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Marina Garden in Dresden: erste Schritte zur Verwirklichung

Na endlich: Nach langem Streit samt Gerichtsverfahren segelt Marina Garden mit neuem Eigentümer langsam in ruhigere Gewässer – und einer tatsächlichen Verwirklichung entgegen.

Na endlich: Nach langem Streit samt Gerichtsverfahren segelt Marina Garden mit neuem Eigentümer langsam in ruhigere Gewässer – und einer tatsächlichen Verwirklichung entgegen. Entwurf Elbviertel am Alexander-Puschkin-Platz. Quelle: BARCODE Architects/LOLA Landscape Architects
Von Redaktion IMMOBILIEN AKTUELL MAGAZIN / Jan Zimmermann, 10.02.2020

Westlich vom Alexander-Puschkin-Platz tut sich endlich wieder was. Nachdem sich die ehemalige Eigentümerin Regine Töberich, Geschäftsführerin der DresdenBau GmbH, und die Stadt Dresden jahrelang nicht einigen konnten und am Ende sogar vor Gericht wiedersahen (wo die Stadt obsiegte), erwarb die tschechische CTR Gruppe im Mai letzten Jahres das Elbgrundstück. Nun wurde das Areal von Gestrüpp und Barackenbestand befreit – und wartet nur noch auf seine Bebauung. Das Ziel: ein Quartier mit 13.000 Quadratmetern Wohnfläche.

Derzeit führt CTR das Projekt noch unter der einst von Regine Töberich vorgesehenen Bezeichnung Marina Garden. Das soll jedoch nicht zwangsläufig so bleiben. „Die Vermarktung des Projektes hat noch nicht begonnen“, erklärt Jan Horvath, CEO Real Estate und Prokurist bei der CTR Holding. „Der Name des Vorhabens bleibt vorerst Marina Garden, kann aber noch vor der Vermarktung geändert werden. Es ist einfach noch zu früh, jetzt den finalen Namen des Vorhabens festzulegen.“

Neue Pläne: verbindliche Bedingungen aus B-Plan werden übernommen

Name hin oder her: Nach den Plänen von Regine Töberich wird das Projekt jedenfalls nicht errichtet werden, denn die waren schließlich ganz klar von der Stadt abgelehnt worden. Stattdessen hatte letztere selbst 2015 das Werkstattverfahren „Elbviertel am Alexander-Puschkin-Platz durchgeführt“. Der daraus hervorgegangene Siegerentwurf der beiden Rotterdamer Büros BARCODE Architects und LOLA Landscape Architects bildete die Grundlage des anschließend erstellten B-Plans. CTR wird zwar nicht dem Architektenentwurf direkt folgen, bereitet aber das Bauvorhaben entsprechend dem rechtskräftigen Bebauungsplan vor. „Alle verbindlichen Bedingungen werden aus dem B-Plan auf unser Vorhaben übertragen“, betont Jan Horvath. „Wir präzisieren zurzeit vor allem den technischen und visuellen Standard und die Begrünung des Innenhofs. Auch diese Veränderungen werden jedoch mit der Stadt durchgängig diskutiert.“

Derzeit befindet sich das Projekt noch in der Planungsphase. Aktuell habe man gerade die Schallemissionen aus der umgebenden Infrastruktur berechnet. Nun arbeite CTR an der Optimierung der wärmetechnischen Eigenschaften der Gebäudekonstruktion hinsichtlich Energieeffizienz, mit Ziel einer Reduzierung des Primärenergieverbrauchs. „Weiter untersuchen wir auch die Möglichkeiten einer passiven Kühlung“, sagt Jan Horvath. Ein Bauantrag soll noch in der ersten Jahreshälfte 2020 erfolgen. Wenn alles glatt läuft, wird ab Ende des Jahres gebaut.

CTR kauft weiter in Dresden ein

Marina Garden ist bei weitem nicht das erste Projekt, das CTR in Dresden verwirklicht. Die Residenz am Zwinger, die neuen Postplatzhäuser Merkur und der Boulevard am Wall I und II sind bereits Teil ihres Portfolios. Satt ist das Unternehmen laut Jan Horvath allerdings noch lange nicht: „Die CTR Gruppe entwickelt als Bauherr Wohnprojekte und Mehrzweckgebäude in Deutschland, Tschechien und in der Slowakei und sucht immer aktiv neue Grundstücke in allen drei Ländern. Zurzeit verhandeln wir über ein großes Grundstück in Dresden. Generell sind wir an Grundstücken oder Projekten interessiert, die sich in Toplagen befinden und eine Bebauung von mindestens 5.000 Quadratmetern Nutzfläche mit mindestens 80 Prozent Wohnnutzung erlauben.“

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