Neues Wohnen am Eisenhutweg: Quartier am Wissenschaftsstandort Adlershof-Johannisthal

Neues Wohnen am Eisenhutweg: Quartier am Wissenschaftsstandort Adlershof-Johannisthal

Neues Wohnen am Eisenhutweg: Quartier am Wissenschaftsstandort Adlershof-Johannisthal
Neues Wohnen am Eisenhutweg bringt Wohnungen nach Adlershof-Johannisthal. Copyright: Fuchshuber Architekten / KW-Development

Das Projekt Eisenhut Weg 54-76 von KW-Development in Berlin-Adlershof nimmt Gestalt an. Statt der ursprünglich 585 Wohnungen werden es zwei weniger sein. Die Pläne stammen von NOKERA Planning, die hier einen schallresistenten Bau entwickelt haben. Denn das Quartier liegt unmittelbar an der Stadtautobahn. Ein Schwerpunkt des Projektes waren deshalb auch ruhige Innenhöfe. Außer den Wohnungen mit 1,5 bis fünf Zimmern wird darüber hinaus eine Kita für 106 Kinder errichtet. Anfänglich waren nur 80 Plätze angedacht. Die landeseigene degewo hat das Projekt gekauft. Der Grundstein ist inzwischen gelegt. Das landeseigene Wohnungsunternehmen wird das Quartier voraussichtlich 2027 schlüsselfertig übernehmen. 

Hallescher Immobilienmonitor

Artikel vom 14.09.2021: Das Projekt Neues Wohnen am Eisenhutweg der KW-Development GmbH ist ein weiterer Mosaikstein in der Entwicklungsmaßnahme Adlershof-Johannisthal. 583 Wohnungen und eine Kita sollen auf dem 32.000 Quadratmeter großen Grundstück Eisenhutweg 54-76 nach Entwürfen von Fuchshuber Architekten errichtet werden. Unmittelbar nach Beschluss des Bebauungsplanes im Abgeordnetenhaus sind Anfang September die ersten Bauanträge eingereicht worden. Wenn die Genehmigung zügig erfolgt, kann im ersten Quartal 2022 mit dem Bau begonnen werden. Die Kosten sind mit 150 Millionen Euro kalkuliert. Vorgesehen ist, dass das landeseigene Wohnungsunternehmen DEGEWO das Projekt übernimmt und dann 50 Prozent der Wohnungen mietpreisgebunden anbietet.

Neues Wohnen am Eisenhutweg bringt Wohnräume an den Wissenschaftsstandort Adlershof-Johannistal

Die Wohnanlage ist damit Teil eines langjährigen Entwicklungsprojektes. Seit 1994 zählt Adlershof-Johannisthal zu den insgesamt sechs Berliner Entwicklungsgebieten. Das 420 Hektar große Areal zwischen Adlergestell, Rudower Chaussee, Teltowkanal und Autobahn A113 wurde seither zum Wissenschaftszentrum ausgebaut. Am Standort gibt es heute sechs Institute der Humboldt-Universität mit rund 8.000 Studenten. Hinzu kommen zehn außeruniversitäre Institute und Einrichtungen, fünf Technologie- und zwei Gründerzentren.

Einblicke in das neue Wohnquartier. Copyright: Fuchshuber Architekten / KW-Development
Einblicke in das neue Wohnquartier. Copyright: NOKERA Planning

Bis 2030 sind bis zu 3,4 Millionen Quadratmeter Bruttogrundfläche für Gewerbe geplant, davon sind nach offiziellen Angaben bereits 1,2 Millionen realisiert und 16.000 Arbeitsplätze geschaffen worden. Beispielsweise in großvolumigen Büroprojekten wie der Brain Box Berlin - ebenfalls am Eisenhutweg situiert. Der Rahmenplan weist 3.200 Wohneinheiten aus. Davon sind bereits 1.033 fertiggestellt, 1.200 im Bau, 960 in Planung. Weitere 1.000 könnten in Zukunft gebaut werden.

Eine Schlafstadt wird lebendig

Von Anfang an war der Senat für die Bauleit- und Finanzplanung verantwortlich. Das Abgeordnetenhaus beschließt die Bebauungspläne. Der ursprüngliche Bebauungsplan entlang des Eisenhutweges sah Gewerbe und Einzelhandel vor. Er wurde nun zugunsten von Wohnungen überplant. Stefan Förster (FDP), Mitglied im Stadtentwicklungsausschuss, begrüßt das Projekt und erklärt auch mit Blick auf andere Bauprojekte im Umfeld: „Mittlerweile hat sich das neue Adlershof weg von der Schlafstadt zu mehr Leben entwickelt.“ Das Projekt im Eisenhutweg 54-76 sei sinnvoll, auch wenn es sich um ein schwieriges Grundstück handele.

Neues Quartier am Eisenhutweg muss lärmrobust werden

Problematisch ist die Lage direkt an der Autobahn. Es musste daher eine städtebauliche Lösung gefunden werden, die lärmrobust ist und sich gleichzeitig in die umliegende Bebauung mit Einfamilienhäusern einfügt. Entlang des Eisenhutweges sind deshalb sechs viergeschossige Stadtvillen geplant. Dahinter werden dann zur Autobahn Gebäude in U-Form mit fünf und sieben Geschossen errichtet. Zwischen den einzelnen Gebäuden sind transparente Lärmschutzwände vorgesehen.

Einblicke in das neue Wohnquartier. Copyright: Fuchshuber Architekten / KW-Development
Einblicke in das neue Wohnquartier. Copyright: NOKERA Planning

Die großen Innenhöfe bieten Grün- und Spielflächen. Sie sind miteinander verbunden und bilden eine grüne Mittelachse. Die Dächer werden extensiv begrünt und mehr als 60 Bäume neu gepflanzt. 100 PKW-Stellplätze sind in einer Tiefgarage vorgesehen und 180 weitere an den außenliegenden Erschließungsstraßen: Im Inneren ist das Wohngebiet damit autofrei.

Die KW-Development errichtet darüber hinaus eine Kita mit 106 Plätzen. Die Wärmeversorgung erfolgt über die BTB, die ihre Wärme zu 60 Prozent mit regenerativen Energieträgern erzeugt.

Grundsteinlegung für neues Quartier mit preiswerten Wohnungen

Update vom 3. Juni 2022: Berlins Bausenator Andreas Geisel betonte aus Anlass der Grundsteinlegung noch einmal die Bedeutung des Standortes Adlershof. Er sei eine Berliner Erfolgsgeschichte. „Er ist das Ergebnis von mehr als zwanzig Jahren harter und kontinuierlicher Arbeit.“ Das Land Berlin habe mit seinen Partnern einen Stadtteil geschaffen, der Medienschaffende, Technologieexperten und Wissenschaftler aus der ganzen Welt anziehe. „Immer mehr Menschen wollen hier nicht nur arbeiten, forschen und lernen, sondern auch wohnen.“ Rund 59 Prozent der Wohnungen im Eisenhutweg-Projekt sind gefördert. „Ich freue mich deshalb sehr, dass durch die degewo und ihren Projektentwickler dringend benötigter, bezahlbarer Wohnraum entsteht. Das wird Adlershof noch populärer machen.“

Grundsteinlegung für Wohnungen in Berlin-Adlershof. Copyright: Cathrin Bach
Jan Kretzschmar (Geschäftsführer der KW-Development), Oliver Igel (Bezirksbürgermeister von Berlin Treptow-Köpenick), Andreas Geisel (Bausenator) und Christoph Beck (Vorstandsmitglied bei degewo) (von links) bei der Grundsteinlegung.

Auch der Bezirksbürgermeister von Treptow-Köpenick, Oliver Igel, sieht in Adlershof weiteres Potenzial für Wachstum. „All diejenigen, die durch ihre Arbeit in den hier zahlreich ansässigen Innovations- und Produktionsstätten die wirtschaftliche Dynamik weiter vorantreiben, benötigen natürlich auch Wohnraum“, betonte er. „Es entsteht ein Quartier zum Wohlfühlen, das sich durch eine sehr gute Erreichbarkeit via Autobahn, S-Bahn und Bus auszeichnet.“ Für Christoph Beck, Vorstandsmitglied bei degewo, steht deshalb fest: „Je mehr Adlershof weiter als Arbeits- und Wohnort an Attraktivität gewinnt, desto mehr bezahlbaren Wohnraum müssen wir hier schaffen.“

Jan Kretzschmar, Geschäftsführer der KW-Development, erkennt ebenfalls Bedarf für weiteren Wohnungsbau vor Ort. „Adlershof hat seinen Ruf als verschlafener Universitätsstandort am Rande der Stadt längst abgelegt und sich in den letzten Jahren immer weiter zu einem gefragten Arbeits- und Wohnort vor allem auch für viele Start-ups entwickelt. Deshalb muss nun der Wohnungsmarkt mitziehen und das passende Angebot geschaffen werden, für diejenigen, die in dieser Ecke Berlins arbeiten und leben.“

Baustart für neues Berliner Quartier Buckower Felder: Die STADT UND LAND Wohnbauten-Gesellschaft mbH realisiert im Bezirk Neukölln rund 900 neuen Wohnungen, punktet mit Nachhaltigkeit und feiert den Baustart.
Berlin/Brandenburg / Berlin

Baustart für neues Berliner Quartier Buckower Felder

Ein Ja zum Enteignungsvolksentscheid ist ein Ja zum Enteignen von Genossenschaften: Es ist nicht möglich, die Genossenschaften von einem Vergesellschaftungsgesetz auszunehmen. Zu diesem Ergebnis sind Experten der Kanzlei Greenberg Traurig in einem Gutachten im Auftrag des BBU Verband Berlin-Brandenburgischer Wohnungsunternehmen gekommen.
Berlin/Brandenburg / Berlin

Ein Ja zum Enteignungsvolksentscheid ist ein Ja zum Enteignen von Genossenschaften

Am Schlosspark: Hunderte Wohnungen für Berlin-Charlottenburg: In direkter Nachbarschaft zum Schloss Charlottenburg wird das neue Wohnquartier
Berlin/Brandenburg / Berlin

Am Schlosspark: Hunderte Wohnungen für Berlin-Charlottenburg