Betreutes Wohnen: ProCurand auf Expansionskurs

Betreutes Wohnen: ProCurand auf Expansionskurs

Betreutes Wohnen: ProCurand auf Expansionskurs
Eines der bereits vorhandenen ProCurand-Häuser in Strausburg. Copyright: Mara Kaemmel

Der Bedarf an speziellen Wohnungen für das Alter ist groß. Die Berliner Unternehmensgruppe ProCurand führt eine lange Warteliste für ihre Einrichtung in der Wriezener Straße in Strausberg, die vor rund drei Jahren eröffnet worden ist. Sie bietet hier bislang insgesamt 76 altersgerechte Wohnungen mit einem Service- und Sicherheitspaket sowie einer ambulanten Pflege in zwei  Häusern. Jetzt wird das Ensemble um zwei Objekte mit insgesamt 30 Service-Wohnungen und einer Tagespflege erweitert.

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Bauträger ist auch dieses Mal die BCB Unternehmensgruppe aus Winterlingen. Beide Unternehmen arbeiten bei der Entwicklung von Seniorenwohn- und Pflegeeinrichtungen seit mehr als fünf Jahren zusammen. Herbert Bitsch von der BCB erklärte beim ersten Spatenstich im April mit Verweis auf das aktuelle Marktgeschehen: „Wir hoffen, dass wir mit dem Budget von knapp sieben Millionen Euro auskommen werden. Wir erleben gerade verrückte Zeiten. Die Preise steigen, die Handwerker sind ausgelastet und wir sind jeden zweiten Tag mit Nachforderungen konfrontiert.“

ProCurand erweitert Pflegeeinrichtung in Strausberg

Für die ProCurand gilt das Bauvorhaben in Strausberg als Signal für eine weitere Expansion, wie deren Geschäftsführer Axel Theis betont. Das Unternehmen betreibt bislang insgesamt 31  Senioreneinrichtungen mit voll- oder teilstationärer Altenpflege, ambulanten Pflegediensten, Tagespflegen und Service-Wohnungen. Eine davon ist die Seniorenresidenz am Hufeisensee in Halle (Saale). Inzwischen steht fest, dass das Unternehmen sein Engagement in der Stadt ausbauen wird. Die Saalesparkasse als Bauherr lässt auf einem lange brachliegenden, innerstädtischen Areal am ehemaligen Busbahnhof im Hallorenring vom Grundstückseigner, dem Bauunternehmen GP Papenburg, ein Objekt mit 92 Servicewohnungen, einem ambulanten Pflegedienst und einer Tagespflege bauen. Betreiber wird die ProCurand sein.

Spatenstich für den ProCurand-Erweiterungsbau in Strausburg. Copyright: Mara Kaemmel
Spatenstich für den ProCurand-Erweiterungsbau in Strausburg. Copyright: Mara Kaemmel

Smart-Home-Konzepte für Best-Ager

Judith Bögelsack, für die Expansion zuständig, erklärt: „Die ProCurand möchte als Unternehmen wachsen und mit zeitgemäßen Lösungen auf die veränderten Ansprüche der Best-Ager reagieren. Deswegen werden in die Neubauvorhaben auch Smart-Home Konzepte integriert.“ Das Unternehmen investiere in Apartment-Wohnanlagen in attraktiven Citylagen, die an eine gute bis sehr gute Infrastruktur angebunden sind.

Denn viele Senioren wollen solange wie möglich selbstständig im eigenen Haushalt leben. Der Umzug in ein Pflegeheim komme nur als letzte Möglichkeit in Betracht. „Die ProCurand verknüpft deswegen barrierefreie Wohnkonzepte mit einem Dienstleistungsangebot im Bedarfsfall, beispielsweise durch unsere ambulanten Pflegedienste oder Tagespflegestätten.“

In Neuenhagen, einer Gemeinde im Berliner Speckgürtel, plant die ProCurand am Standort des bereits vorhandenen Seniorenpflegeheims in der Ebereschenallee zusätzlich 40 Wohneinheiten. Derzeit läuft das Baugenehmigungsverfahren. „Und dann sind wir kurz vor dem Baugenehmigungsverfahren in Senftenberg“, sagt Axel Theis. „Das wird ein weiterer Demenz-Pavillon werden. Dort haben wir schon zwei Demenz-Pavillons neben unserer Seniorenresidenz ‚Sanft am See‘.“

Herbert Bitsch (BCB) und Axel Theis (ProCurand-Geschäftsführer) mit einem Grundriss für eine Pflegeimmobilie. Copyright: Mara Kaemmel
Herbert Bitsch (BCB) und Axel Theis (ProCurand-Geschäftsführer; rechts) mit einem Grundriss für eine Pflegeimmobilie. Copyright: Mara Kaemmel

Pflegeimmobilien sind bei Investoren gefragt

Investoren setzen neben den klassischen Wohnimmobilien auf Spezialimmobilien für Studenten oder Wohnen für Senioren wie in Strausberg. Das gesamte Ensemble in der Wriezener Straße ist bereits im Dezember 2021 von der PATRIZIA AG für den Immobilienfonds Europe Residential Plus erworben worden. Von Seiten der Investoren heißt es: „Durch seinen direkten Zugang zum Straussee und der fußläufigen Erreichbarkeit von Geschäften des täglichen Bedarfs überzeugt diese Immobilie durch seine Lage.“

Beim Strausberger Projekt ist als Generalunternehmer die Schneider Systembau GmbH an Bord, mit der die BCB bereits seit Jahren Pflegeeinrichtungen, aber auch Kindertagesstätten errichtet. Nachdem der Genehmigungsprozess mit insgesamt 19 Monaten länger gedauert hat als erwartet, ist die Fertigstellung der beiden Neubauten und der Außenanlagen nun für Juni 2023 geplant.

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