Aktuelles aus der Immobilienbranche Mitteldeutschland 2026 – Januar

Aktuelles aus der Immobilienbranche Mitteldeutschland 2026 – Januar

Aktuelles aus der Immobilienbranche Mitteldeutschland 2026 – Januar
Im Großen Garten Dresden wurde ein neues Skulpturendepot errichtet. Quelle: Matthias Hultsch

Querfurt: DPI erwirbt leerstehendes SB-Warenhaus +++ Chemnitz: Stadt sucht Standort für neues Stadtarchiv +++ Leipzig: Neuer Bebauungsplan soll Alte Messe West zum Technologiestandort entwickeln +++ Rodewisch: Kita „Schwalbennest“ offiziell eröffnet +++ Taucha: Variond Gruppe erwirbt Mehrfamilienhaus mit 30 Einheiten +++ Dresden: HOGA Schulen beziehen neue Büroräume an der Glashütter Straße +++ Jena: Öffentlichkeitsbeteiligung für Solarquartier an der Saalbahnhofstraße startet +++ Dresden: Gabriele Ladewig wird Präsidentin des Landesamtes für Straßenbau und Verkehr +++ Halle (Saale): Investitionen im Bauhauptgewerbe bleiben 2024 auf hohem Niveau +++ Leipzig: 59,5 Millionen Euro Förderung für neues Naturkundemuseum +++ Dresden: Staatspreis für Baukultur 2026 ausgelobt +++ Leipzig: Parkbogen Ost wird mit Gartenpark und neuer Brücke erweitert +++ Halle (Saale): Neubau von Wohngebäuden dauert 2024 länger +++ Leipzig: Stadt bringt Biotopverbundplanung auf den Weg +++ Bürgel: Wohnanlage mit 68 Einheiten veräußert +++ Dresden: Propositionssaal und Großer Ballsaal im Residenzschloss übergeben +++ Hettstedt: Mehr als 23,5 Millionen Euro für Ausbau der Anschlussbahn bewilligt +++ Dresden: Einwohnerzahl sinkt 2025 wegen hohen Geburtendefizits +++ Erfurt: Zalando schließt Logistikzentrum bis September 2026 +++ Dresden: Deutsche Bahn startet Großprojekt am Verkehrsknoten Cotta +++ Dresden: 2.000 Quadratmeter Bürofläche im Businesspark Striesen neu vermietet +++ Dresden: Neuer Förderaufruf für klimaneutrales und bezahlbares Wohnen +++ Halle (Saale): Verbraucherpreise steigen im Dezember leicht +++ Mertendorf: Baubeginn für zwei neue Brücken an der L 200 +++ Dresden: Neues Skulpturendepot im Großen Garten fertiggestellt +++ Leipzig: Recycling- und Baustoffzentrum in Rückmarsdorf geplant +++ Leipzig: PTXRE begleitet Refinanzierung eines Wohnportfolios über rund 100 Millionen Euro +++ Chemnitz: Landesdirektion genehmigt neuen Abschnitt des Chemnitzer Modells +++ Halle (Saale): Neuer Mietspiegel für 2026 und 2027 veröffentlicht +++ Jena: Ed. Züblin AG bündelt serielles Bauen im neuen Bereich MOLENO +++ Dresden: Wechsel in der Geschäftsführung der LISt +++ Dresden: Höhere Einkommensgrenzen für Wohnberechtigungsschein ab 2026 +++ Magdeburg: Land fördert 422 neue Wohnheimplätze mit rund 15,6 Millionen Euro +++ Halle (Saale): Baupreise für Wohngebäude im November 2025 weiter gestiegen

Agentur

Querfurt: DPI erwirbt leerstehendes SB-Warenhaus

Die DPI Deutsche Projekt Invest GmbH aus Berlin hat im vierten Quartal 2025 ein leerstehendes, ehemaliges real,- SB-Warenhaus in Querfurt erworben. Die Transaktion erfolgte im Rahmen eines Asset Deals für eines der Ankaufsmandate des Unternehmens. Über den Kaufpreis wurde Stillschweigen vereinbart. DPI hat die Käuferseite im Transaktionsprozess vollumfänglich selbst beraten. Geplant ist die Revitalisierung des Standorts zu einem Nahversorgungs- und Fachmarktzentrum, das in den eigenen Bestand übernommen werden soll.


Chemnitz: Stadt sucht Standort für neues Stadtarchiv

Die Stadt Chemnitz hat ein Markterkundungsverfahren zur Suche nach neuen Räumlichkeiten für das Stadtarchiv eröffnet. Geprüft wird, ob sich im Umkreis von maximal fünf Kilometern rund um das Rathaus ein geeignetes Objekt zur Unterbringung des Archivs befindet. Voraussetzung ist die Ausrichtung des Gebäudes nach der DIN 67700 „Bau von Bibliotheken und Archiven“. Benötigt werden zusammenhängende Büroflächen mit rund 378 Quadratmetern Nutzfläche, Magazinflächen von etwa 4.723 Quadratmetern für Archivgut sowie weitere rund 1.380 Quadratmeter für Sondernutzungen wie Restaurierung, Quarantäne und Kassation. Im Magazinbereich müssen archivgerechte Rollregale für rund 39.000 laufende Meter Akten und Pläne untergebracht werden können. Die angestrebte Mietdauer beträgt mindestens 15 Jahre mit Verlängerungsoptionen oder alternativ die Möglichkeit eines Mietkaufs. Als möglicher Mietbeginn ist der 1. Januar 2029 vorgesehen. Die Stadt weist darauf hin, dass aus der Markterkundung kein Anspruch auf einen Vertragsabschluss entsteht. Angebote müssen Angaben unter anderem zum Standort, zu den Flächen, zur Grundmiete, zu den Betriebskosten sowie zur Gebäude- und Haustechnik enthalten. Sie können bis zum 31. März 2026 bei der Stadt Chemnitz eingereicht werden. Das Verfahren ist zudem online und im Amtsblatt der Stadt veröffentlicht.


Leipzig: Neuer Bebauungsplan soll Alte Messe West zum Technologiestandort entwickeln

Die Stadt Leipzig treibt die Entwicklung der Alten Messe West zu einem Technologie- und Innovationsstandort voran. Für den nördlichen Teil des Areals hat die Stadtspitze den Bebauungsplan Nr. 451.1 „Semmelweisstraße / An den Tierkliniken-Nord“ vorgelegt. Das Gebiet soll den bestehenden BioCity Campus am Deutschen Platz ergänzen und insbesondere Flächen für Labore und Büros bieten. Parallel ist eine Anpassung des Flächennutzungsplans vorgesehen, um künftig gewerbliche Nutzungen zu ermöglichen. Zugleich soll der Kohlrabizirkus dauerhaft als Veranstaltungsstätte für Kultur und Sport gesichert werden. Über beide Vorlagen entscheidet abschließend der Stadtrat. Im Anschluss ist eine öffentliche Auslegung geplant, um Bürger, Verbände und Vereine in das Verfahren einzubeziehen. Grundlage des Bebauungsplans ist die Masterplanung für das rund 37 Hektar große Areal zwischen Semmelweisstraße und Richard-Lehmann-Straße. Diese geht auf einen städtebaulichen Wettbewerb aus dem Jahr 2022 zurück, den die Berliner Büros de+ architekten gmbh und Bacher Landschaftsarchitekten gewonnen hatten. Vorgesehen sind Ansiedlungen technologieorientierter Unternehmen aus den Bereichen Life Sciences und Technologie. Die Baufelder sind sowohl für kleinteilige Betriebe als auch für größere Forschungs- und Gewerbeansiedlungen ausgelegt. Die künftige Bebauung orientiert sich an den gegenüberliegenden Tierkliniken mit ruhigen Blockstrukturen. Denkmalgeschützte Gebäude wie der Kohlrabizirkus, der Lokschuppen und ein Wohnhaus sollen erhalten bleiben, zusätzliche Wohnungen sind nicht geplant. Zur Verbesserung des Stadtklimas sind mehr Grünflächen, Fassaden- und Dachbegrünungen sowie ein kleiner Park als Quartierszentrum vorgesehen. Aufgrund der guten ÖPNV-Anbindung wird ein autoarmes Quartier angestrebt.


Rodewisch: Kita „Schwalbennest“ offiziell eröffnet

In Rodewisch ist die neue Kindertagesstätte „Schwalbennest“ offiziell eröffnet worden. Der Neubau bietet Platz für rund 100 Kinder von der Krippe bis zum Hort und gilt als wichtiger Impuls für die Belebung des innerstädtischen Umfelds. Das Projekt wurde mit rund 3,5 Millionen Euro aus Bundes- und Landesmitteln der Städtebauförderung sowie weiteren etwa 500.000 Euro aus Landesmitteln unterstützt. Auf einer innerstädtischen Brachfläche entstand ein barrierefreies Gebäude mit neuen Außenanlagen, umgestaltetem Gewässer und einer neu errichteten Brücke. Der Neubau verfügt über getrennte Spiel- und Aufenthaltsbereiche für die verschiedenen Altersgruppen und fügt sich in die langfristige Stadtentwicklung ein. Seit 1991 flossen über die Städtebauförderung insgesamt 18,6 Millionen Euro an Bundes- und Landesmitteln nach Rodewisch.


Taucha: Variond Gruppe erwirbt Mehrfamilienhaus mit 30 Einheiten

Die Stuttgarter Variond Gruppe hat ein Mehrfamilienhaus mit 30 Wohneinheiten in Taucha bei Leipzig erworben. Das im Jahr 1930 errichtete Objekt verfügt über eine vermietbare Fläche von rund 1.800 Quadratmetern. Über den Kaufpreis wurde Stillschweigen vereinbart. Als Vermittler der Transaktion waren BNP Paribas Real Estate sowie die Falkenhain Invest GmbH tätig. Mit dem Ankauf setzt die Variond Gruppe ihre Investitionsstrategie fort und baut ihre Präsenz in der Region Leipzig weiter aus. Weitere Engagements in dem Markt werden geprüft.


Dresden: Gabriele Ladewig wird Präsidentin des Landesamtes für Straßenbau und Verkehr

Gabriele Ladewig übernimmt zum 19. Januar 2026 die Leitung des Landesamt für Straßenbau und Verkehr. Sie folgt auf Dr. Saskia Tietje, die seit September 2025 eine Abteilungsleitung im Sächsischen Staatsministerium des Innern innehat. Gabriele Ladewig war zuletzt Abteilungsleiterin für Zentrale Angelegenheiten in der Landesdirektion Sachsen. Das Landesamt für Straßenbau und Verkehr ist die zentrale Fachbehörde für Planung, Bau und Erhalt der Bundes- und Staatsstraßen im Freistaat Sachsen und unterstützt zudem Kommunen sowie Investitionen in den Öffentlichen Personennahverkehr und den Schienenpersonennahverkehr.


Dresden: HOGA Schulen beziehen neue Büroräume an der Glashütter Straße

Die HOGA Schulen Dresden gemeinnützige GmbH verlegt ihren Verwaltungsstandort und bezieht zum 1. August 2026 neue Büroräume im Gewerbekomplex Glashütter Straße 55 in Dresden. Angemietet wurden rund 656 Quadratmeter Bürofläche. Der Mietvertrag mit der Grundstücksgemeinschaft Schäfer, Kaiser & Morgenstern GbR ist auf eine Laufzeit von zehn Jahren ausgelegt. Vermittelt wurde der Abschluss durch die Beate Protze Immobilien GmbH. Die HOGA Schulen sind ein freier Schulträger mit vier Standorten in Dresden und bieten ein breites Spektrum an Bildungswegen, darunter Gymnasium, Oberschule, berufliches Gymnasium und Fachoberschule. Der neue Standort liegt im Stadtteil Striesen, einer gefragten Lage zwischen Innenstadt und Elbe mit guter Infrastruktur.


Jena: Öffentlichkeitsbeteiligung für Solarquartier an der Saalbahnhofstraße startet

Für das geplante Solarquartier an der Saalbahnhofstraße beginnt in Jena am 19. Januar 2026 die öffentliche Auslegung der Planunterlagen. Diese sind bis Ende Februar online sowie im Fachdienst Stadtplanung einsehbar. Parallel werden die Fachbehörden beteiligt. Geplant ist ein urbanes Quartier mit Wohnnutzungen, Gewerbeflächen im Erdgeschoss und einem begrünten Quartiersplatz. Der aktuelle Entwurf sieht zudem rund 70 barrierefreie Kleinwohnungen vor und setzt auf nachhaltige Mobilitäts- und Energiekonzepte, unter anderem mit Photovoltaik und Carsharing-Angeboten.


Halle (Saale): Investitionen im Bauhauptgewerbe bleiben 2024 auf hohem Niveau

Die Investitionen im Bauhauptgewerbe Sachsen-Anhalts haben auch 2024 ein hohes Niveau erreicht. Wie das Statistisches Landesamt Sachsen-Anhalt mitteilt, investierten die rechtlichen Einheiten des Bauhauptgewerbes insgesamt 116,8 Millionen Euro. Das entspricht einem Anstieg von 5,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Der Schwerpunkt der Investitionen lag erneut bei Maschinen und maschinellen Anlagen, auf die 103,5 Millionen Euro entfielen. Die Investitionen in Gebäude und Grundstücke stiegen ebenfalls, insbesondere im Straßenbau, der mit 32,4 Millionen Euro rund ein Viertel des gesamten Investitionsvolumens ausmachte. Die Investitionsquote des Bauhauptgewerbes lag 2024 bei 4,4 Prozent. Im Ausbaugewerbe fiel das Investitionsvolumen mit 40,8 Millionen Euro deutlich geringer aus und lag nur leicht über dem Vorjahreswert. Größter Einzelposten waren auch hier Maschinen und Anlagen, vor allem im Bereich der Elektroinstallation.


Leipzig: 59,5 Millionen Euro Förderung für neues Naturkundemuseum

Der Bau des neuen Naturkundemuseums am Wilhelm-Leuschner-Platz in Leipzig hat einen zentralen Meilenstein erreicht. Staatssekretär Sören Trillenberg übergab einen Fördermittelbescheid über 59,5 Millionen Euro aus dem Investitionsgesetz Kohleregionen. Die Mittel sichern die weiteren Bauarbeiten am denkmalgeschützten Oktagon. Geplant ist der Umbau des historischen Gebäudekomplexes zu einem modernen Museumsstandort mit unterirdischen Ausstellungsflächen. Künftig entstehen dort Dauer- und Wechselausstellungen, ein zentrales Foyer sowie Verwaltungsbereiche. Die Ausstellungsfläche wächst von bisher rund 800 auf etwa 3.500 Quadratmeter, das Gesamtgebäude umfasst mehr als 8.000 Quadratmeter. Das neue Naturkundemuseum Leipzig soll als zentraler Bildungs- und Wissenschaftsort im Stadtzentrum wirken. Bereits im November 2024 hatte die Stadt Leipzig Fördermittel in Höhe von 15,4 Millionen Euro für vorbereitende Maßnahmen erhalten.


Dresden: Staatspreis für Baukultur 2026 ausgelobt

Das Sächsisches Staatsministerium für Infrastruktur und Landesentwicklung hat gemeinsam mit der Architektenkammer Sachsen und der Ingenieurkammer Sachsen den Staatspreis für Baukultur 2026 ausgelobt. Der Wettbewerb steht unter dem Thema „Bauen im Spannungsfeld von Hightech und Lowtech“ und ist mit 50.000 Euro dotiert. Bewerbungen sind bis 27. Februar 2026, 12:00 Uhr, möglich. Ausgezeichnet werden Bauprojekte in Sachsen, die in den vergangenen zehn Jahren fertiggestellt wurden und sich in besonderer Weise mit dem angemessenen Einsatz technischer Ausrüstung auseinandersetzen. Im Mittelpunkt stehen Lösungen, die Hightech-Ansätze mit technikminimierten, ressourcenschonenden Konzepten verbinden und damit übertragbare Antworten auf aktuelle Anforderungen an nachhaltiges Bauen liefern. Bewerben können sich Architekten, Ingenieure und Freiraumplaner gemeinsam mit den Bauherren. Die Einreichung erfolgt über das Beteiligungsportal des Freistaates Sachsen. Der Staatspreis für Baukultur ist Teil der Initiative „Baukultur verbindet“ und wird aus Haushaltsmitteln des Sächsischen Landtages finanziert.


Leipzig: Parkbogen Ost wird mit Gartenpark und neuer Brücke erweitert

Der Parkbogen Ost im Leipziger Osten wird in den kommenden Jahren weiter ausgebaut. Die Stadt plant den Bau eines rund 450 Meter langen Gartenparks auf einer ehemaligen Bahntrasse in Anger-Crottendorf sowie den Neubau der Brücke über die Torgauer Straße zwischen Volkmarsdorf und Schönefeld. Entsprechende Planungsbeschlüsse hat die Stadtspitze auf den Weg gebracht. Der neue Gartenpark erhält Fördermittel von rund 4 Millionen Euro aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung. Zusätzlich investiert die Stadt etwa 1,88 Millionen Euro in die Parkanlage am Sellerhäuser Bogen. Für die Brücke über die Torgauer Straße sind weitere rund 1 Million Euro aus städtischen Mitteln vorgesehen, kofinanziert durch 1,7 Millionen Euro EFRE-Förderung. Der etwa 16.000 Quadratmeter große Gartenpark orientiert sich gestalterisch an den angrenzenden Kleingartenanlagen und soll mit Wegen, Obstwiesen, Rasenflächen sowie Bereichen für gemeinschaftliches Gärtnern ausgestattet werden. Der Höhenweg wird barrierefrei angebunden und erhält eine neue Beleuchtung. Die bestehende Brücke über die Torgauer Straße, die seit 2021 im Eigentum der Stadt ist, wird durch einen Neubau ersetzt. Künftig soll die Durchfahrtshöhe von derzeit 3,70 Metern auf rund 5 Meter erhöht werden. Der Überbau wird als einfeldriger Aluminiumträger für Fuß- und Radverkehr ausgeführt. Der Baubeginn für den Gartenpark ist für Oktober 2026, der Brückenbau ab März 2027 vorgesehen. Der Parkbogen Ost soll langfristig einen durchgängigen grünen Höhenzug für Fuß- und Radverkehr im Leipziger Osten bilden.


Halle (Saale): Neubau von Wohngebäuden dauert 2024 länger

Der Neubau von Wohngebäuden hat sich in Sachsen-Anhalt im Jahr 2024 erneut verlängert. Nach Angaben des Statistisches Landesamt Sachsen-Anhalt betrug die durchschnittliche Bauzeit ab Genehmigung 22 Monate. Einfamilienhäuser dominierten das Baugeschehen: 1.210 Wohngebäude mit nur einer Wohnung wurden im Schnitt ebenfalls in 22 Monaten errichtet. Deutlich länger dauerte der Neubau größerer Gebäude. Bei Wohngebäuden mit zwei Wohnungen sowie bei Gebäuden mit drei oder mehr Wohnungen lag die durchschnittliche Bauzeit bei 28 Monaten und damit rund ein halbes Jahr höher. Die Spannweite der Bauzeiten war groß. Bei 36 Wohngebäuden vergingen weniger als sechs Monate zwischen Genehmigung und Fertigstellung, während 170 Neubauten eine Bauzeit von mehr als 36 Monaten aufwiesen. Zum Vergleich: Im Jahr 2023 wurden mit 2.165 Wohngebäuden fast doppelt so viele Neubauten fertiggestellt, die durchschnittliche Bauzeit lag damals jedoch nur bei 20 Monaten.


Leipzig: Stadt bringt Biotopverbundplanung auf den Weg

Die Stadt Leipzig will wertvolle Biotope bei der weiteren Stadtentwicklung stärker schützen. Auf Vorschlag von Baubürgermeister Thomas Dienberg hat die Stadtspitze eine Biotopverbundplanung beschlossen, über die nun der Stadtrat abschließend entscheidet. Ziel ist es, Lebensräume für Tiere und Pflanzen besser miteinander zu vernetzen, um Artenwanderung zu ermöglichen und dem Artensterben entgegenzuwirken. Hintergrund ist der wachsende Flächendruck durch Wohnungsbau sowie soziale Infrastruktur. Grundlage der Planung ist eine Petition von Umweltverbänden aus dem Jahr 2019, die in die Konzeption eingebunden waren. Kern des Konzepts sind drei Karten, die bestehende Biotopverbünde, Lücken und Verknüpfungspotenziale im gesamten Stadtgebiet darstellen. Die Biotopverbundplanung soll künftig bei der Stadtentwicklung und in der Bauleitplanung berücksichtigt werden.


Bürgel: Wohnanlage mit 68 Einheiten veräußert

Im thüringischen Bürgel bei Jena ist eine Wohnanlage mit 68 Wohneinheiten sowie Garagen und Außenstellplätzen verkauft worden. Verkäuferin ist eine Hamburger Stiftung, Käufer die VGP Immobilien GmbH aus Markt Schwaben. Die Liegenschaft liegt im Einzugsgebiet der Universitätsstadt Jena und zeichnet sich durch eine stabile Vermietungssituation sowie solide Bauqualität aus. Die Transaktion wurde off-market innerhalb kurzer Zeit umgesetzt. Angaben zum Kaufpreis wurden nicht gemacht. Vermittelt wurde der Verkauf durch Wittlinger & Co.


Dresden: Propositionssaal und Großer Ballsaal im Residenzschloss übergeben

Mit der feierlichen Übergabe des Propositionssaals und des Großen Ballsaals im Nordflügel des Dresdner Residenzschlosses ist ein weiterer zentraler Meilenstein im Wiederaufbau des Schlosses erreicht. Finanzminister Christian Piwarz übergab den symbolischen Schlüssel an Bernd Ebert, Generaldirektor der Staatliche Kunstsammlungen Dresden. Ab April 2026 werden die beiden rekonstruierten Festsäle für Besucherinnen und Besucher zugänglich sein und den historischen Rundgang durch die Festetage des Schlosses wieder schließen. Knapp 81 Jahre nach ihrer Zerstörung erstrahlen die Säle erneut in historischer Anmutung. Unter Leitung des Sächsisches Immobilien- und Baumanagement, Niederlassung Dresden I, wurden Propositionssaal und Großer Ballsaal seit Januar 2023 im Stil des Historismus neu inszeniert. Grundlage bildete der Umbau von 1838 bis 1854 unter Hofbaumeister Otto von Wolframsdorff. Erhaltene Fragmente wurden restauriert und sichtbar integriert, neue Handwerksarbeiten ergänzen die historische Architektur. Beide Säle erhielten wieder das überlieferte diagonale Versailler Tafelparkett aus Eichenholz; moderne Technik für Beleuchtung, Elektrik und Klimatisierung ist bodenbündig integriert. Die Rekonstruktion kostete rund 21 Millionen Euro, davon 4,6 Millionen Euro Bundesmittel und 16,4 Millionen Euro aus Landesmitteln. Insgesamt investieren Freistaat und Bund bis 2027 voraussichtlich rund 407 Millionen Euro in den Wiederaufbau des Residenzschlosses.


Hettstedt: Mehr als 23,5 Millionen Euro für Ausbau der Anschlussbahn bewilligt

Bund und Land fördern den Ausbau der Hauptanschlussbahn Hettstedt mit insgesamt mehr als 23,5 Millionen Euro. Die Mittel stammen aus der Förderrichtlinie „Sachsen-Anhalt Revier 2038“ im Rahmen des Investitionsgesetzes Kohleregionen. Mit dem Vorhaben soll die industrielle Infrastruktur im Raum Hettstedt gestärkt und der Strukturwandel im Landkreis Mansfeld-Südharz unterstützt werden. Geplant ist eine umfassende Ertüchtigung der Gleisanlagen, um höhere Transportvolumina und Geschwindigkeiten zu ermöglichen und den Güterverkehr stärker auf die Schiene zu verlagern. Vorgesehen sind sechs Bauabschnitte bis zum Jahr 2035. Neben der Modernisierung des Gleisnetzes sollen neue Fahrgleisanbindungen geschaffen und sechs Brücken erneuert werden. Insgesamt investiert der Landkreis mehr als 25 Millionen Euro in das Projekt.


Dresden: Einwohnerzahl sinkt 2025 wegen hohen Geburtendefizits

Die Einwohnerzahl der Landeshauptstadt Dresden ist im Jahr 2025 zurückgegangen. Zum 31. Dezember waren laut Melderegister 571.510 Personen mit Hauptwohnsitz in Dresden gemeldet. Das entspricht einem Minus von 2.138 Personen beziehungsweise 0,4 Prozent gegenüber dem Vorjahr. 2024 war die Bevölkerung noch gewachsen. Hauptursache für den Rückgang ist ein deutliches Geburtendefizit. Die Zahl der Lebendgeborenen sank auf 3.890, während 5.881 Sterbefälle registriert wurden. Daraus ergibt sich ein Geburtendefizit von 1.991 Personen, das höher ausfällt als in den beiden Vorjahren. Der Wanderungssaldo war 2025 nahezu ausgeglichen. Rund 29.000 Personen zogen nach Dresden, eine ähnliche Zahl verließ die Stadt. Damit entfiel der Wanderungsüberschuss, der im Jahr 2024 noch bei etwa 3.000 Personen gelegen hatte. Der Anteil ausländischer Staatsangehöriger stieg leicht auf 12,8 Prozent.


Erfurt: Zalando schließt Logistikzentrum bis September 2026

Der Onlinehändler Zalando wird sein Logistikzentrum in Erfurt bis Ende September 2026 schließen. Hintergrund ist eine Neuausrichtung des europaweiten Logistiknetzwerks im Zuge der gemeinsamen Strukturplanung von Zalando und ABOUT YOU. Nach Angaben des Unternehmens ist die Schließung Teil eines Plans, die Logistikkapazitäten bedarfsgerecht zu bündeln und effizienter auszurichten. Zusätzlich sollen die Verträge für drei außerhalb Deutschlands gelegene Standorte, die von externen Dienstleistern betrieben werden, nicht verlängert werden. Künftig soll das Netzwerk der Zalando-Gruppe aus 14 Logistikzentren in sieben Ländern bestehen. Von der Schließung in Erfurt sind rund 2.700 Beschäftigte betroffen. Zalando kündigte an, Verhandlungen mit dem Betriebsrat über einen Interessenausgleich und einen Sozialplan aufzunehmen und die Mitarbeitenden mit externen Unterstützungsangeboten zu begleiten. Parallel will das Unternehmen weiterhin in Automatisierung, moderne Logistiktechnologien und nachhaltigere Prozesse investieren.


Dresden: Deutsche Bahn startet Großprojekt am Verkehrsknoten Cotta

In Dresden-Cotta haben die Bauarbeiten für einen neuen Verkehrsknoten begonnen. Die Deutsche Bahn errichtet eine neue Eisenbahnbrücke über die Hamburger Straße und baut einen barrierefreien Haltepunkt Dresden-Cotta. Parallel ist gemeinsam mit der Landeshauptstadt Dresden der grundlegende Ausbau der Hamburger Straße vorgesehen. Die Bauarbeiten sollen rund drei Jahre dauern. Der Ersatzneubau ersetzt eine provisorische Brücke aus dem Jahr 2015. Geplant ist eine breitere Stahlbetonbrücke, die höhere Zuggeschwindigkeiten ermöglicht und unter der Brücke mehr Raum für Straßenbahn-, Fuß-, Rad- und Autoverkehr schafft. Direkt unter dem Bauwerk entsteht eine neue Straßenbahnhaltestelle. Der Haltepunkt Dresden-Cotta soll künftig an die geplante S-Bahn-Linie S6 angebunden werden. Die Hauptarbeiten führt die DB-Tochter DB InfraGO bis März 2029 aus. Während der Bauzeit kommt es zu Einschränkungen im Bahn-, Straßenbahn- und Fußverkehr. Im Februar 2026 wird die Strecke zwischen Dresden-Friedrichstadt und Coswig für einen Monat gesperrt. Für den Straßenverkehr bleibt die Bundesstraße B 6 überwiegend befahrbar, Umleitungen sind vorgesehen.


Dresden: 2.000 Quadratmeter Bürofläche im Businesspark Striesen neu vermietet

In einem Gewerbeobjekt an der Bertolt-Brecht-Allee in Dresden-Striesen wurden rund 2.000 Quadratmeter Bürofläche neu vermietet. Zwischen Mai und Dezember 2025 bezogen insgesamt neun Unternehmen aus unterschiedlichen Branchen den Bürokomplex. Die vereinbarten Mindestmietlaufzeiten liegen je nach Mietpartei zwischen drei und zehn Jahren. Zu den neuen Nutzern zählen unter anderem Anbieter aus den Bereichen Physiotherapie, Weiterbildung, Rechts- und Steuerberatung, Ingenieurwesen, Call-Center-Dienstleistungen, Verpackung, Zollabwicklung und Tourismus. Der Businesspark besteht aus zwei fünfgeschossigen Bürogebäuden und gilt als etablierter Unternehmensstandort mit guter Anbindung an den öffentlichen Nahverkehr sowie unmittelbarer Nähe zum Großen Garten. Die Vermietung wurde durch die Beate Protze Immobilien GmbH begleitet.


Dresden: Neuer Förderaufruf für klimaneutrales und bezahlbares Wohnen

Der Freistaat Sachsen startet einen neuen Förderaufruf für sogenannte Wegweiser-Projekte im Wohnungsbau. Ziel ist es, Bau- und Sanierungsvorhaben zu unterstützen, die Klimaneutralität mit bezahlbarem Wohnen verbinden. Dafür stehen im Jahr 2026 bis zu fünf Millionen Euro zur Verfügung. Gefördert werden Projekte, die durch innovative Bauweisen, Materialien oder Konzepte Treibhausgasemissionen senken und zugleich kostengünstigen Wohnraum schaffen. Die Förderung erfolgt über die Richtlinie des Sächsisches Staatsministerium für Infrastruktur und Landesentwicklung zur Schaffung eines klimaneutralen Wohngebäudebestands. Bezuschusst werden bis zu 80 Prozent der innovationsbedingten Mehrkosten, maximal 1,5 Millionen Euro je Vorhaben. Antragsberechtigt sind Wohnungsunternehmen, Genossenschaften, private Bauherren und Eigentümergemeinschaften. Projektideen können bis zum 15. April 2026 über das Förderportal der Sächsische Aufbaubank eingereicht werden. Die Auswahl der Projekte erfolgt nach Prüfung durch die Förderbank und die Sächsische Energieagentur durch eine Jury. Die Entscheidung soll im Sommer 2026 fallen.


Halle (Saale): Verbraucherpreise steigen im Dezember leicht

Der Verbraucherpreisindex in Sachsen-Anhalt ist im Dezember 2025 gegenüber dem Vormonat um 0,2 Prozent gestiegen. Im Jahresvergleich lagen die Preise um 2,3 Prozent höher. Wie das Statistisches Landesamt Sachsen-Anhalt mitteilt, erhöhte sich der Index damit auf 124,4 Punkte auf Basis 2020 gleich 100. Überdurchschnittliche Preissteigerungen verzeichneten im Jahresvergleich das Bildungswesen mit plus 5,7 Prozent sowie andere Waren und Dienstleistungen mit plus 5,5 Prozent. Auch Gaststätten- und Beherbergungsdienstleistungen sowie Nahrungsmittel und alkoholfreie Getränke verteuerten sich stärker als der Gesamtindex. Dämpfend wirkten im Dezember Preisrückgänge unter anderem bei Bekleidung und Schuhen sowie bei Möbeln und Haushaltszubehör. Molkereiprodukte und Eier verbilligten sich gegenüber November um 3,3 Prozent.


Mertendorf: Baubeginn für zwei neue Brücken an der L 200

In Mertendorf im Burgenlandkreis beginnen Mitte Januar die Arbeiten für den Ersatzneubau zweier Brücken im Zuge der Landesstraße 200. Das Land Sachsen-Anhalt investiert dafür gut zwei Millionen Euro. Die bestehenden Bauwerke über den Flutgraben und die Wethau stammen aus dem Jahr 1926 und weisen erhebliche Schäden auf. Eine Instandsetzung ist nicht mehr möglich. Die neuen Brücken werden als Stahlbetonrahmen ausgeführt und erhalten lichte Weiten von 8,60 Metern am Flutgraben sowie 13,70 Metern an der Wethau. Damit soll auch die ökologische Durchlässigkeit verbessert werden. Im Zuge der Maßnahme wird zudem ein rund 170 Meter langer Abschnitt der Fahrbahn zwischen den beiden Brücken grundhaft ausgebaut. Die Fertigstellung ist bis kurz vor Weihnachten vorgesehen.


Dresden: Neues Skulpturendepot im Großen Garten fertiggestellt

Unter Regie der SIB – Staatsbetrieb Sächsisches Immobilien- und Baumanagement, Niederlassung Dresden I, ist im Großer Garten Dresden ein neues Skulpturendepot errichtet worden. Der Neubau dient der konservatorisch gesicherten Aufbewahrung von rund 130 Skulpturen, Gipsabgüssen und Fragmenten, die aufgrund ihres Alters und Zustands nicht mehr im Außenraum aufgestellt werden können. Das Depot entstand im Zuge der Baumaßnahme „Restaurierung der Skulpturen im Großen Garten“ und nimmt unter anderem originale Marmorskulpturen italienischer Bildhauer des 17. und 18. Jahrhunderts sowie Sandsteinfiguren auf. Zusätzlich wurde ein Teil der Originalskulpturen des Dresdner Zwingers integriert. Der Umzug der Kunstwerke erfolgte durch die Zwingerbauhütte. Das Gebäude verfügt über 280 Quadratmeter Nutzfläche und ist auf konstante klimatische Bedingungen ausgelegt. Die Baukosten belaufen sich auf 2,2 Millionen Euro und werden aus Steuermitteln des Freistaates Sachsen finanziert. Perspektivisch soll das Depot durch Führungen der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden.


Leipzig: Recycling- und Baustoffzentrum in Rückmarsdorf geplant

In Leipzig-Rückmarsdorf soll das bestehende Beton- und Asphaltmischwerk der Günter Papenburg AG in der Plautstraße perspektivisch zu einem Recycling- und Baustoffzentrum weiterentwickelt werden. Grundlage ist der Bebauungsplan Nr. 485, für den die Stadt Leipzig einen ersten Vorentwurf für das rund 29 Hektar große Areal auf den Weg gebracht hat. Der Entwurf soll nun öffentlich ausgelegt werden. Geplant ist der Ausbau der bestehenden Recyclinganlagen, um regionale Baustoffe stärker aufzubereiten und wiederzuverwenden. Der Rohstoffabbau am Standort soll ab 2027 enden. Zugleich sind Maßnahmen zum Schutz angrenzender Wohngebiete, zur Anbindung des Erholungsgebietes Schönauer Lachen sowie zur Sicherung einer Radroute zwischen Rückmarsdorf und Lindenau vorgesehen. Der Flächennutzungsplan soll parallel angepasst werden.


Leipzig: PTXRE begleitet Refinanzierung eines Wohnportfolios über rund 100 Millionen Euro

PTXRE hat die Empira Group bei der Refinanzierung eines Wohnportfolios in Leipzig und Berlin beraten. Das Gesamtvolumen der Transaktion beläuft sich auf rund 100 Millionen Euro. Die Finanzierung wurde als Single-Lender-Struktur mit einer deutschen Bank umgesetzt. Das Mandat umfasste die Strukturierung, Vorbereitung und Steuerung des gesamten Finanzierungsprozesses. PTXRE koordinierte die Due-Diligence-Anforderungen und führte die Verhandlungen mit dem finanzierenden Institut. Der Abschluss der Transaktion erfolgte innerhalb von elf Wochen.


Chemnitz: Landesdirektion genehmigt neuen Abschnitt des Chemnitzer Modells

Die Landesdirektion Sachsen hat den Planfeststellungsbeschluss für einen weiteren Streckenabschnitt des Chemnitzer Modells erlassen. Damit kann das Straßenbahnnetz in der Innenstadt von Chemnitz erweitert werden. Der genehmigte Abschnitt verläuft vom Falkeplatz über die Theaterstraße und Hartmannstraße bis zur Leipziger Straße. Dort ist eine neue Haltestelle am Konkordiapark vorgesehen. Die Anbindung an das bestehende Netz in der Straße der Nationen erfolgt über die Theater- und Brückenstraße. Insgesamt entstehen sechs neue Haltestellen. Neben dem Gleisbau sind Anpassungen an angrenzenden Straßen sowie an Geh- und Radwegen geplant. Auf der Trasse sollen sowohl Fahrzeuge der Chemnitzer Verkehrs-AG als auch Zweisystemfahrzeuge der City-Bahn Chemnitz verkehren. Vorhabenträger ist der Zweckverband Verkehrsverbund Mittelsachsen. Der Abschnitt war ursprünglich Teil der vierten Ausbaustufe des Chemnitzer Modells, wurde innerhalb des Stadtgebiets jedoch eigenständig genehmigt. Weitere Planfeststellungsverfahren sind vorgesehen.


Halle (Saale): Neuer Mietspiegel für 2026 und 2027 veröffentlicht

Die Stadt Halle (Saale) hat einen neuen Mietspiegel vorgelegt. Er gilt für die Jahre 2026 und 2027 und ersetzt den bisherigen Mietspiegel 2024, dessen Geltungsdauer zum 31. Dezember 2025 endete. Grundlage der Fortschreibung ist die Entwicklung des Verbraucherpreisindex. In der Folge erhöhen sich die Basiswerte des Mietspiegels um 4,39 Prozent. Der neue Mietspiegel wurde zum 1. Januar 2026 veröffentlicht und ist über die Internetseite der Stadt abrufbar. Dort stehen neben der Mietspiegelbroschüre auch ein Online-Mietspiegelrechner sowie der Methodenbericht zur Verfügung. Der Online-Rechner ermöglicht die Ermittlung der ortsüblichen Vergleichsmiete auf Basis mehrerer wohnungsbezogener Merkmale. Abgefragt werden unter anderem Wohnungsgröße, Baualter, Ausstattungsstandard, Modernisierungsgrad und Wohnlage. Diese Faktoren haben in Halle (Saale) maßgeblichen Einfluss auf die Miethöhe. Die Wohnlagen sind im Stadtgebiet in vier Stufen von A bis D unterteilt. Bei Nutzung des Online-Rechners erfolgt die Zuordnung der Wohnlage automatisch anhand der eingegebenen Adresse. Alternativ kann die Einstufung über eine Wohnlagenkarte oder ein Adressverzeichnis vorgenommen werden, die ebenfalls online verfügbar sind.


Jena: Ed. Züblin AG bündelt serielles Bauen im neuen Bereich MOLENO

Die Ed. Züblin AG bündelt ihre Kompetenzen im seriellen, modularen und systemischen Planen und Bauen in einem eigenen Bereich. Unter dem Namen MOLENO wird dieser künftig vom Standort Jena aus gesteuert. Mit MOLENO reagiert Züblin nach eigenen Angaben auf zentrale Herausforderungen der Bauwirtschaft. Kostendruck, Fachkräftemangel und steigende Anforderungen an Nachhaltigkeit erfordern neue Ansätze in Planung und Umsetzung. Das serielle Planen und Bauen in Holz-Hybridbauweise bildet dabei den technologischen Kern des neuen Bereichs. Bereits im Jahr 2025 konnte MOLENO beachtliche Projekterfolge erzielen. Mehr als 1.000 Wohneinheiten wurden beauftragt, der Auftragsbestand liegt bei über 100 Millionen Euro. Das Projektspektrum reicht vom Wohnungsbau über Bildungsbauten bis hin zu gewerblichen Nutzungen, darunter eine Seniorenwohnanlage in Leipzig sowie ein Dienstleistungszentrum für den Saale-Holzland-Kreis.


Dresden: Wechsel in der Geschäftsführung der LISt

Bei der LISt Gesellschaft für Verkehrswesen und ingenieurtechnische Dienstleistungen mbH kommt es zu personellen Veränderungen an der Unternehmensspitze. Der bisherige Geschäftsführer Sören Trillenberg scheidet aus der Geschäftsführung aus und wechselt in das Amt des Staatssekretärs im Sächsischen Staatsministerium für Infrastruktur und Landesentwicklung. Zum neuen Geschäftsführer der landeseigenen Ingenieurgesellschaft wird Mathias Mehn bestellt. Er ist seit 2003 im Unternehmen tätig, war unter anderem Projektleiter sowie Abteilungsleiter Planung, Bau, Umwelt und zuletzt Prokurist. Der studierte Bauingenieur übernimmt die Geschäftsführung mit dem Anspruch, den bisherigen strategischen Kurs fortzuführen und das Unternehmen als Ingenieurdienstleister des Freistaates Sachsen weiterzuentwickeln.


Dresden: Höhere Einkommensgrenzen für Wohnberechtigungsschein ab 2026

Ab dem 1. Januar 2026 gelten in Dresden höhere Einkommensgrenzen für den Wohnberechtigungsschein. Die Schwellen steigen je nach Haushaltskonstellation um bis zu 22,1 Prozent. Damit erweitert sich der Kreis der Haushalte, die Anspruch auf eine belegungsgebundene Wohnung haben. Künftig können Alleinlebende mit einem Jahreseinkommen von bis zu 20.520 Euro einen Wohnberechtigungsschein erhalten. Für Zwei-Personen-Haushalte liegt die Einkommensgrenze bei 30.780 Euro. Für jede weitere im Haushalt lebende Person werden 7.011 Euro angerechnet, für jedes Kind zusätzlich 855 Euro. Maßgeblich ist das erwartete Einkommen in den zwölf Monaten nach Antragstellung, alternativ können Einkommensnachweise der vergangenen zwölf Monate herangezogen werden. Zugleich wird das Antragsverfahren digitalisiert. Ab dem ersten Quartal 2026 soll der Wohnberechtigungsschein vollständig online beantragt werden können. Eine Unterschrift ist dafür nicht mehr erforderlich. Gebühren werden in Dresden bereits seit zwei Jahren nicht mehr erhoben. Der Wohnberechtigungsschein ist ab Ausstellung ein Jahr gültig. Nach Angaben der Stadt wurden bis Ende 2025 rund 5.000 Wohnberechtigungsscheine ausgestellt, nach 4.710 im Jahr 2024. Insgesamt gelten derzeit rund 84.800 Haushalte in Dresden als grundsätzlich berechtigt. Mit den neuen Einkommensgrenzen wird ein moderater Anstieg erwartet.


Magdeburg: Land fördert 422 neue Wohnheimplätze mit rund 15,6 Millionen Euro

Das Land Sachsen-Anhalt hat zum Jahresende Fördermittel in Höhe von knapp 15,6 Millionen Euro für den Ausbau von Wohnheimplätzen für Studierende und Auszubildende bewilligt. Das teilte das Ministerium für Infrastruktur und Digitales mit. Gefördert werden insgesamt zehn Projekte, unter anderem in Stendal, Halle (Saale), Möckern, Naumburg und Harzgerode. Insgesamt entstehen 422 neue Wohnheimplätze. Die Mittel fließen in Umbauten, Erweiterungen, Neubauten sowie Modernisierungen bestehender Einrichtungen. Nach Angaben des Ministeriums sollen damit verlässliche und bezahlbare Wohnangebote für junge Menschen in Ausbildung und Studium geschaffen werden, insbesondere auch im ländlichen Raum. Die Förderung beträgt bis zu 60 Prozent der zuwendungsfähigen Ausgaben je Wohneinheit, maximal jedoch 120.000 Euro. Für die Nachrüstung oder den Ersatz von Aufzügen sind bis zu 10.000 Euro pro Wohnheimplatz vorgesehen. Die geförderten Plätze unterliegen einer Belegungsbindung von 25 Jahren.


Halle (Saale): Baupreise für Wohngebäude im November 2025 weiter gestiegen

Die Baupreise für den Neubau konventionell gefertigter Wohngebäude sind in Sachsen-Anhalt im November 2025 weiter gestiegen. Wie das Statistische Landesamt Sachsen-Anhalt mitteilt, lagen sie um 3,6 Prozent über dem Vorjahresmonat. Der Baupreisindex erreichte einen Stand von 140,4 bei Basis 2021 gleich 100. Gegenüber August 2025 erhöhten sich die Preise um 0,6 Prozent. Für Rohbauarbeiten an Wohngebäuden verzeichnete das Statistische Landesamt im Jahresvergleich einen Preisanstieg von 2,5 Prozent, gegenüber dem Vorquartal ebenfalls von 0,6 Prozent. Besonders deutlich verteuerten sich Ramm-, Rüttel- und Pressarbeiten mit plus 10,7 Prozent gegenüber November 2024. Auch Zimmer- und Holzarbeiten sowie Erd- und Entwässerungskanalarbeiten lagen spürbar über dem Vorjahresniveau. Die Preise für Ausbauarbeiten an Wohngebäuden stiegen laut Statistischem Landesamt Sachsen-Anhalt im Jahresvergleich um 4,5 Prozent und gegenüber August 2025 um 0,7 Prozent. Zu den stärksten Preistreibern zählten Blitzschutz-, Überspannungs- und Erdungsanlagen mit einem Plus von 12,7 Prozent. Rückläufige Preise wurden unter anderem bei Parkett- und Holzpflasterarbeiten sowie bei Aufzugsanlagen festgestellt. Im Jahresdurchschnitt 2025 lagen die Baupreise für konventionell errichtete Wohngebäude nach Angaben des Statistischen Landesamtes um 3,4 Prozent über dem Niveau des Jahres 2024. Ausbauarbeiten verteuerten sich dabei stärker als Rohbauarbeiten.