Runde Sache, grüne Gegend: Quartier HUGOS

Runde Sache, grüne Gegend: Quartier HUGOS

Runde Sache, grüne Gegend: Quartier HUGOS
Moderne Gebäude, komfortable Ausstattung, viel Grün und effiziente Versorgung: das neue Quartier HUGOS Berlin. Quelle: GASAG Solution Plus.

Wo einst Pflanzen aufgezogen wurden, wächst heute ein grünes Viertel: Das Quartier HUGOS im südlichen Stadtteil Berlin-Mariendorf soll bis 2025 fertiggestellt sein – und dann Wohnraum für rund 450 Haushalte bieten. Inmitten von Gärten, umgeben von Parks und mit einem effizienten, zukunftsfähigen Energiekonzept.

Berliner Urgesteine erinnern sich noch gut an die Gärtnerei Hugo Schlösser: Weithin sichtbar durch den großen Kaminschlot war sie über Jahrzehnte Anlaufpunkt für alle mit grünem Daumen. Heute bestimmen nicht mehr Rechen und Gießkannen das Bild auf dem über vier Hektar großen Areal im vorstädtisch anmutenden Stadtteil Berlin-Mariendorf. Denn hier wächst bis 2025 ein ganz neues Stadtviertel. Neben dem historischen Kaminschlot, der als Zentrum erhalten bleibt, erinnert auch der Name an alte Zeiten: Quartier HUGOS. Alles andere jedoch ist klar auf die Zukunft ausgerichtet.

Ganzheitlich gedachtes Quartiers-Konzept

Rund 400 moderne Wohnungen und 45 großzügige Reihenhäuser entstehen im Berliner Süden: konzentrisch in Halbkreisen, Kreisen und riegelförmigen Gebäuden angeordnet und umgeben von jeder Menge Grün. Gemeinschafts- und Privatgärten gehören ebenso zum Konzept wie begrünte Dächer. Gleich um die Ecke befinden sich zudem mehrere Parks. Kinder werden draußen auf dem Spielplatz spielen – oder in der Quartiers-eigenen Kita, die gemeinsam mit einem Supermarkt das ovale Nahversorgungszentrum bilden wird. Insgesamt entstehen über 40.000 Quadratmetern neue Wohnfläche als Miet- und Eigentumswohnungen sowie rund 3.300 Quadratmeter Gewerbefläche – inklusive Tiefgarage mit über 270 Stellplätzen und Ladepunkten für Elektro-Autos.

Effiziente Wärme für hunderte Menschen

Passend zu dem grünen Quartier gestaltet sich auch die Energieversorgung: Der Projektentwickler Bonava hat sich dafür entschieden, ein hocheffizientes Nahwärmenetz für das ganze Viertel zu installieren. Der Vorteil: Statt in jedem Gebäude eigene Wärmequellen einzubauen, nutzen alle Gebäude die zentral bereitgestellte Wärme. Das spart nicht nur Platz und Wartungsaufwand, sondern vor allem eines: Energie und damit auch CO2.

Denn ein Nahwärmenetz lässt sich wesentlich effizienter betreiben als eine dezentrale Wärmeversorgung mit Etagenheizungen. Herzstück des Nahwärmenetzes ist ein Blockheizkraftwerk (BHKW): Das kompakte Kraftpaket arbeitet zunächst mit Erdgas und erzeugt neben Wärme auch gleichzeitig Strom, der direkt ins Netz eingespeist wird. Das Prinzip der Kraft-Wärme-Kopplung sorgt dafür, dass jeder Kubikzentimeter Gas das absolute Maximum an Nutzen bringt. Im Gegensatz zu veralteten Öl- oder Kohlekesseln entstehen dabei auch deutlich weniger Schadstoffe wie Ruß oder Feinstaub.

Gas geht auch grün

Ein weiterer Vorteil bei einem gasbasierten BHKW: Es lässt sich ohne Weiteres auf den Betrieb mit Bio-Methan umstellen. Die nachwachsende Energiequelle wird aus Pflanzen gewonnen, die beim Wachsen Kohlendioxid (CO2) aus der Atmosphäre gebunden haben. Beim Verbrennen wird nur dieses bereits gebundene CO2 frei – deshalb ist der Brennstoff klimaneutral. Auch ein gewisser Anteil an grünem Wasserstoff lässt sich in Zukunft zum Heizen verwenden. Und bei einer vollständigen Umrüstung müsste nur eine einzige Stelle angepasst werden – die Energiezentrale. Für besonders kalte Tage werden zudem vier Spitzenlast-Erdgaskessel installiert, die das BHKW bei Bedarf unterstützen. Auch diese lassen sich problemlos mit Bio-Methan betreiben.

Die Wärme ist schon im Quartier

Die ersten Wohnungen sollen noch 2021 fertiggestellt werden. Die Wärme ist dann schon da: Bereits im Einsatz sind die vier Spitzenlast-Kessel, die den Einsatz einer ölbetriebenen mobilen Baustellen-Heizung überflüssig machen. Das BHKW ist ab 2022 startklar, wenn genügend Gebäude fertiggestellt sind, um die Mindestabnahme an Wärme zu gewährleisten. Dass das BHKW aber bereits jetzt eingebracht wurde, hat noch einen weiteren guten Grund – und wieder geht es um Effizienz: Es ist wesentlich einfacher, die Gebäude „um die Technik herumzubauen“. Denn eine spätere Installation der großen Bauteile würde unnötige Probleme mit sich bringen.

Perfektes Timing, Punktlandung und Flexibilität

Deshalb war bei der Planung perfektes Timing gefragt. Projektleiter Mike Kraft, der mit seinem Team des Energiedienstleisters GASAG Solution Plus die Energielösung umsetzt, erklärt: „Wir haben das Modul in einem Stück während der Rohbauphase direkt in die Baugrube gehoben: eine Punktlandung. Zu einem späteren Zeitpunkt hätte es teilzerlegt mit großem Aufwand durch die Tiefgarage kommen müssen.“ Auf diese Weise sparen alle Beteiligten Zeit und Geld.

Flexibilität spielt bei dem Projekt ebenfalls eine wichtige Rolle – im wahrsten Sinne des Wortes: Die örtlichen Gegebenheiten hätten es erschwert, Metallrohre für das Nahwärmenetz zu verlegen. Die GASAG Solution Plus setzt deshalb auf Kunststoffrohre, die sich ganz einfach der Umgebung anpassen lassen. „Durch den Einsatz von Kunststoffrohren statt Metall können wir problemlos extreme Höhenunterschiede überwinden und verschiedene andere Medien kreuzen. Auch die Verlegung der Leitungen in der kreisrunden Privatstraße fällt deutlich leichter“, so Energieexperte Mike Kraft.

Erfahrener Partner für nachhaltige Projekte

Es ist nicht das erste Mal, dass Projektentwickler Bonava sich für GASAG Solution Plus als erfahrenen Partner für die Energieversorgung eines Quartiers entschieden hat. „Die jahrelange partnerschaftliche Zusammenarbeit mit der GASAG-Gruppe ist für uns ein wichtiger Baustein für eine nachhaltige und zukunftssichere Entwicklung von Wohnquartieren“, sagt Bonava-Projektmanager Christopher Scholl. Denn die zuverlässige und termingerechte Bereitstellung von Wärme für Heizung und Warmwasser inklusive Ladelösungen für die Elektromobilität in dieser Größenordnung erfordert einiges an Expertise. „Während der Bauphase ist von der GASAG Solution Plus Flexibilität gefordert, welche wir sehr zu schätzen wissen“, bestätigt Scholl: „Die Erarbeitung von zielorientierten Lösungswegen gewährleistet einen raschen Projektfortschritt.“ Und so ist sichergestellt: Das neue Quartier HUGOS im Berliner Süden überzeugt nicht nur mit einem modernen, grünen Ambiente – sondern auch mit einem effizienten, zukunftsfähigen Energiekonzept.

Mehr Infos zum Projekt

Wer heute ein Neubau- oder Sanierungsprojekt startet, kommt um ein intelligentes Energiekonzept nicht herum. GASAG Solution Plus bietet maßgeschneiderte Energielösungen für Ihren Neubau oder Ihre Bestandsimmobilie. CO2-reduziert oder sogar heute schon CO2-frei. Ob Bürogebäude, Wohnimmobilie oder großes Stadtquartier. GASAG Solution Plus unterstützt Sie auf Ihrem Weg in eine CO2-neutrale Zukunft. Weitere Informationen zu nachhaltigen Energiekonzepten erhalten Sie hier:

GASAG Solution Plus GmbH
EUREF-Campus 23-24
10829 Berlin
Telefon: 030 7872-4444
solution@gasag.de
www.gasag-solution.de

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