Schocken-Carré in Nürnberg: ehemaliges Kaufhaus wird zur Mixed-Use-Immobilie

Schocken-Carré in Nürnberg: ehemaliges Kaufhaus wird zur Mixed-Use-Immobilie

Schocken-Carré in Nürnberg: ehemaliges Kaufhaus wird zur Mixed-Use-Immobilie
Die eindrucksvolle Fassade ist ein optisches Highlight und erinnert an die historischen Wurzeln des Schocken-Carrés. Copyright: Ten Brinke

Das niederländische Bauunternehmen Ten Brinke entwickelt eine Mixed-Use-Immobilie auf dem Gelände des ehemaligen jüdischen Schocken-Kaufhauses. Die Pläne sehen vor, das rund 7.000 Quadratmeter umfassende Areal zu einem vielfältigen Anlaufpunkt in der Nürnberger Südstadt zu verwandeln, der sowohl Wohn- als auch Handels- und Büroflächen unterbringt.  

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219 Wohneinheiten sind für das Schocken-Carré vorgesehen. Die Stadt Nürnberg legt dabei besonderen Wert auf Familienfreundlichkeit, weswegen ein Großteil der Wohnungen auf die besonderen Bedürfnisse dieser zurechtgeschnitten wird. Dazu gehört die Einbindung eines Familienzentrums samt Kindergarten im Komplex, welcher künftig 75 Betreuungsplätze für Kinder zwischen drei und sechs Jahren sowie Räumlichkeiten für mögliche Veranstaltungen bereitstellt. Als Betreiber des Familienzentrums konnte der Schlupfwinkel e.V. gewonnen werden. Der Mietvertrag sei bereits unterschrieben, heißt es. 

Integrierte Verkehrsanbindung und Nahversorgung im Schocken-Carré

Zu den weiteren Angeboten im Quartier, die den künftigen Bewohnern des Schocken-Carrés zur Verfügung stehen, gehört eine vielfältige Auswahl an Lebensmittelnahversorgern. So konnten mit EDEKA und Lidl bereits zwei namenhafte Firmen gewonnen werden, die sich mit jeweils einer geplanten Filiale in das Erd- beziehungsweise das Untergeschoss des Komplexes eingemietet haben.  

Außerdem ist im Rahmen des vorgesehenen Mobilitätskonzeptes, welches neben E-Bike Ladeschränken auch Car- und Lastenrad-Sharing umfasst, ein direkter Zugang zur städtischen U-Bahn für das Untergeschoss vorgesehen. Zudem sollen begrünte Fassaden und Dächer zu einem angenehmen Stadtklima beitragen. 

Die U-Bahnhaltestelle und ein diverses Nahversorgungsangebot machen das Schocken-Carré zu einer zentralen Anlaufstelle in der Südstadt. Copyright: Ten Brinke 

Tiefbauarbeiten bis Ende des Frühjahrs geplant 

Die Verbauarbeiten für die avisierte U-Bahnanbindung sind in vollem Gange und geschehen in enger Abstimmung mit der Stadt Nürnberg. So mussten unter anderem Teile der Versorgungsleitungen umverlegt werden. Um die Belastung für die benachbarten Gebäude und das U-Bahn-Bauwerk möglichst gering zu halten, wurden die Arbeiten mit besonders erschütterungsarmen Bohrpfählen ausgeführt. Als nächster Schritt sind die unterirdischen Abbrucharbeiten vorgesehen, die planmäßig bis Ende des Frühjahrs 2023 abgeschlossen werden sollen. 

Derweil stellt Ten Brinke für Interessierte ein umfangreiches Informationsangebot zur Geschichte des ehemaligen Kaufhauses bereit. Außerdem sollen einige der als „Eiermann-Kacheln“ bekannten Fassadenelemente für einen guten Zweck versteigert werden. Der Bauantrag für das Prestigeprojekt in der Nürnberger Südstadt wurde nach Angaben des Unternehmens bereits eingereicht. Die Hochbauarbeiten für das Schocken-Carré stehen in den Startlöchern und können demnach planmäßig nach Erteilung der Baugenehmigung beginnen. 

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