Fernsehturm Dresden: Die Planungsphase hat begonnen

Fernsehturm Dresden: Die Planungsphase hat begonnen

Fernsehturm Dresden: Die Planungsphase hat begonnen
Der Fernsehturm Dresden am Wachwitzer Elbhang wird neu belebt. Copyright: Deutsche Funkturm GmbH

Auf dem Weg zur Wiedereröffnung des seit 1991 für die Öffentlichkeit gesperrten Dresdner Fernsehturms ist der nächste Meilenstein erreicht. Nachdem die Grundlagen zur Bereitstellung der Fördergelder geklärt sind, ist nun der Start in die Planungsphase erfolgt.

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Der nächste Schritt zur Revitalisierung des Dresdner Fernsehturms ist gemacht. Die Stadt Dresden, der Freistaat Sachsen, der Bund und die Deutsche Funkturm GmbH als Eigentümerin des Towers haben die Grundlagen zur Bereitstellung der Projektförderung geklärt und damit den Weg frei gemacht für den Start in die Planungsphase. Die Deutsche Funkturm hat bereits das in Dresden ansässige Büro HPM Henkel Projektmanagement GmbH mit dem Vergabeverfahren zur Auswahl eines Projektsteuerers und eines Generalplaners beauftragt.

„Der Einstieg in die Planungsphase ist der nächste Meilenstein auf dem Weg zur Wiedereröffnung des Dresdner Fernsehturms“, erklärt Bruno Jacobfeuerborn, Geschäftsführer Deutsche Funkturm. Sein Unternehmen werde in enger Zusammenarbeit mit Bund, Freistaat, Landeshauptstadt und der Fernsehturm Dresden GmbH als künftigem Betreiber dafür sorgen, dass Dresdens wichtigster Medienstandort seine Türen wieder für Besucherinnen und Besucher öffnet.

Dresdner Fernsehturm: Wiedereröffnung ist Herzensangelegenheit aller Dresdner

Oberbürgermeister Dirk Hilbert bezeichnete die Wiederbelebung des Fernsehturms als „eine Herzensangelegenheit der Dresdnerinnen und Dresdner und für mich persönlich“. In den zurückliegenden Jahren seien wichtige Eckpfeiler zur Wiedereröffnung dieses „faszinierenden Wahrzeichens unserer wunderbaren Stadt“ gesetzt worden. Gemeinsam mit dem Betreiber würden nun die Planungen zur Umsetzung erarbeitet, so Hilbert.

Parallel zur Revitalisierungsplanung hat der Dresdner Stadtrat beschlossen, einen Fördermittelantrag zur Einwerbung von Städtebaufördermitteln für die Ortslage Pappritz zu stellen. Außerdem soll das Verkehrs- und Mobilitätskonzept zur Erschließung des Fernsehturms so fortgeschrieben werden, dass es sowohl den Belangen des zukünftigen Betreibers als auch denen der Bürgerinnen und Bürger vor Ort Rechnung trägt. Nach Fertigstellung des Konzepts ist eine Einwohnerversammlung geplant.

Großes öffentliches Interesse an künftigem Nutzungskonzept

Lars Knüpfer, einer der beiden Geschäftsführer der Fernsehturm Dresden GmbH, ist froh, dass nun die nächsten Schritte zur Wiederbelebung des Fernsehturms eingeleitet worden sind. „In der Planungsphase wollen wir die Projektbeteiligten sowohl mit unseren Ideen und Ansätzen für das zukünftige Nutzungskonzept als auch mit unserem touristischen Know-how unterstützen.“ Er erhalte bereits viele Anfragen hierzu, könne aber zu den konkreten Baumaßnahmen keine Auskunft geben. Das große öffentliche Interesse zeige jedoch, wie stark der Fernsehturm in der Bevölkerung verankert ist.

Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer verwies ebenfalls auf die Bedeutung des Fernsehturms für viele Menschen in Dresden und weit darüber hinaus. Dieses besondere Bauwerk sei „für viele ein Stück Heimat, verbunden mit Erinnerungen und Geschichten. Deshalb freue ich mich, dass es nun mit der Planung losgeht.“

Der Bund übernimmt die Hälfte der Kosten

Insgesamt soll die Wiederbelebung des Dresdner Fernsehturms 25,6 Millionen Euro kosten. Der Bund steuert mit 12,8 Millionen Euro die Hälfte zu dem Projekt bei. Die andere Hälfte stellen der Freistaat Sachsen und die Landeshauptstadt Dresden zu gleichen Teilen von je 6,4 Millionen Euro. Die Deutsche Funkturm will in den Innenausbau ebenfalls einen Millionenbetrag investieren.

Der Dresdner Fernsehturm war 1969 eröffnet worden. Er ist mit seinen 252 Metern Höhe der neuntgrößte Fernseh- und Fernmeldeturm in Deutschland. Das einem Sektglas nachempfundene Bauwerk auf den Elbhängen des Stadtteils Wachwitz steht mit seinem Fuß gut 120 Meter über dem Elbtal, seine Spitze überragt den Elbepegel um 373 Meter. Wegen seiner markanten Form und der Sichtbarkeit über große Entfernungen gilt der Fernsehturm als ein Wahrzeichen von Dresden. Er besaß ein zweistöckiges Café in 145 Metern Höhe und eine noch drei Meter darüberliegende offene Aussichtsplattform. Beide lockten jährlich rund 200.000 Besucher an. Ende 1991 wurde der Turm für die Öffentlichkeit geschlossen und nach Renovierung durch die Deutsche Telekom ausschließlich als Sendeturm für Fernsehen, Rundfunk und Mobilfunk genutzt.

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