Aktuelles aus der Immobilienbranche – Mai und Juni 2024

Aktuelles aus der Immobilienbranche – Mai und Juni 2024

Aktuelles aus der Immobilienbranche – Mai und Juni 2024
In Dresden-Trachau hat die städtische Wohnungsbaugesellschaft ein weiteres Haus fertig gestellt. Quelle: WiD

EDGE ElbSide an Investoren übergeben +++ Magdeburg: Hyparschale eröffnet +++ BFW übernimmt Vorsitz des BID +++ NetCo prognostiziert fallende Baupreise +++ Leipzig: LWB plant Rekordinvestition +++ Berlin: Degewo übernimmt Wohnungsbauflächen am Molkenmarkt +++ DLE erhält Aufstellungsbeschluss für Böblingen +++ Union Investment verkauft in Hannover Büroprojekt +++ Spar- und Bauverein eG Dortmund stattet 12.000 Wohnungen mit superschnellem Internet aus +++ Städtische Wohnungsbaugesellschaft stellt Projekt in Dresden fertig +++ L-Konzept wird zu CGRE AG +++ Richtfest für Büroprojekt Equalizer in Berlin +++

Einladung zur Real Estate Mitteldeutschland

EDGE ElbSide an Investoren übergeben

In dem neuen Quartier Elbbrücken der Hamburger HafenCity ist die moderne Büroimmobilie Edge ElbSide gerade fertiggestellt worden. Mit seiner CO2-sparenden Slim-Floor-Bauweise ist es das höchste Gebäude seiner Art in Deutschland. Das Objekt soll mit dem Umweltzeichen HafenCity Platin und mit WELL Core & Shell Gold zertifiziert werden. Hauptmieter mit rund 24.000 Quadratmetern Mietfläche direkt an der S- und U-Bahnstation Elbbrücken ist der Energiekonzern Vattenfall, der hier seine Hamburger Zentrale einrichtet. Die Büroflächen sind langfristig voll vermietet und schon übergeben.


NetCo prognostiziert fallende Baupreise

Das Unternehmen NetCo hat die Baupreise für die Jahre 2024 bis 2028 analysiert. Für dieses Jahr steht ein erwarteter Rückgang von 3,2 Prozent aufgrund einer schwachen Baunachfrage. Um weitere 5,5 Prozent soll es im Jahr 2025 nach unten gehen, erst für 2026 sieht NetCo eine Stabilisierung mit einem Minus von 0,9 Prozent. 2027 drehen sich die Preise: mit einem Plus von 0,2, im Jahr 2028 auf zwei Prozent.


Magdeburg: Landeshauptstadt investiert 24,8 Millionen Euro Hyparschale

Die Magdeburger Hyparschale ist wiedereröffnet: Die Gesamtkosten für die Sanierung und Modernisierung der denkmalgeschützten Halle liegen bei rund 24,8 Millionen Euro, wovon etwa 8,3 Millionen Euro vom Bund und Land gefördert werden. Der Veranstaltungsort hat eine freitragende Dachkonstruktion, die bereits zu DDR-Zeiten Kultstatus erreicht. Die Magdeburger Veranstaltungsgesellschaft (MVGM)wird ab Juli als Betreiberin die Hyparschale übernehmen.

Die Sanierung der Magdeburger Hyparschale startete im Dezember 2019. Für die Arbeiten an dem freitragenden Betonschalendach, das aus vier hyperbolischen Paraboloiden besteht, wurde eine eigens für die Hyparschale entwickeltes Verfahren mit dem Hightech-Material Carbon angewendet. Carbon hat eine fünffach höhere Zugfestigkeit gegenüber Stahl, aber nur einen Bruchteil dessen Gewichts. Zudem wurden die zwischen den Schalen über Kreuz verlaufenden Lichtbänder wieder geöffnet und schaffen so im Innenraum eine einzigartige Lichtatmosphäre. Nach den Plänen des Architektenbüros gmp ist aus der ehemals dunklen Hyparschale ein offener, lichtdurchfluteter Veranstaltungsort geworden. Bis zu 500 Personen haben in der multifunktionalen Veranstaltungshalle Platz.

Die Hyparschale wurde 1969 als Messe- und Ausstellungszentrum für Magdeburg nach den Plänen des Bauingenieurs Ulrich Müther errichtet, seit 1998 steht sie unter Denkmalschutz. Sie gilt als architektonische Meisterleistung und ist ein kulturelles Wahrzeichen im Stadtbild der Landeshauptstadt. Seit 1997 war die Hyparschule ungenutzt und verfiel immer weiter. 2017 erhielt das Architekturbüro gmp von der Landeshauptstadt Magdeburg den Zuschlag für die Sanierung. Die Bauarbeiten starteten im Dezember 2019, im Mai 2023 startete der Innenausbau.


BFW übernimmt Vorsitz der BID Bundesarbeitsgemeinschaft Immobilienwirtschaft Deutschland

Der Bundesverband Freier Wohnungs- und Immobilienunternehmen hat heute turnusgemäß für ein Jahr den Vorsitz der BID Bundesarbeitsgemeinschaft Immobilienwirtschaft Deutschland vom GdW Bundesverband deutscher Wohnungs- und Immobilienunternehmen übernommen.Dirk Salewski, Präsident des BFW-Bundesverbands, übernimmt das Amt von Axel Gedaschko, Präsident des GdW. In der BID Bundesarbeitsgemeinschaft Immobilienwirtschaft Deutschland arbeiten die Verbände BFW, VDIV, GdW, IVD, vdp, und ZIA zusammen, um mit gebündelten Kräften gemeinsam inhaltliche Positionen effektiver in der Öffentlichkeit zu vertreten. Dirk Salewski: „Wir brauchen den Neustart beim Thema Wohnen und stehen weiter bereit, um diesen Wandel mitzugestalten. Mehr Freiheit und Raum für kreative Lösungen werden zielführend sein. Gemeinsam können wir eine Neuausrichtung erreichen, als starke, einige und verantwortungsvolle Stimme der Immobilienwirtschaft.“


Leipzig: LWB plant Rekordinvestition

Die Leipziger Wohnungs- und Baugesellschaft mbH (LWB) plant im laufenden Geschäftsjahr mehr als 200 Millionen Euro Investitionen in ihren Bestand. Dies ist ein Plus von etwa zwei Dritteln gegenu?ber 2022. „2023 haben sich die Rahmenbedingungen fu?r die Wohnungswirtschaft weiter verschlechtert. Dennoch hat die LWB ihre Aufgaben als kommunales Unternehmen mehr als erfu?llt. Wir haben unsere Investitionen erhöht, den Neubau von Wohnungen vorangetrieben, saniert, energetische Verbesserungen erreicht und unsere sozialen Engagements ausgeweitet“, so Doreen Bockwitz, LWB
Geschäftsfu?hrerin Wohnungswirtschaft und Bau. Tendenz weiter steigend. Sowohl im Neubau- als auch im Sanierungsbereich wachsen die Ausgaben.


Berlin: Degewo übernimmt Wohnungsbauflächen am Molkenmarkt

Mitte Juni wurde zwischen dem Land Berlin und der landeseigenen Wohnungsbaugesellschaft degewo AG ein Einbringungs- und Projektvertrag zur Übertragung eines Grundstücks am Molkenmarkt unterzeichnet. Das 2.500 Quadratmeter große Grundstück geht damit in das Eigentum der landeseigenen Wohnungsbaugesellschaft über. Die degewo AG ist damit bereits die zweite landeseigene Wohnungsbaugesellschaft, die am Molkenmarkt als Bauherrin einsteigt. Die Wohnungsbaugesellschaft Berlin-Mitte mbH wird die Blöcke A und B entwickeln. Die Fläche der degewo AG befindet sich im Block C entlang der Grunerstraße. Der Senat von Berlin hat im August 2023 den Rahmenplan Molkenmarkt beschlossen, der auf den Flächen bezahlbaren Wohnungsbau sowie attraktive gewerbliche und kulturelle Angebote vorsieht. Zudem ist eine öffentliche Durchwegung entlang des Großen Jüdenhofs geplant. 

Senatsbaudirektorin Prof. Petra Kahlfeldt: „Am Molkenmarkt entsteht das wichtigste Stadtentwicklungsprojekt in der Berliner Mitte. Ich freue mich, dass mit der degewo AG bereits die zweite landeseigene Wohnungsbaugesellschaft als Bauherrin einsteigt. Die hochbaulichen Wettbewerbe werden derzeit vorbereitet und ein Gestaltungshandbuch gemeinsamen mit den Wohnungsbaugesellschaften entwickelt. Damit kommen wir weiter voran, um bezahlbaren Wohnraum, attraktive Kultur- und Gewerberäume sowie schöne öffentliche grüne Freiräume zu realisieren."

Christoph Beck, Vorstand degewo AG: „Die Einbringung des Grundstückes am Molkenmarkt ist ein wichtiger Schritt in der anstehenden Umsetzung dieses Projektes in der historischen Mitte. Die degewo engagiert sich bereits seit 2016 am Molkenmarkt. Wir freuen uns an diesem besonderen Ort im Herzen Berlins ein lebendiges und zukunftsfähiges Quartier für die Berlinerinnen und Berliner mit bezahlbarem Wohnraum bereichern zu können.“ Als verbindliche Grundlage für die anschließenden Hochbau- und Freiraumwettbewerbe mit Gestaltungsvorgaben für einzelne Blöcke und das Gesamtquartier wird ein Gestaltungshandbuch erarbeitet. Die Machbarkeitsstudien zur Archäologie, Mobilität, Regenwassermanagement, Freiraumplanung sowie Energie fließen mit dem bereits vom Senat beschlossenen Rahmenplan Molkenmarkt in das Gestaltungshandbuch ein. Das Gestaltungshandbuch wird in enger Abstimmung mit den späteren Bauherrinnen erstellt.

Mit der Erarbeitung des Gestaltungshandbuchs Molkenmarkt wurde nach einem öffentlichen Vergabeverfahren als Verhandlungsvergabe mit Teilnahmewettbewerb das Büro Mäckler Architekten aus Frankfurt am Main beauftragt. Das Büro Mäckler zeichnet sich durch eine fundierte Expertise hinsichtlich Planung und Bau von Quartieren mit heterogenen Nutzungsstrukturen sowie durch die Planung von kostenbewussten, flächeneffizienten sowie ökologisch und sozial ausgewogenen Wohnraumangeboten für öffentliche Wohnungsbaugesellschaften und kommunale Wohnungsbauträger aus.


DLE erhält Aufstellungsbeschluss für die Änderung des Bebauungsplanes Hulb West in Böblingen

Die DLE Land Development GmbH entwickelt für die Liegenschaftseigentümer ein etwa zwölf Hektar umfassendes Teilgebiet der Hulb-West. Das rund 20 Kilometer südwestlich von Stuttgart gelegene Gewerbegebiet umfasst den Bereich zwischen Bundesautobahn A 81, Schickardstraße und Bahntrasse. In der Gemeinderatssitzung der Stadt Böblingen wurde nun einstimmig die Aufstellung der Änderung des Bebauungsplanes von Hulb West mit einem Geltungsbereich von etwa 24 Hektar beschlossen. Gerlinde Ritouet-Steiner, Senior Development Managerin bei der DLE Land Development GmbH, erläutert: „Die Liegenschaft ist eine der letzten großen zusammenhängenden Gewerbeflächen in Böblingen und somit besonders interessant für Eigennutzer und Projektentwickler. Wir freuen uns auf die weiterhin gute Zusammenarbeit mit der Stadt Böblingen, um nach Abschluss des Bauleitverfahrens dringend benötigte Gewerbeflächen in idealer Lage individuell parzellieren und platzieren zu können.“

Im Zuge der Neuordnung soll eine öffentliche Binnenerschließung des ehemaligen Industriegeländes geschaffen werden. Nutzungen wie Produktion, Handwerk, Labore, Logistik, Rechenzentren und Büros profitieren von der verkehrsgünstigen Lage. Die Autobahn A 81 ist in wenigen Minuten erreichbar und der S-Bahnhof Hulb bietet eine hervorragende Anbindung an wichtige Verkehrsknotenpunkte wie die Stadtzentren von Böblingen und Stuttgart sowie den Flughafen Stuttgart. Darüber hinaus betont Dr. Simon Kempf, Geschäftsführer der DLE Land Development GmbH, die Anforderungen an ein zeitgemäßes Gewerbegebiet: „Eine nachhaltige Bauweise, optimierte Dichte und Gebäudehöhen, die Integration von Solaranlagen, Versickerungsflächen für Regenwasser sowie Dachbegrünung sind Teil des zukunftsweisenden Konzeptes des Hulb-West.”


Union Investment verkauft Geschäfts- und Bürohaus in Hannover

Union Investment hat ein Geschäfts- und Bürohaus in der Otto-Brenner-Straße 9 in Hannover verkauft. Das 1974 erbaute und 1994 modernisierte Gebäude liegt im nordwestlichen Stadtzentrum der niedersächsischen Hauptstadt und befand sich seit rund 50 Jahren im Bestand der Union Investment Institutional Property GmbH. Die Immobilie hat eine Mietfläche von rund 4.970 Quadratmetern und ist aktuell zu 100 Prozent vermietet.

Seit Auflegung des UII GermanM im Jahr 2016 zählte das Büro- und Geschäftshaus zum Portfolio des Immobilien-Spezialfonds. Der Verkaufspreis liegt leicht über dem zuletzt ermittelten Sachverständigenwert. Käufer ist eine Objektgesellschaft aus Hannover, die das Objekt neu positionieren will.

„Die Immobilie hat in den vergangenen Jahren stabile Mieterträge für den Fonds erwirtschaftet. Nun hat sich ein guter Zeitpunkt für den Verkauf ergeben. Wir setzen damit den aktiven Managementansatz unseres Fonds konsequent um und haben das Portfolio weiter verjüngt“, so Wolfgang Kessler, Mitglied der Geschäftsführung der Union Investment Institutional Property GmbH.


Dortmund: Spar- und Bauverein eG setzt auf digitale Grundversorgung

Die Spar- und Bauverein eG Dortmund (SPARBAU), Vodafone und OXG schlagen ab sofort einen gemeinsamen Weg in Richtung digitale Zukunft ein. Gemeinsam werden die Unternehmen fast 12.000 Wohneinheiten in mehr als 1.600 Immobilien der Wohnungsbaugenossenschaft mit Gigabit-schnellen FTTH-Anschlüssen ausstatten. 9.000 Anschlüsse errichtet OXG und weitere 3.000 werden durch Vodafone realisiert. Dabei erhält jede Wohnung einen eigenen Glasfaseranschluss. Das steigert nicht nur den Wert der Gebäude und Wohnungen, sondern auch die Attraktivität des Wohnraums der SPARBAU.

„Nach einem sorgfältigen Entscheidungsprozess haben wir uns für Vodafone und OXG als Partner entschieden, um eine umfassende Lösung für unsere Wohngebäude zu realisieren. Mit dieser Entscheidung stellen wir sicher, dass unsere Mitglieder in den kommenden Jahren die Möglichkeit haben, ihre Wohnung mit dem modernsten Internet auszustatten. Dabei ist vertraglich festgelegt worden, dass alle Wohngebiete der Genossenschaft eine Glasfaserversorgung erhalten und Individualverträge zu konkurrenzfähigen Preisen abgeschlossen werden können“, sagt Franz Bernd Große-Wilde, Vorstandsvorsitzender der Spar- und Bauverein eG.


Dresden: Städtische Wohnungsbaugesellschaft Wohnen in Dresden (WiD) stellt Wohnungen fertig

Die städtische Wohnungsbaugesellschaft Wohnen in Dresden (WiD) hat ein weiteres Wohngebäude fertiggestellt. An der Dopplerstraße in Trachau sind auf einem ehemaligen Garagenhof 13 neue Sozialwohnungen entstanden. Die 13 Wohnungen haben unterschiedliche Größen. Fünf Wohnungen sind barrierefrei. Der begrünte Innenhof bietet einen Spielplatz für Kinder. Der Bau der Wohnungen ist mit öffentlichen Mitteln aus der Förderrichtlinie gebundener Mietwohnraum (FRL gMW) gefördert worden. WiD-Geschäftsführer Steffen Jäckel sagt: „Das dreigeschossige Gebäude mit Flachdach fügt sich wunderbar in die bauhausgeprägte Architektur der Albert-Richter-Siedlung ein. Wir freuen uns, in diesem Stadtteil unser erstes Gebäude errichtet zu haben. Entsprechend groß ist auch die Nachfrage.“ Mit dem Neubau wächst das Portfolio der WiD auf aktuell insgesamt 2.243 Wohnungen. Derzeit baut das kommunale Unternehmen ein weiteres neues Wohnhaus an der Moritzburger Straße 51 in Pieschen mit 29 Wohnungen, das 2025 fertig werden soll. Parallel treibt die WiD zwei weitere Projekte mit zusammen 54 Wohnungen voran. An der Schönaer Straße im Stadtteil Großzschachwitz starten demnächst die Bauarbeiten für einen Neubau mit 28 Wohnungen. An der Braunsdorfer Straße im Stadtteil Löbtau-Nord ist ein Neubau mit 26 Wohnungen vorgesehen. Die Bauzeit ist jeweils mit zwei Jahren veranschlagt. Die beiden Vorhaben wurden erst möglich, nachdem der Stadtrat Ende März 2024 ergänzend zur staatlichen Wohnungsbauförderung eine städtische Kofinanzierung in Höhe von bis zu 1,7 Millionen Euro beschlossen hat.


AnkerL-KONZEPT ist jetzt CGRE AG

Die L-KONZEPT Holding AG hat ihre Umfirmierung CGRE AG bekannt gegeben. Die beschlossene Kapitalerhöhung gegen Sacheinlage in Höhe von 50 Mio. Euro wurde durch einen unabhängigen Wirtschaftsprüfer bestätigt und vom Amtsgericht Leipzig eingetragen, der Aufsichtsrat der CGRE AG um namhafte Vertreter aus Wirtschaft und Politik erweitert. Günther H. Oettinger, ehemaliger EU-Kommissar, übernimmt den Vorsitz des Aufsichtsrats. Prof. Christoph Ehrhardt und Prof. Dr. Rüdiger Grube bringen ihre umfassenden Erfahrungen und ihren Sachverstand in das Gremium ein. „Wir setzen die eingeleitete, umfassende Anpassung der Neuausrichtung der Gesellschaft konsequent fort“, erklärt Jürgen Kutz, Vorstand der CGRE AG. „Für institutionelle Investoren und Family Offices, die an einem Markteinstieg in ein derzeit günstiges Akquisitionsumfeld interessiert sind, sind lukrative Beteiligungsmöglichkeiten gegeben.“ 


AnkerDIEAG feiert Grundsteinlegung für Büroprojekt Equalizer in Berlin

Die DIE Deutsche Immobilien Entwicklungs AG (DIEAG) feierte in der Berliner City-West die Grundsteinlegung für ihren Office-Neubau Equalizer. Bis zum ersten Quartal 2026 entsteht nach Plänen von kadawittfeldarchitektur, Aachen/Berlin, ein Bürohochhaus mit 13.175 Quadratmetern Mietfläche. Zu dem 14 Etagen umfassenden Bürogebäude gehören eine PKW-Tiefgarage mit 70 Stellplätzen sowie 80 Fahrradstellplätze. Im Zuge der Feierlichkeiten wurde auch das Vorzertifikat ECARF für ein allergiefreundliches Gebäude verliehen. Angela Balatoni, Geschäftsführerin der Allergy Friendly Buildings Alliance GmbH c/o Stiftung ECARF, sagt dazu: "Die DIE AG setzt bei der Innen- und Außenraumgestaltung mit der 'allergy friendly Bauweise' ganz neue Maßstäbe. Nicht nur die Nutzer, sondern auch die DIEAG erfüllen relevante ESG-Kriterien, denn das Siegel ist ein Benefit für die Mieter eines Gebäudes und ein bewusstes und soziales Statement zu den Themen Gesundheit, ethische Verantwortung und Nachhaltigkeit. Wir freuen uns, dass ein weiteres Projekt mit dem weltweit ersten Siegel für allergikerfreundliches Bauen ausgezeichnet wird. So sieht die ganzheitliche Betrachtung der Nachhaltigkeit bei Gebäuden der Zukunft aus." Es wird angestrebt, den Equalizer mit „DGNB-Gold“ zertifizieren zu lassen. Das entsprechende Vorzertifikat liegt bereits vor. Teil des nachhaltigen Konzeptes sind beispielsweise der Einbau von Lüftungs-Deckensystemen mit Heizungs- und Kühlfunktion, modernster Gebäudeleittechnik sowie die Realisierung einer vertikal strukturierten Lisenen-Außenfassade mit recyceltem Aluminium. Auf den begrünten Dächern werden Photovoltaikanlagen installiert.

Der Office-Neubau Equalizer liegt sehr zentral in einer grünen, ruhigen Seitenstraße in der Berliner City West. Die U-Bahn-Station Wittenbergplatz ist fußläufig erreichbar. Quelle: bloomimages

Berlin: Bebauungsplanplanverfahren „Urbane Mitte Süd“ wird von der Senatsverwaltung weitergeführt

Beim Gleisdreieck geht es voran: Die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Bauen und Wohnen zieht das Bebauungsplanverfahren VI-140cab „Urbane Mitte Süd“ an sich. Damit soll die Entwicklung entsprechend den städtebaulichen Zielsetzungen des Landes Berlin zügig umgesetzt werden. Einer Weisung der SenStadt vom März 2024, das Verfahren zeitnah und zügig fortzuführen, ist der Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg nicht nachgekommen. Daher macht Senator Christian Gaebler nun von seinem Eingriffsrechts nach §7 Abs. 1 Satz 4 AGBauGB Gebrauch. Dazu sagte Senator Christian Gaebler: „Die Entwicklungsziele für den Park am Gleisdreieck und die Baufelder am Rande des Parks wurden 2005 von Senat und Bezirk gemeinsam in einem Rahmenvertrag festgelegt und in einem Werkstattverfahren des Bezirksamtes aus dem Jahr 2014 bestätigt. Angesichts des langjährigen Planungsprozesses nimmt die Wahrnehmung des Landes Berlin als verlässliche Vertragspartnerin deutlich ab. Es geht darum, Vertrauensschaden vom Land Berlin abzuwenden. Alle Beteiligten müssen anerkennen, dass der Vorhabenträger bereits erhebliche Vorleistungen im Interesse des Bezirks geleistet hat:  mit Wohnungsbau und dem Gleisdreieckpark. Man kann dann nicht am Ende sagen: Wohnungen und Park nehmen wir gerne. Was uns nicht so gut gefällt, ermöglichen wir aber nicht.“


Leipzig: Stadt kauft Gebäude und einigt sich mit GP Papenburg

Auf den ursprünglich geplanten Kiesabbau in Rückmarsdorf auf einer Gesamtfläche von circa 52 Hektar wird verzichtet. Dazu soll es in Kürze eine Vereinbarung zwischen der GP Günter Papenburg AG und der Stadt Leipzig geben. Stattdessen plant die Firma eine alternative Nutzungsvariante der Flächen zur Entwicklung eines Baustoffzentrums mit dem Namen „Circular Economy“. Dies geht mit einer planungsrechtlichen Unterstützung auf Basis des bestehenden Baurechts durch die Stadt Leipzig einher. Weitere angrenzende Flächen sollen zudem für die Gewinnung regenerativer Energien genutzt werden, wobei der Stromversorgung aus grünem Wasserstoff eine besondere Bedeutung zukommen soll. Die GP Günter Papenburg AG unterhält in Leipzig verschiedene Betriebsstätten. Der Betriebsstandort Rückmarsdorf dient der Aufbereitung und dem Vertrieb des im Kiessandtagebau „Schönau II“ gewonnenen Kiesen und Sanden, sowie der Weiterverarbeitung der gewonnenen Rohstoffe zu Baustoffen. Darüber hinaus existieren bereits seit 2014 Bestrebungen, einen weiteren Kiessandtagebau „Schönau III“ in Betrieb zu nehmen. Darauf wird nun verzichtet.

Zudem hat sich die Stadt Leipzig mit der Adler Group über den Verkauf des alten Technischen Rathauses in der Prager Straße 20–28 für 27 Millionen geeinigt. Der Erwerb dient dazu, um Teile der Verwaltung künftig zentral und zeitgemäß unterzubringen und einen städtebaulichen Missstand zu beseitigen. Neben dem Kauf des ehemaligen Technischen Rathauses ist der zeitnahe Abriss des Rohbaus und die Planung des Verwaltungszentrums Planen, Bauen und Umwelt beabsichtigt.


PANDION feiert Richtfest für Wohnquartier in Düsseldorf

Die Rohbauarbeiten des ersten Bauabschnittes für das Wohnquartier PANDION ALBERTUSSEE in Düsseldorf-Heerdt sind erfolgreich abgeschlossen, die Projektbeteiligten feierten Richtfest. Auf dem Gelände der ehemaligen Horten-Zentrale am namensgebenden Albertussee gelegen entstehen bis 2028 insgesamt 750 Wohneinheiten und drei Kitas. Die Fassadenarbeiten und der Innenausbau haben bereits begonnen. „Die Rohbaufertigstellung markiert einen wichtigen Meilenstein für uns. Mit diesem naturnahen Quartier direkt am Wasser entsteht in der Landeshauptstadt neuer Wohnraum, der dringend benötigt wird. Durch den tatkräftigen Einsatz aller Projektbeteiligten werden in wenigen Monaten die ersten Bewohnerinnen und Bewohner einziehen und das einzigartige Wohnerlebnis mit einem See vor der Haustüre genießen können“, so Klaus Küppers, Geschäftsführer der PANDION Real Estate GmbH. PANDION ALBERTUSSEE befindet sich unmittelbar an der Parkanlage Heerdterhof-Garten sowie dem namensgebenden Albertussee an der Schnittstelle der beiden linksrheinischen Düsseldorfer Stadtteile Heerdt und Oberkassel. Auf einem Grundstück von circa 42.000 Quadratmetern entstehen bis 2028 rund 750 Wohneinheiten, darunter 448 hochwertige Eigentumswohnungen.

In Düsseldorf feierte die PANDION AG Richtfest. Quelle: PANDION

Eisenberger Real Estate erwirbt Fachmarktzentrum in Hannover

Die Eisenberger Real Estate GmbH hat das Fachmarktzentrum in Hannovers Varrelheide gekauft. Auf dem über 14.000 Quadratmeter großen Grundstück befinden sich sechs Gewerbemieter, darunter die drei Ankermieter DM, Fressnapf und Cube. Insgesamt hat das Projekt 4.400 Quadratmeter Mietfläche, 90 Stellplätze und wurde 2008 saniert. „Die Immobilie und deren Mikrolage sind aufgrund der guten Lage direkt an der A2 und vieler erfolgreicher Player in unmittelbarer Umgebung sehr stark frequentiert“, so Andreas Kurowski, Geschäftsführender Gesellschafter der Eisenberger Real Estate, die als Wohnungsbestandshalter über 2.000 Einheiten (Hannover, Braunschweig und Hildesheim) hat und das Fachmarktzentrum als Diversifikation dem Portfolio beimischt. Die Transaktion wurde von der Aptum Group aus Hannover begleitet.