Alcaro realisiert Logistik-Superbau in Frankfurt (Oder)

Alcaro realisiert Logistik-Superbau in Frankfurt (Oder)

Alcaro realisiert Logistik-Superbau in Frankfurt (Oder)
Alcaro hat in engem Schulterschluss mit der Stadt Frankfurt (Oder) innerhalb von drei Monaten die Baugenehmigung für den ersten Bauabschnitt die Halle A des Log Plaza Frankfurt (Oder) erhalten.. Quelle: Alcaro.

Bis zu 160.000 Quadratmeter Logistikflächen will der Projektentwickler Alcaro Invest GmbH im Industriegebiet GVZ-Süd in der Grenzstadt Frankfurt (Oder) errichten. Mit der Realisierung des ersten Bauabschnitts wurde nun der Generalunternehmer Goldbeck beauftragt.

Frankfurt (Oder) ist ein bedeutender Knotenpunkt im grenzüberschreitenden Güterverkehr. Im 2005 eröffneten KV-Terminal werden jährlich 100.000 Standardcontainer – sogenannte TEU – umgeschlagen. KV steht für Kombinierter Verkehr. Züge und Lkw aus dem Osten treffen auf ihre westlichen Pendants. Hier werden ihre Ladungen gesammelt, neu geordnet und verteilt. Das moderne Logistik- und Umschlagzentrum ist für Ansiedlungsinteressenten ein wichtiges Kriterium bei der Standortwahl. Diesen Vorzug hat auch die Immobiliengruppe OSMAB Holding AG aus Rösrath bei Köln erkannt. Über ihre Tochtergesellschaft AlcaroInvest GmbH plant sie in Frankfurt (Oder) den Bau eines Logistik-Parks mit künftig bis zu 160.000 Quadratmetern Logistikfläche.

Goldbeck baut für Alcaro

Das Log Plaza Frankfurt (Oder), mitten im Industriegebiet GVZ-Süd gelegen, direkt an der Autobahn A12, soll vor allem den Branchen Logistik und E-Commerce als Zentral- und Distributionslager dienen und – durch die nahe Ansiedlung von Tesla – auch für die Automotive-Zulieferer relevant werden. Der erste Bauabschnitt  umfasst 41.000 Quadratmeter Hallenfläche, die sich auf vier Einheiten verteilen, 1.900 Quadratmeter Bürofläche sowie 2.800 Quadratmeter Mezzanineflächen.

Mit der Realisierung dieses Abschnitts, für den seit Oktober 2020 die Baugenehmigung vorliegt, ist der Generalunternehmer Goldbeck beauftragt. Dieser konnte sich im bundesweiten Ausschreibungsverfahren gegen fünf Wettbewerber erfolgreich durchsetzen. Das Besondere: Laut Alcaro wird der Abschnitt komplett spekulativ errichtet. Ab April soll Goldbeck mit dem Bau beginnen, im November dann die ersten Nutzer einziehen können.

Bauvorbereitende Maßnahmen gestartet

Alcaro hat in den vergangenen Jahren nach eigenen Angaben allein in der Metropolregion Berlin/Brandenburg mehr als 200.000 Quadratmeter Logistikflächen im eigenen Log Plaza Konzept geplant und realisiert, angesiedelt im GVZ Berlin Süd/Großbeeren. Für Frankfurt (Oder) rechnet das Unternehmen, dass  sich die Arbeiten über mehrere Jahre hinziehen könnten. Aktuell haben die bauvorbereitenden Arbeiten durch ein regionales Tiefbauunternehmen begonnen. Neben den Hallen entstehen künftig auch 307 Pkw-Stellplätze sowie 80 Fahrrad-Stellplätze für die Mitarbeiter und zehn Lkw-Stellplätze. Pkw und Lkw erhalten jeweils eigene Zufahrten.

Im Rahmen des Projektfortschritts hatte die Alcaro-Mutter OSMAB unlängst am Standort ein weiteres angrenzendes Areal erworben und damit ihre Baulandflächen um 24.500 Quadratmeter auf insgesamt 37 Hektar erhöht. „Industrie-, Produktions- und Logistikunternehmen werden ihre Prozesse zukünftig wieder verstärkter innereuropäisch abbilden und verzahnen. Ihnen wollen wir an diesem Standort die Möglichkeit hierfür geben“, so Anton Mertens, Geschäftsführer der Alcaro Invest GmbH und Vorstandsvorsitzender der OSMAB Holding AG.

Chancen durch neue Seidenstraße

Die Ansiedlung bestätigt das Fazit einer Struktur- und Potenzialanalyse über den Logistikstandort Frankfurt (Oder): Durch das gegebene Flächen- und Arbeitskräftepotenzial bestünden hier gerade für größere, personalintensive Logistikansiedlungen „vergleichsweise gute Rahmenbedingungen“. Beim logistischen Angebotsprofil könne Deutschlands östlichster Universitätsstadt auch „mit durchaus etablierten Logistikregionen“ wie Erfurt, Hof, Mönchengladbach und Poznan „mithalten“.

Lokale Wirtschaftsförderer setzen auch in die neue Seidenstraße, jene Achse für Zugverbindungen zwischen China und Europa, große Hoffnung. Eine Perspektive, die mit Blick auf das KV-Terminal und die damit verbundene Drehscheiben-Funktion der Stadt auf nährreichen Boden trifft.

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