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Büroflächenmarkt in Leipzig realisiert überfällige Nachholeffekte

In Leipzig schien die hohe Nachfrage nach zentrumsnahen, modernen Büroflächen in den zurückliegenden Jahren ignoriert worden zu sein. Jetzt kommen zahlreiche Neubau-Projektentwicklungen auf den Markt und sorgen laut dem "Marktreport 2021 - Leipzig Büroflächen" von Engel & Völkers Commercial für eine neue Dynamik.

In Leipzig schien die hohe Nachfrage nach zentrumsnahen, modernen Büroflächen in den zurückliegenden Jahren ignoriert worden zu sein. Jetzt sorgen zahlreiche Neubau-Projektentwicklungen für eine neue Dynamik. Die AOC Immobilien AG wird mit spekulativ errichteten Büroflächen im Quartier Prager-RiebEck für Bewegung am Leipziger Büroflächenmarkt sorgen. Copyright: AOC Immobilien AG / Fuchshuber Architekten
Von Redaktion Immobilien Aktuell Magazin / Pierre Pawlik / Pressemitteilung Engel & Völkers Commercial Leipzig, 23.04.2021

Der Büroflächenleerstand hat sich in Leipzig in den zurückliegenden fünf Jahren nahezu halbiert. Die Mieten sind in Folge der Angebotsknappheit um mehr als 25 Prozent gestiegen. Jetzt sollen zahlreiche Projektentwicklungen der anhaltend hohen Nachfrage nach größeren Büroflächen in zentraler Lage mittelfristig entgegenwirken.

Zahlreiche zentrumsnahe Büroentwicklungen

„Bisher wurden Neubau-Wohnprojekte klar priorisiert, inzwischen wird jedoch auch der Büroflächenbedarf erkannt und dieses Segment ebenfalls in den Fokus genommen“, berichtet Marc Bensemann, Leiter Investment bei Engel & Völkers Commercial Leipzig. Seiner Marktbeobachtung zufolge ist die Pipeline mit Büroprojekten, die mittelfristig fertiggestellt werden, gut gefüllt.

In der Prager Straße etwa entsteht bis zum Jahr 2022 ein spekulatives Büroobjekt mit rund 5.000 Quadratmetern. Ein weiteres Projekt mit rund 10.000 Quadratmetern Bürofläche wird bis 2023 in der Goldschmidtstraße realisiert. Beide Projekte werden von der AOC Immobilien AG umgesetzt. „Unser Vertrauen in den Leipziger Büromarkt ist ungebrochen und wir setzen angesichts selbst zu Corona-Zeiten beständig sinkender Angebotsreserven auf einen kontinuierlichen Ausbau der Bürosparte“, sagt AOC-Vorstand Till Schwerdtfeger. 

In der Nonnenmühlgasse entstehen in den kommenden Jahren rund 25.000 Quadratmeter Bürofläche. Darüber hinaus befinden sich mehrere Quartiere mit Mischnutzung in der Entwicklung, wie beispielsweise westlich des Hauptbahnhofes im Löwitz Quartier, am Bayerischen Bahnhof sowie am Eutritzscher Freiladebahnhof. „Die umfangreichen Flächenfertigstellungen erlauben zukünftig Mietvertragsabschlüsse über modern ausgestattete Büroflächen mit adäquaten Parkmöglichkeiten, auch im Größensegment über 1.000 Quadratmeter“, betont Bensemann.

Stabile Marktentwicklung im Leipziger Büroflächenmarkt

Mit einigen Fragezeichen versehen sind derzeit noch die Auswirkungen auf die Nachentwicklung durch die Corona-Pandemie. „Zahlreiche Unternehmen überprüfen vor dem Hintergrund von Home-Office-Lösungen und flexiblen Arbeitszeitmodellen gegenwärtig ihren Büroflächenbedarf“, ergänzt Bensemann. Gegebenenfalls falle in diesem Zuge eine Entscheidung dann zu Gunsten der Neuanmietung einer modernen Bürofläche mit optimierter Größe und Raumaufteilung. Vor diesem Hintergrund geht Engel & Völkers Commercial Leipzig im Jahr 2021 von einem soliden Büroflächenumsatz zwischen 130.000 und 150.000 Quadratmetern aus. Mit rund 130.000 Quadratmetern sei der Flächenumsatz auf dem Leipziger Büromarkt im Jahr 2020 gegenüber dem Vorjahr mit einem leichten Minus von 3,7 Prozent nahezu stabil gewesen.

Druck auf die Büromieten hält an

Der Druck auf die Büromiete wird sich laut dem aktuell erschienenen „Marktreport 2021 - Leipzig Büroflächen“ von Engel & Völkers Commercial fortsetzen, da in den vergangenen Jahren nur in begrenztem Umfang Büroflächen fertiggestellt wurden. In den zurückliegen fünf Jahren habe sich der Leerstand bei einem Flächenbestand von rund 2,8 Millionen Quadratmetern von 310.000 auf 165.000 Quadratmeter nahezu halbiert. Vor diesem Hintergrund könne die Spitzenmiete bis auf 18,00 Euro pro Quadratmeter steigen. Seit dem Jahr 2016 (13,00 Euro pro Quadratmeter) wäre das eine Zunahme von knapp 40 Prozent. Die Durchschnittsmiete habe im gleichen Zeitraum um 26,6 Prozent auf 11,90 Euro pro Quadratmeter (vorher 9,40 Euro pro Quadratmeter) zugelegt.

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