Aktuelles aus der Immobilienbranche Mitteldeutschland 2026 – Juni

Aktuelles aus der Immobilienbranche Mitteldeutschland 2026 – Juni

Aktuelles aus der Immobilienbranche Mitteldeutschland 2026 – Juni
Leipzig bekommt in Lindenau neue Eigentumswohnungen. Quelle: Detailliebe Werbeagentur/Auspurg Löwenstein Architekten PartGmbB

Thum: Neues Feuerwehrgerätehaus für drei Ortswehren eröffnet +++ Leipzig: LWB plant Investitionen von 1,8 Milliarden Euro bis 2035 +++ Leipzig: OTTO WULFF startet Wohnprojekt mit 37 Eigentumswohnungen in Lindenau +++ Jena: Stadt plant Vorkaufsrechte für potenzielle Wohnbauflächen +++ Halle (Saale): Verbraucherpreise in Sachsen-Anhalt sinken im Mai leicht +++ Chemnitz: Stadtrat beschließt Kommunalen Wärmeplan bis 2040 +++ Markkleeberg: Vorzugsvariante für Ersatzneubau der Agra-Brücke festgelegt +++ Dresden: Sozial orientierte Wohnungswirtschaft in Sachsen sieht bezahlbares Wohnen unter Druck +++ Leipzig: Belantis wird bis 2030 zum Asterix-Park Deutschland umgebaut +++ Magdeburg: Ansiedlungen auf früheren Intel-Flächen wohl erst in einigen Jahren +++ Halle (Saale): Zahl der fertiggestellten Wohnungen in Sachsen-Anhalt sinkt um 25,2 Prozent +++ Leipzig: BImA plant 18 Wohnungen in der Südvorstadt

Agentur

Thum: Neues Feuerwehrgerätehaus für drei Ortswehren eröffnet

In Thum im Erzgebirgskreis ist ein neues Feuerwehrgerätehaus eröffnet worden. Der Neubau an der Herolder Straße führt die Freiwilligen Feuerwehren der Ortsteile Jahnsbach, Herold und Thum an einem gemeinsamen Standort zusammen. Die Gesamtkosten des Projekts belaufen sich auf rund 4,5 Millionen Euro. Bund und Freistaat Sachsen förderten das Vorhaben im Rahmen der Städtebauförderung mit rund drei Millionen Euro. Weitere rund 300.000 Euro stammen aus dem Bundesprogramm für klimafreundliche Nichtwohngebäude. Zusätzlich flossen etwa 78.000 Euro aus Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung in vorbereitende Maßnahmen. Das neue Gebäude verfügt über mehrere Stellplätze für Einsatzfahrzeuge sowie einen zweigeschossigen Sozial- und Funktionsbereich mit Räumen für Ausbildung, Einsatzvorbereitung und die Arbeit der Feuerwehr. Nach Angaben der Stadt wurden beim Bau nachhaltige Materialien und energieeffiziente Lösungen berücksichtigt. Der Neubau gilt als zentrale Maßnahme im Fördergebiet „Innenstadt THUM3 – lebendig, grün, gesund“. Ziel des Programms ist die Stärkung der Innenstadt als Versorgungs- und Gesundheitsstandort sowie die langfristige Sicherung wichtiger Infrastrukturen der Daseinsvorsorge. Mit dem Bau auf dem Gelände eines ehemaligen Garagenhofs wurde 2023 begonnen. Die Städtebauförderung für das Gebiet läuft voraussichtlich bis Ende 2037. Zu den weiteren geplanten Projekten gehören die Umnutzung des ehemaligen Kaiserlichen Postamtes zu einem Gesundheitszentrum sowie die Aufwertung von Grün- und Freiflächen entlang des Jahnsbachs.


Leipzig: LWB plant Investitionen von 1,8 Milliarden Euro bis 2035

Die Leipziger Wohnungs- und Baugesellschaft will ihre Investitionen in Neubau, Sanierung und Bestandserhalt in den kommenden Jahren deutlich ausweiten. Bis 2035 plant das kommunale Wohnungsunternehmen Ausgaben von insgesamt rund 1,8 Milliarden Euro. Allein für 2026 sind Investitionen von 231 Millionen Euro vorgesehen. Nach Angaben der Gesellschaft sollen bis 2035 mehr als 2.000 zusätzliche Wohnungen entstehen. Mehr als die Hälfte der Neubauten wird im geförderten Segment errichtet. Seit 2019 hat die LWB bereits 1.307 Wohnungen fertiggestellt, davon mehr als zwei Drittel mit Förderung. Im Jahr 2025 wurden vier neue Quartiere mit insgesamt 349 Wohnungen übergeben. Aktuell befinden sich fünf Neubauprojekte im Bau. In der Johannisallee entstehen 202 Wohnungen, in der Essener Straße 121 Wohnungen für ältere Menschen. Weitere Projekte mit 91 Wohnungen in der Wunderlichstraße, 97 Wohnungen in der Judith-Auer-Straße sowie 50 Wohnungen in der Plovdiver Straße werden derzeit umgesetzt. Weitere Vorhaben sind unter anderem für die Brambacher Straße und die Grünauer Allee vorbereitet. Neben dem Neubau investiert die Gesellschaft weiterhin umfangreich in ihren Bestand. Im laufenden Jahr sind Sanierungsmaßnahmen an zehn Plattenbaustandorten sowie in vier weiteren Quartieren vorgesehen. Mehr als zwei Drittel der Bauausgaben fließen nach Unternehmensangaben in die Modernisierung und Instandhaltung bestehender Wohnungen. Die Nettokaltmieten stiegen 2025 nach Angaben der LWB moderat. Im Bestand lagen sie durchschnittlich bei 6,13 Euro je Quadratmeter und damit 2,5 Prozent über dem Vorjahreswert. Einschließlich Neubauten betrug die durchschnittliche Nettokaltmiete 6,18 Euro je Quadratmeter. Damit liege das Mietniveau weiterhin mehr als einen Euro unter dem städtischen Vergleichswert. Die Bilanzsumme der Gesellschaft erreichte 2025 mit 1,67 Milliarden Euro einen neuen Höchststand. Der Jahresüberschuss belief sich auf 10,6 Millionen Euro. Gleichzeitig stiegen die Kreditverbindlichkeiten infolge der hohen Investitionstätigkeit auf 840 Millionen Euro. Zum Jahresende 2025 bewirtschaftete die LWB 37.129 Wohnungen und verfügte damit über einen Marktanteil von 10,5 Prozent am Leipziger Wohnungsmarkt.


Leipzig: OTTO WULFF startet Wohnprojekt mit 37 Eigentumswohnungen in Lindenau

Im Leipziger Stadtteil Lindenau hat der Projektentwickler OTTO WULFF mit dem Bau des Wohnprojekts LINDEN°WEST begonnen. Auf einem rund 860 Quadratmeter großen Eckgrundstück an der Erich-Köhn-Straße entstehen bis Ende 2027 insgesamt 37 Eigentumswohnungen. Das Wohnensemble umfasst rund 2.294 Quadratmeter Wohnfläche. Geplant sind Wohnungen mit ein bis fünf Zimmern und Wohnungsgrößen zwischen 29 und 124 Quadratmetern. Das Projekt entsteht auf einem Grundstück, dessen frühere gründerzeitliche Bebauung eingestürzt war. Der Neubau wurde in Abstimmung mit dem Denkmalschutz entwickelt. Grundlage ist ein Entwurf des Architekturbüros Auspurg Löwenstein Architekten, das sich in einem internen Wettbewerbsverfahren von OTTO WULFF durchgesetzt hatte. Das Gebäude wird im Effizienzhaus-55-Standard errichtet und an das Fernwärmenetz angeschlossen. Zum Energiekonzept gehören außerdem begrünte Flachdächer sowie ein Regenwassermanagement mit Retentionsdach und Versickerungsanlage. Nach Angaben des Entwicklers sollen dadurch sowohl das Mikroklima verbessert als auch Niederschlagswasser vor Ort zurückgehalten werden. Mit dem Projekt setzt sich die Wohnungsentwicklung im Leipziger Westen fort. Der Stadtteil Lindenau zählt zu den nachgefragten Wohnlagen der Stadt und ist durch eine gründerzeitliche Bebauung sowie ein vielfältiges Kultur- und Freizeitangebot geprägt.


Jena: Stadt plant Vorkaufsrechte für potenzielle Wohnbauflächen

Die Stadt Jena will ihren Handlungsspielraum bei der Entwicklung neuer Wohnbauflächen erweitern. Dazu hat die Stadtverwaltung dem Ausschuss für Stadtentwicklung, Umwelt, Klimaschutz und Nachhaltigkeit mehrere Vorkaufsrechtssatzungen vorgelegt. Über die Satzungen soll nun der Stadtrat entscheiden. Mit den Regelungen könnte die Stadt beim Verkauf bestimmter Grundstücke an die Stelle privater Käufer treten und die Flächen selbst erwerben. Ziel ist es, langfristig mehr Einfluss auf die Entwicklung von Wohnbauflächen zu erhalten und zusätzlichen Wohnraum zu schaffen. Hintergrund ist die angespannte Situation auf dem Jenaer Wohnungsmarkt. Nach Angaben der Stadt stehen nur wenige kommunale Flächen für den Wohnungsbau zur Verfügung. Die Vorkaufsrechte sind Teil des „Jenaer Baulandmodells Wohnen“, das der Stadtrat 2024 beschlossen hatte. Das erste Paket der geplanten Satzungen umfasst Flächen am Kapellendorfer Weg in Isserstedt, im Bereich der Talschule in den Kernbergen, An der Trebe in Wenigenjena, im Mädertal in Jena-Süd sowie an der Closewitzer Straße in Jena-Nord. Ein Vorkaufsrecht greift ausschließlich dann, wenn Eigentümer ihre Grundstücke verkaufen wollen. Nach Abschluss eines Kaufvertrags hat die Stadt drei Monate Zeit zu prüfen, ob die gesetzlichen Voraussetzungen für die Ausübung des Vorkaufsrechts vorliegen. Enteignungen oder automatische Bauvorhaben sind mit den Satzungen nicht verbunden. Die Stadt verfolgt damit auch das Ziel, spekulative Grundstücksgeschäfte einzudämmen. Liegt ein vereinbarter Kaufpreis deutlich über dem Bodenrichtwert, kann die Kommune unter bestimmten Voraussetzungen den Verkehrswert als Grundlage für den Erwerb heranziehen. Mögliche Grundstücksankäufe sollen über den Eigenbetrieb Kommunale Immobilien Jena erfolgen. Über konkrete Bebauungspläne und spätere Bauvorhaben wird der Stadtrat in gesonderten Verfahren entscheiden. Dabei sollen auch Bürger sowie Umwelt- und Klimabelange berücksichtigt werden.


Halle (Saale): Verbraucherpreise in Sachsen-Anhalt sinken im Mai leicht

Die Verbraucherpreise in Sachsen-Anhalt sind im Mai 2026 gegenüber dem Vormonat um 0,2 Prozent gesunken. Wie das Statistische Landesamt Sachsen-Anhalt mitteilt, lag der Verbraucherpreisindex bei 127,1 Punkten. Die Inflationsrate gegenüber dem Vorjahresmonat betrug 2,9 Prozent. Für den Rückgang gegenüber April war insbesondere die Entwicklung im Verkehrsbereich verantwortlich. Dort gingen die Preise um 1,9 Prozent zurück. Hintergrund ist die im Mai eingeführte vorübergehende Senkung der Energiesteuer auf Benzin, Diesel und Biokraftstoffe. Die Preise für Dieselkraftstoff sanken im Monatsvergleich um 12,8 Prozent, Superbenzin verbilligte sich um 6,0 Prozent. Auch andere Energieträger wurden günstiger. Die Kosten für Strom gingen um 0,4 Prozent zurück, Flüssiggas um 4,3 Prozent und Heizöl um 5,6 Prozent. Dagegen verteuerten sich Waren und Dienstleistungen im Bereich Freizeit, Unterhaltung und Kultur um 1,3 Prozent. Besonders stark stiegen die Preise für Ton-, Bild- und andere Datenträger sowie für Druckerzeugnisse. Im Vergleich zum Mai 2025 lagen die Preise im Verkehrsbereich um 7,8 Prozent höher. Überdurchschnittliche Preissteigerungen verzeichneten zudem alkoholische Getränke und Tabakwaren mit einem Plus von 4,0 Prozent. Tabakwaren verteuerten sich um 5,9 Prozent, Bier um 4,4 Prozent. Deutlich moderater entwickelte sich die Preisentwicklung bei Nahrungsmitteln und alkoholfreien Getränken mit einem Anstieg von 0,9 Prozent. Die Nettokaltmieten erhöhten sich binnen Jahresfrist um 1,7 Prozent. Die Ausgaben für Wohnung, Wasser, Strom, Gas und andere Brennstoffe lagen insgesamt 1,6 Prozent über dem Vorjahresniveau. Rückläufig waren die Preise im Bereich Möbel, Leuchten, Geräte und sonstiges Haushaltszubehör. Hier verzeichnete das Statistische Landesamt einen Rückgang von 0,5 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat.


Chemnitz: Stadtrat beschließt Kommunalen Wärmeplan bis 2040

Der Chemnitzer Stadtrat hat den Kommunalen Wärmeplan beschlossen und damit erstmals einen strategischen Fahrplan für eine klimaneutrale Wärmeversorgung bis spätestens 2040 verabschiedet. Der Plan soll Bürgern, Unternehmen und Immobilieneigentümern Orientierung über die künftigen Möglichkeiten der Wärmeversorgung in den einzelnen Stadtgebieten geben. Vorgesehen sind je nach Gebiet unterschiedliche Versorgungsoptionen, darunter Fernwärme, Nahwärmelösungen sowie dezentrale erneuerbare Heizsysteme wie Wärmepumpen. Die Stadt betont, dass aus dem Wärmeplan keine unmittelbaren Verpflichtungen für Eigentümer entstehen. Weder besteht ein Anschlusszwang an ein Wärmenetz noch eine Pflicht zum Austausch bestehender Heizungen. Auch ein Anspruch auf einen Fernwärmeanschluss wird durch den Beschluss nicht begründet. Die Erstellung des Wärmeplans begann 2024 mit Unterstützung des Bundes. Dafür erhielt die Stadt Fördermittel von rund 270.000 Euro. In den Prozess eingebunden waren Vertreter aus Energieversorgung, Wohnungswirtschaft, Wissenschaft, Wirtschaft, Handwerk sowie Verbänden und Initiativen. Während der öffentlichen Beteiligung Anfang 2026 gingen 32 Stellungnahmen ein. Dabei standen insbesondere Fragen zur Bezahlbarkeit der Wärmewende, zu den Auswirkungen auf bestehende Heizsysteme sowie zur möglichen Rolle von Wasserstoff im Mittelpunkt. Die Hinweise führten nach Angaben der Stadt zu Anpassungen des Plans. Unter anderem wurden dezentrale erneuerbare Heizlösungen stärker berücksichtigt und bisherige Prüfgebiete neu strukturiert. Mit dem Beschluss beginnt nun die Umsetzung erster Maßnahmen. Geplant sind unter anderem die Prüfung der Perspektiven von Gasverteil- und möglichen Wasserstoffnetzen gemeinsam mit dem Versorger eins/inetz, ein regelmäßiges Monitoring der Wärmewende, die Weiterentwicklung von Untersuchungen zur Bezahlbarkeit, der Ausbau von Photovoltaikanlagen auf kommunalen Gebäuden sowie die Analyse der Stromnetzkapazitäten im Hinblick auf den zunehmenden Einsatz von Wärmepumpen und Elektromobilität.


Markkleeberg: Vorzugsvariante für Ersatzneubau der Agra-Brücke festgelegt

Die Vorplanung für den Ersatzneubau der Agra-Brücke im Zuge der B 2 in Markkleeberg ist abgeschlossen. Das Landesamt für Straßenbau und Verkehr hat Vertreter der Städte Leipzig und Markkleeberg sowie des Landkreises Leipzig über die Ergebnisse der Variantenuntersuchung informiert. Im Rahmen der Vorplanung wurden vier unterschiedliche Varianten für den Brückenüberbau geprüft. Untersucht wurden ein- und zweistegige Plattenbalkenquerschnitte aus Ortbeton sowie ein- und mehrstegige Stahlverbundquerschnitte. Die Bewertung erfolgte nach den Kriterien Konstruktion und Gestaltung, Herstellung, Kosten, Erhaltung sowie Umweltaspekte. Als Vorzugsvariante wurde ein einstegiger Plattenbalkenquerschnitt aus Ortbeton ausgewählt. Die Lösung orientiert sich in ihrer Grundstruktur am bestehenden Bauwerk. Pfeiler- und Widerlagerachsen bleiben ebenso unverändert wie Fahrbahnachse und Gradiente. Auch die Breite der Brücke entspricht weiterhin dem heutigen Zustand. Mit dem Abschluss der Vorplanung kann nun die Entwurfsplanung beginnen. Diese muss anschließend durch den Bund genehmigt werden. Weitere Informationen zu den nächsten Planungsschritten sollen fortlaufend an Behörden und Öffentlichkeit kommuniziert werden.


Dresden: Sozial orientierte Wohnungswirtschaft in Sachsen sieht bezahlbares Wohnen unter Druck

Die sozial orientierte Wohnungswirtschaft in Sachsen sieht sich weiterhin mit hohen wirtschaftlichen Belastungen konfrontiert. Darauf haben der Verband Sächsischer Wohnungsgenossenschaften und der vdw Sachsen bei der Vorstellung ihrer Jahresstatistik 2025 hingewiesen. Erstmals präsentierten beide Verbände ihre wichtigsten Kennzahlen gemeinsam. Die 199 im Verband Sächsischer Wohnungsgenossenschaften organisierten Wohnungsgenossenschaften investierten im Jahr 2025 insgesamt 623,4 Millionen Euro und damit rund zwei Prozent mehr als im Vorjahr. Der Schwerpunkt lag erneut auf Instandhaltung und Modernisierung der Bestände. Für Neubauten wurden lediglich 42,5 Millionen Euro aufgewendet. Im gesamten Jahr entstanden 176 Wohnungen. Die 117 Mitgliedsunternehmen des vdw Sachsen investierten 703,6 Millionen Euro, ein Anstieg um knapp elf Prozent. Vor allem die Ausgaben für Instandsetzung und Modernisierung legten zu. Die Zahl der fertiggestellten Wohnungen stieg leicht von 719 auf 762 Einheiten. Die Verbände rechnen jedoch in den kommenden Jahren mit einem deutlichen Rückgang beim Neubau. Die durchschnittliche Nettokaltmiete der Wohnungsgenossenschaften erhöhte sich 2025 auf 5,75 Euro pro Quadratmeter. Bei den Unternehmen des vdw Sachsen lag sie bei 5,66 Euro pro Quadratmeter. Deutlich stärker entwickelten sich die Betriebs- und Heizkosten. Ihr Anteil an der Bruttowarmmiete beträgt inzwischen rund 35,5 beziehungsweise 36,8 Prozent. Vor allem außerhalb der Großstädte Dresden und Leipzig bleibt der Leerstand ein zentrales Problem. Die Leerstandsquote der Wohnungsgenossenschaften lag Ende 2025 bei 8,2 Prozent beziehungsweise rund 24.000 Wohnungen. Beim vdw Sachsen stieg sie auf durchschnittlich 9,5 Prozent mit mehr als 25.300 leerstehenden Wohnungen. Auch der Rückbau prägt den Markt weiterhin. Bei den Wohnungsgenossenschaften wurden 375 Wohnungen dauerhaft vom Markt genommen, bei den Mitgliedsunternehmen des vdw Sachsen 644 Wohnungen. Damit lag die Zahl der Rückbaumaßnahmen erneut über der Zahl der neu errichteten Wohnungen. Der energetische Zustand vieler Bestände gilt dagegen als vergleichsweise gut. Nach Angaben der Verbände befinden sich mehr als 90 Prozent der Wohnungen der Wohnungsgenossenschaften sowie mehr als 87 Prozent der Bestände des vdw Sachsen in den Energieeffizienzklassen A+ bis D. Mit Blick auf das geplante Gebäude-Modernisierungsgesetz warnen beide Verbände vor zusätzlichen finanziellen Belastungen durch Wärmewende und energetische Sanierung. Gefordert werden unter anderem langfristige Förderprogramme, wirtschaftlich tragfähige Rahmenbedingungen für Neubau und Modernisierung, Unterstützung beim Stadtumbau sowie weniger bürokratische Vorgaben.


Leipzig: Belantis wird bis 2030 zum Asterix-Park Deutschland umgebaut

Der Leipziger Freizeitpark Belantis soll in den kommenden Jahren schrittweise zu einem deutschen Asterix-Park entwickelt werden. Das berichtet die Mitteldeutsche Zeitung. Eigentümerin ist seit Ende 2025 die Compagnie des Alpes, die Gesamtinvestitionen von bis zu 100 Millionen Euro angekündigt hat. Bereits innerhalb von fünf Monaten entstand mit dem „Idefix Abenteuerland“ eine erste Themenwelt rund um die Comicfigur Idefix. Nach Angaben der Mitteldeutschen Zeitung flossen dafür rund fünf Millionen Euro. Ab Juni beginnen weitere Bauarbeiten neben dem neuen Bereich. Für 2027 ist eine Familienachterbahn innerhalb einer griechischen Themenwelt geplant. Bestehende Attraktionen des Parks sollen erhalten und in das neue Konzept integriert werden. Dazu zählen unter anderem die 31 Meter hohe Pyramide „Fluch des Pharao“ sowie die Achterbahn „Huracan“, die 2010 eröffnet wurde. Der rund 40 Hektar große Freizeitpark liegt zwischen Cospudener und Zwenkauer See mit direkter Anbindung an die A38. Belantis wurde 2003 eröffnet und verfügt aktuell über rund 60 Attraktionen und Shows in acht Themenwelten. Zuletzt lag die Besucherzahl bei etwa 300.000 Gästen pro Jahr. Bis 2030/31 soll nach Angaben der Mitteldeutschen Zeitung jährlich eine weitere Themenwelt entstehen. Langfristiges Ziel sind 900.000 bis eine Million Besucher pro Jahr. Zwischen 2018 und 2025 wurde der Park von Parques Reunidos betrieben.


Magdeburg: Ansiedlungen auf früheren Intel-Flächen wohl erst in einigen Jahren

Auf den ursprünglich für Intel vorgesehenen Industrieflächen bei Magdeburg könnten sich neue Unternehmen erst in einigen Jahren ansiedeln. Sachsen-Anhalts Finanzminister Michael Richter erklärte laut unterschiedlichen Medien, zunächst müssten Verträge abgeschlossen und Finanzierungen geklärt werden. Das Land Sachsen-Anhalt hatte zuletzt weitere Teile der früheren Intel-Flächen erworben, besitzt jedoch noch nicht das gesamte Areal. Angaben zum Kaufpreis machte Richter nicht. Neben dem Grundstückserwerb umfassen die Kosten nach seinen Angaben auch Zahlungen an Intel sowie an die Stadt Magdeburg für bereits erfolgte Maßnahmen wie Grabungen und den Straßenbau. Der Stadt sollen demnach rund 24 Millionen Euro erstattet werden. Das Gebiet in Magdeburg sowie in zwei angrenzenden Gemeinden soll langfristig zum High-Tech-Park Sachsen-Anhalt entwickelt werden. Der geplante Industriepark umfasst rund 1.100 Hektar Fläche. Vor einer möglichen Ansiedlung weiterer Unternehmen sollen zunächst Infrastrukturmaßnahmen umgesetzt werden. Geplant sind Investitionen in die Versorgung mit Strom, Wasser und Abwasser. Dazu gehört unter anderem ein Wasserwerk an der Elbe mit einem Investitionsvolumen von rund 180 Millionen Euro. Nach Angaben des Ministers laufen derzeit Gespräche mit mehreren Interessenten. Verhandelt werde unter anderem mit dem Unternehmen FMC, das Chips für KI-Rechenzentren produzieren wolle. Ob es zu einer Ansiedlung kommt, soll nach Angaben Richters im Spätsommer feststehen. Zudem gebe es mindestens drei weitere Interessenten für Flächen im geplanten High-Tech-Park. Intel hatte seine Pläne für eine Chipfabrik in Magdeburg im vergangenen Jahr endgültig aufgegeben.


Halle (Saale): Zahl der fertiggestellten Wohnungen in Sachsen-Anhalt sinkt um 25,2 Prozent

In Sachsen-Anhalt sind im Jahr 2025 deutlich weniger Wohnungen fertiggestellt worden als im Vorjahr. Wie das Statistische Landesamt Sachsen-Anhalt mitteilt, wurden insgesamt 2.488 Wohnungen abgenommen. Gegenüber 2024 mit 3.328 Einheiten entspricht das einem Rückgang um 25,2 Prozent. Auch die Zahl der insgesamt fertiggestellten Hochbauten ging zurück. 2025 wurden landesweit 2.572 Wohn- und Nichtwohngebäude fertiggestellt. Das waren 11,7 Prozent weniger als im Vorjahr. Anders entwickelte sich der Bereich der Nichtwohngebäude. Dort stieg die Zahl der fertiggestellten Gebäude um 2,3 Prozent auf 631 Einheiten. Den größten Anteil machten nichtlandwirtschaftliche Betriebsgebäude wie Fabriken, Lagerhallen, Handelsgebäude sowie Hotels und Gaststätten mit 391 Gebäuden aus. Der umbaute Raum der Nichtwohngebäude lag bei 6,38 Millionen Kubikmetern und damit etwa sechsmal höher als bei Wohngebäuden mit 1,05 Millionen Kubikmetern. Besonders stark vertreten waren Fabrikgebäude mit 2,28 Millionen Kubikmetern sowie Warenlagergebäude mit 2,42 Millionen Kubikmetern.


Leipzig: BImA plant 18 Wohnungen in der Südvorstadt

Die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BImA) schließt in der Leipziger Südvorstadt eine Baulücke mit einem neuen Wohngebäude. An der Scharnhorststraße 39 entstehen bis 2028 insgesamt 18 Wohnungen für Bundesbedienstete. Geplant sind Zwei- bis Fünf-Zimmer-Wohnungen auf fünf Etagen sowie einem Dachgeschoss. Alle Einheiten erhalten Balkone oder Dachterrassen. Ergänzt wird das Projekt durch eine Tiefgarage und Mieterkeller. Der Neubau soll nach hohen energetischen Standards umgesetzt werden. Vorgesehen sind unter anderem eine Photovoltaikanlage sowie ein begrünter Innenhof mit Aufenthalts- und Spielflächen. Die Bauarbeiten sollen im dritten Quartal 2026 beginnen. Die Wohnungen werden zunächst im Rahmen der Wohnungsfürsorge an Beschäftigte von Bundeswehr, Bundespolizei und Zoll vergeben. Nicht belegte Wohnungen sollen anschließend zu denselben Konditionen auf dem freien Markt angeboten werden. In Leipzig plant die BImA in den kommenden Jahren insgesamt rund 120 neue Wohnungen.