Rekordinvestition: Infineon plant weitere Chipfabrik in Dresden

Rekordinvestition: Infineon plant weitere Chipfabrik in Dresden

Rekordinvestition: Infineon plant weitere Chipfabrik in Dresden
Die Visualisierung zeigt das neue geplante Chipwerk ganz rechts im Bild, links daneben die schon existierenden Fabriken. Copyright: Infineon.

Der Halbleiterkonzern Infineon hat die größte Einzelinvestition der Firmengeschichte angekündigt. Fünf Milliarden Euro sollen in den Ausbau der Fertigungskapazitäten in der Landeshauptstadt fließen – dafür müssen allerdings Land, Bund und EU mitspielen.

Immobileros

Die Geschäfte bei Infineon brummen: Nach einem deutlichen Anstieg bei Gewinn und Umsatz hat der deutsche Chipgigant nicht nur seine Ziele nach oben korrigiert, sondern auch ein neues Halbleiterwerk in Dresden angekündigt. Fünf Milliarden Euro soll das Projekt kosten, was der bislang größten Einzelinvestition des Unternehmens entspräche.

Fabrikneubau als Wachstumsbeschleuniger

„Dekarbonisierung und Digitalisierung sorgen für strukturell steigenden Halbleiterbedarf“, sagte Jochen Hanebeck, Vorstandsvorsitzender von Infineon. Mit der geplanten Investition in ein neues Werk setze man die eigene Strategie weiter konsequent um und verbreitere die Basis für einen „beschleunigten profitablen“ Wachstumskurs.

Unter dem Strich setzte der DAX-Konzern im vergangenen Geschäftsjahr 14,2 Milliarden Euro um (plus 29 Prozent). Der Gewinn stieg um 86 Prozent auf 2,2 Milliarden Euro. Beides sind Rekordwerte. Künftig soll das jährliche Wachstum bei zehn Prozent liegen, so die neue mittelfristige Prognose (bislang neun Prozent). 

Raum für 1.000 neue Arbeitsplätze

Nach aktueller Planung wird das neue Dresdner Werk ab dem nächsten Jahr direkt neben dem bestehenden errichtet. Voraussetzung ist jedoch eine „angemessene öffentliche Förderung“, wie Infineon mitgeteilt hat. Bis Herbst 2026 könnte der Neubau mit rund 1.000 Arbeitsplätzen produktionsbereit sein, bei voller Auslastung soll er für einen jährlichen Umsatz von bis zu fünf Milliarden Euro sorgen.

Landes- und Kommunalpolitik erfreut über Standortstärkung

Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer sagte zu den Investitionsplänen: „Infineon stärkt den Wirtschaftsstandort Dresden. Diese fünf Milliarden sind ein Zukunftsversprechen und bedeuten für viele Menschen sehr gute Arbeitsplätze.“ Mikroelektronik sei die Schlüsseltechnologie. Sachsen habe über Jahrzehnte diese Zukunftsindustrie durch Investitionen in die Wissenschaft gefördert.

Auch der sächsische Wirtschaftsminister Martin Dulig begrüßte „dieses klare Bekenntnis von Infineon zum Standort Dresden“, der dadurch nachhaltig gestärkt werde. „Die Staatsregierung wird sich nun gemeinsam mit der Bundesregierung dafür einsetzen, dass die für die Investition benötigte Förderung über den europäischen Chips-Act auch erfolgen kann."

Dresdens Oberbürgermeister Dirk Hilbert reagiert mit Zuversicht und Stolz: „Unverkennbar ist der Mikroelektronikstandort Dresden weiter im Auftrieb.“ Das „außergewöhnlich gute“ Zusammenspiel von Unternehmen, Instituten und Startups sowie Verwaltung und Politik mache die Elbmetropole zu „einem der führenden Hochtechnologiestandorte Europas“.

Für Dresden ist es schon die zweite Großinvestition in diesem Jahr. Im Sommer hatte Bosch bekanntgegeben, rund 250 Millionen Euro in seine erst im Vorjahr eröffnete Anlage in der Landeshauptstadt zu investieren.

Immobilienpreise in Dresden: Stabile Umsätze bei steigenden Preisen im ersten Halbjahr 2022: Der Gutachterausschuss für Grundstückswerte Dresden hat den Immobilienmarkt im ersten Halbjahr 2022 analysiert und veröffentlicht nun die Zahlen in seinem Halbjahresbericht.
Mitteldeutschland / Sachsen / Dresden

Immobilienpreise in Dresden: Stabile Umsätze bei steigenden Preisen im ersten Halbjahr 2022

Fernsehturm Dresden: Die Planungsphase hat begonnen: Auf dem Weg zur Wiedereröffnung des seit 1991 für die Öffentlichkeit gesperrten Dresdner Fernsehturms ist der nächste Meilenstein erreicht. Nachdem die Grundlagen zur Bereitstellung der Fördergelder geklärt sind, ist nun der Start in die Planungsphase erf
Mitteldeutschland / Sachsen / Dresden

Fernsehturm Dresden: Die Planungsphase hat begonnen

Hotel am Terrassenufer in Dresden: Neupositionierung und Refurbishment geplant: REVITALIS steigt als Partner in das umstrittene Projekt ein. Ziel ist nun die energetische Sanierung sowie die Nutzung für die Öffentlichkeit.
Mitteldeutschland / Sachsen / Dresden

Hotel am Terrassenufer in Dresden: Neupositionierung und Refurbishment geplant