Dresdner Büromarkt verzeichnet sinkende Flächenumsätze

Dresdner Büromarkt verzeichnet sinkende Flächenumsätze

Dresdner Büromarkt verzeichnet sinkende Flächenumsätze
Aengevelt Research hat die Kennzahlen des ersten Halbjahres auf dem Dresdner Büromarkt analysiert. Copyright: Andreas auf Pixabay

Nach Analysen von Aengevelt Research erzielte der Büromarkt Dresden im ersten Halbjahr 2023 einen Büroflächenumsatz von rund 23.800 Quadratmetern. Damit sank er im Vergleich zum entsprechenden Vorjahreszeitraum (28.000 Quadratmeter) um 15 Prozent und liegt zudem deutlich unter dem Dekadenmittel (Durschnitt des ersten Halbjahres 2013 bis 2022: etwa 31.500 Quadratmeter). Derweil ziehen die Spitzenmieten in der sächsischen Landeshauptstadt an. Hier erfahren Sie, wie sehr ...

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Die Umsätze der Büroflächen verteilen sich folgendermaßen auf die einzelnen Quartale: Das erste Quartal fiel im Vergleich zum Vorjahreszeitpunkt mit 9.000 Quadratmetern etwas schwächer aus (erstes Quartal 2022: 10.000 Quadratmeter). Das zweite Quartal blieb mit einem Umsatz von 14.800 Quadratmetern ebenfalls unter dem Vergleichswert des Vorjahres (18.000 Quadratmeter) und verfehlt auch das Dekadenmittel (Durchschnitt zweites Quartal 2013 bis 2022: 16.400 Quadratmeter).

Da das Markgeschehen am Dresdener Büromarkt synchron zu anderen Bürostandorten in der zweiten Jahreshälfte (Durchschnitt zweites Halbjahr 2013 bis 2022: 61.200 Quadratmeter pro Jahr) traditionell stärker ausfällt, prognostiziert Aengevelt Research für das Gesamtjahr 2023 einen Büroflächenumsatz um 70.000 Quadratmetern. Dennoch liegt dieser Wert deutlich sowohl unter dem Vorjahrsergebnis (85.000 Quadratmeter) als auch deutlich unter dem Niveau des Dekadenmittels (Durchschnitt 2013 bis 2022: etwa 92.700 Quadratmeter pro Jahr).

Absinken der Angebotsreserve auf Dresdner Büromarkt gestoppt

In den letzten anderthalb Jahrzehnten ist die kurzfristig verfügbare Angebotsreserve (bezugsfähig innerhalb von drei Monaten) nahezu kontinuierlich gesunken. Dieser Trend wurde gestoppt: Gegenüber dem Vorjahrszeitpunkt (Ende Juni 2022: 74.000 Quadratmeter) stieg die Angebotsreserve moderat auf 87.000 Quadratmeter Ende Juni 2023 an. Die Leerstandsquote hat sich entsprechend binnen eines Jahres bei einem Büroflächenbestand von aktuell rund 2,6 Millionen Quadratmetern von 2,8 auf 3,3 Prozent erhöht. Bis Ende 2023 prognostiziert Aengevelt Research allerdings wieder ein leichtes Absinken der Angebotsreserve auf etwa 85.000 Quadratmeter.

Büroflächenfertigstellung sinkt

Analog zu anderen Städten sind auch in Dresden die aktuellen Fertigstellungszahlen aufgrund des Zinsanstieges geringer: Im bisherigen Jahresverlauf 2023 wurden erst 10.000 Quadratmeter fertiggestellt, was einem Rückgang um 55 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum (22.000 Quadratmeter) entspricht. Das langjährige durchschnittliche Gesamtvolumen wurde in der ersten Jahreshälfte 2023 ebenfalls deutlich verpasst (Durchschnitt 2013 bis 2022: etwa 26.600 Quadratmeter pro Jahr). Bis zum Jahresende 2023 geht Aengevelt von einem Fertigstellungsvolumen von insgesamt 20.000 Quadratmetern aus. Davon ist rund ein Drittel zu Jahresbeginn bereits vermarktet gewesen.

Mietpreisniveau auf Büromarkt in Dresden zeiht an

Die gewichtete Spitzenmiete hat sich binnen Jahresfrist deutlich um zwölf Prozent von 16,70 auf 18,70 Euro pro Quadratmeter erhöht. Die mittlere Miete in Citylagen stieg auf 15,50 Euro pro Quadratmeter (Ende Juni 2022: 15,00 Euro pro Quadratmeter). Bis Ende 2023 prognostizieren die Analysten von Aengevelt Research eine stabile Mietpreisentwicklung.

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