Richtfest für neues Logistikzentrum von Mytheresa und Intaurus am Flughafen Leipzig/Halle

Richtfest für neues Logistikzentrum von Mytheresa und Intaurus am Flughafen Leipzig/Halle

Richtfest für neues Logistikzentrum von Mytheresa und Intaurus am Flughafen Leipzig/Halle
So wird das Gebäude aussehen. Copyright: Intaurus

Voll im Plan liegt der Bau eines neuen Logistikzentrums, das die Intaurus Unternehmensgruppe als Projektentwickler und Investor für Mytheresa, eine der weltweit führenden E-Commerce-Plattformen für Luxusmode, direkt am südwestlichen Rand des Flughafens Leipzig/Halle errichtet. Für den Neubau der Greenbuilding-Immobilie mit einer Nutzfläche von 55.000 Quadratmetern wurde am 29. Juni Richtfest gefeiert.

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Seit dem ersten Spatenstich für das Logistikzentrum wurden nach Angaben von Intaurus auf dem Grundstück, das mit 105.000 Quadratmetern so groß ist wie 15 Fußballfelder, rund 31.000 Kubikmeter Erde für die Geländemodellierung (Cut & Fill) bewegt. Für das Dachtragwerk und das Tragwerk des Empfangsgebäudes haben die ausführenden Firmen 1.100 Tonnen Stahl verbaut. Die Halle ruht auf insgesamt 324 Fertigteilstützen aus Stahlbeton. In die Hallensohle beziehungsweise den Industriefußboden wurden rund 10.000 Kubikmeter Stahlfaserbeton eingesetzt.

Trotz Widrigkeiten im Zeitplan geblieben

Dass auf der Baustelle in Sichtweite des Schkeuditzer Autobahnkreuzes nicht immer alles glatt ging, verriet Intaurus-Geschäftsführer Oliver Raigel vor den rund 120 Gästen des Richtfestes, unter ihnen Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer. Weder Sturmböen, die neun Stützen wie Dominosteine umfallen ließen, noch die begrenzte Höhe der Baukräne aufgrund der Flughafennähe, der Fund einer Bombe oder die sich verschärfende Materialknappheit, Lieferengpässe und Preissteigerungen konnten das Projekt aus dem Takt bringen. „Das ist zuallererst ein Verdienst aller am Bau Beteiligen und insbesondere der hier tätigen Handwerksbetriebe“, betonte Oliver Raigel und sprach allen seinen besonderen Dank aus. In Spitzenzeiten arbeiten an dem Projekt über 55 Einzelgewerke mit etwa 150 Handwerkern. Dank ging auch an die Goldbeck Gruppe als Generalunternehmer, durch deren vorausschauendes Ausschreibemanagement ein Großteil der Gewerke bereits Ende des vergangenen Jahres vergeben wurde – eine entscheidende Voraussetzung, um den ambitionierten Zeitplan einzuhalten.

Die Bauarbeiten am neuen Logistikzentrum für Mytheresa kommen gut voran. Copyright: Intaurus
Die Bauarbeiten am neuen Logistikzentrum für Mytheresa kommen gut voran. Copyright: Intaurus

Kunden von Mytheresa werden künftig schneller beliefert

Nach dem 2017 in Kirchheim-Heimstetten in Betrieb genommenen Verteilstandort ist Leipzig für Mytheresa das zweite Logistikzentrum, das der 2006 gegründete E-Commerce-Anbieter gemeinsam mit Intaurus realisiert. Verglichen mit dem Neubau am Flughafen Leipzig/Halle fiel der östlich von München gelegene Standort mit seiner Grundfläche von 16.000 Quadratmetern jedoch deutlich kleiner aus. Sebastian Dietzmann, Chief Operating Officer von Mytheresa, begründet die Entscheidung für den internationalen Frachtflughafen Leipzig/Halle: „Die unmittelbare Nähe zum hier ansässigen DHL Hub verkürzt die Zeit zur Sendungsübergabe an unseren Logistikpartner DHL ganz entscheidend", sagte er auf dem Richtfest. "Das ermöglicht es uns, Kunden in Deutschland und in aller Welt noch schneller und effizienter zu bedienen und versetzt uns in die Lage, unsere internationale Wettbewerbsfähigkeit auch in Zukunft zu erhalten und weiter zu steigern.“

ESG-Kriterien werden bei dem Logistikzentrum groß geschrieben

Besonderes Augenmerk legt Mytheresa auf das Thema ESG. So wird in der Halle beispielsweise eine effiziente Fußbodenheizung über Luftwärmepumpen installiert. Dafür wurden 142 Kilometer Heizschläuche verlegt. E-Fahrzeuge erhalten ihren Strom aus Ladesäulen. Für das gesamte Objekt ist die Zertifizierung nach dem DGNB-Gold-Standard beantragt. Den künftigen Mitarbeitern stehen eine hochwertige Kantine mit Dachterrasse sowie voll ausgestattete Teeküchen zur Verfügung. Ihre Arbeitspausen können sie im weitläufigen grünen Außenbereich verbringen. Außerdem beteiligt sich die Intaurus Unternehmensgruppe finanziell an der geplanten Erweiterung des S-Bahnhofs Schkeuditz sowie am Bau eines Radwegs entlang des gesamten Grundstücks.

„Early Access“ für Ende August geplant

„Wenn alles planmäßig so weitergeht wie bisher, kann am 22. August der so genannte ‚early access‘ stattfinden“, zeigt sich Oliver Raigel optimistisch. Ab diesem Datum könnte Mytheresa mit dem Innenausbau der Halle, sprich der Installation der umfangreichen, hochmodernen und automatisierten Lager-, Förder- und Verpackungstechnik, beginnen.

Die komplette Fertigstellung des Logistikzentrums ist für Mitte 2023 avisiert. Dann werden hier die ersten rund 500 Mitarbeiter ihre Tätigkeit aufnehmen. Bis 2030 – so die Planung von Mytheresa – soll die Zahl der Beschäftigten auf mehr als 1.000 wachsen.

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