Meißen: Architekturwettbewerb für neues Lehrgebäude der HSF entschieden +++ Dresden: Stadt investiert 2026 verstärkt in Sanierung und Hochbau +++ Jena: Ausbau der Naumburger Straße und Verlängerung der Straßenbahn starten +++ Dresden: Bundesbehörde mietet Büroflächen in der Südvorstadt +++ Leipzig: Stadt will „Bauturbo“ für schnelleren Wohnungsbau einsetzen +++ Leipzig: Karlbrücke in Plagwitz soll erst im Juni für den Verkehr freigegeben werden +++ Leipzig: OFB erwirbt Industrieareal und plant Logistik- und Gewerbepark im Nordosten +++ Mitteldeutschland: Decathlon kündigt drei neue Standorte in Sachsen und Sachsen-Anhalt an
Meißen: Architekturwettbewerb für neues Lehrgebäude der HSF entschieden
Der Freistaat Sachsen hat den Architekturwettbewerb für den Neubau eines Lehrgebäudes an der Hochschule der Sächsischen Polizei in Meißen abgeschlossen. Auslober war der Staatsbetrieb Sächsisches Immobilien- und Baumanagement, Niederlassung Dresden II. Geplant ist ein Neubau mit rund 4.000 Quadratmetern Nutzungsfläche auf einer ehemaligen Sportplatzfläche im südlichen Bereich des Campus, gegenüber dem denkmalgeschützten Hauptlehrgebäude. Vorgesehen sind insgesamt 60 Lehr-, Seminar- und Gruppenräume sowie ein Audimax. Das Gebäude soll nach dem Bewertungssystem Nachhaltiges Bauen des Bundes im Standard Silber zertifiziert werden. Nach einem vorgeschalteten Auswahlverfahren wurden 20 Architekturbüros zur Teilnahme eingeladen, 19 Entwürfe wurden eingereicht. Das Preisgericht, besetzt mit externen Architektinnen und Architekten sowie Vertretern der Ministerien, der Hochschule und des Staatsbetriebs, tagte Anfang Februar. Den ersten Preis erhielt das Büro Schluder Architekten ZT GmbH aus Wien. Zwei dritte Preise gingen an HF Architektur GmbH sowie STUDIO SF Simon Fische & Architekten GmbH. Eine Anerkennung erhielt a+r Architekten GmbH. Das Preisgericht würdigte beim Siegerentwurf insbesondere die klare städtebauliche Setzung, die respektvolle Einbindung in den Bestand sowie die funktionale Erschließung. Vorgeschlagen wird ein L-förmiger Neubau mit einem zweigeschossigen Audimax-Baukörper und einem kompakten Lehrgebäude, das zentrale Lern- und Kommunikationsflächen integriert. Im Anschluss an den Wettbewerb ist vorgesehen, das prämierte Büro mit den weiteren Planungsleistungen für die Objektplanung zu beauftragen.
Dresden: Stadt investiert 2026 verstärkt in Sanierung und Hochbau
Die Landeshauptstadt Dresden setzt 2026 einen Schwerpunkt auf die Sanierung und Weiterentwicklung ihrer Gebäude. Für städtische Hochbauprojekte stehen in diesem Jahr rund 47 Millionen Euro zur Verfügung. Im Fokus stehen Verwaltungsgebäude, Kultur- und Museumseinrichtungen sowie neue und modernisierte Stadtteilhäuser. Ein zentraler Bestandteil ist die Unterbringungsstrategie „Verwaltung 2030+“. Ziel ist es, Verwaltungsfunktionen in eigenen, zentrumsnahen Gebäuden zu bündeln und diese für modernes Arbeiten zu ertüchtigen. Vorgesehen sind unter anderem die Sanierung des Ordnungsrathauses in der Theaterstraße sowie des Sozialrathauses in der Junghansstraße. Die Komplexsanierung des denkmalgeschützten Neuen Rathauses wird bis Ende 2029 fortgeführt und konzentriert sich auf Brandschutz, Barrierefreiheit und Fassaden. Im Jahr 2026 sollen zudem zwei wichtige Gebäude für das öffentliche Leben eröffnen. Die Umbau- und Erweiterungsarbeiten am Kulturzentrum „Scheune“ sollen im August abgeschlossen werden, der Neubau des Stadtteilhauses Johannstadt ist für Juni vorgesehen. Beide Projekte werden mit Städtebaufördermitteln unterstützt und setzen auf nachhaltige Bau- und Nutzungskonzepte. Fortgesetzt wird auch die Sanierung des Römischen Bades. Der laufende erste Bauabschnitt mit Naturstein- und Abdichtungsarbeiten soll bis Herbst 2027 abgeschlossen werden. Für den zweiten Bauabschnitt wirbt die Stadt weiterhin um Spenden. Baubürgermeister Stephan Kühn verweist auf die Bedeutung des Ortes für das Dresdner Elbtal und die Abhängigkeit weiterer Schritte von zusätzlichen Finanzmitteln. Weitere Investitionen betreffen die Museumslandschaft. Ab 2026 beginnt die Sanierung des Carl-Maria-von-Weber-Museums, ab 2027 folgen Arbeiten an den Technischen Sammlungen Dresden sowie die Erweiterung und Modernisierung des Stadtarchivs. Parallel bereitet die Stadt für das Areal der ehemaligen Staatsoperette in Leuben nach dem Brand von 2025 eine Konzeptausschreibung vor, unter anderem für Wohnungsbau und ein Stadtteilhaus. Insgesamt betreut das Amt für Hochbau und Immobilienverwaltung rund 100 Projekte in verschiedenen Planungs- und Bauphasen. Für 2026 sind dafür rund 40,5 Millionen Euro an Investitionen sowie etwa 6,5 Millionen Euro für Instandhaltung eingeplant.
Jena: Ausbau der Naumburger Straße und Verlängerung der Straßenbahn starten
In Jenas Norden beginnt Anfang März 2026 der grundhafte Ausbau der Naumburger Straße. Neben der Erneuerung der Fahrbahn ist die Verlängerung der Straßenbahntrasse bis in das Wohngebiet Himmelreich vorgesehen. Zudem werden Geh- und Radwege sowie zentrale Ver- und Entsorgungsleitungen neu gebaut. Ziel ist es, die Infrastruktur langfristig zu sichern und die Wohngebiete Himmelreich und Am Oelste besser an das Straßenbahnnetz anzubinden. Nach Angaben der Stadt sollen die Bauarbeiten – witterungsabhängig – am 2. März 2026 starten und voraussichtlich bis Juni 2029 andauern. Die Maßnahme wird in fünf Bauabschnitten umgesetzt, beginnend am Ortsausgang Jena bis zur Einmündung Carl-Orff-Straße Süd. Vorbereitende Arbeiten zur Baufeldfreimachung laufen bereits seit Ende Januar. Dirk Lange, Dezernent für Stadtentwicklung und Umwelt der Stadt Jena, sieht in dem Projekt eine zentrale Investition in die Verkehrsinfrastruktur: Der Ausbau verbessere die Anbindung der nördlichen Wohngebiete und erhöhe langfristig Sicherheit und Qualität für alle Verkehrsteilnehmer.
Dresden: Bundesbehörde mietet Büroflächen in der Südvorstadt
Die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben mietet für eine Bundesbehörde rund 1.610 Quadratmeter Bürofläche im Gewerbeobjekt an der Budapester Straße 30 in Dresden. Der Einzug ist für Januar vorgesehen. Das Mietverhältnis mit der DIV Grundbesitzanlage Nr. 27 Dresden Feldschlößchen GmbH & Co. KG läuft zunächst bis zum 31. Januar 2031. Vermittelt wurde der Abschluss von Beate Protze Immobilien GmbH. Die angemieteten Flächen befinden sich im fünften, sechsten und siebten Obergeschoss des Bürogebäudes. Das Objekt liegt im Stadtteil Dresden-Südvorstadt und ist von weiteren Büro- und Verwaltungsstandorten geprägt. Zum Gebäude gehören unter anderem eine Kantine sowie eine Tiefgarage. Die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben ist das zentrale Immobilienunternehmen des Bundes und dem Bundesministerium der Finanzen zugeordnet. Sie verwaltet und bewirtschaftet nahezu alle Dienstliegenschaften des Bundes und stellt diese den jeweiligen Nutzern zur Verfügung.
Leipzig: Stadt will „Bauturbo“ für schnelleren Wohnungsbau einsetzen
Die Stadt Leipzig will den vom Gesetzgeber eingeführten sogenannten Bauturbo anwenden, um Wohnungsbauvorhaben schneller umzusetzen. Ziel ist es, bestimmte Baurechtsverfahren deutlich zu verkürzen. Die rechtliche Grundlage für das Verfahren wurde in der Dienstberatung des Oberbürgermeisters bestätigt, der Stadtrat soll nun über die Anwendung entscheiden. Künftig sollen ausgewählte Wohnungsbauprojekte ohne Bebauungsplanverfahren und ohne städtebaulichen Vertrag auskommen. Stattdessen ist ein verkürzter Zustimmungsvertrag vorgesehen, was Zeit vor dem eigentlichen Baugenehmigungsverfahren sparen soll. Voraussetzung ist, dass die Vorhaben den Zielen der Stadt entsprechen. Die Anwendung des Bauturbos soll in Leipzig an zwei Bedingungen geknüpft werden: eine verbindliche Bauverpflichtung sowie ein Anteil von 30 Prozent förderfähigem Wohnraum. Baubürgermeister Thomas Dienberg betont, dass schnelleres Baurecht allein nicht ausreiche und bezahlbarer Wohnraum auch zügig realisiert werden müsse. Für größere Projekte ab einer Fläche von mehr als einem Hektar, bei Abweichungen von städtischen Zielen oder bei umfangreichen Abweichungen von bestehenden Bebauungsplänen bleibt die Entscheidung weiterhin beim Stadtrat.
Leipzig: Karlbrücke in Plagwitz soll erst im Juni für den Verkehr freigegeben werden
Die Karlbrücke im Leipziger Stadtteil Plagwitz kann voraussichtlich erst im Juni fertiggestellt und für den Verkehr freigegeben werden und damit rund neun Monate später als ursprünglich vorgesehen, wie das Mobilitäts- und Tiefbauamt der Stadt Leipzig mitteilt. Gründe für die Verzögerung sind neben der bereits bekannten verspäteten Lieferung der Stahlbögen zusätzliche Anpassungen an den Uferwandanschlüssen, weitere Erd- und Straßenbauarbeiten infolge von Leitungsumverlegungen sowie personelle Engpässe bei der Baufirma. Derzeit ruhen die Arbeiten witterungsbedingt, da Abdichtungsarbeiten und Leitungsverlegungen bei niedrigen Temperaturen nicht möglich sind. Sobald es die Witterung zulässt, sollen unter anderem der südliche Kragarm betoniert, ein zusätzliches Niederspannungskabel neu verlegt sowie Abdichtungs-, Geländer- und Straßenbauarbeiten ausgeführt werden. Die Industriestraße zwischen Hohlbein- und Nonnenstraße bleibt bis zum Bauende gesperrt, Fußgänger und schiebende Radfahrer können die Weiße Elster weiterhin über den nördlichen Gehweg queren.
Leipzig: OFB erwirbt Industrieareal und plant Logistik- und Gewerbepark im Nordosten
Die OFB Projektentwicklung hat zum Jahresbeginn ein rund 222.000 Quadratmeter großes Areal in der Kossaer Straße 2 im Leipziger Nordosten erworben, das in den kommenden Jahren zu einem modernen Logistik- und Gewerbepark entwickelt werden soll. Das über Jahrzehnte industriell genutzte Gelände mit Bestandsgebäuden aus der früheren Betonfertigteilproduktion wird schrittweise transformiert, vorgesehen sind bis zu sechs Hallen mit flexiblen Einheiten von rund 285 bis 12.000 Quadratmetern sowie ergänzende Büro- und Sozialflächen, Stellplatzbereiche und eine Neuordnung der Grünflächen. Geplant sind unter anderem Photovoltaikflächen von rund 30.000 Quadratmetern, Dachbegrünungen von etwa 20.000 Quadratmetern, ein Wärmepumpenkonzept und Maßnahmen zur Regenwasserrückhaltung, ausgerichtet auf eine Zertifizierung nach DGNB Gold und die EU-Taxonomie. Das Areal verfügt über eine gesicherte Ver- und Entsorgungsinfrastruktur sowie einen bestehenden Industriestammgleisanschluss und liegt im Umfeld der Metropolregion Leipzig in Nähe zum Flughafen Leipzig mit 24-Stunden-Frachtflugbetrieb.
Mitteldeutschland: Decathlon kündigt drei neue Standorte in Sachsen und Sachsen-Anhalt an
Der Sportartikelhändler Decathlon will 2026 drei neue Stores in Mitteldeutschland eröffnen und damit seine Expansion in Ostdeutschland vorantreiben. Geplant sind Standorte im Halle Center Peißen, am Leipziger Hauptbahnhof sowie im Dresdner Elbepark. Nach Angaben des Unternehmens ist die Expansion Teil der Strategie, bis 2027 mindestens 150 Filialen in Deutschland zu betreiben. In Halle schließt Decathlon nach eigenen Angaben eine Versorgungslücke in einer der letzten ostdeutschen Städte mit mehr als 200.000 Einwohnern ohne Markt im direkten Einzugsgebiet. In Dresden eröffnet Ende 2026 ein zweiter Store mit Schwerpunkt auf Fahrräder, Camping und Natursport. In Leipzig entsteht ab Frühjahr 2026 ein 315 Quadratmeter großer Kompaktstore am Hauptbahnhof, der auf hochfrequentierte Verkehrsknotenpunkte ausgerichtet ist. Decathlon setzt dabei weiterhin auf unterschiedliche Formate, von kompakten City-Stores ab rund 300 Quadratmetern bis zu Multisport-Stores mit bis zu 8.000 Quadratmetern Verkaufsfläche.


