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Emils Quartier: Joint-Venture realisiert 300 Wohnungen in Hamburg-Bahrenfeld

In Hamburg entwickelt ein Joint Venture das "Emils Quartier". Der Siegerentwurf im Architektenwettbewerb sieht für das Magistralen-Projekt einen Drittelmix aus Sozial-, Miet- und Eigentumswohnungen vor. Nahversorgung, E-Mobilität und viel Grün ergänzen das Konzept.

In Hamburg entwickelt ein Joint Venture das Der siebengeschossige Hochpunkt im Emils Quartier. Copyright: OVI Images
Von Redaktion Immobilien Aktuell Magazin / Pierre Pawlik / Pressemitteilung OTTO WULFF, 03.06.2021

Ein Joint Venture aus OTTO WULFF, PEG und PBA ProjektBau ALSTERUFER realisiert im Hamburger Stadtteil Bahrenfeld das "Emils Quartier" mit 300 Wohnungen im Hamburger Drittelmix. Ein bereits vor Ort befindlicher Rewe wird dem Umfeld des neuen Wohnquartiers während der Bauzeit weiterhin zur Verfügung stehen. Nach Fertigstellung wird auch Aldi zur Nahversorgung beitragen. Zudem sollen in den Erdgeschossen Flächen für ein Café und kleine Läden entstehen. Der Baustart ist für 2023 geplant, die ersten Bewohner werden „Emils Quartier“ voraussichtlich 2024 beziehen können. 2026 soll das neue Quartier fertiggestellt sein.Der Innenhof von Emils Quartier mit Bepflanzung und begrünten Fassadenelementen. Copyright: OVI Images

Die heutige Nutzung des Areals an der Ecke Von-Sauer-Straße / Bahrenfelder Kirchenweg ist mit der für Ein- und Ausfallstraßen typischen Randbebauung aus Nahversorgungsmarkt, Discounter und ebenerdigen Parkplätzen nicht mehr zeitgemäß. Mit ihrer so genannten Magistralenstrategie möchte die Stadt Hamburg den Wohnungsbau an solchen Standorten gezielt vorantreiben, woran sich das Joint Venture nun intensiv orientieren wird.

Im Emils Quartier in Hamburg werden 300 Wohnungen entstehen

Auf dem etwa 12.500 Quadratmeter großen Gelände entstehen nach aktuellen Planungen rund 300 Wohneinheiten. Aufgeteilt werden sie nach dem Hamburger Drittelmix in

  • ein Drittel öffentlich geförderte Mietwohnungen,
  • ein Drittel frei finanzierte Mietwohnungen und
  • ein Drittel Eigentumswohnungen.

Der Siegerentwurf für Emils Quartier stammt von dem Hamburger Büro APB. Architekten und Stadtplaner. Der Gestaltungsentwurf zeichnet sich durch fünf- und sechsgeschossige Gebäuderiegel entlang der Von-Sauer-Straße und des Bahrenfelder Kirchenwegs sowie fünf Mehrfamilienhäuser mit jeweils fünf Geschossen und Dachterrassen im Süden des Areals aus.

In den Grundrissen sind die Wohnräume schallabgewandt zum großen grünen Innenhof mit Bäumen, Spielflächen und gemeinschaftlichen Gärten ausgerichtet. Die Freiflächengestaltung haben die Landschaftsarchitekten Hahn Hertling von Hantelmann entwickelt. Aufgeständerte Balkone gehören zur Standardausstattung der ein bis vier Zimmer großen Wohnungen. Zur Straßenseite sollen die Neubauten vornehmlich mit Klinker versehen werden, zu den Aufenthaltsflächen hin sind begrünte Holzfassaden vorgesehen.

Ins Auge fallen ein siebengeschossiger Hochpunkt an der Ecke Von-Sauer-Straße/Bahrenfelder Kirchenweg sowie ein „Wohngewächshaus“ an der östlichen Grundstücksseite. Unter einem begrünten Glasdach soll die diakonische Martha-Stiftung Service-Appartements für Senioren betreiben. Besondere Attraktion sind dort lichtdurchflutete Laubengänge zu den Wohnungen, Gemeinschaftsräume sowie ein wettergeschützter Garten.

Das "Wohngewächshaus" mit begrüntem Glasdach im Emils Quartier. Copyright: OVI ImagesNachhaltiger Beitrag zum Wohnungsbau in Hamburg

Hamburgs Oberbaudirektor Franz-Josef Höing: „Der prämierte Entwurf von APB. Architekten schafft es in hervorragender Art und Weise ein maßstäbliches und gemischtes Quartier zu entwickeln mit ruhigen, grünen Höfen sowie einer Architektur, die an den Bestand anknüpft und mit guten Grundrissen überzeugt. Die Nahversorgung wird klug integriert – und das alles an einem Ort, der durchaus laut ist. Es ist ein mehr als vorzeigbares Beispielprojekt gelungen, das zeigt, wie wir künftig in Hamburg entlang der Magistralen Stadtentwicklung und Städtebau betreiben sollten.“

„Wir vereinen in Emils Quartier Wohnen, Arbeiten und Einkaufen. Wir wollen ein urbanes Quartier schaffen, das pulsiert und damit ideal zu Bahrenfeld passt“, sagt Andreas Seithe, Geschäftsführer von OTTO WULFF. Alle Gebäude des Quartiers werden als KfW-Effizienzhäuser nach dem Standard 55 errichtet. Und auch sonst steht Nachhaltigkeit im Fokus: „Alle Dächer werden begrünt und zum Teil mit Photovoltaik-Anlagen versehen. Die Tiefgaragenparkplätze werden mit Ladestationen für E-Autos vorgerüstet“, so Seithe weiter.

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