Nachrichten

Nassauische Heimstätte kauft erneut Wohnungen von Instone

Die Nassauische Heimstätte erhöht in Frankfurt am Main ihr Engagement im Schönhof-Viertel um weitere schlüsselfertige Wohnungen von Instone.

Die Nassauische Heimstätte erhöht in Frankfurt am Main ihr Engagement im Schönhof-Viertel um weitere schlüsselfertige Wohnungen von Instone. Gemischte Nutzung, möglichst wenig Autos: Menges Scheffler Architekten aus Frankfurt bebauen für Instone Real Estate das nördlich des zentralen Platzes gelegene Baufeld. Copyright: Menges Scheffler Architekten.
Von REDAKTION IMMOBILIEN AKTUELL MAGAZIN / JAN ZIMMERMANN, 14.11.2019

Großprojekt in Frankfurt am Main: Instone Real Estate und die Unternehmensgruppe Nassauische Heimstätte | Wohnstadt (NHW) entwickeln jeweils zur Hälfte ein neues Viertel im Westen der Mainmetropole. Auf dem 12,5 Hektar großen Siemens-Areal, das jahrelang durch Verwaltungsgebäude, Produktionshallen, Brachen und Parkplätze geprägt war, sollen in den nächsten Jahren unter dem Namen Schönhof-Viertel 2.000 neue Wohnungen samt der benötigten Infrastruktur entstehen. Nun hat die Nassauische Heimstätte ihrem Projektpartner weitere schlüsselfertige Wohnungen abgekauft und damit ihren Anteil am Bauvorhaben vergrößert. Ein entsprechender Vertrag wurde bereits im Oktober auf der EXPO REAL in München unterzeichnet.

NHW erhöht Engagement im Schönhof-Viertel auf 140.000 Quadratmeter

Der Ankauf umfasst zwei Baufelder am südöstlichen Rand der Entwicklung, auf denen circa 210 Wohnungen, ein Studentenhostel mit rund 175 Zimmern sowie eine vier- bis fünfgruppige Kindertagesstätte entstehen sollen. Die Bruttogrundfläche umfasst etwa 26.500 Quadratmeter. Die NHW erhöht damit ihr Engagement im Schönhof-Viertel von bisher 113.000 auf rund 140.000 Quadratmeter BGF beziehungsweise von ursprünglich geplanten 1.000 auf 1.200 bis 1.700 Wohneinheiten – das Studentenwohnheim mit einberechnet.

Hoher Förderanteil bei zusätzlichen Wohnungen

Ein Großteil des Ankaufs wird im Zeichen sozialen Wohnens entwickelt. „Bei einem Förderanteil von 60 bis 65 Prozent in diesen beiden Baufeldern können wir rund 130 zusätzliche geförderte Wohnungen schaffen und die Förderquote der NHW im gesamten Schönhof-Viertel auf etwa 45 Prozent erhöhen“, erklärt Dr. Constantin Westphal, Geschäftsführer für Akquisition, Projektentwicklung und Immobilienmanagement bei der Nassauischen Heimstätte. Für das geplante studentische Kurzzeitwohnen steht die NHW noch in Verhandlung mit dem Studentenwerk Frankfurt und diversen privaten Anbietern. Auch der Träger der Kita steht noch nicht fest. Klar so weit ist, dass alle Gebäude im Energiestandard KfW 55 errichtet werden.

Bereits zweite Kooperation zwischen NHW und Instone

Das Schönhof-Viertel ist nicht die erste Kooperation zwischen Instone Real Estate und der Nassauischen Heimstätte | Wohnstadt. Bereits beim Da-Vinci-Garten in Frankfurt-Rebstock, der im Mai Richtfest feierte, hatte die NHW 121 Wohnungen und eine Kita von Instone erworben. Es war das erste Mal, dass die Nassauische Heimstätte überhaupt schlüsselfertige Wohnungen von einem Projektentwickler kaufte. Das neue Viertel zwischen Hausen und Bockenheim knüpft nun an diese positive Zusammenarbeit an. Läuft alles nach Plan, kann 2021 mit dem Bau im Schönhof-Viertel begonnen werden.

Zunehmende Bedeutung von ehemaligen Industriestandorten

Ralf Werner, Niederlassungsleiter Rhein-Main bei Instone Real Estate, hebt den besonderen Charakter des Schönhof-Viertels hervor: „Das Projekt ist auch deshalb so spannend, weil wir im gewachsenen Stadtteil Bockenheim eine Industriefläche zur Verfügung haben, die wir einer neuen Wohnnutzung zuführen. Gemeinsam mit der Nassauischen Heimstätte entsteht aber viel mehr: Ein lebendiges Quartier mit mehreren Kitas, einer Schule und Nahversorgung.“

Siemens plante Anfang der 2000er Jahre selbst, an diesem Standort Wohnungen zu bauen. Dann kam es jedoch anders und der Standort wurde 2016 aufgegeben. „Wir möchten nicht, dass ehemalige Industriestandorte zu Brachen verkommen, sondern wollen dieses Potential für den Wohnungsbau heben“, erzählt Ralf Werner. „Aktuell findet der Abriss des Bestandsgebäudes statt, danach beginnt die Entwicklung. Für uns als Wohnentwickler spielt die Umwandlung von ehemaligen Industriestandorten oder veralteten Büroflächen in Wohnungen eine immer wichtigere Rolle.“

Neues Büroensemble im Frankfurter Bankenviertel

Zurück