SIMMEL-Center soll den Wiener Platz in Dresden neu beleben

SIMMEL-Center soll den Wiener Platz in Dresden neu beleben

SIMMEL-Center soll den Wiener Platz in Dresden neu beleben
Peter Simmel (rechts) mit Marktleiter Mark Homberg auf der Baustelle des neuen SIMMEL-Marktes am Wiener Platz in Dresden. Copyright: meeco Communication Services

65 Millionen Euro investiert Peter Simmel in das "SIMMEL-Center Wiener Platz" direkt am Dresdner Hauptbahnhof. Mit seiner SIMMEL AG will der Investor so den Wiener Platz wiederbeleben. Wir haben alles Wissenswerte zu dem Projekt, in das die ersten Mieter bereits eingezogen sind, zusammengetragen.

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Momentan sieht man beim Vorbeifahren am neuen SIMMEL-Center Wiener Platz direkt am Dresdner Hauptbahnhof emsig arbeitende Bauarbeiter. Bereits seit dem 1. Juni befindet sich die regionale Verwaltung der Barmer in einem kleinen Teil des insgesamt 204 Meter langen und 40 Meter breiten Centers mit etwa 30.000 Quadratmetern Nutzfläche. Noch in diesem Jahr soll die Eröffnung zumindest des 3.785 Quadratmeter großen SIMMEL-Lebensmittelmarktes stattfinden; Meininger, das mit fast 800 Betten größte Hotel der Stadt, soll dann im Sommer des nächsten Jahres fertiggestellt werden. Letzteres wird die große Anzahl an Betten auf insgesamt erstaunlich wenige 173 Zimmer verteilen, zahlreiche davon mit Betten für acht Personen. 

Simmel-Center Wiener Platz in Dresden ist imPlan und längst vollvermietet

„Wir sind zuversichtlich, dass wir wie immer mit allem im Plan bleiben werden“, sagt Investor Peter Simmel von der SIMMEL AG. „Allerdings habe ich eine solche Situation wie momentan noch nie erlebt. Wenn bei normalen Rohrschellen, Betonplatten oder auch nur beim Holzkauf Preiserhöhungen von bis zu 150 Prozent wirksam werden, ist es für uns als Bauherr wirklich eine Herausforderung. Aber wir kennen die meisten unserer Partner am Bau noch vom SIMMEL-Center am Albertplatz und wissen, dass wir uns gegenseitig aufeinander verlassen können. Und das ist doch schon mal eine gute Grundlage für die Eröffnung des Marktes am 16. September um 8 Uhr.“

Alle Fachleute vom Bau rieten Simmel ab, an dieser Stelle zu bauen. Erst als man eine Analyse nach eigenen Bedingungen erstellte, war klar, dass es funktionieren wird. Geschwitzt haben Peter Simmel und seine Bank nur anfangs – seit klar ist, dass das Gebäude zu 100 Prozent vermietet ist, ist die Anspannung deutlich gewichen.

Chemnitz soll ein ähnliches Center erhalten

Der neue SIMMEL-Markt am Wiener Platz 5 wird werktäglich von 7 Uhr bis 22 Uhr geöffnet sein, der vom Hauptbahnhof aus zugängliche Gastronomiebereich sogar täglich bis 23 Uhr. Bis zu 90 Mitarbeiter werden sich um das Wohl der Kunden kümmern, die ihre Fahrzeuge auf insgesamt 385 Parkplätzen im Parkhaus abstellen können. Marktleiter Mark Homberg hat das Geschäft in den bayerischen SIMMEL-Märkten erlernt und war zuletzt als Stellvertreter für den Markt am Dresdner Albertplatz aktiv. „Anstreben werden wir einen Wochenumsatz von 100.000 Euro, den wir wöchentlich natürlich ähnlich dem Markt am Albertplatz steigern wollen“, verrät Homberg.

Anders als bei den meisten Aktiengesellschaften werden dem Unternehmen keine Gelder entzogen. „Wir wollen nachhaltig arbeiten und an unsere nächsten Generationen denken. Da unsere Gewinne immer im Unternehmen bleiben, haben wir im Laufe der Jahrzehnte die Kraft erreicht, so große Projekte zu stemmen“, so Peter Simmel weiter. Schon jetzt denkt der Unternehmer an sein nächstes Projekt in Chemnitz, ein ähnlich großes Center wie das am Dresdner Hauptbahnhof. „Ich liebe Herausforderungen“, sagt der 62-jährige Simmel, „schließlich ist es mein Ziel, topfit 100 Jahre alt zu werden“

"Beton-Burg" erntet Kritik in Dresden

In Dresden selbst hat das Simmel-Center keinen guten Stand. Sowohl Architekten als auch Einwohner können dem 204 mal 40 Meter Betonblock nicht viel abgewinnen. Zumal an Ort und Stelle einst prachtvolle Villen standen. Der BILD erklärte Peter Simmel, dass er die Einwände nicht nachvollziehen könne. Sein mit Stahlbeton erbautes Gebäude sei mit Aluminium verkleidet, das je nach Betrachtungswinkel und Sonnenstand rot bis silbern schimmere. In der Terrassierung sei zudem die die geschichtliche Bebauung aufgenommen wurden.

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