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Berlin: IGP Gruppe plant „greenovation campus“

Holz-Hybridbauweise, keine fossile Heizung, keine Kühlung: Auf einem 9.400 Quadratmeter großen Grundstück im Berliner Süden soll ein Niedrigenergie-Gewerbeensembles für rund 600 Mitarbeiter entstehen. Alle Informationen zu dem Projekt, erfahren Sie hier.

Auf einem 9.400 Quadratmeter großen Grundstück im Berliner Süden soll ein Niedrigenergie-Gewerbeensembles entstehen. Alle Informationen zu dem Projekt, erfahren Sie hier. Visualisierung des „greenovation campus“. Quelle: IGP Projekt GmbH.
Von Redaktion IMMOBILIEN AKTUELL MAGAZIN / Matthias Klöppel / Pressemitteilung IGP Gruppe, 17.07.2020

Das Gewerbequartier Hegauer Weg, unweit des Verwaltungs- und Einkaufsstandortes Teltower Damm am S-Bahnhof Zehlendorf in Berlin, erhält Zuwachs: Die IGP Gruppe plant auf dem 9.400 Quadratmeter großen Grundstück, das bisher eine Autowerkstatt beherbergt, den Bau eines Niedrigenergie-Gewerbeensembles mit dem Namen „greenovation campus“.

Platz für etwa 600 Arbeitsplätze

Die zwei viergeschossigen Gebäude werden über rund 15.400 Quadratmeter Bruttogeschossfläche verfügen und Platz für etwa 600 Arbeitsplätze bieten. Das kleinere riegelförmige und das größere V-förmige Gebäude gruppieren sich um einen grünen Innenhof mit Senkgarten und einem eingeschossigen Pavillon, der als Cafeteria, Mensa oder für Events und Besprechungen genutzt werden kann. Der Campus soll neben Büro- und Verwaltungsflächen auch ein Labor, Werkstätten sowie eine Tiefgarage mit Lademöglichkeit für E-Autos und E-Bikes umfassen.

„Die flexible Gebäudestruktur ermöglicht es den künftigen Nutzern, ihre Neu- oder Ausgründungen direkt auf dem Campusareal anzusiedeln – wie in einem Inkubator. Aber auch Teams oder Abteilungen etablierter Unternehmen können im „greenovation campus“ einen Platz finden“, erläutert Bauherr Stefan Gräf von der IGP Gruppe. Auf einem Zehntel der Fläche haben die Architekten von brh Generalplaner Corporate Housing vorgesehen. 

Mobility Hub mit elektrifizierter Tiefgarage

„Die möblierten Werkswohnungen bieten ein Höchstmaß an Flexibilität auf dem umkämpften Berliner Wohnungsmarkt und ermöglichen es auch international tätigen Experten, direkt auf den Firmen-campus zu ziehen“, erläutert Stefan Gräf die Wiederbelebung des Erfolgsrezeptes. Damit sich die auf dem Campus wohnenden und arbeitenden Menschen auch rundum wohlfühlen, entstehen am Hegauer Weg eine Betriebskita sowie eine Mensa. Darüber hinaus stehen Wellness- und Fitnessräume und ein Conciergeservice zur Verfügung, der einen Post- und Paketdienst sowie einen Reinigungs-Service beinhaltet.

Mobil bleiben die Mitarbeiter und Werksbewohner dank des Mobility Hub mit elektrifizierter Tiefgarage für Autos und Fahrräder, kombinierten Car-Sharing-Angeboten sowie überdachten Radstellplätzen mitsamt Fahrradverleih.  Doch nicht nur bei Service und Architektur setzt die IGP Gruppe auf Innovation, sondern auch beim Thema Nachhaltigkeit und Energie.

Holz-Hybrid im Passivhausstandard

Das Gebäudeensemble soll als Holz-Hybrid im Passivhausstandard errichtet werden: „Dank der Holz-Hybridbauweise reduziert sich der CO2-Fußabdruck bereits während der Bauphase und auch im Falle eines Rückbaus können die Materialien wiederverwertet werden“, so Stefan Gräf. Zudem wird auf den Einbau von Heizung und Kühlung mit fossilem Energieträger verzichtet. Als Vorbild dient dabei das Büro- und Verwaltungsgebäude „2226“, das CO2-neutral betrieben wird.

Geplant ist auch die Zertifizierung nach LEED/DGNB/DENA im höchsten Standard. Große Teile des Grundstücks werden zudem gärtnerisch gestaltet, und vorhandene, auch nicht geschützte Bäume weitgehend erhalten. „So tragen wir aktiv zur Verbesserung des Mikroklimas am Standort bei“, sagt der Geschäftsführende Gesellschafter von brh Generalplaner, Dipl.- Ing. M. Arch. Architekt BDA Andreas R. Becher.

„Wir errichten hier am Hegauer Weg sowohl in funktioneller wie auch in gestalterischer Hinsicht ein Leuchtturmprojekt“, fasst Stefan Gräf zusammen. Besonders positiv äußert sich Planer Andreas Becher über die Zusammenarbeit mit dem Bezirk: „In nur acht Wochen wurde unser Bauvorbescheid positiv beschieden. Für dieses Engagement danke ich der Stadtplanung sehr.“

Baustart im kommenden Herbst

Derzeit wird der Bauantrag für den 97 Millionen Euro teuren Gewerbecampus erstellt, der Baubeginn ist für Herbst 2020 geplant. Mit der Vermietung der im ersten Quartal 2022 bezugsfertigen Gebäude wurde exklusiv die Angermann Real Estate Advisory AG beauftragt.

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