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Aktuelles aus der Immobilienbranche – Januar 2020

Trotz Mietendeckels: MÄHREN AG investiert weiter in Berlin +++ Berliner NeuHouse kurz vor der Vollendung +++ Brera Serviced Apartments erzielt Kapitalerhöhung +++ Colliers: Neuer Rekord auf Berliner Logistikmarkt +++ Deutsche Investment kauft für 100 Millionen 472 Wohn- und Gewerbeeinheiten +++ JLL: Mietpreisanstieg in Berlin schwächt sich ab +++ Umfrage: Mehr als 80 Prozent der Mieter achten auf Warm- statt auf Kaltmiete  +++ Erster M&M'S®-Store in Kontinentaleuropa +++ PATRIZIA kauft Büroturm Treptower +++ Dresdner Büromarkt mit annähernd 100.000 Quadratmetern Flächenumsatz +++ Magdeburger Denkmalensemble wird neues Leben eingehaucht +++ Trubel um Erfurter Sozialwohnungsquote +++ Richtfest für Leipziger Wohnprojekt "Lido" +++ Bahnhofspassagen in Potsdam verkauft +++ Commodus sichert sich 120.000 Quadratmeter auf ehemaligem AEG-Gelände in Berlin +++ Berliner Gewerbeimmobilieninvestments mit Rekordumsatz +++ HighBrook investiert in Berliner Büroimmobilien +++ Magdeburger Büro- und Geschäftshaus in Magdeburg verkauft +++ Steintor-Portfolio in Halle verkauft +++ Neuer Bürocampus mit Hotel am Berliner Flughafen BER +++ Deutsche Konsum kauft Einkaufszentrum in Grimma +++ HOWOGE erweitert Bestand 2019 um rund 1.700 Wohnungen +++ Thüringer Wohnungsbauprogramme 2019 stark nachgefragt

Wer baut im neuen Jahr wo? Wer kauft was? Die aktuellsten Neuigkeiten vom Immobilienmarkt für den Monat Januar. Im Lindenhof entstanden im zweiten Bauabschnitt 376 Wohneinheiten der HOWOGE. Copyright: HOWOGE / Dombrowsky
Von Redaktion Immobilien Aktuell Magazin / Pressemitteilungen der Unternehmen, 31.01.2020

Trotz Mietendeckels: MÄHREN AG investiert weiter in Berlin

31.01.2020: Die Berliner Immobilien-Investment-Gesellschaft MÄHREN AG hält ungeachtet des nun beschlossenen Mietendeckels an Investitionen in der Bundeshauptstadt fest und plant den weiteren Ausbau des Berliner Portfolios. Als langfristig orientierter Investor sei Berlin weiterhin der „attraktivste Wohnimmobilienmarkt Deutschlands“, meint CEO Jakob Mähren. „Der Mietendeckel hat zur Folge, dass sich vor allem kurzfristig orientierte Investorengruppen zurückhalten.“ Einen zunehmenden Fokus will das Unternehmen in Berlin und im nahen Umland auf Projektentwicklungen und Nachverdichtungen legen. „Die Metropole wird sich in den kommenden Jahren weiterhin positiv entwickeln und ist in der IT-Branche und der Start-up-Szene weiterhin stark gefragt“, so Jakob Mähren. Dementsprechend bleibe auch die Nachfrage nach Wohnungen hoch.

Die MÄHREN AG hat 2019 ein Transaktionsvolumen von rund 150 Millionen Euro erreicht. Dies hänge auch mit der erfolgreichen Expansion ins Ruhrgebiet zusammen. Für 2020 visiert die Gesellschaft Investitionen in Höhe von etwa 200 Millionen Euro an.


Berliner NeuHouse kurz vor der Vollendung

31.01.2020: Das Berliner Projekt NeuHouse an der südlichen Friedrichstraße und in der Nähe von Checkpoint Charlie erfreut sich einer nahezu fertiggestellten Gebäudehülle. In den kommenden Wochen erfolgen nur noch wenige Restleistungen wie die finalen Ausbauten des auf dem Denkmalgebäude aufliegenden, gläsernen Penthouses, das den Altbau mit dem Neubau verbindet. Die Fertigstellung des gesamten Ensembles mit insgesamt 75 Wohnungen und sechs Gewerbeeinheiten ist für April 2020 geplant. Teil des Projekts ist ein Baudenkmal von 1847/48, in dem 14 Wohnungen entstehen. Weitere 61 Wohnungen befinden sich im Neubau. Hinzu kommen 34 Tiefgaragenstellplätze. Die David Borck Immobiliengesellschaft, die das Projekt exklusiv vertreibt, zeigt sich zufrieden mit dem Fortschritt. „Im NeuHouse sind 90 Prozent der Wohn- und Gewerbeeinheiten verkauft", so Firmeninhaber David Borck.


Brera Serviced Apartments erzielt Kapitalerhöhung

30.01.2020: Die Brera Serviced Apartments hat eine Kapitalerhöhung im siebenstelligen Bereich erfolgreich abgeschlossen. Damit stärkt die in München ansässige Brera GmbH ihre finanzielle Basis für die Wachstumsstrategie, in den nächsten Jahren zur führenden Marke in Deutschland aufzusteigen. Das 2013 gegründete Unternehmen wird seinen Betrieb im Jahr 2020 mit der Eröffnung von vier weiteren Häusern mehr als verdreifachen und schaut aufgrund der großen Nachfrage im Segment positiv in die Zukunft. „Durch diesen finanziellen Anschub haben wir nicht nur die Möglichkeit, unser operatives Geschäft im B-to-B Bereich digital und strukturell weiter auszubauen, sondern auch die Möglichkeit, zusätzliche Pachtabschlüsse umzusetzen, um eine der führenden Serviced Apartment Marken in Deutschland zu werden“, so Matteo Ghedini, CEO Brera Serviced Apartments. 

Aktuell betreibt Brera Serviced Apartments drei Häuser mit insgesamt 140 Apartments in den Standorten Frankfurt, München und Nürnberg. Weitere 430 Einheiten folgen in diesem Jahr. Die Marke hebt sich durch den italienischen Ursprung ihres Gründers und das damit verbundene Lebensgefühl hervor. Der Slogan „Staying with friends“ ist nicht nur ein Slogan sondern eine Unternehmensphilosophie.


Colliers: Neuer Rekord auf Berliner Logistikmarkt

30.01.2020: Der Berliner Industrie- und Logistikimmobilienmarkt verzeichnet nach Angaben von Colliers International 2019 einen Flächenumsatz von rund 474.900 Quadratmetern. Das bedeutet ein Plus von zwölf Prozent gegenüber dem Vorjahr. Besonders positiv: die Entwicklung in der reinen Vermietungsleistung. Insgesamt 145 neu abgeschlossene Mietverträge mit einer Gesamtsumme von 451.800 Quadratmeter hat das Analysehaus für 2019 registriert. Das ist ein satter Anstieg um 40 Prozent binnen Jahresfrist – und ebenso ein neuer Rekord. Deutschlandweit gehört Berlin damit mit der Region Leipzig zu den „derzeitigen Performern unter den Logistikregionen“, heißt es.

Der Anteil an Deals mit Großflächen sank von 50 auf 26 Prozent (122.400 Quadratmeter). Im kleinteiligen Segment erhöhte sich der Umsatzanteil hingegen  auf 28 Prozent (rund 130.700 Quadratmeter). Stark nachgefragt sind vor allem die südlichen Berliner Teilmärkte im Bereich des Flughafenumfelds, der südliche Stadtteil (15 Prozent) sowie das Umland (35 Prozent) innerhalb der Ringautobahn A10. Die Spitzenmieten stiegen in einigen Teilen des Berliner Stadtgebietes auf 6,90 Euro je Quadratmeter für Logistikflächen ab 3.000 Quadratmeter.  Für den Gesamtmarkt (inklusive Umland) zeigt sich die Spitzenmiete derzeit bei 6,10 Euro pro Quadratmeter, was einem Anstieg um 40 Cent im Laufe der vergangenen zwölf Monate entspricht. Die Durchschnittsmiete liegt bei 5,10 Euro pro Quadratmeter. Angesichts der derzeitigen Angebotslage gehen wir davon aus, dass sich dieses Jahr durchaus auf einem ähnlichen Niveau wie 2019 entwickeln wird“, so Endre Rebák, Head of Industrial & Logistics bei Colliers International in Berlin.


Deutsche Investment kauft für 100 Millionen 472 Wohn- und Gewerbeeinheiten

30.01.2020: Die Deutsche Investment Kapitalverwaltungsgesellschaft mbH hat für ein Investitionsvolumen in Höhe von rund 100 Millionen Euro verschiedene Objekte in ihren Kernmärkten Berlin und Hamburg erworben: Von einem Family Office wurde ein Wohnportfolio mit zehn Objekten in Berlin und einem in Hamburg zu einem Kaufpreis von rund 76,5 Millionen Euro erworben. Hinzu kommen vier weitere Wohnhäuser in Berlin, die von privaten Investoren zu Kaufpreisen von insgesamt rund 23,5 Millionen Euro erworben wurden. Die Objekte verfügen insgesamt über 472 Wohn- und Gewerbeeinheiten.


JLL: Mietpreisanstieg in Berlin schwächt sich ab

28.01.2020: In Berlin sind die mittleren Angebotsmieten im zweiten Halbjahr 2019 im Jahresvergleich um 4,1 Prozent auf 12,55 Euro je Quadratmeter angestiegen. Im Vergleich zu 2018 (plus 8,6 Prozent) sowie auf Fünfjahressicht (plus acht Prozent) hat sich die Mietpreisentwicklung in der Hauptstadt damit aber deutlich abgeschwächt. Das geht aus einer neuen Analyse des Immobiliendienstleisters Jones Lang LaSalle (JLL) hervor. „Inwieweit dies auf den Mietendeckel zurückzuführen ist, wird sich erst im Laufe des Jahres 2020 zeigen“, sagt Roman Heidrich, Lead Director Residential Valuation Advisory JLL Berlin. Allerdings: Die aktuelle Debatte führe bereits dazu, dass sich die rechtliche Unsicherheit nachhaltig erhöhe und Investitionsanreize am Berliner Mietwohnungsmarkt gehemmt würden. Demnach beobachtet JLL nicht nur eine Verlagerung der Investitionstätigkeiten in andere Städte. Auch einen zunehmenden Stopp von Modernisierungen und Sanierungen hat das Unternehmen festgestellt.

Im Bereich Eigentumswohnungen bilanziert JLL für Berlin ein leicht gedämpftes Wachstum bei den Kaufpreisen. Die mittleren Angebotskaufpreise legten der Beratungsgesellschaft zufolge im zweiten Halbjahr 2019 gegenüber dem Vorjahr um 8,4 Prozent auf rund 4.700 Euro je Quadratmeter zu.


Umfrage: Mehr als 80 Prozent der Mieter achten auf Warm- statt auf Kaltmiete

27.01.2020: Die d.i.i. Gruppe, ein Wiesbadener Wohnungsunternehmen, hat eine repräsentative Umfrage zum Thema Mietnebenkosten bei dem Meinungsforschungsinstitut YouGov im Dezember 2019 in Auftrag gegeben. Hintergrund war, dass sich Statistiken über Mietsteigerungen meist auf die Entwicklung der Kaltmieten beziehen und die Wohnnebenkosten in aller Regel ignoriert werden. Wie die aktuelle Umfrage ergab, beziehen jedoch die Mieter die Höhe der Nebenkosten mehrheitlich mit ein: 82 Prozent der befragten Mieter haben in der Umfrage angegeben, dass sie eher auf die Warmmiete statt auf die Kaltmiete achten würden, wenn sie eine neue Wohnung suchen. Dass es bei vielen Haushalten grundsätzlich Einsparpotenziale gibt, zeigt ein weiteres Ergebnis der YouGov-Umfrage: Knapp die Hälfte der befragten Mieter empfindet die Wohnnebenkosten als zu hoch (33 Prozent) beziehungsweise viel zu hoch (14 Prozent). Darüber hinaus versuchen fast alle Mieter aktiv, ihre Nebenkosten gering zu halten. 83 Prozent der befragten Mieter bejahten die Frage, ob sie selbst darauf achten, in ihrem Haushalt Energie- beziehungsweise Wasserkosten einzusparen, etwa durch Elektrogeräte mit geringerem Energieverbrauch oder die Installation wassersparender Duschköpfe. Neben der Höhe der Nebenkosten sind Transparenz und Glaubwürdigkeit ein wichtiges Thema für viele Mieter. Auf die Frage, ob sie besorgt seien, dass ihr Vermieter ihnen höhere Nebenkosten in Rechnung stellt, als es ihrem tatsächlichen Verbrauch entspricht, antwortete mehr als jeder vierte Mieter (27 Prozent), dass er sich entsprechende Sorgen mache.


Erster M&M'S®-Store in Kontinentaleuropa

24.01.2020: Die Mars Retail Group eröffnet in Berlin den ersten M&M'S-Store in Kontinentaleuropa. Strategisch günstig am beliebten Einkaufsboulevard Kurfürstendamm gelegen, finden Fans und Besucher ab 2021 auf annähernd 3.000 Quadratmetern ein wahres Schokoladenwunderland. Im Inneren des Stores erwartet Markenfans eine faszinierende, kunterbunte Welt mit spannenden Angeboten, Personalisierungsmöglichkeiten, Merchandising-Artikeln, analogen sowie digitalen Installationen und einigen überlebensgroßen Designelementen, darunter die legendäre "Wall of Chocolate". Komplettiert wird das Ensemble von einer Dachterrasse, die einen atemberaubenden Panoramablick über die Stadt bietet. In den nächsten zwei Jahren sollen noch zwei weitere M&M'S-Stores eröffnet werden: Neben dem Berliner Store entstehen die Geschäfte in Minneapolis und Orlando (beide USA). Diese neuen Standorte ergänzen die bereits bestehenden M&M'S-Stores in New York, Las Vegas, London und Shanghai.


PATRIZIA kauft Berlins höchsten Büroturm Treptower

23.01.2020: Die PATRIZIA AG, spezialisiert auf paneuropäische Immobilien-Investments, erwirbt von ARB Investment Partners den Treptower, das mit 125 Metern höchste Bürogebäude in Berlin. Das Gebäude ist 32 Stockwerke hoch und verfügt über 26.000 Quadratmeter Mietfläche, die zu 99 Prozent vermietet sind. Die durchschnittliche Restlaufzeit der Mietverträge beträgt 4,2 Jahre. Der flächenmäßig größte Nutzer unter den insgesamt elf Mietern ist die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben, die Immobiliendienstleistungen für Bundesministerien erbringt. Zu den weiteren Mietern in dem 1998 erbauten Büroturm gehören der Navigationsspezialist TomTom, der IT-Dienstleister Atos und das offene Bankenportal OptioPay.


Dresdner Büromarkt in 2019 mit annähernd 100.000 Quadratmetern Flächenumsatz

22.01.2020: Für den Dresdner Büromarkt wurde 2019 ein Flächenumsatz von gut 98.000 Quadratmetern registriert - rund 10.000 Quadratmeter mehr als 2018. Verantwortlich hierfür sind laut BNP Paribas Real Estate die Bedeutung Dresdens als politisches, wirtschaftliches und wissenschaftliches Zentrum Sachsens sowie steigende Einwohner- und Beschäftigungszahlen und Großansiedlungen (wie zum Beispiel die Großinvestition des Konzerns Bosch). Die steigende Flächennachfrage erstreckt sich über alle Größenklassen und ist auch im kleinteiligen Segment und in Lagen außerhalb des sogenannten „26er Rings“ sehr rege. Die nachfragestärksten Branchen sind die öffentliche Verwaltung mit rund 30 Prozent, gefolgt von den Informations- und Kommunikationstechnologien und den sonstigen Dienstleistungen (15 Prozent). Die Spitzenmiete in den Top-Lagen rund um den Neumarkt und die Prager Straße hat weiter angezogen und liegt mittlerweile bei 15 Euro pro Quadratmeter. Gleiches gilt für die Durchschnittsmiete, die sich für Büroflächen mit Standardausbau aktuell auf rund 9,50 Euro beläuft. Der Leerstandsabbau, der sich aufgrund der guten Nachfrage in den vergangenen zehn Jahren beschleunigt hat, hielt auch im vergangenen Jahr unverändert an. Das Leerstandsvolumen erreicht nur noch 60.000 Quadratmeter, was einer im bundesweiten Vergleich sehr niedrigen Leerstandsquote von nur noch 2,4 Prozent entspricht. 


Magdeburger Denkmalensemble wird neues Leben eingehaucht

22.01.2020: Die AS Unternehmensgruppe Holding – ein Immobilienentwickler und Bestandshalter für Wohnimmobilien aus Berlin – hat ein Denkmalensemble in Magdeburg erworben. Das Ensemble befindet sich im Herzen Magdeburgs. Bei dem Kulturdenkmal handelt es sich um eine imposante Eckbebauung aus der Gründerzeit in zentraler Lage des Stadtteils „Neustadt“. Es steht zurzeit leer und ist unvermietet. Die AS Gruppe wird mehr als vier Millionen Euro investieren, um das gesamte Wohnensemble zu entwickeln und ihm neues Leben einzuhauchen. Es werden, gemäß Projektentwicklung und Planung, voraussichtlich 20 Wohnungen mit einer Gesamtmietfläche von circa 1.500 Quadratmetern entstehen. Das Erdgeschoss soll von Gewerbenutzung auf wohnwirtschaftliche Nutzung umgewandelt und möglichst seniorenfreundlich sowie barrierearm konzeptioniert werden. Noch dieses Jahr sollen die Entkernungsarbeiten beginnen. Danach soll, ebenfalls noch in diesem Jahr, mit der vollständigen und umfassenden denkmalgerechten Kernsanierung begonnen werden. Fertigstellungstermin und damit Bezugsfertigkeit ist für spätestens Dezember 2022 angestrebt.


Trubel um Erfurts Sozialwohnungsquote

20.01.2020: Im Mai 2019 wurde vom Erfurter Stadtrat beschlossen, dass es bei neuen großen Bauvorhaben eine Sozialwohnungsquote von 20 Prozent geben müsse. Eine Angabe der Stadträtin Jana Rötsch von der Wahlgruppe „Mehrwertstadt“ legte Anfang des Jahres 2020 den Verdacht nahe, dass diese Quote bislang kaum Beachtung findet. Nur 25 Sozialwohnungen seien demnach entstanden. Zudem zeichneten sich für die kommenden Jahre gerade einmal 160 neue Sozialwohnungen ab. Bei 4700 geplanten Wohnungen würde die festgeschriebene Quote nicht ansatzweise erreicht werden. Doch wenige Tage später erfolgte Entwarnung. Die Zahlen würden auf einem Missverständnis basieren. Die Stadt Erfurt befände sich mit 800 demnächst entstehenden Sozialwohnungen auf dem besten Wege die Quote zu erfüllen.


Richtfest für Leipziger Wohnprojekt "Lido"

19.01.2020: Ein Richtfest feierte vergangene Woche den Baufortschritt am Wohnbauprojekt „Lido“ (Lindenauer Docks), das von der Townscape-Gruppe und Sassenscheidt in Leipzig entwickelt wird. Das bereits vor Baubeginn an die Hamburger HanseMerkur Grundvermögen AG für einen ihrer offenen Immobilienspezialfonds veräußerte Wohnprojekt am Lindenauer Hafen liegt damit gut im Zeitplan. Die 72 Wohnungen im neuen Leipziger Stadtquartier Lindenauer Hafen werden über zwei bis fünf Zimmer verfügen. Sie sind zwischen 50 und 120 Quadratmeter groß und alle mit einer Loggia oder Terrasse ausgestattet. Das Grundstück umfasst insgesamt fast 4.000 Quadratmeter. Die 72 Wohnungen verteilen sich auf vier Baukörper mit je fünf Stockwerken und einer Gesamtfläche von 6.022 Quadratmetern. Im Untergeschoss finden Fahrradstellplätze und Kellerräume ihren Platz. Die Tiefgarage fasst 61 PKW-Stellplätze. Im ersten Quartal 2021 sollen die Wohnungen bezogen werden können.


Commodus sichert sich 120.000 Quadratmeter auf ehemaligem AEG-Gelände in Berlin

Commodus sichert sich Büroflächen auf AEG-Gelände. Copyright: Commodus Real Estate Capital GmbH17.01.2020: Commodus, Private Equity Investor mit Schwerpunkt Value-Add-Investments im Bereich Büroimmobilien, hat sich mit einem weiteren Ankauf auf dem ehemaligen AEG-Gelände nahe der Brunnenstraße im Zentrum Berlins insgesamt über 120.000 Quadratmeter Bürofläche gesichert. In der Ende des abgelaufenen Jahres erfolgten Transaktion erwarb die Investmentgesellschaft den zweiten Gebäudeteil in der Gustav-Meyer-Allee 3 mit rund 60.000 Quadratmetern Mietfläche sowie einem Parkhaus mit 1.640 Stellplätzen. Möglich wurde der Ankauf der Ende der 1980er-Jahre fertiggestellten Immobilie durch die mehrheitliche Übernahme der Anteile eines geschlossenen Publikumsfonds. Den ersten Gebäudeteil mit ebenfalls rund 60.000 Quadratmetern Mietfläche erwarb Commodus bereits im Jahr 2018. Beide Gebäudeteile sind vollvermietet und werden derzeit von demselben Mieter genutzt. 


Bahnhofspassagen in Potsdam verkauft

15.01.2020: Die Anleger des von Wealthcap verwalteten geschlossenen Immobilienfonds H.F.S. 10 haben für einen Verkauf des Einkaufszentrums "Bahnhofspassagen" in Potsdam gestimmt. Laut Thomas Daily geht die 65.055 Quadratmeter große Einzelhandels- und Büroimmobilie vermutlich an Real Estate Venture Capital Deutschland (Revcap). Wealthcap hatte den 168,7 Millionen Euro schweren Deal im Herbst vergangenen Jahres ausgehandelt. Bereits 2018 hatte die Wealthcap die Auflösung des H.F.S. 10 eingeleitet und zwei Objekte (Schloss in Berlin, Behördenzentrum Frankfurt) verkauft. Die Bahnhofspassagen waren das letzte Objekt im Bestand. 


Rohrer Unternehmensgruppe mit Rekordjahr

14.01.2020: In 2019 übertrifft die gesamte Rohrer Firmengruppe mit Dienstleistungs- und Vermittlungshonoraren die Neun-Millionen-Euro-Umsatz-Marke. Die Rohrer Immobilien GmbH (Berlin), unter der Leitung des geschäftsführenden Gesellschafters Corvin Tolle, konnte trotz vieler politisch widriger Umstände, wie dem angekündigten Berliner Mietendeckel, seinen Umsatz des Vorjahres behaupten. In der Hauptstadt ist Rohrer Immobilien seit 1991 erfolgreich tätig. Im Zuge eines Management Buyouts (MBOs) ist die Rohrer Immobilien GmbH (Berlin) von Corvin Tolle übernommen worden und firmiert seit dem 1. Januar unter Tolle Immobilien GmbH. Obendrein gelang es neben der Rohrer Hausverwaltung München, die die 10.000-Einheiten-Grenze zum Jahreswechsel überschritten hat, auch der Rohrer Immobilien GmbH (München) im 100-sten Jahr ihres Bestehens mit 3,4 Millionen Euro einen Rekordumsatz erreicht und damit das beste Ergebnis seit fünf Jahren zu erzielen.  


Berlins Gewerbeimmobilien mit Rekordumsatz von über zwölf Milliarden

14.01.2020: Die Investments auf dem Berliner Gewerbeimmobilienmarkt durchbrachen 2019 die Zehn-Milliarden-Euro-Schranke. Die Messung zum Jahresende ergab nach Angaben von Colliers International satte 12,2 Milliarden Euro Transaktionsvolumen - ganze 50 Prozent oberhalb des bisherigen Rekordjahrs 2015 beziehungsweise das 2,5-Fache des Zehnjahresdurchschnitts. Eine Ursache war ein regelrechter Run auf Berliner Büroobjekte, der einen Anteil von 79 Prozent am Transaktionsvolumen (knapp 9,7 Milliarden Euro) zeitigte. Auffällig war auch 2019 eine große Nachfrage, die auf ein begrenztes Angebot traf und Quadratmeterpreise von mehr als 10.000 Euro möglich machte.

Die anhaltend hohe Nachfrage trieb zugleich die Renditekompression voran. So sank die Spitzenanfangsrendite für Büroobjekte auf nunmehr 2,9 Prozent brutto und zeigt in der Tendenz weiter nach unten. Gleiches gilt für Investitionen in Logistikobjekte, die gegenüber dem Vorjahr 30 Basispunkte auf nun 4,2 Prozent Bruttoanfangsrendite verloren. Einzelhandelsinvestitionen im Highstreet-Segment stehen aktuell bei 3,1 Prozent – zehn Basispunkte unterhalb des Vorjahreswertes. Damit büßen Immobilieninvestments einen Teil ihrer Gewinnerwartungen ein. Für 2020 rechnet Colliers mit einem starken Jahr: Die Niedrigzinspolitik wird fortgesetzt, auslaufende Bundesanleihen erhöhen den Anlagedruck, für die kommenden Jahre sind mehr neue Büros denn je projektiert, Berlin konnte seine Position als IT-Standort ausbauen und behält seine Anziehungskraft auf namhafte Unternehmen.


US-Investor kauft Berliner Büroimmobilien

14.01.2020:  HighBrook Investors (HighBrook), eine amerikanische Immobilien-Private-Equity-Gesellschaft, hat im November und Dezember 2019 zwei Büroimmobilien in Berlin Mitte erworben. Zum einen ein monumentales Bürogebäude aus dem frühen 20. Jahrhundert in der Littenstraße 109 mit einer Grundfläche von 10.000 Quadratmetern. Zum anderen eine Loft-Büroimmobilie im Stadtteil Moabit mit einer Nutzfläche von über 4.000 Quadratmetern. HighBrook erwarb 2019 in Berlin insgesamt vier Immobilien im Wert von 200 Millionen Euro. Diese Büroimmobilien mit Wertschöpfungspotenzial wurden im Auftrag von HighBrooks drittem Fonds, dem HighBrook Property Fund III, erworben. Der Fonds investiert hauptsächlich in gewerblich genutzte Immobilien mit Schwerpunkt Büro und ist derzeit am aktivsten in Amsterdam und Berlin.


CENTERSCAPE kauft Nahversorgungscenter mit Edeka-Markt in Erkner bei Berlin 

10.01.2020: CENTERSCAPE hat die vollvermietete Gewerbeimmobilie von der Dr. Ritter Finanz GmbH (Ltd.) und der Unternehmensgruppe Schenk erworben. Beide Unternehmen haben die Immobilie in enger Kooperation gemeinsam entwickelt und erstellt. Über den Kaufpreis wurde Stillschweigen vereinbart. Bei dem in Erkner bei Berlin erworbenen Objekt handelt es sich um einen zweigeschossigen und in 2019 fertiggestellten Neubau. Langfristige Mieter dieser Liegenschaft mit 175 Parkplätzen und insgesamt über 5.700 Quadratmetern Mietfläche sind ein EDEKA-Center, der Landkreis Oder-Spree sowie eine Apotheke.


Innerstädtisches Büro- und Geschäftshaus in Magdeburg verkauft

Das Büro- und Geschäftshaus Hasselbachplatz 3 in Magdeburg. Copyright: Compass Investment GmbH10.01.2020: Die auf Immobilienanlagen für institutionelle und sehr vermögende private Investoren spezialisierte CORESIS Management GmbH erwirbt das Büro- und Geschäftshaus Hasselbachplatz 3 in Magdeburg. Der denkmalgeschützte, markante Neubau verfügt über etwa 3.500 Quadratmeter Mietfläche und befindet sich in der südlichen Innenstadt, direkt am sternförmig angelegten Hasselbachplatz. Verkäuferin ist die Stadtsparkasse Magdeburg, die bereits langjährig am Standort präsent ist und Hauptmieterin bleiben will. Das Objekt verfügt über einen Mietermix aus regionalen und internationalen Dienstleistern.


Steintor-Portfolio in Halle verkauft

09.01.2020: Das aus 14 Wohn- und Geschäftshäusern bestehende Steintor-Portfolio in Halle wurde verkauft: Die Hamburger Exporo AG erwarb die Objekte von einem Berliner Family Office. Über den Kaufpreis wurde Stillschweigen vereinbart. Die 14 Liegenschaften mit 122 Wohn- und vier Gewerbeeinheiten sowie einer Mietfläche von gut 8.300 Quadratmetern wurden alle um 1900 erbaut und in den 90-er Jahren saniert. Sie verteilen sich auf die Hallenser Stadtteile Zentrum, Südliche Innenstadt und Paulusviertel.


Neuer Bürocampus mit Hotel am Berliner Flughafen BER

08.01.2020: Der Projektentwickler Alfons & Alfreda aus Düsseldorf wird einen rund 50.000 Quadratmeter großen Bürocampus mit Business Hotel mit etwa 230 Millionen Euro Projektvolumen am neuen Berliner Flughafen BER entwickeln. Alfons & Alfreda hatte bereits im Juni das über 35.000 Quadratmeter große Grundstück in unmittelbarer Nähe zum BER und direkter Umgebung zum S-Bahnhof Schönefeld-Waßmannsdorf gekauft. Als Generalplaner ist das in Düsseldorf ansässige Architekturbüro Phase 5 beauftrag worden. Das Projekt wird im Joint Venture mit der aamundo Immobilien Gruppe aus Frankfurt, und dem Investmentkonsortium um die Family Offices Fontas und Mogk GmbH & Co. KG aus Nürnberg durchgeführt. Der Vermarktungsstart ist für das zweite Quartal 2020 avisiert.


Deutsche Konsum kauft Einkaufszentrum in Grimma

07.01.2020: Die Deutsche Konsum REIT-AG hat mit notarieller Beurkundung Ende Dezember 2019 das Nahversorgungszentrum "PEP" in Grimma (Sachsen) erworben. Das PEP verfügt über eine Mietfläche von rund 15.500 Quadratmetern in bester Fachmarktlage und ist bereits seit Jahrzehnten fest am Standort etabliert. Zu den Hauptmietern zählen unter anderem Kaufland, NKD, Rossmann und Pfennigpfeiffer sowie viele andere Geschäfte des täglichen Bedarfs. Die durchschnittliche Restmietlaufzeit beträgt derzeit rund 3,7 Jahre und die aktuelle Jahresmiete beträgt 1,6 Millionen Euro bei einem Leerstand von 11 Prozent.


HOWOGE erweitert Bestand 2019 um rund 1.700 Wohnungen

06.01.2020: Die landeseigene HOWOGE Wohnungsbaugesellschaft mbH setzt ihr Wachstum auch im Jahr 2019 konsequent fort. Durch Neubau und Ankauf hat das Berliner Unternehmen seinen Wohnungsbestand 2019 um rund 1.700 Wohnungen erweitert. Das wurde mittels acht Neubauprojekten mit insgesamt 1.092 Wohnungen und vier Bestandsankäufen mit 601 Wohnungen realisiert.

Bereits im ersten Halbjahr 2020 sollen durch die Fertigstellung von knapp 400 Wohnungen im Neubau sowie bereits beurkundeten Ankäufen rund 1.000 weitere Wohnungen hinzukommen. Aktuell liegt der Bestand der HOWOGE bei insgesamt 62.261 Wohnungen. Seit Start der Neubauoffensive im Jahr 2013 hat die HOWOGE ihren Bestand durch Neubau und Ankauf um 18 Prozent (rund 9.400 Wohnungen) erhöht.


Thüringer Wohnungsbauprogramme 2019 stark nachgefragt

03.01.2020: Die Nachfrage nach Wohnungsbaufördermitteln hat 2019 in Thüringen in fast allen Förderprogrammen deutlich zugenommen.  „Vor allem das Barrierereduzierungsprogramm zum Umbau von Wohnungen in barriereärmeren, behinderten- und altengerechten Wohnraum erfreut sich auch 2019 großer Beliebtheit“, so Thüringens Infrastrukturminister Prof. Dr. Benjamin-Immanuel Hoff. Statt der ursprünglich geplanten fünf Millionen Euro hat das Land insgesamt 13,5 Millionen Euro für insgesamt 112 Vorhaben mit 1.706 barrierereduzierten Wohnungen bereit gestellt.

Gut nachgefragt wurde auch das Innenstadtstabilisierungsprogramm (ISSP) zum Mietwohnungsneubau. Hier lag der Bewilligungsrahmen 2019 erst bei 26 Millionen Euro plus einem Baukostenzuschuss von 2,5 Millionen Euro. Um die Nachfrage bedienen zu können, wurden die Mittel auf 42 Millionen Euro zuzüglich fünf Millionen Euro Baukostenzuschuss erhöht, hieß es. Damit wurden im letzten Jahr insgesamt zehn Vorhaben mit 383 Wohnungen gefördert.

Unterstützung bot der Freistaat darüber hinaus für die Modernisierung von Eigenheimen über einen Sanierungsbonus und das Familienbaudarlehen. 2019 seien so 331 Vorhaben unterstützt und das Fördervolumen von vier auf sieben Millionen Euro erhöht worden, so Minister Hoff. Im Ganzen stellte Thüringens Regierung im letzten Jahr für den sozialen Wohnungsbau mehr als 70 Millionen Euro zur Verfügung.

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