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Sachsen: Mieten in Dresden am höchsten

Die Landeshauptstadt ist für Mieter das teuerste Pflaster im Freistaat. Das zeigt eine neue Analyse des Onlineportals ImmoScout24. Wer dahinter kommt und welche Städte am günstigsten sind – ein Überblick.

Die Landeshauptstadt ist für Mieter das teuerste Pflaster im Freistaat. Das zeigt eine neue Analyse des Onlineportals ImmoScout24. Wer dahinter kommt und welche Städte am günstigsten sind – ein Überblick. Dresden hat sachsenweit die höchsten Mieten. Copyright: Jana Schneider auf Pixabay.
Von Redaktion Immobilien Aktuell Magazin / Matthias Klöppel / Pressemitteilung ImmoScout24 , 02.10.2020

Sachsenweit kostet eine 50 Quadratmeter große Wohnung in Dresden am meisten. Die Leipziger Immobilienpreise steigen, wenn auch nicht so stark wie in Berlin. Leipzig, Dresden und Bautzen warten mit dem höchsten Angebotsvolumen im Markt auf. Das sind die wesentlichen Erkenntnisse einer Analyse der Angebotsmieten im Freistaat, die jetzt das Onlineportal ImmoScout24 vorgestellt hat.

Dresden am teuersten, Chemnitz im Mittelfeld

Am günstigsten finden Mieter in Hoyerswerda und Plauen ein neues Zuhause. Hier liegen die Angebotspreise auf ImmoScout24 für eine Wohnung dieser Größe im Durchschnitt bei 252 bzw. 253 Euro. Im Mittelfeld liegen Bautzen, Meißen, Zwickau, Görlitz und Chemnitz mit Durchschnittskaltmieten zwischen 266 und 298 Euro. Die teuersten Städte in Sachsen sind Dresden und Leipzig. In der Landeshauptstadt nehmen Vermieter in der Neuvermietung durchschnittlich 471 Euro kalt, in Leipzig sind es im Schnitt 412 Euro.

Das kostet Wohnen in Leipzig

Im Vergleich zu den Metropolstädten Berlin und Hamburg ist Leipzig etwas günstiger, doch auch hier steigen die Preise. Derzeit kostet eine Altbauwohnung durchschnittlich 7,53 Euro pro Quadratmeter – 3,7 Prozent mehr als noch vor einem Jahr. Für eine Neubauwohnung müssen Mieter 9,51 Euro pro Quadratmeter kalkulieren.

Im Vergleich zu Berlin ist Leipzig aber noch erschwinglich. In der Hauptstadt zahlen Mietinteressenten für eine Altbauwohnung im Schnitt 10,69 Euro und für eine Neubauwohnung 14,21 Euro pro Quadratmeter. Hamburg ist mit 11,35 Euro pro Quadratmeter für eine Altbauwohnung und durchschnittlich 14,29 Euro pro Quadratmeter für eine Neubauwohnung sogar noch teurer.

Die Preise für Eigentumswohnungen stiegen in Leipzig allerdings deutlich stärker. Binnen eines Jahres verteuerten sich die Preise für Altbauwohnungen zum Kauf um 17,3 Prozent. Aktuell müssen Kaufinteressenten mit 2.256 Euro pro Quadratmeter kalkulieren. Das ist knapp die Hälfte des Quadratmeterpreises, welcher in Hamburg aufgerufen wird (5.945 Euro pro Quadratmeter). Für eine neugebaute Eigentumswohnung liegen die Preise in Leipzig bei durchschnittlich 3.400 Euro pro Quadratmeter. In Berlin oder Hamburg sind es im Schnitt über 5.000 Euro pro Quadratmeter.

Wohnungsmarkt Sachsen: Bautzen im Kommen

Leipzig, Dresden und der Kreis Bautzen verfügen über das höchste Angebotsvolumen im sächsischen Markt. Mit 521 Millionen Euro Angebotsvolumen war die Summe aller Angebotspreise in Leipzig im August 2020 mehr als doppelt hoch wie in Dresden. Im Jahresvergleich liegt das Volumen um elf Prozent höher.

Doch auch in Bautzen (Kreis) liegt das Angebotsvolumen mit 324 Millionen Euro im dreistelligen Millionenbereich. Letztes Jahr im August war die Summe aller Angebotspreise 26 Prozent geringer. Hier könnte sich durch die Nähe zu Dresden eine Verschiebung der Nachfrage auf das urbane Umland bemerkbar machen.

Der Dresdner Immobilienmarkt wartete mit 228 Millionen Euro Angebotsvolumen auf – liegt aber um 38 Prozent unter dem Wert von August 2019. In Summe wurde mit 20 Millionen bzw. 16 Millionen Euro Volumen am wenigsten in Plauen und Görlitz angeboten.

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