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ALBA will weiter expandieren

Nils-Peter Petersen, Geschäftsführer der ALBA Facility Solutions GmbH, setzt auf Verlässlichkeit, transparente Prozesse und eigene Mitarbeiter.

Nils-Peter Petersen, Geschäftsführer der ALBA Facility Solutions GmbH, setzt auf Verlässlichkeit, transparente Prozesse und eigene Mitarbeiter. Nils-Peter Petersen (Quelle: ALBA).
Von REDAKTION IMMOBILIEN AKTUELL MAGAZIN / IVETTE WAGNER, 18.11.2019

Whitepaper gibt es eine Menge zu diesem Thema. Unter anderem von Lünendonk & Hossenfelder, die digitalisiertes Facility Management immer wieder in den Fokus nehmen. Auf die Frage, ob Digitalisierung tatsächlich der größte Trend im Bereich Facility Management sei, antwortet Nils-Peter Petersen, Geschäftsführer der ALBA Facility Solutions GmbH, mit einem klaren „Ja“. In fast allen Gesprächen werde er auf BIM angesprochen. Über dessen Verwendung werden beispielsweise Daten für die Vermietung, für die Erstellung von Grundrissen, die oft nicht vorliegen, gewonnen. „Es gibt im Bereich Digitalisierung keine für alle geltenden Standards. Wir nutzen die Möglichkeiten der Digitalisierung zur Gestaltung unserer Lösungen für Kunden und zur Optimierung interner Abläufe. Bei uns ist es deshalb eine Frage des Business Developments mit diesem Ansatz eine nachhaltige Bewirtschaftung sicherzustellen.“ Dank pauschalierter Vertrags-Modelle hat ALBA eine breite Datengrundlage. „Wenn uns also jemand 1.000 Wohnungen unter Vertrag gibt, die in einem bestimmten Zeitraum gebaut wurden, können wir aufgrund der Datensammlung sehr genau auf die einzelnen Gewerke kalkulieren und die Investitionsstrategie unserer Kunden gezielt unterstützen.“

ALBA setzt auf neues Organisationsmodell

Ein weiteres Spezialgebiet von ALBA ist die Leerwohnungsmodernisierung. „Das bekommt aufgrund der politischen Dimension zum jetzigen Zeitpunkt gerade in Berlin große Bedeutung“, so Nils-Peter Petersen. Die Rechnung dabei ist einfach: kein Mieter, kein monatliches Salär. Das stellt zugleich ein schlagkräftiges Argument dar, um einen effizienten Prozess zu installieren, der Schnittstellen mit den Eigentümern beinhaltet. Zudem hat das Unternehmen sich intern strukturiert. „Wir agieren mit kleinen Teams in lose gekoppelten Einheiten.“ Dadurch wurde viel Verantwortung dezentralisiert und an die Teams abgegeben. In das neue Organisationsmodell integrierte ALBA ein selbst programmiertes ERP-System. Dieses ermöglicht, Aufträge mobil zu erteilen und zurückzuverfolgen. Zudem kann der Kunde darüber den Leistungsstatus abfragen. „Wir sind transparenter geworden“, sagt Nils-Peter Petersen. „Wir haben außerdem einen strukturierten Strategieprozess abgeschlossen, hinter dem ein Zeithorizont von fünf Jahren, also bis 2025, steckt.“

Das Unternehmen will für „Verlässlichkeit in Einklang mit gesundem Wachstum in für uns relevanten Märkten“ stehen. Dafür müssten Promise and Deliver zwingend Teil aller Überlegungen sein. Fünf Metropolregionen sind derzeit für die ALBA Facility Solutions GmbH relevant: Berlin und Brandenburg, der sächsische Triangel mit Dresden, Leipzig und Chemnitz, das Rhein-Main-Neckar-Gebiet, Nordrhein-Westfalen, Hamburg mit Umgebung, also mit Städten wie Bremen und Kiel. Es gibt ein Standortnetz, unter anderem mit einer Niederlassung in Dresden. „Von dort betreuen wir auch Kunden in Erfurt und Jena.“ Entlang der A4-Achse kommen kleinere Städte für weitere Aufträge in Frage.

Outsourcingpartner ALBA

Mieterzufriedenheit ist ein ebenfalls relevantes Thema bei fast allen Kunden – als relevante Größe, auch bei der Bewertung von Immobilien. „Zufriedenheit stellt sich immer dann ein, wenn alles funktioniert oder Fehler schnell, problemlos und ohne Aufwand für den Mieter gelöst werden.“ Hier sieht sich ALBA als Outsourcingpartner. Das beginne damit, dass der Mieter direkten Kontakt mit dem ALBA Call-Center hat und damit zeitnah gehandelt werden kann. Um das umsetzen zu können, bedarf es qualifizierter Arbeitskräfte, die nicht nur ALBA sucht. Grundlage sind langfristige Verträge, Mindestlaufzeit: fünf Jahre. „Damit können wir Personal an uns binden.“ Die Eigenleistungsquote liegt bei ALBA bei 85 Prozent, um die Geschwindigkeit und eben die Mieterzufriedenheit zu garantieren. „Wenn wir erst noch die Steuerung von Subunternehmen übernehmen würden, könnten wir die Zeit-Anforderungen nicht mehr erfüllen“, so Nils-Peter Petersen.

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