Neuer Interimsbau für Landtag in Dresden: Entwurf in der Diskussion

Neuer Interimsbau für Landtag in Dresden: Entwurf in der Diskussion

Neuer Interimsbau für Landtag in Dresden: Entwurf in der Diskussion
Diese Visualisierung präsentiert einen Zwischenstand im Entwurfsprozess des neuen Behördenzentrums. Copyright: Heinle, Wischer und Partner, Freie Architekten, Dresden

Auf dem Packhofareal in Dresden soll ab 2023 ein Büroneubau entstehen. Dort wird zunächst der Sächsische Landtag als Interim einziehen, bevor der Komplex anschließend als Behördenzentrum genutzt werden kann. Über den Entwurf des Neubaus hat jetzt die Gestaltungskommission des Stadtrates beraten und einige Änderungswünsche angebracht.

Geplant ist der Bau eines 23 Meter hohen und rund 90 Meter langen Gebäudes, das auf einer Fläche von 16.000 Quadratmetern fast durchweg Büros und Konferenzräume beherbergen wird. Schon im März des kommenden Jahres soll der Satzungsbeschluss zum Bebauungsplan gefasst werden. Der Baubeginn wird für 2023 anvisiert; 2026 soll das Gebäude fertig sein. Die Baukosten veranschlagt der Bauherr, das Sächsische Bau- und Immobilienmanagement (SIB), mit rund 100 Millionen Euro.

Derzeitiges Landtagsgebäude muss saniert werden

Bevor die entstehenden Büroflächen durch Behörden des Freistaats genutzt werden können, ziehen dort für einen Übergangszeitraum von voraussichtlich fünf Jahren die Abgeordneten des Sächsischen Landtags ein. Der Grund: Das derzeit genutzte Landtagsgebäude am Elbufer ist sanierungsreif. Vor allem die Haustechnik, aber auch das Leitungsnetz sind verschlissen und müssen erneuert werden. Veranschlagt wird dafür ein zweistelliger Millionenbetrag.

Der Entwurf des Behördenneubaus auf dem derzeit brachliegenden Gelände zwischen Haus der Presse, Erlweinspeicher und Herbert-Wehner-Haus stammt vom Dresdner Architekturbüro Heinle, Wischer und Partner. Er soll einen gestalterischen Bezug zwischen dem ehemaligen Fabrikgebäude der Yenidze und der historischen Altstadt herstellen. Markant ist die durchweg einheitlich gerasterte Fassade aus hellem Klinker. Unterbrochen wird sie lediglich durch eine große begrünte Dachterrasse, auf der Bäume in Kübeln wachsen sollen.

Hohe Anforderungen an die Sicherheit des Interimsbaus für den Landtag in Dresden

Während der fünfjährigen Interimsphase wird die Öffentlichkeit nur wenig Zugang zu dem Haus bekommen. Stattdessen müssen aufgrund der geplanten Nutzung als Parlamentsgebäude hohe Sicherheitsanforderungen erfüllt werden. So prägen beispielsweise massive Sockel die Erdgeschosszone und einige Bereiche erhalten eine schusssichere Verglasung.

Der ursprüngliche Plan des Interimsbaus für den Sächsischen Landtag sah einen 31 Meter hohen Turm vor. Dies sei jedoch in diesem Quartier so nicht realisierbar, weil es die bestehenden Sichtachsen beeinträchtige, bemängelten das Landesamt für Denkmalpflege und der Bauausschuss des Dresdner Stadtrates. Der Planentwurf musste daraufhin noch einmal geändert werden.

Auf Kritik einiger Stadträte stieß auch, dass das das öffentliche Leben in diesem Teil der Altstadt nur eingeschränkt möglich sein wird. Ebenso moniert wurde die helle Fassade – vor allem im Gegensatz zum gegenüberliegenden, in Rottönen gehaltenen Herbert-Wehner-Haus. Vorgeschlagen wurde außerdem, wenigstens den entstehenden Platz in Richtung Elbe mit einem Brunnen zu beleben, um die Aufenthaltsqualität im Gebäudeumfeld zu steigern. Der derzeitige Entwurf verkörpert einen Zwischenstand im Entwurfsprozess, an dem in den kommenden Wochen und Monaten weiter gearbeitet wird. 

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