GRK Gruppe feiert Richtfest am ehemaligen Kulturpalast in Chemnitz

GRK Gruppe feiert Richtfest am ehemaligen Kulturpalast in Chemnitz

GRK Gruppe feiert Richtfest am ehemaligen Kulturpalast in Chemnitz
So soll der Kulturpalast Chemnitz nach der Revitalisierung aussehen. Copyright: GRK Gruppe

Der Baufortschritt an einem der aufwendigsten Bauprojekte der jüngeren Chemnitzer Stadtgeschichte ist deutlich zu erkennen: Nachdem die GRK Gruppe Anfang des Jahres mit der vollständigen Sanierung des Kulturpalastes Chemnitz und seiner Umgestaltung zu einer modernen Wohnanlage begann, hat sie nun mit einem Richtfest das Ende der Rohbauarbeiten auf traditionelle Weise gefeiert.

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Auf dem 7.000 Quadratmeter großen Grundstück im Stadtteil Rabenstein entstehen bis voraussichtlich Sommer 2024 auf knapp 5.700 Quadratmetern insgesamt 64 Ein- bis Fünf-Raumwohnungen mit Größen zwischen 32 und 162 Quadratmetern, die in gehobener Ausstattung neben Echtholz-Parkettfußböden und Design-Bädern auch großzügige Terrassen, Loggien oder Balkone bieten. Das Konzept sieht außerdem Fitnessmöglichkeiten im Kellergeschoss, eine Tiefgarage mit 69 Pkw-Stellplätzen, 15 Abstellflächen im Außenbereich sowie 100 Fahrradstellplätze vor. An dem nunmehr fertiggestellten Rohbau laufen bereits seit einigen Wochen Dach- und Zimmererarbeiten sowie der Innenausbau.

Zeigten beim Richtfest vollen Einsatz (v.l.n.r.): Michael Stötzer, Bürgermeister für Stadtentwicklung und Bau der Stadt Chemnitz, und Peter Wolf, Geschäftsführer GRK Gruppe. Copyright: Sebastian Willnow / GRK Gruppe.

Stimmen zum Richtfest am Kulturpalast Chemnitz

Hintergrund Kulturpalast Chemnitz

Der 1950 nach Sowjet-Vorbild errichtete Kulturpalast Chemnitz war das erste Gebäude seiner Art in der DDR. Später entstand in den mächtigen Hallen das erste große Farbfernsehstudio des Landes, ausgestattet, um große Abendshows zu produzieren. Nach der Wende nutzte der Mitteldeutsche Rundfunk (MDR) das Haus, gab es im Jahr 2000 allerdings als Sendestudio wieder auf. Seitdem stand das traditionsreiche Objekt leer.

Michael Stötzer, Bürgermeister für Stadtentwicklung und Bau der Stadt Chemnitz, würdigte den Baufortschritt: „Aus vielen Gesprächen weiß ich, dass nicht nur den Rabensteinern, sondern auch vielen anderen Bürgerinnen und Bürgern unserer Stadt die Zukunft des ehemaligen Kulturpalastes besonders am Herzen liegt. Ich freue mich deshalb sehr, dass dieses imposante Zeugnis der Chemnitzer Baugeschichte nach langem Leerstand wieder zu neuem Leben erweckt wird.“

Alf Furkert, Sächsischer Landeskonservator, lobte die denkmalgerechte Sanierung des 1950 als „Kulturpalast der Werktätigen“ errichteten Gebäudes: „Trotz weitgehend fehlender Pläne und Unterlagen aus der Entstehungszeit des Gebäudes ist es hier gelungen, einen wichtigen Bau der frühen DDR-Geschichte und ein architektonisches Zeugnis im Stil des Sozialistischen Klassizismus der Architekten Kurt Ritter, Adam Burger und Joachim Rackwitz zu erhalten. Das Projekt ist ein wichtiger Beitrag zur Bewahrung bedeutender Zeugnisse der Baukultur vergangener Epochen in Chemnitz.“

Peter Wolf, Geschäftsführer der GRK Gruppe, betonte die konstruktive Zusammenarbeit mit der Chemnitzer Stadtverwaltung und dem Sächsischen Landesamt für Denkmalpflege: „Obwohl wir als GRK Gruppe über jahrelange Erfahrungen bei der Sanierung wertvoller, denkmalgeschützter Bausubstanz verfügen, stellt jedes Projekt wieder eine spannende Herausforderung für uns dar. Umso dankbarer sind wir für die Unterstützung und lösungsorientierte Flexibilität, die uns hierbei durch die Stadt Chemnitz und den Freistaat Sachsen zuteilwurden.“

Galerie: Kulturpalast Chemnitz Baustellenbegehung

Die GRK Gruppe hatte Ende August 2022 Journalisten zu einer Baustellenbegehung nach Chemnitz eingeladen. Hier einige Bilder.

Revitalisierungen als Alternative zu Abriss und Neubau

Eine stadtbildprägende Immobilie wie den Chemnitzer Kulturpalast einer zeit- und zukunftsgemäßen Nutzung zuzuführen, ist seit über 30 Jahren das Kerngeschäft der GRK Gruppe, einem der größten Wohnungsbauträger im Revitalisierungsbereich, der bereits mehrfach mit dem Hieronymus-Lotter-Preis für Denkmalpflege der Leipziger Kulturstiftung prämiert wurde.

„In der Regel sind Revitalisierungen die interessantere und herausfordernde Alternative zu Abriss und Neubau“, so Geschäftsführer Peter Wolf. „Der besondere Reiz besteht in dem Erhalt der bauhistorischen Vergangenheit und ihrer Verschmelzung mit heutigen Komfortbedürfnissen, Raumprogrammen und Wohnwünschen. Dabei hat, nicht nur wegen der aktuellen Rahmenbedingungen, das Thema Energieeffizienz, gepaart mit Nachhaltigkeit, für uns einen besonders hohen Stellenwert.“

Einblick in eine Wohnung des Chemnitzer Kulturpalastes. Copyright: GRK Gruppe
Einblick in eine Wohnung des Chemnitzer Kulturpalastes. Copyright: GRK Gruppe

Die GRK Gruppe hatte den Chemnitzer Kulturpalast 2018 erworben. Neben der Sanierung des einst prunkvollen Geschichtszeugnisses plant sie auf dem Areal auch eine barrierefreie Wohnanlage für Betreutes Wohnen inklusive Tagespflege. Baustart für die drei Neubauten im KfW-Standard mit zusammen circa 72 Ein- und Zwei-Raumwohnungen einschließlich einer Tagespflege ist planmäßig im vierten Quartal 2022. Durch eine Kooperation mit der Technischen Universität (TU) Dresden werden aktuell Maßnahmen untersucht, die Wärmeversorgung über regenerative Energie respektive Geothermie in Kombination mit einer Photovoltaikanlage zu erzeugen. Energieeffizienz ist für die GRK Gruppe nach eigenen Angaben bereits seit vielen Jahren ein Thema, das bei allen Projekten besonders im Fokus steht.

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