GETEC IMMOBILIEN baut neues Hotel in Dessau

GETEC IMMOBILIEN baut neues Hotel in Dessau

GETEC IMMOBILIEN baut neues Hotel in Dessau
Getec Immobilien errichtet ein neues Hotel in Dessau-Roßlau, dass von der Kette B&B betrieben werden soll. Quelle: Getec Immobilien

Der Immobilienentwickler GETEC IMMOBILIEN aus Hannover errichtet bis Ende 2023 einen Neubau mit 106 Zimmern in der Bauhaus-Stadt. Betreiber wird die Budget-Hotel-Kette B&B. Steigende Baumaterialpreise und die allgemeine Corona-Lage können den Entwickler nicht schrecken.

Die Corona-Krise hat die Hotel-Branche hart getroffen. Das gilt auch für die Bauhaus-Stadt Dessau-Roßlau. Die Zahl der Übernachtungen ging im Vorjahr um knapp die Hälfte (47 Prozent) auf rund 134.800 zurück. Und auch in diesem Jahr wird die Gästezahl aufgrund des langen Lockdowns zum Jahresanfang kaum höher liegen. Dass die Touristen und Geschäftsleute aber zurückkehren, davon ist der Immobilienentwickler GETEC IMMOBILIEN überzeugt. Anfang 2022 will das Unternehmen mit Hauptsitz in Hannover am Dessauer Schlossplatz mit dem Bau eines neuen Hotels beginnen.

Hotel-Neubau in Dessau Roßlau mit Signalwirkung für Corona-gebeutelten Hotelmarkt

Geplant sei die Errichtung eines modernen, vierstöckigen Neubaus mit 106 Zimmern und einem Restaurant, sagt Steffen Schmidt, Leiter der GETEC-Konzernentwicklung, gegenüber IMMOBILIEN AKTUELL. Er rechnet mit einer Bauzeit von rund 15 Monaten. Betreiben soll das Hotel die französische Hotelkette B&B, die in Deutschland nach eigenen Angaben bereits 149 sogenannte Budget-Hotels führt. Es handelt sich in der Regel um Drei-Sterne-Häuser, die einen guten Standard und eine moderne Ausstattung besitzen – aber keinen besonderen Service anbieten. In Sachsen-Anhalt betreibt B&B bereits Häuser in Halle und Magdeburg.

Nach Auffassung von Steffen Schmidt passt das Konzept gut zu Dessau: „So ein Projekt muss zur Kaufkraft der Region und deren Gäste passen.“ So profitiere die Stadt touristisch nicht nur vom Bauhaus-Museum, sondern auch von vielen Fahrradtouristen, die auf dem Elberadweg unterwegs seien. Die Hotelpreise für das Doppelzimmer liegen bei B&B bei etwa 50 bis 70 Euro pro Nacht. Ungeachtet der Corona-Krise will die Hotelgruppe in Deutschland weiter jährlich 15 neue Häuser eröffnen.

Corona senkte Investitionsbereitschaft in Hotels

Die Corona-Pandemie hat die Investitionsbereitschaft in neue Hotels in Deutschland zwar gesenkt, aber nicht gestoppt. Im Januar 2020 waren hierzulande noch 718 Hotelprojekte geplant oder im Bau, wie die Beratungsgesellschaft Hotel Consulting des Immobilienmaklers Engel & Völkers ermittelte. Beerdigt wurden davon laut Hotelmarktreport der Consulting-Firma 75 Projekte und 64 weitere auf Eis gelegt. Doch 216 Häuser sind mittlerweile eröffnet, 363 weitere sind noch in Arbeit. „Das Jahr 2020 wird uns als Zeitenwende für die Hotelbranche in Erinnerung bleiben. Die Professionalität und Innovationskraft der Branche stimmt mich aber positiv, dass eine schnelle Markterholung in den nächsten Monaten gelingen kann“, sagt Geschäftsführer Andreas Ewald.

Diesen Optimismus teilt auch Steffen Schmidt: „In diesem Sommer haben wir gesehen, dass Hotels in Urlaubsgebieten wie an der Nord- und Ostseeküste bereits wieder sehr gut gebucht waren.“ Bei den Geschäftskunden verlaufe die Erholung langsamer. Die Budget-Hotels würden jedoch immer stärker auch von Geschäftsreisenden genutzt, die früher eher in teureren Hotels übernachteten. GETEC hat einen guten Einblick in die Branche. Das Unternehmen baute unter anderem schon Hotels für Motel Ohne und Ibis in Magdeburg.

Steigende Baumaterialpreise als Herausforderung bei Hotel-Neubau in Dessau-Roßlau

Größte Herausforderung für das Projekt in Dessau-Roßlau sind die steigenden Kosten für Baumaterialien. „Eine Kalkulation sei äußerst schwer“, berichtet Steffen Schmidt. Vor der Corona-Krise habe es von den Baufirmen Preislisten für etwa ein halbes Jahr gegeben. Nun seien es manchmal nur noch zwei Wochen. Die Realisierung des Projektes übernimmt GETEC Building, das die Aufträge an einzelne Baufirmen vergibt. „Wir besitzen ein großes bauliches Know-how, was uns jetzt noch mehr nutzt“, so Steffen Schmidt. Aufgrund der schwankenden Baupreise will GETEC allerding keine Angaben zu den geplanten Investitionskosten machen.

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