Neues Wohnen am Eisenhutweg: Quartier am Wissenschaftsstandort Adlershof-Johannisthal

Neues Wohnen am Eisenhutweg: Quartier am Wissenschaftsstandort Adlershof-Johannisthal

Neues Wohnen am Eisenhutweg: Quartier am Wissenschaftsstandort Adlershof-Johannisthal
Neues Wohnen am Eisenhutweg bringt Wohnungen nach Adlershof-Johannisthal. Copyright: Fuchshuber Architekten / KW-Development

KW-Development hat grünes Licht für das Bauvorhaben "Neues Wohnen am Eisenhutweg" mit 585 Wohnungen auf dem Grundstück Eisenhutweg 54-76 nahe des Wissenschaftszentrums Berlin-Adlershof. Geplant ist die Übernahme durch das landeseigene Wohnungsunternehmen DEGEWO.

Das Projekt Neues Wohnen am Eisenhutweg der KW-Development GmbH ist ein weiterer Mosaikstein in der Entwicklungsmaßnahme Adlershof-Johannisthal. 585 Wohnungen und eine Kita sollen auf dem 32.000 Quadratmeter großen Grundstück Eisenhutweg 54-76 nach Entwürfen von Fuchshuber Architekten errichtet werden. Unmittelbar nach Beschluss des Bebauungsplanes im Abgeordnetenhaus sind Anfang September die ersten Bauanträge eingereicht worden. Wenn die Genehmigung zügig erfolgt, kann im ersten Quartal 2022 mit dem Bau begonnen werden. Die Kosten sind mit 150 Millionen Euro kalkuliert. Vorgesehen ist, dass das landeseigene Wohnungsunternehmen DEGEWO das Projekt übernimmt und dann 50 Prozent der Wohnungen mietpreisgebunden anbietet.

Neues Wohnen am Eisenhutweg bringt Wohnräume an den Wissenschaftsstandort Adlershof-Johannistal

Die Wohnanlage ist damit Teil eines langjährigen Entwicklungsprojektes. Seit 1994 zählt Adlershof-Johannisthal zu den insgesamt sechs Berliner Entwicklungsgebieten. Das 420 Hektar große Areal zwischen Adlergestell, Rudower Chaussee, Teltowkanal und Autobahn A113 wurde seither zum Wissenschaftszentrum ausgebaut. Am Standort gibt es heute sechs Institute der Humboldt-Universität mit rund 8.000 Studenten. Hinzu kommen zehn außeruniversitäre Institute und Einrichtungen, fünf Technologie- und zwei Gründerzentren.

Einblicke in das neue Wohnquartier. Copyright: Fuchshuber Architekten / KW-Development
Einblicke in das neue Wohnquartier. Copyright: Fuchshuber Architekten / KW-Development

Bis 2030 sind bis zu 3,4 Millionen Quadratmeter Bruttogrundfläche für Gewerbe geplant, davon sind nach offiziellen Angaben bereits 1,2 Millionen realisiert und 16.000 Arbeitsplätze geschaffen worden. Beispielsweise in großvolumigen Büroprojekten wie der Brain Box Berlin - ebenfalls am Eisenhutweg situiert. Der Rahmenplan weist 3.200 Wohneinheiten aus. Davon sind bereits 1.033 fertiggestellt, 1.200 im Bau, 960 in Planung. Weitere 1.000 könnten in Zukunft gebaut werden.

Eine Schlafstadt wird lebendig

Von Anfang an war der Senat für die Bauleit- und Finanzplanung verantwortlich. Das Abgeordnetenhaus beschließt die Bebauungspläne. Der ursprüngliche Bebauungsplan entlang des Eisenhutweges sah Gewerbe und Einzelhandel vor. Er wurde nun zugunsten von Wohnungen überplant. Stefan Förster (FDP), Mitglied im Stadtentwicklungsausschuss, begrüßt das Projekt und erklärt auch mit Blick auf andere Bauprojekte im Umfeld: „Mittlerweile hat sich das neue Adlershof weg von der Schlafstadt zu mehr Leben entwickelt.“ Das Projekt im Eisenhutweg 54-76 sei sinnvoll, auch wenn es sich um ein schwieriges Grundstück handele.

Neues Quartier am Eisenhutweg muss lärmrobust werden

Problematisch ist die Lage direkt an der Autobahn. Es musste daher eine städtebauliche Lösung gefunden werden, die lärmrobust ist und sich gleichzeitig in die umliegende Bebauung mit Einfamilienhäusern einfügt. Entlang des Eisenhutweges sind deshalb sechs viergeschossige Stadtvillen geplant. Dahinter werden dann zur Autobahn Gebäude in U-Form mit fünf und sieben Geschossen errichtet. Zwischen den einzelnen Gebäuden sind transparente Lärmschutzwände vorgesehen.

Einblicke in das neue Wohnquartier. Copyright: Fuchshuber Architekten / KW-Development
Einblicke in das neue Wohnquartier. Copyright: Fuchshuber Architekten / KW-Development

Die großen Innenhöfe bieten Grün- und Spielflächen. Sie sind miteinander verbunden und bilden eine grüne Mittelachse. Die Dächer werden extensiv begrünt und mehr als 60 Bäume neu gepflanzt. 100 PKW-Stellplätze sind in einer Tiefgarage vorgesehen und 180 weitere an den außenliegenden Erschließungsstraßen: Im Inneren ist das Wohngebiet damit autofrei.

Die KW-Development errichtet darüber hinaus eine Kita mit 80 Plätzen. Sie bietet 22 Plätze mehr als sich rechnerisch aus dem Bauvorhaben ergibt. Die Wärmeversorgung erfolgt über die BTB, die ihre Wärme zu 60 Prozent mit regenerativen Energieträgern erzeugt. Die Fertigstellung der Wohnanlage ist für 2024 avisiert.

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