HOWOGE stellt Quartier am Rathauspark fertig

HOWOGE stellt Quartier am Rathauspark fertig

HOWOGE stellt Quartier am Rathauspark fertig
Das Hochhaus bildet das Tor zum Quartier am Rathauspark. Copyright: HOWOGE / Lydia Hesse

Das neue Tor zu Lichtenberg: Die HOWOGE Wohnungsbaugesellschaft mbH hat das Quartier am Rathauspark mit 387 Wohnungen und einem Büroturm an der Frankfurter Allee in Berlin-Lichtenberg fertiggestellt. Wir stellen das Quartier vor und gewähren einige Einblicke.

Mit der Fertigstellung des 64 Meter hohen Bürohochhauses an der Frankfurter Allee Ecke Möllendorfstraße ist das autofreie „Quartier am Rathauspark“ der HOWOGE nun komplett. Insgesamt 387 Wohnungen und zahlreiche Büro- und Gewerbeflächen sowie eine Kita sind entstanden. 172 Wohnungen werden als geförderter Wohnraum zu Einstiegsmieten ab 6,50 Euro pro Quadratmeter vermietet. Unübersehbar ist der Büroturm am Stefan-Heym-Platz 1 mit 18 Geschossen, der ein städtebauliches Zeichen am Übergang der Stadtteile Friedrichshain und Lichtenberg setzt.

Quartier am Rathauspark entstand aus zwei Bauvorhaben

1.) 2015 begannen die Bauarbeiten in der Rathausstraße 11-12. Das Projekt wurde im Rahmen des ersten Konzeptverfahrens des damaligen Liegenschaftsfonds Berlin (heute BIM) an die HOWOGE vergeben. Nach den Plänen von Hemprich Tophof Architekten sind insgesamt 136 Wohnungen entstanden, von denen sich zwölf im Altbau der aufwändig sanierten ehemaligen Polizeiwache befinden. Zum Quartier gehören zudem eine Kita mit 102 Plätzen sowie eine Tiefgarage mit 74 Auto- und 132 Fahrradstellplätzen.

136 Wohnungen entstanden in der Rathausstraße. Copyright: HOWOGE / Rentsch
136 Wohnungen entstanden in der Rathausstraße. Copyright: HOWOGE / Rentsch

2.) Für das Wohn- und Büroquartier Möllendorfstraße 2, Stefan-Heym-Platz 1, Frankfurter Allee 129-137 und Rathausstraße 14-17 wurde der erste Spatenstich im Februar 2019 gesetzt. Die Architekturplanung erfolgte durch Baumschlager Eberle Architekten, Generalübernehmer war die PORR GmbH & Co. KGaA. Von den 251 Wohnungen vermietet die HOWOGE 126 Einheiten als geförderten Wohnraum zu Einstiegsmieten ab 6,50 Euro pro Quadratmeter. Im Quartier befinden sich insgesamt 15.500 Quadratmeter Büro und Gewerbeflächen, davon werden 1.850 Quadratmeter als Laden- und Gastronomieflächen genutzt. Das Gros dieser Flächen liegt im Hochhaus und in den Gebäuden zur Frankfurter Allee sowie zum Stefan-Heym-Platz hin.

Hier werden unter anderem ein Restaurant mit japanisch-koreanischer Fusionsküche und ein Café mit Teeladen einziehen. Ab Herbst 2021 eröffnen ein Barbershop und ein Geschäft mit orientalischen Lebensmitteln. Entlang der Frankfurter Allee liegt der Schwerpunkt der Erdgeschossflächen auf medizinischen Nutzungen: Eine große Zahnarztpraxis, eine Diabetologie- sowie eine Urologiepraxis und eine Kindertagespflege sind hier verortet. Zwei Tiefgaragen bieten Platz für 145 Auto- sowie Fahrradstellplätze. „Das Errichten von Wohnraum war an dieser Stelle aufgrund der hohen Lärm-Emission baurechtlich nicht realisierbar“, erklärt Thomas Felgenhauer, Geschäftsführer der HOWOGE. „Eine gewerbliche Nutzung hingegen ist möglich und bietet den Vorteil, dass der Gebäuderiegel zugleich als Schallschutz für die dahinter liegende Wohnbebauung dient.“

Leuchtturm für das Wohn- und Büroquartier ist das Hochhaus. Copyright: HOWOGE / Rentsch
Leuchtturm für das Wohn- und Büroquartier ist das Hochhaus. Copyright: HOWOGE / Rentsch

Das klimafreundliche Stadtquartier

Für die Bürogebäude strebt die HOWOGE die DGNB-Gold-Zertifizierung an – die zweithöchste Auszeichnung, welche die Deutsche Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen (DGNB) vergibt. Einen hohen energetischen Standard weisen aber auch die Wohngebäude auf. Das Bauvorhaben Möllendorfstraße 2, Stefan-Heym-Platz 1, Frankfurter Allee 129-137 und Rathausstraße 14-17 erfüllt den KfW-55-Standard.

Im Altbau der aufwändig sanierten ehemaligen Polizeiwache finden sich viele Wohnungen. Copyright: HOWOGE / Dombrowsky
Im Altbau der aufwändig sanierten ehemaligen Polizeiwache finden sich viele Wohnungen. Copyright: HOWOGE / Dombrowsky

Eine tragende Säule des Energiekonzepts ist die Stromerzeugung durch Photovoltaikmodule auf dem Dach in Kombination mit einem eigenen Blockheizkraftwerk sowie Fernwärme. Der dadurch erzeugte klimafreundliche Strom kann direkt an die Bewohner der 251 Wohnungen sowie der Gewerbe- und Büromieter geliefert werden. Der günstige Strom-Tarif zahlt dabei auf eine bezahlbare Gesamtmiete ein und ermöglicht auch Haushalten mit geringem Einkommen eine Teilhabe an der Energiewende.

In den Wohnungen selbst sorgen dezentrale Trinkwasserstationen und dezentrale Wohnraumlüftungen mit Wärmerückgewinnung für die gute Energiebilanz. Bei der Warmwasserbereitung ergibt sich die Energieeinsparung von rund 30 Prozent durch niedrige Systemtemperaturen. Wasser wird nicht wie üblich zentral auf 60 Grad, sondern erst bei Bedarf in der Wohnung auf 45 Grad erwärmt.

Neben den Trinkwasserstationen gibt es für jedes Gebäude eine zentrale Wohnraumlüftung mit Wärmerückgewinnung auf dem Dach. Das Prinzip funktioniert, indem die verbrauchte, warme Luft aus der Wohnung abgesaugt wird und gleichzeitig kalte Luft angesaugt wird. Dabei wird die Wärme der verbrauchten Abluft verwendet, um die frische und kalte Außenluft in einem Wärmetauscher auf angenehme Temperaturen zu bringen. Der Anfang 2020 fertiggestellte Komplex in der Rathausstraße 11-12 mit 136 Wohnungen erfüllt den Standard eines KfW-Effizienzhauses 70. Die Stromversorgung, Warmwasserbereitung und die Lüftung erfolgt auf konventionellem Weg.

Stefan-Heym-Platz als neuer Stadtplatz wurde im Beteiligungsverfahren mit Anwohnern geplant

Wohnhäuser im Quartier am Rathauspark. Copyright: HOWOGE / Rentsch
Wohnhäuser im Quartier am Rathauspark. Copyright: HOWOGE / Rentsch

Da der Stefan-Heym-Platz mit dem Fischerbrunnen ein gern genutzter Identifikationsort der Anwohner war, riefen die HOWOGE, das Bezirksamt Lichtenberg und die Stadtentwicklungsgesellschaft Stattbau die Lichtenberger bereits 2015 auf, an der Neugestaltung des Platzes mitzuwirken. Mehr als hundert Interessierte folgten dem Aufruf und entwickelten in Workshops verschiedene Ideen zur Funktion und Gestaltung dieses zentralen Lichtenberger Ortes. Entstehen wird ein grüner Ort, der barrierefrei gestaltet ist und eine abwechslungsreiche Aufenthaltsqualität bietet.

Auch die fast hundertjährige, frisch restaurierte Bronzeskulptur „Jüngling mit Fisch“ ist bereits an ihren Standort zurückgekehrt. Der Fischerjunge steht künftig mitten auf dem Stefan-Heym-Platz auf einem etwa zwei Meter hohen Sockel in einem zehn Zentimeter tiefen Wasserbecken. Der gesamte Platz wird am 31. Juli 2021 fertiggestellt sein. Den Namen eines der bedeutendsten deutschen Schriftsteller des 20. Jahrhunderts, Stefan Heym (1913-2001), trägt der Platz seit 2014. Mit der Namensgebung erinnert der Bezirk Lichtenberg „an einen Menschen, der sich sein Leben lang literarisch und publizistisch gegen Machtmissbrauch eingesetzt hat“.

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