Praxisbericht: "Klimaneutralität nahezu unerfüllbare Herausforderung für die Wohnungswirtschaft"

Praxisbericht: "Klimaneutralität nahezu unerfüllbare Herausforderung für die Wohnungswirtschaft"

Praxisbericht: "Klimaneutralität nahezu unerfüllbare Herausforderung für die Wohnungswirtschaft"
GdW und die Initiative Wohnen.2050 liefern in einem Praxisbericht Erkenntnisse zum Erreichen der geforderten Klimaneutralität. Copyright: GdW, Initiative Wohnen.2050, Nassauische Heimstätte

GdW und die Initiative Wohnen.2050 liefern Erkenntnisse zum Erreichen der geforderten Klimaneutralität und fordern von der Politik Unterstützung.  

„Einen Tanker umzusteuern, erst Recht einen so großen, ist eine schwierige Aufgabe“, sagte Axel Gedaschko, Präsident des Spitzenverbandes der Wohnungswirtschaft GdW und Vorsitzender der Initiative Wohnen.2050 (IW.2050). Diese ist ein Verbund von knapp 130 Partnern, die sich um die Klimaneutralität kümmern wollen.

GdW und Initiative Wohnen.2050 stellen Praxisbericht auf EXPO REAL vor

Als Hilfestellung ist dazu nun ein erster Praxisbericht erschienen, der bei der EXPO REAL vorgestellt wurde. „Wir wollen und wir müssen diese Aufgabe in Angriff nehmen“, so Axel Gedaschko. Doch auf diesem Weg gibt es einige Hürden. „Man kann viel wollen und Ziele haben, aber dafür braucht es Menschen.“ Und genau die gebe es nicht. Eines der großen Probleme. Neben fehlenden Fachkräften im eigenen Haus, werden diese auch bei Dienstleistern vermisst. Als Punkt drei tauchen bereits die Hürden in der öffentlichen Verwaltung auf, gefolgt von zu wenig Ausweichwohnraum.


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„Lassen Sie sich nicht von Theoretikern beraten“, warb denn auch Axel Gedaschko für die Wahrnehmung der Expertise von genau jenen, die am Ziel des im Pariser Klimaabkommen fixierten Kleinen-Zwei-Grad-Zieles und eines absolut klimaneutralen Gebäudebestandes arbeiten. Die 24 Jahre bis dahin seien für Unternehmen, die sonst die nächsten 40 Jahre im Blick haben bei Investitionsstrategien, eine sehr kurze Zeit, gab Dr. Thomas Hain, Geschäftsführer der Nassauischen Heimstätten zu bedenken. Und stellte die Frage der Fragen: „Wer soll das alles bezahlen?“

Vereinigung von Klimaschutz und sozialem Frieden setzt Paradigmenwechsel voraus

„Wir brauchen einen echten Paradigmenwechsel, um Klimaschutz und sozialen Frieden miteinander vereinen zu können: Damit die extrem ambitionierten Klimaziele beim Wohnen sozial verträglich umgesetzt werden können, brauchen wir ein neues, langfristiges Versprechen für bezahlbare Mieten. Dafür ist eine Klima-Förderung notwendig, die über die BEG-Förderung hinausgehend unterstützt, und im Gegenzug die Garantie eines bestimmten Mietniveaus beziehungsweise einer stark begrenzten Steigerung der Mietpreise einfordern darf. Nur so kann bezahlbares Wohnen dauerhaft für breite Schichten der Bevölkerung gesichert werden“, sagte Axel Gedaschko. Dr. Thomas Hain ergänzte: „Klimaschutz ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe.“

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