Michael Herrmann, Bereichsleiter Handel der GWH, den Ankauf als strategische Ergänzung des langfristig ausgerichteten Wohnungsportfolios in einem nachgefragten Markt einordnet.


Berlin: IVD meldet steigendes Transaktionsvolumen, sieht aber weiter strukturelle Schwächen

In Deutschland wurden 2025 rund 284,4 Milliarden Euro in private und gewerbliche Immobilien investiert, ein Plus von 17,5 Prozent gegenüber 2024, wie eine Hochrechnung des Immobilienverband Deutschland IVD auf Basis von Grunderwerbsteuerdaten des Bundesministeriums der Finanzen zeigt. Trotz der Erholung bleibt das Volumen deutlich unter den starken Jahren 2021 und 2022. IVD-Präsident Dirk Wohltorf sieht daher keinen Anlass zum Jubeln und verweist auf politische Hemmnisse, insbesondere im Neubau, der weiterhin hinter dem Bedarf zurückbleibt. Nach Berechnungen des Bundesinstituts für Bau-, Stadt- und Raumforschung werden jährlich rund 320.000 neue Wohnungen benötigt. Der Anstieg des Marktvolumens wird vor allem durch Bestandstransaktionen getragen, während niedrige Genehmigungs- und Fertigstellungszahlen den Wohnungsmarkt weiter belasten. Regional verzeichnete Brandenburg 2025 mit plus 44,9 Prozent das stärkste Wachstum, während Bremen im vierten Quartal durch einzelne hochpreisige Abschlüsse auffiel. Wohltorf fordert angesichts der angespannten Lage unter anderem niedrigere Grunderwerbsteuern, bessere Abschreibungsbedingungen und verlässliche Förderprogramme.


Mannheim: Immobilienmärkte der Metropolregion Rhein-Neckar 2025 verhalten

Die Immobilienmärkte der Metropolregion Rhein-Neckar haben sich 2025 insgesamt zurückhaltend entwickelt. Nach Angaben der Metropolregion Rhein-Neckar belief sich das Investitionsvolumen auf rund 505 Millionen Euro und lag damit etwa zehn Prozent unter den Ergebnissen der Jahre 2023 und 2024. Mit 36 Transaktionen blieb die Aktivität auf dem Vorjahresniveau, wobei Lager- und Logistikimmobilien das Marktgeschehen dominierten. Das Bürosegment entwickelte sich schwach und erreichte mit 44 Millionen Euro ein historisch niedriges Transaktionsvolumen. Demgegenüber erzielte Lager und Logistik mit 335 Millionen Euro einen Höchstwert und stellte rund zwei Drittel des gesamten Investitionsvolumens. Der Einzelhandel kam auf 84 Millionen Euro, Sonstiges auf 42 Millionen Euro. 19 der 36 Transaktionen entfielen auf Mannheim und Heidelberg. In Ludwigshafen wurde 2025 kein Abschluss registriert. Der Büroflächenumsatz in Mannheim, Heidelberg und Ludwigshafen lag mit insgesamt rund 84.000 Quadratmetern deutlich unter dem Vorjahreswert von 160.000 Quadratmetern. Die Durchschnittsmieten blieben stabil bei 15,00 Euro pro Quadratmeter in Mannheim und 14,20 Euro pro Quadratmeter in Heidelberg. Die Spitzenmieten stiegen moderat auf 22,50 Euro pro Quadratmeter in Mannheim und 19,50 Euro pro Quadratmeter in Heidelberg. In Ludwigshafen lag die Spitzenmiete bei 14,00 Euro pro Quadratmeter. Die Leerstandsquoten veränderten sich nur geringfügig und lagen bei 10,6 Prozent in Mannheim, 5,2 Prozent in Heidelberg und 2,2 Prozent in Ludwigshafen. Die Fertigstellungstätigkeit fiel 2025 deutlich geringer aus als im Vorjahr.


Jülich: CTP stellt Park fertig und übergibt an Quanta

CTP hat den CTPark Jülich in Nordrhein-Westfalen fertiggestellt und an den Technologiehersteller Quanta Computer übergeben. Quanta pachtet das Areal langfristig und nutzt am Standort eine Gesamtnutzfläche von rund 23.800 Quadratmetern. Davon entfallen etwa 16.700 Quadratmeter auf Produktions- und Logistikflächen sowie rund 7.100 Quadratmeter auf Büro-, Sozial- und Technikflächen. Mit der Ansiedlung entstehen rund 500 Arbeitsplätze. Im CTPark Jülich produziert Quanta Technologieprodukte für Cloud Computing, Künstliche Intelligenz und autonomes Fahren. CTP realisierte hierfür unter anderem ein Produkttestlabor sowie einen eigenständigen Reinraum mit einer Fläche von 6.800 Quadratmetern. Zum Einsatz kommen zudem Robotertechnik und eine automatisierte Produktionslinie. Für den Betrieb ist das Dach des Gebäudes vollständig mit einer Photovoltaikanlage ausgestattet. Für die Hallen wird eine Nachhaltigkeitszertifizierung nach DGNB Gold angestrebt. Der CTPark Jülich ist Teil des interkommunalen Gewerbe- und Innovationsgebiets Brainergy Park Jülich im Norden der Stadt.


Hamburg: Union Investment sichert 282 Millionen Euro Mieterträge für Fonds

Union Investment hat im Jahr 2025 rund 890.650 Quadratmeter Immobilienfläche neu oder nachvermietet und damit jährliche Nettomieterträge von 282 Millionen Euro für ihre gewerblichen Fonds gesichert nach 273 Millionen Euro im Vorjahr. Die Vermietungsquote blieb aufgrund der Vermietungsleistung stabil und lag zum Jahresende 2025 bei durchschnittlich 95,3 Prozent nach 95,1 Prozent Ende 2024. Den größten Anteil an der Vermietungsleistung erzielten die drei offenen Immobilien Publikumsfonds. Im UniImmo Deutschland wurden 256.550 Quadratmeter mit jährlichen Erträgen von 105,6 Millionen Euro vermietet, im UniImmo Europa rund 220.000 Quadratmeter mit 81,8 Millionen Euro jährlicher Nettomiete und im UniImmo Global etwa 132.000 Quadratmeter mit Mieterträgen von 31,7 Millionen Euro. Mietvertragsverlängerungen und Anschlussvermietungen machten mit 68,7 Prozent beziehungsweise rund 612.000 Quadratmetern den größten Anteil an der Vermietungsbilanz aus. Rund 66 Prozent der Vermietungsleistung entfielen auf Büroimmobilien, weitere 25 Prozent auf Einzelhandelsflächen, der übrige Anteil verteilte sich vor allem auf Logistik und Hotels. Zu den größten Vermietungserfolgen zählten der Abschluss eines zwölfjährigen Mietvertrags über 11.000 Quadratmeter mit der internationalen Kanzlei Clifford Chance im Bürogebäude Boulevard Haussmann 59 in Paris, die Verlängerung eines Mietvertrags über rund 16.200 Quadratmeter mit der Flight Centre Travel Group im Bürogebäude Southpoint in Brisbane sowie der Abschluss eines Mietvertrags über 11.400 Quadratmeter mit der Freien und Hansestadt Hamburg im Quartier Wandsbek Markt, wo Teile des Bezirksamts in eine ehemalige Karstadt Immobilie einziehen.


Berlin: Verband für Bauen im Bestand veröffentlicht Steuerleitfaden

Der Verband für Bauen im Bestand hat einen neuen Leitfaden zur steuerlichen Behandlung von Bestandsgebäuden veröffentlicht. Ziel ist es, steuerliche Planungssicherheit bei Sanierung, Umbau und Umnutzung zu verbessern. Der Leitfaden richtet sich an Eigentümer, Projektentwickler, Kommunen, Planer und Steuerberater und bietet eine praxisorientierte Hilfestellung. Er ist in einem zweistufigen Prozess entstanden und bündelt Erfahrungen aus Planung, Steuerberatung und Projektentwicklung. Inhaltlich führt das Dokument von der Bestandsaufnahme über Maßnahmen und Nutzungsanalysen bis zur steuerlichen Abwicklung und Kontrolle. Behandelt werden unter anderem die Abgrenzung von Erhaltungsaufwand und Herstellungskosten, die 15 Prozent Grenze, die Vermeidung der sogenannten Neubaufalle, Fragen der Abschreibung, der Umsatzsteuer sowie die Nutzung von Sanierungs und Denkmalabschreibungen. Ergänzt wird der Leitfaden durch Quick Checks, Vergleichstabellen und Fallbeispiele. Er steht ab sofort kostenfrei auf der Website des Verbands zum Download bereit und versteht sich nicht als Ersatz für eine individuelle steuerliche oder rechtliche Beratung.


Rosenheim: KINGSTONE erwirbt Quartiersentwicklung Lokhöfe

KINGSTONE Real Estate hat für ein Sondervermögen den gewerblichen Komplex der Quartiersentwicklung Lokhöfe in Rosenheim erworben. Der 2024 fertiggestellte Neubau umfasst Büro-, Hotel- und Einzelhandelsflächen mit insgesamt rund 16.600 Quadratmetern Nutzfläche und liegt in zentraler Lage direkt am Rosenheimer Bahnhof. Mieter sind unter anderem das Hotel Premier Inn, EDEKA, Creditreform, die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben sowie das kbo-Inn-Salzach-Klinikum. Verkäufer und Entwickler des Ensembles ist S&P Commercial Development. Über den Kaufpreis wurde Stillschweigen vereinbart. Die Lokhöfe verteilen sich auf mehrere Baufelder entlang der Bahnanlagen. Bestandteil der Transaktion sind der gewerbliche Komplex mit Büro, Hotel und Einzelhandel auf Baufeld 5 sowie der Büroturm mit angrenzendem Parkhaus auf Baufeld 6. Der Komplex verfügt über eine DGNB-Gold-Zertifizierung und ein begrüntes Parkhauskonzept. Benachbart befindet sich ein separates Gebäudeensemble für Studenten- und Seniorenwohnen, das von Instone und BayernCare realisiert wurde. Beratend tätig waren DLA Piper, Case Real Estate, agradblue und IIB Consult. Die Verkäuferseite wurde von Bissel + Partner begleitet.


Teltow: Deutsche Bürohaus erwirbt Bürogebäude

Die Deutsche Bürohaus, eine Tochtergesellschaft der DVI Gruppe, hat ein Büroobjekt in Teltow erworben und damit ihren Bestand erweitert. Die 1995 errichtete Immobilie in der Potsdamer Straße 14 verfügt über rund 7.000 Quadratmeter Bürofläche sowie 142 Pkw-Stellplätze in der Tiefgarage. Ankermieter sind die Einzelhandelskette REWE, das Dienstleistungsunternehmen WISAG sowie das Hightech-Unternehmen Microchip Frequency Technology. Verkäufer ist ein Family Office. Der Erwerb erfolgte im Rahmen eines Asset Deals. Der Nutzen- und Lastenübergang ist für das zweite Quartal 2026 vorgesehen. Das Objekt ist Teil eines Bürokomplexes mit insgesamt rund 17.000 Quadratmetern Mietfläche. Der zweite Gebäudeteil in der Rheinstraße 8 befindet sich bereits seit 2018 im Bestand der DVI Gruppe. Auch dort sind REWE, der Medizintechnikhersteller Olympus sowie das Pharmaunternehmen Alcon als Ankermieter vertreten. Der gesamte Bürokomplex ist vollvermietet.