NetWorkHub: Neues Fernbusterminal mit Fahrradparkhaus und Bürowelten für Dresden

NetWorkHub: Neues Fernbusterminal mit Fahrradparkhaus und Bürowelten für Dresden

NetWorkHub: Neues Fernbusterminal mit Fahrradparkhaus und Bürowelten für Dresden
Eine Visualisierung vom NetWorkHub-Fernbusterminal in Dresden. Copyright: S&G Development

S&G Development entwickelt mit dem NetWorkHub einen Fernbusterminal mit Fahrradparkhaus sowie neue Bürowelten am Hauptbahnhof Dresden. Der Grundstückskaufvertrag für die rund 7.100 Quadratmeter große Fläche an der Westseite des Wiener Platzes wurde vollzogen. Damit ist der Weg frei für das baurechtliche Genehmigungsverfahren.

Dresden bekommt ein zentrales Fernbusterminal direkt am Hauptbahnhof: Die S&G Development GmbH aus Leipzig/Frankfurt am Main realisiert auf der circa 250 Meter langen Brachfläche an der Westseite des Wiener Platzes ein modernes Gebäudeensemble aus vier miteinander verbundenen Baukörpern unterschiedlicher Höhe. Neben zehn überdachten Bussteigen und einem Fahrradparkhaus mit 800 größtenteils unentgeltlichen Einstellplätzen wird es auch reichlich Raum für Büronutzungen mit modernstem Flächenzuschnitt und zugehörigen Serviceangeboten bieten.

Mobilitätshub "NetWorkHub" bereichert Dresden um einen Fernbusbahnhof

Dr. Ingo Seidemann stellte bei einer Online-Pressekonferenz den neuen S&G Development Fernbusterminal vor. Copyright: S&G Development
Dr. Ingo Seidemann stellte bei einer Online-Pressekonferenz den neuen S&G Development Fernbusterminal vor. Copyright: S&G Development

Der ansprechende Bauwerkkomplex soll die viel bemängelte Situation der Fernbus-Haltestellen an der Bayrischen Straße beenden und am Endpunkt der ersten deutschen Ferneisenbahn einen verknüpfenden multimodalen Mobilitätshub mit einem umsteigefreundlichen Anschluss des Fernbusangebotes an den sonstigen Regional- und Fernverkehr der Bahn und den öffentlichen Nahverkehr schaffen sowie das sich entwickelnde Fahrradwegenetz Dresdens an zentraler Stelle bereichern.

Dr. Ingo Seidemann, Geschäftsführer der S&G Development GmbH: „Das Projekt NetWorkHub Dresden ist ein weiterer Höhepunkt unserer Unternehmensgeschichte. Wir werden sicherstellen, dass dieses an den Bedürfnissen seiner Nutzer orientierte Projekt in hervorragender Qualität umgesetzt wird – natürlich unter Beteiligung der Dresdner Bürgerschaft. Besonders freut mich das effiziente und stets partnerschaftliche Zusammenwirken mit der Stadtverwaltung aber auch das Interesse sowie die konstruktive Aufgeschlossenheit und Unterstützung wichtiger Vertreter der Dresdner Kommunalpolitik, die wir in den vergangenen anderthalb Jahren erfahren konnten.“

"Drei Jahre Bauzeit für das Fernbusterminal hören sich vielleicht relativ lang an, aber wir werden diese Zeit tatsächlich brauchen, da wir gemeinsam mit der DB eine besondere Herausforderung zu bewältigen haben: Zur gleichen Zeit wird die DB das Fosterdach des Hauptbahnhofes erneuern. Ebenfalls eine Großbaumaßnahme, die mit unseren Arbeitsschritten klug verzahnt werden muss." (Dr. Ingo Seidemann auf der Pressekonferenz zum Fernbusterminal)

Zweiter Fernbusterminal von S&G Development nach erfolgreicher Leipziger Variante

S&G hatte 2018 die Ausschreibung für den Fernbusbahnhof gewonnen und inzwischen einen Bebauungsplanentwurf bei der Stadt eingereicht. Mit einem geplanten Investitionsvolumen von rund 80 Millionen Euro handelt es sich damit um die aktuell größte gewerbliche Projektentwicklung in Sachsen. Für das Unternehmen ist es bereits das zweite Vorhaben dieser Art nach dem vor drei Jahren eröffneten Fernbusterminal an der Ostseite des Leipziger Hauptbahnhofes.

Eine frühe Skizze des NetWorkHub-Fernbusterminals für Dresden. Copyright: S&G Development / KNERER UND LANG Architekten Dresden
Eine frühe Skizze des NetWorkHub-Fernbusterminals für Dresden. Copyright: S&G Development / KNERER UND LANG Architekten Dresden

Stephan Kühn, Beigeordneter für Stadtentwicklung, Bau, Verkehr und Liegenschaften der Landeshauptstadt Dresden: „Mit diesem Projekt erhält die Landeshauptstadt Dresden einen lange geplanten Fernbusbahnhof, der das unzulängliche Provisorium südlich des Hauptbahnhofs ablöst. Gleichzeitig erhält Dresden sein erstes Fahrradparkhaus für die immer zahlreicheren Radfahrerinnen und Radfahrer, die ein sicheres und attraktives Angebot erwarten, wenn sie ihr Fahrrad einstellen, zu Fuß ins Zentrum gehen oder auf ihrem Arbeitsweg multimobil unterwegs sind. Städtebaulich ist das Vorhaben ein wichtiger Beitrag, das Umfeld des Hauptbahnhofs und Wiener Platzes aufzuwerten und baulich zu fassen.“

Mobilitätshub durch Fahrradparkhaus und Büroflächen abgerundet

Fernbusbahnhof, Fahrradparkhaus und die darüber liegenden Büroflächen werden nach einem Entwurf des Architekturbüros KNERER UND LANG aus Dresden errichtet. Dieses konzipierte bereits das im Bau befindliche Laden- und Geschäftshaus mit Hotel auf der gegenüberliegenden Straßenseite. Die Sichtachsen beider Ensembles sind deshalb aufeinander abgestimmt, Kanten und Fluchten korrespondieren miteinander.

Ein Übersichtsplan zu dem Vorhaben am Dresdner Hauptbahnhof. Copyright: S&G Development
Ein Übersichtsplan zu dem Vorhaben am Dresdner Hauptbahnhof. Copyright: S&G Development

"Ein grundsätzliches Angebot am NetWorkHub ist ein Fahrradparkhaus für die Dresdner Fahrradfahrer, die hier ihre Verkehrsmodi wechseln. Vom Fahrrad in den Bus, vom Fahrrad in die Straßenbahn, vom Fahrrad in die Stadt und vom Fahrrad in die Bahn - so stellen wir uns eine Stadt der Zukunft vor. Ergänzend zu diesem Verkehrshub im Erdgeschossbereich des 250 Meter langen und 40 Meter breiten Grundstückes wird oben aufgehend eine Büro und Officewelt entstehen." (Dr. Ingo Seidemann bei der Pressekonferenz zum Projekt) 

Zu den Highlights beim S&G-Neubau gehören insbesondere eine quasi öffentliche Plaza. Abgerundet wird das zukunftsgerichtete Projekt durch die Integration einer neuen Straßenbahnhaltestelle sowie die Verknüpfung mit dem Königspavillon des Hauptbahnhofes, der nach dem inzwischen erfolgten Umbau einen direkten Zugang zum S-Bahnverkehr auf kurzem Wege ermöglicht.

Der Bebauungsplanentwurf wird Mitte März im Dresdner Ausschuss für Stadtentwicklung und Bau diskutiert. Ende April soll die Beschlussfassung durch den Stadtrat erfolgen. „Wir sind guter Dinge, dass wir nach einem erfolgreichen planungsrechtlichen Prozess im Dialog mit Verwaltung und Politik anschließend im Sommer 2022 mit dem Baumaßnahmen beginnen können“, so Dr. Ingo Seidemann.

Grundstückskaufvertrag macht Weg frei für baurechtliche Genehmigungsverfahren

Update vom 05.10.2021: Das erste Etappenziel für Dresdens neues Fernbusterminal ist erreicht: Mit dem nun vollzogenen Grundstückskaufvertrag für die rund 7.100 Quadratmeter große Fläche an der Westseite des Wiener Platzes ist der Weg frei für das baurechtliche Genehmigungsverfahren. 

Dr. Ingo Seidemann, Geschäftsführer der S&G Development GmbH: „Durch die Reaktivierung des Brachgrundstückes in dieser prominenten Lage schaffen wir nicht nur einen Verkehrsknoten der Zukunft mit umsteigefreundlichen Anschlüssen und kürzesten Wegen zu Regional- und Fernverkehr sowie ÖPNV, sondern auch ein Stück modernes urbanes Leben in der Elbmetropole. Davon profitieren Einwohner und Reisende gleichermaßen – ebenso wie Wirtschaft und Kommune.“

Der präzisiserte Entwurf des Architekturbüros KNERER UND LANG sieht im vorderen Bereich einen Zehngeschosser als Eingang zum Fernbusterminal vor. Im Erdgeschoss werden neben Ticketschalter und Wartebereich im hinteren, dem Fernbusterminal vorbehaltenen Teil, auch kleinflächigere Shop- und Snack-Angebote zu finden sein. Davor öffnet sich eine attraktive Entree- und Erschließungslösung einladend zum Wiener Platz hin. Darunter entsteht das Fahrradparkhaus, das auch Lademöglichkeiten für E-Bikes und ausgewählte Serviceangebote für Fahrradnutzer offeriert.

Ein gestalterisches Highlight des NetWorkHub wird die bereits erwähnte Plaza, die sich über dem Fernbusterminal befindet – „gleichsam als highstreet-artige, quasi-öffentlich begehbare Fläche“, wie Dr. Ingo Seidemann erläutert. „Die Plaza bereichert den öffentlichen Stadtraum um eine hohe Aufenthaltsqualität mit Aussicht auf die City und den quirligen ein- und ausfahrenden Bahnverkehr des Hauptbahnhofs.“ Erreichbar ist die Plaza über eine großzügige Freitreppe vom Wiener Platz aus. Diese wiederum dient als Erschließungsebene für hier angesiedelte Restaurant- und Verweilangebote. Zum anderen ermöglicht die Freitreppe den Zugang zu dem rund 250 Meter langen vielgliedrigen, höhenabgestuften und fassadenbegrünten Gebäudekomplex, der auf gut 20.000 Quadratmetern Geschossfläche flexible und individuell konfigurierbare Officeflächen-Angebote unterschiedlicher Größen- und Raumstruktur für anspruchsvolle Arbeitswelten des IT-Zeitalters bietet. Vermietungsgespräche dazu hat S&G bereits geführt.

Bei der Fassadengestaltung ist eine vertikale Pflanzen-Rankstruktur für die Gebäudehülle geplant, an der Pflanzen nach oben und unten wachsen, ergänzt durch eine horizontale Balustradenbegrünung zwischen der Fernbusterminal- und der Plaza-Ebene. Hinzu kommen intensiv begrünte Dächer mit Photovoltaikanlagen und weitläufige Dachterrassen als gemütliches Freiluftareal in Ergänzung der Arbeits- und Büroflächen in den oberen Geschossen.

Nun wird der eingereichte Bebauungsplanentwurf weiterentwickelt. Dr. Ingo Seidemann rechnet mit einem Baustart im nächsten Sommer und einer anschließenden Bauzeit von drei Jahren. Damit könnte der NetWorkHub Mitte 2025 den Betrieb aufnehmen.

Leipziger H-Hotels nehmen Betrieb auf

DDR-Hochhaus am Pirnaischen Platz in Dresden wird wiederbelebt: Der Leipziger Großentwickler QUARTERBACK Immobilien AG will an dem städtebaulich markanten Ort für modernes Wohnen auf über 13.000 Quadratmetern sorgen. Auch ein Anbau für gewerbliche Nutzung ist vorgesehen.
Mitteldeutschland / Sachsen / Dresden

DDR-Hochhaus am Pirnaischen Platz in Dresden wird wiederbelebt

Sonnenstrom vom Dach: Vonovia macht Dresden zum Solarkraftwerk: Vonovia installiert alleine in Dresden fast 200 Photovoltaikanlagen, was die sächsische Landeshauptstadt zum größten Solarstandort des Wohnungsunternehmens macht. Das spart Tonnen an Kohlendioxid und senkt die Nebenkosten.
Mitteldeutschland / Sachsen / Dresden

Sonnenstrom vom Dach: Vonovia macht Dresden zum Solarkraftwerk

Protest gegen Leerstand: Ungenutzte Villa in Dresden besetzt: Nicht nur in Leipzig schwelen die Aufwertungs- und Verdrängungsängste, auch in Dresden mehren sich die Attacken gegen Immobilienunternehmen. Zuletzt wurde eine leerstehende Villa zum Ziel.
Mitteldeutschland / Sachsen / Dresden

Protest gegen Leerstand: Ungenutzte Villa in Dresden besetzt