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Flugplatz Drewitz wird zum ökologischen E-Mobilitätszentrum

Auf dem Gelände des ehemaligen Flugplatzes Drewitz, nordöstlich von Cottbus gelegen, soll ein Zentrum für Elektromobilität und zukunftsweisende Technologien entstehen und den "Innovationsstandort Lausitz" Vorschub leisten. Der Bebauungsplan wurde nun beschlossen und auch der Name für das neue Gewerbe- und Industriegebiet steht fest.

Auf dem Gelände des ehemaligen Flugplatzes Drewitz, nordöstlich von Cottbus, soll ein Zentrum für Elektromobilität und zukunftsweisende Technologien entstehen. Alle Infos zum neuen Gewerbepark. Nordöstlich von Cottbus entsteht ein E-Mobilitätszentrum. Copyright: Soltkahn AG
Von Redaktion Immobilien Aktuell Magazin / Pierre Pawlik / Pressemitteilung Soltkahn AG & Euromovement Holding GmbH, 14.12.2020

Der Investor Euromovement Industriepark GmbH hat Mitte August im Rahmen einer Informations- und Bürgerveranstaltung seine Pläne für den ehemaligen Flugplatz Drewitz vorgestellt und konkretisiert. Es soll ein Gewerbe- und Industriegebiet mit einer Gesamtfläche von 209 Hektar entstehen, wobei rund 35 Prozent der Fläche für die Erzeugung von regenerativer Energie (Windenergie, Photovoltaik, Wasserstoff) vorgesehen sind. Dadurch ist es möglich, das komplette Gewerbegebiet CO2-neutral betreiben zu können - eine Premiere in Deutschland.

Flugplatz Drewitz wird zum Zentrum für Elekromobilität und zukunftsweisende Technologien

Am Standort ist ein Zentrum für Elektromobilität und zukunftsweisende Technologien vorgesehen. Auf dem ehemaligen Flugplatz Drewitz sollen demnach Busse auf Elektroantrieb umgerüstet werden. Dementsprechend sollen beispielsweise Produktionshallen zur Umrüstung von Nutzfahrzeugen und zur Herstellung von ökologisch verträglichen Batterien errichtet werden.

In den Büro- und Verwaltungsgebäuden sind sowohl Flächen für den Allgemeinbedarf als auch Flächen für die Forschung und Entwicklung geplant. Zahlreiche Unternehmen wie beispielsweise e4f energy for future (Entwickler von nachhaltiger Pflanzenkohle), I-See Electric Trucks, die Nutzfahrzeuge mit Elektroantrieben ausstatten, Astra Bio-Energie (Energieversorger) und Orten-Fahrzeugbau, führender Fuhrparkspezialist mit LKW-Aufbauten und Nutzfahrzeugen für die Getränkeindustrie und Transportlogistik, erwägen, sich an dem Standort anzusiedeln.

Video: Einblicke in das ökologische e-Mobilitätszentrum auf dem ehemaligen Flugplatz Drewitz

 

Das Industrie- und Gewerbegebiet befindet sich auf der ehemaligen Flugbetriebsfläche Drewitz nördlich vom Braunkohlentagebau Jänschwalde. Es gehört zum Territorium des Amtes Peitz im brandenburgischen Landkreis Spree-Neiße, der nordöstlich an die Stadt Cottbus grenzt. Der Haltepunkt der Deutschen Bahn AG „Jänschwalde-Ost“ befindet sich fußläufig 800 Meter südlich des Gewerbegebietes. Über die ausgebaute Bundestraße B97 ist die Anschlussstelle der Bundesautobahn A15 „Roggosen“ zu erreichen.

Für das Industrie- und Gewerbegebiet wird zur Zeit ein rechtskräftiger Bebauungsplan erarbeitet. Die darin festzusetzenden Grundflächen- und Geschossflächenzahlen werden eine optimale Auslastung der betreffenden Grundstücke ermöglichen und gelten unter Vorbehalt des Satzungsbeschlusses.

Galerie zum neuen Gewerbe- und Industriepark mit e-Mobilitätsausrichtung bei Cottbus

Visualisierung des E-Mobilitätszentrums bei Cottbus. Copyright: Soltkahn AGVisualisierung des Gewerbe- und Industrieparks bei Cottbus. Copyright: Soltkahn AGVisualisierung des E-Mobilitätszentrums bei Cottbus. Copyright: Soltkahn AGVisualisierung des CO2-neutralen E-Mobilitätszentrums bei Cottbus. Copyright: Soltkahn AGVisualisierung des E-Mobilitätszentrums bei Cottbus, wo die Farbe Grün eine große Rolle spielen wird. Copyright: Soltkahn AGVisualisierung des E-Mobilitätszentrums bei Cottbus. Copyright: Soltkahn AGDas Gelände des zukünftigen Gewerbeparks aus der Vogelperspektive. Copyright: Soltkahn AGVorstellung der Pläne für den ehemaligen Flugplatz Drewitz: (v.l.n.r.) Tassilo Soltkahn, Euro Movement, Jana Schimke (MbB), Jochem Schöppler, Euro Movement, Amtsdirektorin Elvira Hölzner, Helmut Badtke, Bürgermeister Jänschwalde. Copyright: Soltkahn AGVorstellung der Pläne für den ehemaligen Flugplatz Drewitz. Copyright: Soltkahn AGAuf dem Gelände sollen künftig unter anderem Busse auf E-Antrieb umgerüstet werden. Copyright: Soltkahn AG

Innovationsstandort Lausitz: Neuer Gewerbepark als Leuchtturm für tragfähige Zukunftskonzepte

„Die Entwicklung eines nachhaltigen und ökologischen Gewerbeparks ist uns an diesem Standort ein echtes Anliegen“, so Jochem Schöppler, Geschäftsführender Gesellschafter Euro Movement GmbH. „Wir sind der Überzeugung, dass hier am ehemaligen Flugplatz Drewitz ein Leuchtturm für Zukunftskonzepte entstehen wird, der weit über die Landesgrenzen hinausstrahlt.“

„Ich setze große Hoffnungen auf das Vorhaben. Dies ist ein Beispiel dafür, wie die Lausitz den Strukturwandel bewerkstelligen kann. Die finanziellen Anreize, die wir mit dem Strukturstärkungsgesetz geschaffen haben, sind ein wichtiger Eckpfeiler. Doch letztlich braucht es Menschen, die mit Ihren Ideen und ihrem Engagement den Boden für eine erfolgreiche Zukunft der Lausitz legen“, so Jana Schimke (CDU-Landesverband Brandenburg), Mitglied des Bundestages.

Bebauungsplan beschlossen

Update: 14.12.2020: Die Gemeinde Jänschwalde hat den Bebauungsplan für das geplante Gewerbe- und Industriegebiet beschlossen. Mit neun Ja-Stimmen, einer Enthaltung und keiner Gegenstimme votierten die Gemeindevertreter damit für das kürzlich auf den Namen „Green Areal Lausitz“ getaufte Vorhaben, das sich Nachhaltigkeit und CO2-Neutralität für die Region Lausitz auf die Fahnen geschrieben hat. Aktuell wird ein ganzheitliches Energiekonzept für den Standort entwickelt. Dieses soll die regenerative Energieerzeugung sowie den Einsatz der vor Ort erzeugten Energie umfassen. Dabei sollen die Sektoren Strom, Wärme und Mobilität zusammengedacht werden, sodass ein integriertes Gesamtenergiekonzept entsteht.

„Wir hatten von Beginn an ein gutes Gefühl für die Pläne für den ehemaligen Flugplatz Drewitz“, so Helmut Badtke, Bürgermeister der Gemeinde Jänschwalde. „Das hat sich im Lauf des Bebauungsplanverfahrens bestätigt und wir freuen uns, dass nun auf dem Areal des ehemaligen Flugplatz Drewitz ein Projekt entsteht, das die Region weit nach vorne bringen wird.“ Die Lausitz sei nach wie vor von der Braunkohle geprägt. Doch mit Blick auf den voranschreitenden Braunkohleausstieg zeichneten sich für die Region zahlreiche Herausforderungen – aber auch Chancen – ab. Die Green Areal Lausitz sei eine solche Chance, nicht zuletzt sollen an dem Standort bis zu 2.000 Arbeitsplätze entstehen, womit die Region auch zu einem Anziehungspunkt für junge Menschen werde. Für den Januar 2021 sind Bürgerberatungstermine in Drewitz/Jänschwalde geplant.

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