Frankfurt am Main: Großabschlüsse treiben Logistikflächenumsatz +++ Hamburg: ABG und HanseMerkur planen Wohnentwicklungsfonds +++ Mannheim: Amtsgericht zieht interimweise in „Augusta 33“ +++ Köln: Ypsilon Group wächst weiter und steigert Umsatz um 20 Prozent +++ Hamburg: Alstria steigert Konzernergebnis deutlich +++ Berlin: Kadens Capital und Athanor erwerben Wohnportfolio +++ Siegenburg: P3 vermietet 32.378 Quadratmeter Logistikfläche an Müller – Die lila Logistik +++ Düsseldorf: Vier Shopping-Center aus Highstreet-Fonds verkauft +++ Essen: Öffentlicher Ankermieter zieht in ehemalige WAZ-Druckerei ein +++ Frankfurt am Main: Oreda baut Geschäft mit immobilienwirtschaftlichen Sondersituationen aus +++ Oberhausen: Cureus und Amando legen Grundstein für Seniorenresidenz in Sterkrade +++ Frankfurt am Main: ABG Real Estate Group übernimmt Assetmanagement für vier Großimmobilien +++ Wiesbaden: Aareal Bank steigert Immobilienfinanzierungen auf Rekordniveau +++ Bochum: Klinikneubau für Kinder- und Jugendpsychiatrie mit 32 Millionen Euro Investition +++ Berlin: Beyond Capital Partners beteiligt sich an TerraGreen Solutions +++ Dortmund: Logistikunternehmen mietet 5.000 Quadratmeter in der Planetenfeldstraße +++ Mainz: UBM entscheidet Architekturwettbewerb für Molenkopf Nord im Zollhafen +++ Berlin: a&o erwirbt Bürogebäude in der Rudi-Dutschke-Straße und plant 2.500-Betten-Hostel +++ Augsburg: Ehemaliges US-Offizierscasino im Sheridanpark kommt auf den Markt +++ Frankfurt am Main: Fachmarkt-Investments steigen 2025 auf 3,1 Milliarden Euro +++ Düsseldorf: 82 Prozent der Unternehmen sehen anhaltende Marktstörungen als neue Normalität +++ Regensburg: Eskalation im Nahen Osten erhöht Druck auf Immobilienmärkte +++ Frankfurt am Main: Hotel-Investments in Europa steigen 2025 auf über 27 Milliarden Euro +++ Minden: Cureus übergibt Marien Residenz an emida +++ Berlin: THE FRIEDENAUER erhält „Pre-Certified Good Mobility in Gold“
Frankfurt am Main: Großabschlüsse treiben Logistikflächenumsatz
Der Markt für Logistikimmobilien in Deutschland hat 2025 von einer Rückkehr größerer Mietabschlüsse profitiert. Vor allem Transaktionen mit Flächen von mehr als 20.000 Quadratmetern legten gegenüber dem Vorjahr um rund 30 Prozent zu. Treiber waren insbesondere Logistikdienstleister aus dem E-Commerce-Sektor. Das geht aus einer Analyse von BNP Paribas Real Estate hervor. Europaweit stieg der Flächenumsatz in den sechs wichtigsten Logistikmärkten auf 19,4 Millionen Quadratmeter und damit um drei Prozent gegenüber dem Vorjahr. Trotz dieses Anstiegs blieb das Volumen unter dem Durchschnitt der vergangenen zehn Jahre. Die Nachfrage konzentrierte sich zunehmend auf größere Einheiten zwischen 20.000 und 40.000 Quadratmetern. Gleichzeitig entwickelten sich die Leerstandsquoten regional sehr unterschiedlich und lagen je nach Markt zwischen zwei und elf Prozent. Auch auf der Investmentseite zeigte sich eine Erholung. Europaweit wurden 2025 rund 45 Milliarden Euro in Logistik- und Industrieimmobilien investiert, ein Plus von elf Prozent gegenüber 2024. Deutschland und Großbritannien vereinten dabei zusammen fast die Hälfte des Investitionsvolumens auf sich. Die Spitzenrenditen für Logistikimmobilien lagen in Deutschland zuletzt bei rund 4,5 Prozent. Für 2026 erwartet BNP Paribas Real Estate eine Stabilisierung der Renditen bei gleichzeitig moderat steigenden Preisen.
Hamburg: ABG und HanseMerkur planen Wohnentwicklungsfonds
Die ABG Real Estate Group und HanseMerkur Grundvermögen planen die Auflage eines gemeinsamen Wohnentwicklungsfonds. Der Fonds „Residential Performance Partners“ richtet sich an institutionelle Investoren, insbesondere Versicherungen und Pensionskassen. Vorgesehen ist ein Eigenkapitalvolumen von 200 bis 250 Millionen Euro. Beide Partner wollen sich mit einem Co-Investment von mindestens 20 Prozent beteiligen. Angestrebt wird eine interne Rendite im unteren zweistelligen Prozentbereich. Der Fonds soll in Wohnprojektentwicklungen und Redevelopments investieren. Möglich sind auch Refurbishments und Umnutzungen, etwa die Konversion von Büroflächen in Wohnnutzungen. Die geplanten Gesamtinvestitionskosten pro Projekt liegen zwischen 60 und 150 Millionen Euro. Regional liegt der Fokus auf den zehn größten deutschen Metropolregionen sowie auf wirtschaftlich stabilen Universitäts- und Wissenschaftsstädten. Ein erstes Startprojekt befindet sich nach Angaben der Partner derzeit in Prüfung.
Mannheim: Amtsgericht zieht interimweise in „Augusta 33“
Das Amtsgericht Mannheim wird während der Sanierung seines Standorts im Schloss Mannheim in das Büroensemble „Augusta 33“ an der Augustaanlage ziehen. Das Land Baden-Württemberg hat dafür rund 5.750 Quadratmeter Fläche angemietet. Die Flächen liegen im Erdgeschoss sowie im ersten, zweiten, vierten und fünften Obergeschoss des Gebäudes. Der Mietbeginn ist für das erste Quartal 2027 vorgesehen. Der Vertrag läuft zunächst über fünf Jahre und enthält Verlängerungsoptionen bis zu einer Gesamtnutzungsdauer von zehn Jahren. Die Landmarken-Gruppe passt die Flächen für den Gerichtsbetrieb an. Vorgesehen sind unter anderem Bereiche für Publikumsverkehr sowie Büroarbeitsplätze. „Wir richten die Flächen so her, dass das Gebäude zukunftsfähig positioniert wird und auch nach der Interimsnutzung flexibel drittverwendungsfähig bleibt“, erklärt Christine Rumpf, Leiterin der Landmarken-Niederlassung Rhein-Main. Das Gebäudeensemble wurde 2023 von der Landmarken-Gruppe erworben. Es besteht aus drei Gebäudeteilen, darunter ein denkmalgeschützter Altbau aus dem Jahr 1905. Vermittelt wurde der Mietvertrag durch Cushman & Wakefield.
Köln: Ypsilon Group wächst weiter und steigert Umsatz um 20 Prozent
Die Ypsilon Group hat im Geschäftsjahr 2025 ihren Umsatz um 20 Prozent gesteigert und die Mitarbeiterzahl von 180 auf 220 erhöht. Das Beratungshaus mit Fokus auf Financial Services, Real Estate und Private Equity ist inzwischen an fünf Standorten in Deutschland vertreten. Wichtige Schritte der Unternehmensentwicklung waren der Erwerb der Hamburger Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungsgesellschaft GHP im Jahr 2025 sowie die vollständige Integration der bereits 2024 übernommenen RDT Steuerberatungsgesellschaft zum 1. Dezember 2025. Mit der Expansion nach Hamburg stärkte das Unternehmen nach eigenen Angaben seine Präsenz im Norden Deutschlands. Für 2026 plant die Ypsilon Group weiteres Wachstum, insbesondere in den Metropolregionen Berlin und Frankfurt am Main. Zudem sollen die Aktivitäten im Bereich Alternative Investments ausgebaut werden. Dabei stehen vor allem die Beratung von Alternativen Investmentfonds sowie die Assetklassen Private Equity und Immobilien im Fokus.
Hamburg: Alstria steigert Konzernergebnis deutlich
Der Büroimmobilieninvestor Alstria hat im Geschäftsjahr 2025 einen Umsatz von 195,1 Millionen Euro erzielt. Damit lag der Wert um 1,7 Prozent unter dem Vorjahr. Grund dafür sind nach Angaben des Unternehmens vor allem Immobilienverkäufe und planmäßig beendete Mietverträge. Das Konzernergebnis verbesserte sich deutlich auf 138,5 Millionen Euro, nachdem im Vorjahr noch ein Verlust von 104,5 Millionen Euro ausgewiesen worden war. Der operative Gewinn Funds from Operations nach Minderheiten lag bei 57,6 Millionen Euro nach 71,1 Millionen Euro im Jahr zuvor. Das Vermietungsvolumen erreichte 236.100 Quadratmeter. Besonders stark legte die Neuvermietung zu und verdoppelte sich auf 107.200 Quadratmeter. Der Portfoliowert stieg zum Jahresende auf 4,25 Milliarden Euro. Der Netto-Verschuldungsgrad lag mit 54,9 Prozent nahezu unverändert auf Vorjahresniveau. Im Jahr 2025 refinanzierte das Unternehmen Finanzierungen im Umfang von rund 1,3 Milliarden Euro. Nach dem Bilanzstichtag wurde zudem die Umstrukturierung des Unternehmens abgeschlossen. Die frühere alstria office AG firmiert nun als alstria S.à r.l. mit Sitz in Luxemburg. Für das Jahr 2026 erwartet das Unternehmen Umsätze von rund 192 Millionen Euro und Funds from Operations von etwa 53 Millionen Euro.
Berlin: Kadens Capital und Athanor erwerben Wohnportfolio
Kadens Capital und Athanor Urban Partners haben ein Portfolio mit Wohnimmobilien in Berlin erworben. Die Transaktion umfasst den Ankauf eines Seed-Portfolios sowie die Finanzierung und den Abschluss eines Joint Ventures. Die Immobilien befinden sich nach Angaben der Beteiligten in stark nachgefragten Berliner Mikrolagen und bieten Potenzial für Wertsteigerungen durch aktives Asset Management und ESG-orientierte Modernisierungen. Mit der Transaktion bauen Kadens Capital und Athanor ihr Engagement im Berliner Wohnungsmarkt weiter aus. Gemeinsam verwalten die Partner nun ein Wohnimmobilienportfolio in Berlin mit einem Gesamtwert von rund 500 Millionen Euro für institutionelle Investoren und Family Offices. Die internationale Wirtschaftskanzlei DLA Piper hat Kadens Capital und Athanor Urban Partners bei der Transaktion rechtlich beraten.
Siegenburg: P3 vermietet 32.378 Quadratmeter Logistikfläche an Müller – Die lila Logistik
Der Logistikimmobilienentwickler und Bestandshalter P3 hat rund 32.378 Quadratmeter Logistikfläche in Siegenburg an Müller – Die lila Logistik Deutschland GmbH vermietet. Der Logistikdienstleister wird den Standort für Third-Party-Logistikdienstleistungen nutzen. Die Immobilie liegt nahe der Autobahn A93 und damit zwischen den Wirtschaftszentren München, Regensburg und Ingolstadt. Sie verfügt über eine lichte Höhe von zwölf Metern, 27 Verladetore sowie vier ebenerdige Tore. „Die erfolgreiche Vermietung in Siegenburg betont die starke Nachfrage nach hochwertigen Logistikflächen in Bayern“, erläutert Sönke Kewitz, Geschäftsführer P3 Deutschland. Der Standort biete gute Voraussetzungen für regionale und überregionale Distributions- und Lieferketten. Zur Ausstattung der Immobilie gehören unter anderem Photovoltaikanlagen, Ladepunkte für Elektrofahrzeuge und Fahrräder sowie Systeme zum Wassermanagement. CBRE begleitete die Vermietung als Berater.
Düsseldorf: Vier Shopping-Center aus Highstreet-Fonds verkauft
Im Zuge eines Insolvenzverfahrens sind vier Shopping-Center aus dem Fonds Highstreet VIII veräußert worden. Ein Team der Wirtschaftskanzlei HEUKING um Dr. Marc Scheunemann und Dr. Tilman Spancken hat den Insolvenzverwalter bei den Transaktionen rechtlich und steuerlich beraten, insbesondere bei Fragen an der Schnittstelle zwischen deutschem und luxemburgischem Insolvenzrecht. Die betroffenen Einzelhandelsimmobilien befinden sich in Garbsen, Sindelfingen, Villingen-Schwenningen und Nordhorn. Konkret handelt es sich um die Shopping-Plaza Garbsen, das Stern Center Sindelfingen, das City Rondell in Villingen-Schwenningen sowie die Vechte Arkaden in Nordhorn. Erwerber sind nach Angaben der Beteiligten sowohl regionale Projektentwickler und Bestandshalter als auch überregional tätige Center-Betreiber. Die Immobilien gehörten zu Luxemburger Objektgesellschaften, die seit 2025 in Insolvenzverfahren vor dem Luxemburger Handelsgericht standen. Der Verkauf erfolgte mit Zustimmung des Gerichts durch den Luxemburger Insolvenzverwalter.
Essen: Öffentlicher Ankermieter zieht in ehemalige WAZ-Druckerei ein
Die Greyfield Group hat für rund 10.000 Quadratmeter Fläche in der ehemaligen Funke-Druckerei an der Schederhofstraße in Essen einen öffentlichen Ankermieter gewonnen. Die Flächen sollen künftig unter anderem ein Apothekenlager, eine Wäscherei sowie zentrale Bereiche der Versorgungslogistik aufnehmen. Mit dem langfristigen Mietvertrag erhält das Areal einen Nutzer mit versorgungsrelevanter Funktion. „Mit dem neuen versorgungsrelevanten Nutzer dürfen wir einen starken Mieter der öffentlichen Hand begrüßen, der mit seiner langfristigen Entscheidung unsere Entwicklungsidee bestätigt“, erläutert Michel Konkol, Prokurist und Projektleiter bei der Greyfield Group. Die Immobilie mit rund 28.000 Quadratmetern Fläche wird derzeit zu einem Multi-Tenant-Logistikstandort transformiert. Das Gebäude ist bereits nach dem BREEAM In-Use Standard „Sehr gut“ zertifiziert. Ziel der Projektentwicklung ist die Revitalisierung der bestehenden Gebäudesubstanz und die Umnutzung zu einer Light-Industrial-Immobilie. Die Greyfield Group hatte das ehemalige Druckhaus der Funke Mediengruppe im Jahr 2021 erworben. Bereits heute sind dort Unternehmen wie Homebox, The Padellers, Meta Biomed Europe, Synology und Funke Dialog ansässig.
Frankfurt am Main: Oreda baut Geschäft mit immobilienwirtschaftlichen Sondersituationen aus
Die auf immobilienwirtschaftliche Sondersituationen spezialisierte Oreda GmbH erweitert ihr Geschäft als Partner für institutionelle Investoren und Kapitalgeber. Das 2024 gegründete Unternehmen mit Sitz in Frankfurt am Main hat nach eigenen Angaben seitdem Mandate mit einem Volumen von rund 200 Millionen Euro begleitet. Im Mittelpunkt stehen Restrukturierungs- und Debt-Asset-Management-Mandate sowie komplexe Transaktionen im Immobilienbereich. „Warten ist keine Option mehr – Warten vernichtet Werte. Viele Engagements werden. Nach Einschätzung des Unternehmens haben sich die Rahmenbedingungen für Finanzierung, Risikoallokation und Wertentwicklung im Immobilienmarkt nachhaltig verändert. Statt Probleme zu vertagen, müsse die institutionelle Handlungsfähigkeit wiederhergestellt werden, sagt Geschäftsführer Dr. Daniel Landgraf. Dafür seien individuelle Lösungen erforderlich, die Kapitalstruktur, regulatorische Anforderungen und die strategische Perspektive der Immobilie zusammenführen. Oreda begleitet nach eigenen Angaben derzeit mehrere Restrukturierungsmandate. Dazu zählt auch ein Hotelprojekt, das in den vergangenen Monaten restrukturiert wurde und nun vor der Vermarktung steht.
Oberhausen: Cureus und Amando legen Grundstein für Seniorenresidenz in Sterkrade
Cureus hat gemeinsam mit dem Betreiber Amando Seniorenresidenzen den Grundstein für eine neue Seniorenresidenz im Oberhausener Stadtteil Sterkrade gelegt. Die Einrichtung entsteht an der Weseler Straße und soll im Frühjahr 2027 eröffnet werden. Geplant sind 86 Pflegeplätze für Voll-, Kurzzeit- und Verhinderungspflege. Das Gebäude wird nach dem staatlichen Qualitätssiegel Nachhaltiges Gebäude in der Stufe QNG Plus errichtet, entspricht dem Standard KfW-Effizienzhaus 40 und soll eine Zertifizierung in DGNB Silber erhalten. Die Seniorenresidenz wird über rund 5.640 Quadratmeter Bruttogrundfläche verfügen und in sechs Wohngruppen gegliedert sein. Neben Pflegezimmern entstehen unter anderem eine Lobby mit Kamin-Lounge und Bibliothek, Therapieräume, ein Pflegebad, Friseur sowie eine hauseigene Wäscherei. Cureus realisiert das Projekt als Bauherr und Generalunternehmer. Betreiber wird Amando Seniorenresidenzen, eine Marke der Pflegemotive. Mit der neuen Einrichtung sollen rund 70 Arbeitsplätze entstehen.
Frankfurt am Main: ABG Real Estate Group übernimmt Assetmanagement für vier Großimmobilien
Die ABG Real Estate Group hat das Assetmanagement für vier Immobilien in Berlin und Frankfurt am Main übernommen. Eigentümer des Portfolios im Wert von rund 1,1 Milliarden Euro ist ein Zusammenschluss berufsständischer Versorgungswerke, der die Objekte gemeinschaftlich hält. Zum Portfolio gehören der Garden Tower, das Eurotheum und das Japan Center im Central Business District von Frankfurt am Main sowie das Pressehaus am Alexanderplatz in Berlin. Insgesamt umfasst das Portfolio rund 115.000 Quadratmeter Mietfläche mit Büro-, Hotel- und Gastronomieflächen. Mit der Mandatierung baut die ABG Real Estate Group ihr Geschäftsfeld Investment- und Assetmanagement Services für institutionelle Kunden weiter aus. Die Assets under Management steigen dadurch auf rund vier Milliarden Euro. Zu den Mietern der Immobilien zählen unter anderem Société Générale, Intesa Sanpaolo, die Europäische Zentralbank, der Berliner Verlag sowie The Office Group.
Wiesbaden: Aareal Bank steigert Immobilienfinanzierungen auf Rekordniveau
Die Aareal Bank hat ihr Neugeschäft in der Immobilienfinanzierung im Jahr 2025 deutlich ausgeweitet. Das Volumen einschließlich Prolongationen erreichte 12,4 Milliarden Euro und lag damit über dem Vorjahreswert von 10,9 Milliarden Euro sowie über der ursprünglichen Prognose. Der Schwerpunkt der Kreditvergabe lag nach Angaben der Bank vor allem in Europa. Das Kreditportfolio im Segment Strukturierte Immobilienfinanzierungen belief sich zum Jahresende auf 34,3 Milliarden Euro. Die durchschnittlichen Beleihungsausläufe blieben mit 57 Prozent im Neugeschäft und 56 Prozent im Gesamtportfolio auf einem konservativen Niveau. Das bereinigte Betriebsergebnis der Bank lag vor strategischen Maßnahmen bei 381 Millionen Euro. Nach zusätzlichen Aufwendungen von 55 Millionen Euro zur Neuausrichtung des US-Geschäfts erreichte das bereinigte Betriebsergebnis 326 Millionen Euro und lag damit etwa auf Vorjahresniveau. Der Bestand notleidender Kredite sank zum Jahresende auf 1,1 Milliarden Euro nach 1,4 Milliarden Euro im Jahr zuvor. Der Großteil entfällt auf US-Büroimmobilienfinanzierungen. Die Bank plant, diesen Bestand weiter abzubauen und im laufenden Jahr unter die Marke von einer Milliarde Euro zu senken. Der Anteil nachhaltiger Finanzierungen wuchs weiter. Das Neugeschäft enthielt grüne Kredite im Umfang von 5,1 Milliarden Euro, was mehr als 40 Prozent des gesamten Finanzierungsvolumens entspricht. Für 2026 erwartet die Bank ein bereinigtes Betriebsergebnis in Richtung von 400 Millionen Euro.
Bochum: Klinikneubau für Kinder- und Jugendpsychiatrie mit 32 Millionen Euro Investition
In Bochum-Linden entsteht eine neue Einrichtung für Kinder- und Jugendpsychiatrie. Die CoRE Solutions GmbH hat dafür einen Build-and-Lease-Vertrag mit dem Gesundheitsunternehmen VALEARA GmbH geschlossen. Auf dem rund 6.600 Quadratmeter großen Grundstück an der Axstraße wird ein Klinikneubau in Holzhybridbauweise errichtet. Der Spatenstich erfolgte am 5. März 2026. Nach Fertigstellung soll der Leasingvertrag beginnen, die Inbetriebnahme ist für Anfang 2027 vorgesehen. Der Neubau umfasst etwa 8.500 Quadratmeter Gesamtgeschossfläche. Vorgesehen sind 63 stationäre Betten sowie 29 Behandlungsplätze in einer Tagesklinik für Kinder und Jugendliche. Hinzu kommen voraussichtlich 28 Behandlungsplätze für Familien und junge Erwachsene. Die Gesamtinvestition beträgt rund 32 Millionen Euro. Das Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales des Landes Nordrhein-Westfalen fördert das Projekt mit 22,5 Millionen Euro.
Berlin: Beyond Capital Partners beteiligt sich an TerraGreen Solutions
Die Beteiligungsgesellschaft Beyond Capital Partners GmbH ist bei der Berliner TerraGreen Solutions GmbH eingestiegen. Das Unternehmen entwickelt vorhabenbezogene Kompensationsmaßnahmen und Ökopunkte für Bau- und Infrastrukturprojekte. TerraGreen identifiziert nach eigenen Angaben mithilfe einer digitalen, KI-gestützten Plattform geeignete Flächen und entwickelt gemeinsam mit Eigentümern Kompensationsprojekte im Einklang mit behördlichen Vorgaben. Zielgruppe sind Vorhabenträger, die im Rahmen von Bebauungsplänen Ausgleichsmaßnahmen umsetzen müssen. Mit dem Einstieg von Beyond Capital Partners soll die Technologieplattform weiterentwickelt und die Expansion in weitere Regionen Deutschlands vorangetrieben werden. Beyond Capital Partners investiert über einen Fonds mit Nachhaltigkeitsfokus. TerraGreen vernetzt Flächeneigentümer, Projektentwickler und Kommunen und realisiert Projekte in den Bereichen Aufforstung, Renaturierung, Biodiversität sowie Boden- und Gewässersanierung.
Dortmund: Logistikunternehmen mietet 5.000 Quadratmeter in der Planetenfeldstraße
Die Qualitätsgut Versand GmbH hat eine Logistikimmobilie in der Planetenfeldstraße 108 in Dortmund angemietet. Eigentümerin des Objekts ist die BENO Gruppe. Angemietet wurden rund 4.500 Quadratmeter Lagerfläche sowie etwa 400 Quadratmeter Büro- und Sozialflächen. Der langfristige Mietvertrag begann zum 1. Januar 2026, der operative Start am Standort ist für den 1. April 2026 vorgesehen. Von dem neuen Standort aus soll künftig das Versandgeschäft des Onlinehandels mit Nahrungsergänzungsmitteln der Marke NATURTREU abgewickelt werden. Ausschlaggebend für die Standortentscheidung waren nach Unternehmensangaben das Wachstum und der zusätzliche Flächenbedarf. Die Immobilie liegt in der Nähe des Autobahnkreuzes Dortmund-West und verfügt über mehrere Rampen sowie moderne Büroflächen. Die Anmietung wurde von RUHR REAL GmbH begleitet.
Mainz: UBM entscheidet Architekturwettbewerb für Molenkopf Nord im Zollhafen
Die UBM Development Deutschland GmbH hat den Architekturwettbewerb für das Baufeld „Molenkopf Nord“ im Mainzer Zollhafen abgeschlossen. Als Sieger ging das Münchner Büro bogevischs buero hervor, den zweiten Platz belegte LOVE architecture and urbanism. An dem hochbaulichen Konkurrenzverfahren nahmen zunächst neun international tätige Architekturbüros teil. Zwei Büros wurden in einer zweiten Phase zur Überarbeitung ihrer Entwürfe eingeladen. Das Baufeld liegt an der Nordmole des ehemaligen Zollhafens und verfügt über eine dreiseitige Wasserlage. Mit dem Projekt soll einer der letzten Bausteine des neuen Stadtquartiers realisiert werden. Der Siegerentwurf sieht drei unterschiedlich gestaltete Baukörper vor, die sich um einen Quartiersplatz gruppieren. Geplant ist hochwertiger Wohnungsbau. Nach Angaben der Architekten reagieren die Gebäude jeweils auf ihre Lage zum Rhein und zum Hafenbecken. Die Fassaden sind als feinstrukturierte Gebäudehüllen aus Holz und Metall konzipiert.
Berlin: a&o erwirbt Bürogebäude in der Rudi-Dutschke-Straße und plant 2.500-Betten-Hostel
Die Budgetkette a&o Hostels GmbH & Co. KG hat in Berlin-Kreuzberg ein Bürogebäude in der Rudi-Dutschke-Straße nahe Checkpoint Charlie erworben. Nach dem Umbau soll dort im ersten Quartal 2027 mit rund 2.500 Betten das nach Betreiberangaben größte Hostel Europas eröffnen. Verkäufer der rund 31.000 Quadratmeter großen Immobilie ist PIMCO Prime Real Estate für die Allianz. Für Umbau und Modernisierung sind Investitionen in Höhe von rund 40 Millionen Euro vorgesehen. Als Generalunternehmer wurde ANES Bau aus Berlin beauftragt. Geplant sind etwa 610 Zimmer, davon rund 31 Prozent Doppel- und Familienzimmer sowie 69 Prozent Mehrbettzimmer. Mit dem neuen Standort wächst die Kapazität von a&o in Berlin auf insgesamt rund 8.000 Betten an fünf Häusern. Der Erwerb ist Teil einer Wachstumsstrategie mit einem Volumen von 500 Millionen Euro. Eigentümer von a&o sind StepStone Group und Proprium Capital Partners. Das Unternehmen setzt verstärkt auf Konversionen älterer Büro- und Hotelimmobilien in zentralen europäischen Lagen. Nach Angaben von a&o wurden in den vergangenen 24 Monaten rund 11.000 Betten neu geschaffen, davon 5.500 im Jahr 2025 in vier neuen Städten sowie durch die Übernahme der Schulz Hotels.
Augsburg: Ehemaliges US-Offizierscasino im Sheridanpark kommt auf den Markt
In Augsburg wird ein markantes Gebäudeensemble im Sheridanpark im Rahmen eines Investorenauswahlverfahrens veräußert. Die Wohnbaugruppe Augsburg Entwickeln GmbH bringt das ehemalige US-Offizierscasino auf den Investorenmarkt. Auf dem rund 11.000 Quadratmeter großen Grundstück an der Pröllstraße 2 stehen das Offizierscasino aus den Jahren 1937/38 sowie ein späterer Festsaalbau ab 1952. Beide Gebäude sind denkmalgeschützt und prägen das frühere Militärgelände städtebaulich bis heute. Der Kaufpreis ist mit rund 1,5 Millionen Euro festgesetzt. Ein Höchstpreisverfahren ist ausdrücklich nicht vorgesehen. Im Mittelpunkt stehen Nutzungskonzept, architektonische Qualität und wirtschaftliche Tragfähigkeit. Ein bestandskräftiger Bauvorbescheid eröffnet die Möglichkeit ergänzender Neubauten, etwa für Hotel- oder gewerbliche Nutzungen, um die denkmalgerechte Sanierung zu refinanzieren. Der Sheridanpark hat sich in den vergangenen Jahren zu einem urbanen Quartier mit Wohn-, Gewerbe- und Sozialnutzungen sowie großzügigen Grün- und Freizeitflächen entwickelt. Die Lage ist gut an die Augsburger Innenstadt angebunden. Historisch diente das Casino nach dem Zweiten Weltkrieg den in Augsburg stationierten US-Streitkräften als Kultur- und Freizeiteinrichtung. Das Ensemble gilt als identitätsprägend für das Areal. Das Verfahren läuft noch bis Anfang Mai.
Frankfurt am Main: Fachmarkt-Investments steigen 2025 auf 3,1 Milliarden Euro
Die Investitionen in Fachmärkte sind 2025 deutlich gestiegen. Wie aus dem aktuellen Grocery-Investment-Report von BNP Paribas Real Estate GmbH hervorgeht, erhöhte sich das Investmentvolumen um 53 Prozent auf 3,1 Milliarden Euro. Damit entfielen rund 48 Prozent des gesamten bundesweiten Einzelhandelsinvestmentvolumens auf dieses Segment, nach 32 Prozent im Vorjahr. Einen wesentlichen Beitrag leisteten Fachmarkt- und Nahversorgungszentren mit rund einer Milliarde Euro beziehungsweise gut 33 Prozent Marktanteil. Auch Supermärkte und Discounter legten deutlich zu und erreichten mit 1,1 Milliarden Euro ein Plus von 32 Prozent. Im Non-Food-Bereich trug insbesondere die Übernahme von Porta durch XXXLutz zu einem Volumen von 900 Millionen Euro bei. Im Core-Segment stieg das Investmentvolumen um 49 Prozent auf 970 Millionen Euro und erreichte damit das beste Ergebnis seit 2022. Core+-Objekte kamen auf über 900 Millionen Euro und stellten mit 44 Prozent Umsatzanteil eine weitere tragende Säule dar. Value-add-Produkte spielten mangels größerer Portfolios eine untergeordnete Rolle. Die Kaufpreisfaktoren zeigten sich über alle Risikoklassen hinweg stabil. Lebensmittelgeankerte Portfolios erreichten 2025 ein Transaktionsvolumen von rund 1,1 Milliarden Euro und machten damit 55 Prozent aller Paketverkäufe im Retail-Segment aus. Die durchschnittliche Dealgröße lag bei 45 Millionen Euro. Größere Transaktionen jenseits der 100-Millionen-Euro-Marke blieben rar, was laut Marktbeobachtung vor allem auf Angebotsmangel zurückzuführen ist. Institutionelle Investoren dominierten mit einem Anteil von über 50 Prozent das Marktgeschehen. Bedeutende Transaktionen wurden unter anderem in Spezial- und geschlossenen Fonds strukturiert.
Ein weiteres Ergebnis der Analyse betrifft das Flächenpotenzial im Lebensmitteleinzelhandel. Auf Basis von rund 1.200 untersuchten Filialen sieht BNP Paribas Real Estate insbesondere bei Supermärkten und Discountern Erweiterungsbedarf. Durchschnittlich fehlen rund 450 Quadratmeter pro Supermarkt und 250 Quadratmeter pro Discounter. Rechnerisch ergibt sich daraus ein Erweiterungspotenzial von 4,8 Millionen Quadratmetern im Supermarktsegment und 4 Millionen Quadratmetern bei Discountern. Für 2026 erwartet das Unternehmen ein weiterhin hohes Investoreninteresse, insbesondere im Core-Segment. Eine Ausweitung des Angebots könnte zusätzlichen Impuls geben, während bei den Kaufpreisen eher von einer Seitwärtsbewegung ausgegangen wird.
Düsseldorf: 82 Prozent der Unternehmen sehen anhaltende Marktstörungen als neue Normalität
Die Nigel Wright Group hat einen Report zur Widerstandsfähigkeit und Wachstumsfähigkeit europäischer Unternehmen vorgelegt. Grundlage sind Befragungen von Senior-Führungskräften aus ganz Europa, die zwischen September und November 2025 durchgeführt wurden. Zentrale Erkenntnis: 82 Prozent der Befragten berichten im vergangenen Jahr von erheblichen Marktstörungen, darunter wirtschaftliche Volatilität, Lieferkettenprobleme, regulatorische Änderungen oder Fachkräftemangel. 74 Prozent stufen ihr Unternehmen als resilient oder anpassungsfähig ein. Allerdings geben nur zwei Prozent an, ihre Organisation vollständig auf Agilität umgestellt zu haben. Auch finanzieller Druck bleibt ein prägendes Thema. Lohninflation, volatile Nachfrage und steigende Kosten beeinflussen strategische Entscheidungen. Unternehmen reagieren unter anderem mit Restrukturierungen, verzögerten Einstellungen oder Preisanpassungen. Im Bereich Digitalisierung pilotieren 65 Prozent der Befragten den Einsatz von Künstlicher Intelligenz. Lediglich sechs Prozent haben entsprechende Anwendungen bereits in Kernstrategie und operative Prozesse integriert. 23 Prozent der Führungskräfte schätzen ihre eigenen digitalen Kompetenzen als hoch ein. Zudem berichten 64 Prozent der Unternehmen von Produktivitätssteigerungen gegenüber dem Jahr 2020. Diese seien vor allem durch schlankere Strukturen und erhöhte Arbeitsintensität erzielt worden. Der Report kommt zu dem Ergebnis, dass viele Organisationen operativ stabil agieren, strukturell jedoch noch nicht umfassend auf dauerhafte Volatilität ausgerichtet sind.
Regensburg: Eskalation im Nahen Osten erhöht Druck auf Immobilienmärkte
Die jüngsten Kampfhandlungen im Nahen Osten sorgen nach Einschätzung von Marktteilnehmern für zusätzliche Unsicherheit in der Immobilienwirtschaft. Neben geopolitischen Risiken rücken steigende Energiepreise, höhere Risikoaufschläge und volatile Finanzmärkte erneut in den Fokus. Francesco Fedele, Vorstandsvorsitzender der BF.direkt AG, spricht von einem akuten Stressfaktor für die Branche. Die Eskalation erhöhe schlagartig das Risiko gestörter Lieferketten sowie steigender Energiepreise und Inflationsraten. Die Immobilienwirtschaft treffe dies doppelt über höhere Zinsen beziehungsweise Credit-Spreads in der Finanzierung und über steigende Betriebs- und Baukosten. Dies bremse die ohnehin fragile Markterholung und verschärfe die Selektivität am Markt. Cashflow-starke und energieeffiziente Objekte dürften vergleichsweise robust bleiben, während Capex-intensive Bestände und refinanzierungsanfällige Portfolios stärker unter Druck geraten könnten. Auch Prof. Dr. Steffen Sebastian vom IREBS Institut für Immobilienwirtschaft sieht kurzfristig erhebliche Verunsicherung an den Finanz- und Rohstoffmärkten. Entscheidend sei weniger ein unmittelbarer Konjunktureinbruch als vielmehr ein sprunghafter Anstieg von Risikoaufschlägen, Energiepreiserwartungen und Finanzierungskosten. In solchen Phasen reagierten Investoren und Projektentwickler typischerweise mit Zurückhaltung. Sollte der Konflikt zeitlich begrenzt bleiben, wären die Auswirkungen vor allem temporär. Transaktionen würden verschoben und Projekte neu kalkuliert, jedoch nicht grundsätzlich aufgegeben. Stabil finanzierte und nutzungsstarke Objekte dürften diese Phase besser überstehen als stark fremdfinanzierte oder margenenge Vorhaben.
Frankfurt am Main: Hotel-Investments in Europa steigen 2025 auf über 27 Milliarden Euro
Das Transaktionsvolumen auf dem europäischen Hotelinvestmentmarkt hat 2025 nach vorläufigen Zahlen von Cushman & Wakefield mehr als 27 Milliarden Euro erreicht. Damit liegt das Volumen 23 Prozent über dem Vorjahr und 28 Prozent über dem Zehnjahresdurchschnitt. Es ist das stärkste Ergebnis seit 2019 mit damals 30,6 Milliarden Euro. Insgesamt wechselten mehr als 1.050 Hotels mit rund 133.400 Zimmern den Eigentümer. Die aktivsten Märkte waren das Vereinigte Königreich mit 5,69 Milliarden Euro, Spanien mit 4,24 Milliarden Euro und Frankreich mit 3,46 Milliarden Euro. Zusammen vereinten diese drei Länder rund 13,4 Milliarden Euro beziehungsweise knapp die Hälfte des gesamten europäischen Volumens auf sich. Spanien verzeichnete mit einem Anstieg um 1,4 Milliarden Euro beziehungsweise 52 Prozent den größten absoluten Zuwachs. Deutschland belegte mit 1,95 Milliarden Euro und einem Plus von rund 50 Prozent Rang fünf. Deutliche relative Zuwächse wurden zudem in Dänemark, der Tschechischen Republik und Irland registriert. Zu den größeren Portfolio-Transaktionen zählten unter anderem der Erwerb von 28 Hotels in Skandinavien durch CapMan Real Estate von Midstar, der Verkauf des Generator-Hostels-Portfolios durch Queensgate Investments an Brookfield sowie der Verkauf des easyHotel-Portfolios an Tristan Capital Partners. Auch mehrere Einzeldeals wie das Hilton Prague Atrium, das Pullman Paris Montparnasse und ein Mehrheitsanteil am Four Seasons Astir Palace in Athen trugen wesentlich zum Volumen bei.
Minden: Cureus übergibt Marien Residenz an emida
Der auf Pflegeimmobilien spezialisierte Bestandshalter Cureus GmbH hat die Marien Residenz am Marienwall 24 in Minden planmäßig fertiggestellt und an den Betreiber emida Pflegeresidenzen GmbH übergeben. Die offizielle Eröffnung ist für den 6. März 2026 vorgesehen, ein Tag der offenen Tür folgt am 7. März. Auf einem rund 3.750 Quadratmeter großen Grundstück entstand ein viergeschossiger Neubau mit Staffelgeschoss und einer Bruttogrundfläche von etwa 8.170 Quadratmetern. Das Gebäude wurde nach dem energieeffizienten Standard KfW-40EE errichtet und wird über das örtliche Fernwärmenetz versorgt. Die Residenz bietet 93 stationäre Pflegeplätze für Voll-, Kurzzeit- und Verhinderungspflege, ausschließlich in Einzelzimmern mit eigenem Bad. 77 Zimmer sind rollstuhlgerecht ausgeführt. Ergänzt wird das Angebot durch 19 Servicewohnungen mit Wohnflächen zwischen 43 und 57 Quadratmetern. Zudem ist im Erdgeschoss eine Kindertagesstätte mit 20 Plätzen untergebracht, betrieben vom DRK Kreisverband Minden e.V. Zum Gebäude gehören unter anderem ein öffentlich zugängliches Restaurant, eine Kaminlounge, Friseur- und Serviceangebote sowie ein Pflegebad. Rund 90 neue Arbeitsplätze in Pflege, Verwaltung, Hauswirtschaft und Service sollen entstehen. Bewerbungen sind weiterhin möglich.
Berlin: THE FRIEDENAUER erhält „Pre-Certified Good Mobility in Gold“
Das Büroprojekt THE FRIEDENAUER am Innsbrucker Platz in Berlin-Tempelhof-Schöneberg ist vom Good Mobility Council mit dem Prädikat „Pre-Certified Good Mobility in Gold“ ausgezeichnet worden. Der Projektentwickler OFB Projektentwicklung GmbH erhält damit die Bestätigung, dass das Gebäude bereits in der Planungsphase hohe Standards für nutzerfreundliche Mobilität erfüllt. Das Objekt profitiert von der direkten Anbindung an S- und U-Bahn am Innsbrucker Platz. Ergänzend wurde ein Mobilitätskonzept entwickelt, das Rad-, Auto- und ÖPNV-Nutzung integriert. Das Fahrradparken für Langzeitnutzende ist in einer eigenständigen, ebenerdigen und begrünten Kubatur untergebracht und ohne Höhendifferenz erreichbar. Zusätzlich stehen 48 Fahrradstellplätze am Haupteingang für Kurzzeitnutzende zur Verfügung. In der Tiefgarage verbessert eine digitale Zufahrtskontrolle mit Kennzeichenerkennung die Nutzung. 20 Prozent der Pkw-Stellplätze sind bei Fertigstellung elektrifiziert, sämtliche Stellplätze sind für eine spätere Nachrüstung vorbereitet. Nach Angaben des Good Mobility Council überzeugten insbesondere das komfortable, witterungsgeschützte Fahrradparken, die umfassende E-Mobilitäts-Infrastruktur mit 20 Ladepunkten sowie die vertragliche Einbindung nachhaltiger Mobilitätsmaßnahmen. Ankermieter ist das Gebäudeautomationsunternehmen Kieback & Peter GmbH & Co. KG, das unter anderem flexible Arbeitszeiten, einen Zuschuss zum Deutschlandticket und Dienstrad-Leasing anbietet. „Certified Good Mobility“ ist ein Zertifizierungssystem, das Mobilitätsqualität in Neubau- und Bestandsprojekten bewertet und Kriterien der lokalen Mobilitätswende in konkrete Anforderungen für Gebäude übersetzt.


