Frischzellenkur für Gebäudeensemble am Hamburger Alten Wall

Frischzellenkur für Gebäudeensemble am Hamburger Alten Wall

Frischzellenkur für Gebäudeensemble am Hamburger Alten Wall
Der Alte Wall 40 öffnet sich mit einem attraktiven Nutzungsmix zum Rödingsmarkt. Quelle: Art-Invest Real Estate.

Die Neugestaltung des Ensembles am Alten Wall in Hamburg wurde jetzt gestartet. Neben einem Mix aus Wohnen, Büro und Einzelhandel ist ein Hotel der Lifestyle-Marke "The Hoxton" geplant. Durch die geplante Nutzungsmischung auf insgesamt 40.000 Quadratmetern, eine durchdachte Bestandsmodernisierung sowie eine Nachverdichtung mit Augenmaß soll das Quartier bis 2026 deutlich aufgewertet werden. Der Entwurf greift den historischen Grundriss des Quartiers auf.

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Der Investor Art-Invest Real Estate plant, die aktuellen Bestandsflächen in Teilen zu erhalten und um 20.000 Quadratmeter nachzuverdichten. Durch die Verbindung von Bestandserhaltung und moderner Architektur soll in dieser innerstädtischen Lage ein attraktiver Nutzungsmix entstehen. Neben modernen und flexibel gestaltbaren Büroflächen sind in den Erdgeschosszonen einzelne Gewerbe- und Gastronomieeinheiten geplant. Darüber hinaus sollen auf einer Fläche von rund 7.000 Quadratmetern unterschiedlich große Ein- bis Dreizimmerwohnungen entstehen, die zum Teil am Alsterfleet und somit direkt am Wasser liegen werden.

Am Wettbewerbsverfahren für den Alten Wall 40 hatten sieben renommierte internationale Architekturbüros teilgenommen. Der Zuschlag ging an Winking Froh Architekten aus Hamburg, deren Entwurf den historischen Stadtgrundriss in dem zentrumsnahen Quartier auf zeitgemäße Weise rekonstruiert, Bestandsbauten integriert und die ehemalige Bauflucht am Alten Wall wiederherstellt.

Lifestyle-Hotel bereichert Hamburger Markt

Auf einem Teil des ehemaligen Sofitel-Areals wird ein Hotel der vor allem in Europa und Nordamerika vertretenen Kette “The Hoxton” mit 188 Zimmern entstehen. Als besonderes Highlight erhält es ein öffentlich zugängliches Rooftop-Geschoss mit Gastronomie- und Eventflächen, von dem aus ein Rundumblick auf die Elbphilharmonie, den Hamburger “Michel” sowie das Rathaus der Hansestadt möglich sein wird. Gemanagt wird das neue Hotel vom Lifestyle-Unternehmen Ennismore unter Pachtvertrag der GHOTEL Group . Ennismore ist ein unabhängiges Lifestyle-Unternehmen, an dem die französische Accor-Hotelgruppe beteiligt ist.

Nach seiner Fertigstellung wird das im First-Class-Segment angesiedelte Hotel dazu beitragen, die steigende Nachfrage nach Hotelbetten in der Hansestadt insbesondere im Vier- und Fünf-Sterne-Segment zu decken. Der Hotelstandort Hamburg ist bisher relativ gut durch die Krise gekommen. Im Corona-Jahr 2020 fiel der Rückgang bei den Übernachtungen im Vergleich der deutschen Top-7-Standorte mit minus 56 Prozent am geringsten aus. Zugleich war die Bettenauslastung mit 32 Prozent am höchsten.

Der Wasserblick am Alten Wall 40 lädt zum Spaziergang am Fleet ein. Quelle: Art-Invest Real Estate

Dennoch konnte sich auch die norddeutsche Metropole nicht von der eingetrübten Stimmung am Markt abkoppeln, was sich unter anderem in einem Umsatzrückgang bei Hotel-Investments um 87 Prozent gegenüber 2020 zeigt. Trotz dieser "Corona-Delle" bleibt die Stadt einer der attraktivsten Hotelstandorte der Bundesrepublik. Nach Einschätzung des Maklerunternehmens Colliers International weist Hamburg im Hotelsegment hinter München deutschlandweit die besten Kennziffern auf. Prägend sind ein intensives Investmentgeschehen, eine positive Entwicklung von Angebot und Nachfrage sowie ein stabiles Messegeschäft. Zudem fungiert die Stadt bei vielen Urlaubern der Ost- und Nordsee als Hub beziehungsweise Zwischenstopp. Investitionen in Hotelneubauten der Elbmetropole gelten daher nach wie vor als sicherer Hafen. Engel & Völkers Hotel Consulting sieht im hohen freizeittouristischen Wert der Stadt sowie im  überdurchschnittlich großen Anteil nationaler Gäste gute Voraussetzungen für eine mögliche schnelle Erholung des Hamburger Hotelmarkts.

Hotel-Investments weiter im Krisenmodus

Deutschlandweit gehören Hotels zu den Assetklassen, die nach wie vor mit den Auswirkungen der Coronakrise zu kämpfen haben. Wie BNP Paribas Real Estate ermittelt hat, lag das Investmentvolumen zum Ende des dritten Quartals 2021 bundesweit bei etwa 1,5 Milliarden Euro und somit um knapp 18 Prozent unter dem Ergebnis des Vorjahreszeitraums. Das damals erzielte Ergebnis hatte vor allem von einem starken Portfoliosegment profitiert, das seinerzeit 37 Prozent zum Gesamtresultat beitrug. Bis Ende September 2021 machten Paketverkäufe lediglich etwa 13 Prozent des Gesamtvolumens aus. Auch wenn es im Einzeldeal-Segment einen Zuwachs um knapp 13 Prozent gegenüber dem dritten Quartal 2020 gab, wurden insgesamt noch nicht einmal 60 Transaktionen gezählt, was deutlich unterhalb des langfristigen Mittels von etwa 80 Deals liegt. In den Umsätzen kommt demzufolge die deutliche Belebung der Marktaktivität, die sich in vielen laufenden Due-Diligence-Prozessen, Gesprächen und konzeptionellen Planungen widerspiegelt, noch nicht zum Ausdruck. Gleichwohl hellt sich die Stimmung seit einigen Monaten wieder auf.

Fortgesetzt hat sich der Trend, wonach das Marktgeschehen auf dem deutschen Hotel-Investmentmarkt in zunehmendem Ausmaß von inländischen Investoren bestimmt wird. Ausgehend von gut 43 Prozent im Jahr 2014 stieg der Marktanteil inländischer Käufer auf aktuell 66 Prozent. Allerdings dürfte dieser Wert insofern einen Ausreißer darstellen, als Corona-Pandemie und Lockdowns ausländischen Käufern stringente Due-Diligence- und Transaktionsprozesse vor allem in der ersten Hälfte 2021 erheblich erschwert haben.

 

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