Wohnlagen im Preischeck: Große Unterschiede innerhalb der Städte

Wohnlagen im Preischeck: Große Unterschiede innerhalb der Städte

Wohnlagen im Preischeck: Große Unterschiede innerhalb der Städte
Quelle: ChatGPT

Zwischen Münchner Altstadt und Duisburger Marxloh liegen mehr als 11.000 Euro pro Quadratmeter: Die immowelt-Analyse der Wohnimmobilienpreise zeigt, wie stark sich Deutschlands Stadtteile inzwischen auseinanderentwickelt haben. Während Spitzenlagen in München, Hamburg oder Frankfurt neue Höchstwerte erreichen, bleiben zahlreiche Quartiere in ostdeutschen und Ruhrgebiets-Städten deutlich günstiger. Besonders sichtbar werden die Unterschiede innerhalb einzelner Städte. In Dresden und Leipzig trennen zentrale Premiumlagen und preiswerte Randgebiete inzwischen teils mehr als 1.500 Euro pro Quadratmeter.

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Dresden zeigt laut der immowelt-Analyse weiterhin deutliche Preisunterschiede zwischen den einzelnen Stadtteilen. Während der durchschnittliche Angebotspreis für Wohnimmobilien stadtweit bei 2.965 Euro pro Quadratmeter liegt, reichen die Werte in einzelnen Quartieren von unter 1.900 Euro bis knapp 3.800 Euro pro Quadratmeter. Besonders hohe Preise werden in den eher villengeprägten und naturnahen Lagen erzielt. Spitzenreiter ist Zöllmen mit 3.790 Euro pro Quadratmeter, dicht gefolgt von Loschwitz/Wachwitz mit 3.761 Euro sowie der Dresdener Heide mit 3.676 Euro pro Quadratmeter. Auch Bühlau/Weißer Hirsch und Merbitz liegen jeweils deutlich mehr als 20 Prozent über dem Dresdner Durchschnitt. Am anderen Ende des Rankings stehen vor allem kleinere Randlagen und dörflich geprägte Stadtteile. Schullwitz weist mit 1.877 Euro pro Quadratmeter den niedrigsten Wert aller Dresdner Stadtteile auf und liegt damit rund 36,7 Prozent unter dem Stadtdurchschnitt. Ebenfalls vergleichsweise günstig sind Marsdorf mit 1.901 Euro, Eschdorf mit 2.017 Euro sowie Borsberg und Malschendorf mit 2.097 beziehungsweise 2.193 Euro pro Quadratmeter. Die Analyse verdeutlicht damit, wie stark sich Lagequalitäten und Teilmärkte innerhalb Dresdens inzwischen preislich auseinanderentwickelt haben.

Die immowelt-Analyse macht auch für Leipzig erhebliche Unterschiede innerhalb des Stadtgebiets sichtbar. Der durchschnittliche Angebotspreis für Wohnimmobilien liegt bei 2.633 Euro pro Quadratmeter, wobei insbesondere innenstadtnahe Quartiere deutlich darüber liegen. Die höchsten Werte erreichen Zentrum-West mit 3.385 Euro pro Quadratmeter und das Zentrum mit 3.369 Euro. Dahinter folgen Zentrum-Nordwest mit 3.217 Euro, Meusdorf mit 3.165 Euro sowie Zentrum-Süd mit 3.152 Euro pro Quadratmeter. Die teuersten Leipziger Lagen liegen damit teils fast 30 Prozent über dem städtischen Mittelwert. Deutlich niedrigere Preise werden dagegen in mehreren Großwohnsiedlungen und äußeren Stadtteilen aufgerufen. Den geringsten Wert weist Grünau-Ost mit 1.863 Euro pro Quadratmeter auf. Auch Grünau-Mitte mit 2.061 Euro, Althen-Kleinpösna mit 2.084 Euro, Paunsdorf mit 2.117 Euro und Schönau mit 2.140 Euro bleiben klar unter dem Leipziger Durchschnitt. Die Daten zeigen damit ein weiterhin stark ausdifferenziertes Preisgefüge zwischen den zentralen, stark nachgefragten Quartieren und günstigeren Wohnlagen am Stadtrand.

Besonders ausgeprägt fällt das Preisniveau weiterhin in München aus. Dort liegt der durchschnittliche Angebotspreis bei 8.207 Euro pro Quadratmeter. In Altstadt-Lehel werden sogar 12.689 Euro erreicht, gefolgt von Maxvorstadt mit 11.312 Euro und Ludwigsvorstadt-Isarvorstadt mit 11.045 Euro pro Quadratmeter. Insgesamt befinden sich elf der 20 teuersten Stadtteile Deutschlands in München. Selbst die preisgünstigeren Münchner Stadtteile wie Aubing-Lochhausen-Langwied oder Feldmoching-Hasenbergl bewegen sich noch auf einem Niveau, das in vielen anderen deutschen Städten bereits zu den oberen Marktsegmenten zählen würde. Auffällig ist zudem der Abstand zu Berlin: Immobilien in Berlin-Mitte kosten laut Analyse mit durchschnittlich 6.647 Euro pro Quadratmeter nur etwa halb so viel wie im Münchner Spitzenviertel Altstadt-Lehel.

Ein deutliches Preisgefälle zeigt sich ebenso in Hamburg. Der durchschnittliche Angebotspreis liegt dort bei 5.887 Euro pro Quadratmeter. Besonders hohe Werte erzielen Harvestehude mit 10.241 Euro sowie Rotherbaum mit 9.859 Euro pro Quadratmeter. Damit ist Harvestehude der einzige Stadtteil außerhalb Münchens, in dem die Marke von 10.000 Euro pro Quadratmeter überschritten wird. Dahinter folgen HafenCity, Uhlenhorst und Hoheluft-Ost. Wesentlich niedrigere Werte weisen dagegen Randlagen wie Neuenfelde, Kirchwerder oder Altengamme auf, die zwischen rund 3.200 und 3.400 Euro pro Quadratmeter liegen. Im günstigsten Hamburger Stadtteil Neuenfelde liegen die Werte damit rund 45 Prozent unter dem Stadtdurchschnitt.

Frankfurt am Main erreicht im Durchschnitt 5.474 Euro pro Quadratmeter. Vor allem das Westend hebt sich deutlich vom übrigen Stadtgebiet ab. In Westend-Süd werden 8.433 Euro pro Quadratmeter aufgerufen, in Westend-Nord 7.708 Euro. Ebenfalls überdurchschnittlich teuer sind Nordend-West, die Altstadt und das Bahnhofsviertel. Deutlich niedrigere Werte verzeichnen dagegen Sossenheim, Höchst oder Fechenheim mit Preisen zwischen knapp 3.700 und 4.000 Euro pro Quadratmeter.

In Düsseldorf liegt der durchschnittliche Angebotspreis bei 4.493 Euro pro Quadratmeter. Besonders stark hebt sich die Altstadt hervor, wo 8.103 Euro pro Quadratmeter erreicht werden. Damit liegt das Niveau dort mehr als 80 Prozent über dem Stadtdurchschnitt und weist bundesweit den höchsten prozentualen Aufschlag auf. Hohe Preise werden zudem in Oberkassel, Carlstadt und Niederkassel erzielt. Vergleichsweise moderat fallen die Werte dagegen in Garath, Hassels oder Eller aus.

Berlin kommt auf einen durchschnittlichen Angebotspreis von 4.907 Euro pro Quadratmeter. Besonders teuer sind Dahlem und Grunewald mit jeweils mehr als 7.180 Euro pro Quadratmeter. Hinzu kommen hohe Werte in Mitte, Wannsee und Tiergarten. Auffällig ist jedoch, dass lediglich zwei Berliner Stadtteile unter den teuersten 50 Deutschlands auftauchen. Deutlich günstiger präsentieren sich Neu-Hohenschönhausen, Alt-Hohenschönhausen oder Hellersdorf, deren Preise teils mehr als ein Drittel unter dem Berliner Durchschnitt liegen.

Köln erreicht einen Durchschnittswert von 4.926 Euro pro Quadratmeter. Zu den teuersten Lagen zählen Marienburg, Altstadt-Nord sowie Neustadt-Süd und Neustadt-Nord mit Preisen von deutlich über 6.500 Euro pro Quadratmeter. Wesentlich günstiger bleiben dagegen Meschenich, Elsdorf oder Chorweiler, die teils klar unterhalb der Marke von 4.000 Euro liegen.

In Stuttgart beträgt der durchschnittliche Angebotspreis 4.546 Euro pro Quadratmeter. Besonders hohe Werte weisen die Stadtteile Nord, Frauenkopf und Sillenbuch auf. Dort liegen die Preise jeweils bei mehr als 5.400 Euro pro Quadratmeter. Niedrigere Niveaus zeigen sich unter anderem in Asemwald, Giebel oder Münster.

Hannover kommt auf einen Durchschnittswert von 3.503 Euro pro Quadratmeter. Besonders gefragt sind die Stadtteile Zoo, Bult und Südstadt mit Preisen von mehr als 4.300 Euro pro Quadratmeter. Deutlich niedrigere Angebotswerte weisen dagegen Mühlenberg, Vahrenheide oder Stöcken auf.

In Nürnberg liegt der durchschnittliche Angebotspreis bei 3.832 Euro pro Quadratmeter. Reutles, Gerasmühle und Kleinreuth h d Veste führen das Ranking der teuersten Stadtteile an. Niedrigere Werte zeigen sich dagegen in Sandreuth, Doos oder Zollhaus, die teils rund 20 Prozent unter dem Durchschnitt liegen. Bremen erreicht einen Durchschnittswert von 2.889 Euro pro Quadratmeter. Bürgerpark, Ostertor und Schwachhausen gehören zu den teuersten Wohnlagen der Stadt. Wesentlich niedrigere Preise finden sich dagegen in Rönnebeck, Lüssum-Bockhorn oder Farge. Dortmund weist einen durchschnittlichen Angebotspreis von 2.651 Euro pro Quadratmeter auf. Besonders hohe Werte erzielen Großholthausen, Lücklemberg und Schanze. Niedrigere Preise werden dagegen in Somborn, Marten oder Oestrich aufgerufen. In Essen liegt der Durchschnittswert bei 2.894 Euro pro Quadratmeter. Besonders hochpreisig präsentieren sich Bredeney, Fischlaken und Schuir mit Werten von über 4.100 Euro pro Quadratmeter. In Bredeney liegen die Angebotspreise damit mehr als 56 Prozent über dem Essener Durchschnitt. Niedrigere Angebotswerte weisen dagegen Altendorf, Ostviertel und Altenessen-Süd auf.

Den preislichen Gegenpol bildet Duisburg. In Marxloh, dem günstigsten Stadtteil der gesamten Untersuchung, liegt der durchschnittliche Angebotspreis lediglich bei 1.256 Euro pro Quadratmeter und damit bei rund einem Zehntel des Münchner Spitzenwerts. Insgesamt befinden sich 15 der 20 günstigsten Stadtteile Deutschlands in Duisburg. Auch in Bremen, Dresden und Leipzig unterschreiten einzelne Quartiere noch die Marke von 2.000 Euro pro Quadratmeter.