Immobilien-Fonds: Nachhaltigkeit im Bestand mit spürbar größerer Rolle

Immobilien-Fonds: Nachhaltigkeit im Bestand mit spürbar größerer Rolle

Immobilien-Fonds: Nachhaltigkeit im Bestand mit spürbar größerer Rolle
Der Publikums-AIF „Wohnimmobilien Deutschland 2“ richtet sich an Privatanleger. Copyright: Tumisu auf Pixabay

Mit dem geschlossenen Publikums-AIF „Wohnimmobilien Deutschland 2“ will d.i.i. Invest Rendite und Nachhaltigkeit verknüpfen und in B-Städten investieren. Karl-Heinz Goedeckemeyer nahm das Vehikel genauer in Augenschein.

Die d.i.i. Investment GmbH hat mit dem dii. Wohnimmobilien Deutschland 2 ihren zweiten geschlossenen Publikums-AIF aufgelegt. „Das Fundraising soll bis zum Sommer 2022 erfolgen“, sagt Frank Wojtalewicz, Vorstand von dii Investment. Das als risikogemischt strukturierte Vehikel richtet sich vornehmlich an Privatanleger und gibt eine Mindestzeichnungssumme von 10.000 Euro vor. Ziel ist es, ein Investitionsvolumen von rund 40 Millionen Euro zu erreichen, wobei der Gesellschaft etwa 20 Millionen Euro zuzüglich bis zu fünf Prozent Ausgabeaufschlag durch Eigenkapital zufließen soll.

Wohnimmobilien Deutschland 2 investiert in Immobilien mit hoher Vermietungsquote

Angestrebt wird eine Rendite (IRR) von sechs bis sieben Prozent, betont Frank Wojtalewicz. Für die Zeichnungsphase erhalten die Gesellschafter eine ergebnisunabhängige Auszahlung in Höhe von zwei Prozent pro Jahr. Die geplante Fondslaufzeit soll am 31. Dezember 2033 enden, wobei eine Verlängerung um insgesamt 24 Monaten durch Gesellschafterbeschluss möglich ist. Der prognostizierte Gesamtmittelrückfluss betrage im Basisszenario 186,9 Prozent – bezogen auf das Eigenkapital ohne Ausgabeaufschlag, vor Steuern.

Nach dem großen Erfolg des ersten geschlossenen Publikumsfonds ist die Gesellschaft positiv gestimmt, mit dem dii. Wohnimmobilien Deutschland 2 ihren Investoren eine Anlagemöglichkeit mit einer attraktiven Rendite und einem hohen Gesamtmittelrückfluss zu ermöglichen. Der Alternative Investmentfonds (AIF) wird schwerpunktmäßig in klassische Wohnimmobilien mit einer hohen Vermietungsquote investieren. Die Objekte sollen sich vorrangig in B-Städten und ausgesuchten Mikrolagen von Metropolen befinden.

Alternativer Investmentfonds der d.i.i. fokussiert auf B-Städte

Der Fokus auf B-Städte liegt darin begründet, dass d.i.i. Investment sich seit dem Start 2006 nur auf B-Städte fokussiert und dass 60 bis 70 Prozent des deutschen Wohnungsbestandes sich in diesem Segment befindet. Die Investments im aktuellen Fonds werden in 30 bis 40 B-Städte in Westdeutschland verteilt, wobei auch Investments in Dresden, Leipzig und Potsdam beabsichtigt sind.

Laut Frank Wojtalewicz hat das mittlere Segment auch in der Finanzkrise kaum gelitten und während des Lockdowns gut funktioniert. Mit knapp 200 Mitarbeitern, davon rund 30 im Asset Management, verfügt das Unternehmen über eine hochwertige Expertise der regionalen Investmentmärkte. Inzwischen hat die d.i.i. Gruppe in mehr als 50 Standorte investiert und einen Bestand von derzeit 12.000 Wohnungen in der Verwaltung. Die Assets under Management haben den Angaben zufolge aktuell einen Wert von circa 2,7 Milliarden Euro.

Investoren erwarten nachhaltige Produkte

Wie der Manager weiter ausführt, sollen die erworbene Bestandsimmobilien energieeffizient und sorgfältig saniert werden, um damit die Nebenkosten für Mieter zu senken und gute Mietverhältnisse zu schaffen. Mit diesem Fonds beziehungsweise dem AIF III Fonds/Artikel 8 Fonds der im nächsten Sommer 2022 gestartet werden soll, kommt d.i.i. Investment auch der Erwartung vieler Investoren nach ökologischen und/oder sozialen Produkten nach.

Denn die größten Themenbereiche im Immobiliensektor heißen Optimierung des Energiemixes sowie Steigerung der Effizienz. Mit der EU-Taxonomie und dem Klimaschutzgesetz 2021 hat das Thema Nachhaltigkeit und dessen Bedeutung für die Immobilienwirtschaft einen deutlich spürbaren Schub erhalten. Insbesondere beim Klimaschutz kommt der Immobilienwirtschaft eine Schlüsselrolle zu, da Immobilien für etwa ein Drittel der CO2-Emissionen in Deutschland verantwortlich sind. Dreh- und Angelpunkt der Ressourcen- und Klimaschonung ist die Reduktion des CO2-Ausstoßes bei der Realisierung und dem Betreiben von Gebäuden.

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